Eine Stadt im Tiefschlaf?

Vor fast zwanzig Jahren, am 10. November 1998, beschloss in Saarbrücken der Stadtrat, auf der Höhe der Zeit agierend, die Implementierung einer Lokalen Agenda 21. Ein Jahr später simulierte man auf dem *Forum Zukunftsfähiges Saarbrücken* Tatendrang. Aber noch heute liest sich auf Saarland.de die Liste der saarländischen Nachhaltigkeitspartner so, als hätte Nachhaltigkeit absolut nichts mit Wirtschaft zu tun. Quelle 1

Nur das erste aller Ziele der globalen Agenda wurde angegangen. So wie es der Deutsche Bundestag am 1. Juli 2004 einstimmig formulierte und beschloss: „Es ist das wesentliche Ziel des Nationalen Aktionsplans, den Gedanken der Nachhaltigen Entwicklung in (1) allen Bildungsbereichen in Deutschland zu verankern, in (2) alle für nachhaltige Entwicklung relevanten Politikbereiche zu integrieren und (3) als Querschnittsthema zu etablieren.“ Lokal klingt das so: „Mit der Kooperation verschiedener Verbände und Dachorganisationen ist ein wesentlicher Schritt zur Verankerung von Bildung für Nachhaltige Entwicklung im (vor)schulischen und außerschulischen Bereich gelungen.“ Für mich klingt das nach: Wir sprechen von Nachhaltigkeit, erziehen unsere Kinder zur Nachhaltigkeit, tun aber nichts Konkretes. Das geht übrigens munter so weiter: Quelle 2 
 

Die zwei Wölfe

Ein Junge kommt zu seinem Großvater. „Warum sind manche Menschen gut, und warum tun andere Böses?“ Der Großvater nickt, dann sagt er: „Stell dir vor, in jedem von uns leben zwei Wölfe. Ein guter und ein böser. Einer bringt dich dazu, Gutes zu tun. Der andere bringt dich dazu, Böses zu tun.“ Der Junge überlegt. „Und wie kann ich es schaffen, dass der gute mehr Einfluss auf mich hat?“ Großvater lächelt. „Ganz einfach.“ sagt er und stupst seinem Enkel in den Bauch. „Es kommt darauf an, welchen Wolf du fütterst. Fütterst du den guten, wird er immer stärker und besiegt irgendwann den Bösen.“

Oder:

Ein alter Indianer saß mit seinem Enkelsohn am Lagerfeuer. Es war schon dunkel und das Feuer knackte, während die Flammen in den Himmel züngelten. Nach einer Weile des Schweigens sagte der Alte: "Weisst du, wie ich mich manchmal fühle? Es ist, als ob da zwei Wölfe in meinem Herzen miteinander kämpfen würden. Einer der beiden ist rachsüchtig, aggressiv und grausam. Der andere hingegen ist liebevoll, sanft und mitfühlend."
Der Junge dachte einen Moment nach und fragte: "Und welcher der beiden wird den Kampf um dein Herz gewinnen?".
Da lächelte der Alte und antwortete: "Der Wolf, den ich füttere".

In welche Zukunft zieht die Menschheit?

Zwei aktuelle Leitschriften skizzieren nichts Geringeres als zwei mögliche Szenarien für die Rettung des Planeten Erde und das Überleben der Menschheit. Es treten an: Die Evangelische Kirche Deutschlands gegen amerikanische Ökomodernisten.

„Ohne technischen Fortschritt, Wachstum und Verstädterung gibt es weder eine humane noch eine ökologische Zukunft“, behaupten die Amerikaner. Es müsse endlich Schluss sein mit der Technikmüdigkeit und dem irrationalen Wunsch, eine Rückkehr zur Natur könne den Menschen heilen. Gentechnik, schreiben die Wissenschaftler, sei ein Mittel zur Lösung vieler Probleme. Auch die Urbanisierung biete mehr Vorteile als Nachteile. Sie verringere vor allem den Nutzungsdruck auf die Fläche, sorge „für eine bessere Materialversorgung der Menschen“ und reduziere die Umweltfolgen. Vor allem weil erstmals in der Geschichte mehr als die Hälfte aller Menschen in Städten lebe, verlangsame sich nun die Wachstumsrate der Weltbevölkerung.

Ein „Paradox der Modernisierung“ formulieren sie selbst: Gerade die Entfremdung von der Natur führe zur Möglichkeit, sie zu erhalten. Als Beispiel funktioniert: Erst die Abkehr vom Holz als Brennstoff ermöglichte die Aufforstung. Als weiterer Beleg soll ein Aspekt aus der Landwirtschaft dienen: Aufgrund technischen Fortschritts würden Landwirte immer weniger grundwasserschädlichen Stickstoffdünger verwenden müssen. Aber die eindimensionale Betrachtungsweise endet noch nicht.

KenFM im Gespräch mit

Die Anfänge - Interviews von 2012 bis Anfang 2013:

Evelyn Hecht-Galinski am 12.4.2012 
Volker Ludwig (Grips Theater) am 17.4.2012 
Alfred Grosser am 20.4.2012
Urheberrechtsanwalt Poche am 25.4.2012
Meral Al Mer am 26.4.2012
Lasse Steiner am 10.5.2012
Manfred Nowak (ehem. UNO-Sonderbeauftragter in Sachen Folter) am 14.05.2012
Jürgen Elsässer im Mai 2012
Christoph Hörstel am 17. Mai 2012
Serdar Somuncu im Mai 2012
Karl-Heinz Dellwo am 28. Mai 2012
Daniele Ganser über NATO-Geheimarmeen und das Chaos in Griechenland, Spanien und Italien
Christoph Hörstel über: NAM-Konferenz
Evelyn Hecht-Galinski
Rüdiger Lenz (Nichtkampf-Prinzip)
Prof. Nikolaus Knoepffler über: Einschränkung der Religionsfreiheit
Dr. Thilo Weichert über: Änderung des Meldegesetzes
Klaus Rózsa über: Ein Urteil gegen die Pressefreiheit (28.6.2012)
Prof. Dr. Heinz Cornel über das Strafvollzugsgesetz am 6.6.2012
Marlène Schnieper am 8.6.2012
Peter Menasse über: Rede an uns
Jürgen Elsässer / Oktober 2012
Jean Ziegler über: Welthunger & Nahrungsspekulation
Wolfgang Kaleck (ECCHR)
Dr. Sabine Schiffer (IMV) über: Bundeswehr goes BRAVO
Christoph Hörstel über: GCC German Security Conference
Frank Welskop über: BBI – ein neuer Berliner Bankenskandal?
Jutta Sundermann über: Vermögensbericht der Bundesregierung
Karim Popal über: Entschädigungen in der Kundus-Affäre
Roland Blach über: Atomwaffen-Modernisierung statt Abbau
Christoph Hörstel über: Chuck Hagel und weitere Personalien
Helmut Schäfer (Dezember 2012)
Ulrich Schacht
Dr. Sabine Schiffer (IMV) über: Framing
Christoph Hörstel über: Quo Vadis Amerika?
Jürgen Elsässer / November 2012
Dr. phil. Oliver Errichiello über: Marken & Terror
Evelyn Hecht-Galinski über: Angela Merkel als Preisträgerin
Felicia Langer
Karl Albrecht Schachtschneider über: Freiheit & Souveränität
Dr. phil. Oliver Errichiello (Teil 1)
Dr. phil. Oliver Errichiello (Teil 2)
Christoph Hörstel über: Bundeswehr-Soldaten in Mali
Fatih Cevikkollu
Karsten Voigt & Jürgen Elsässer 
Karsten Voigt & Jürgen Elsässer (Teil 2)
Moshe Zuckermann über: Wahl in Israel
Christoph Hörstel (Teil 3: NATO, China, USA, Afrika)
Christoph Hörstel (Teil 2: Afghanistan, Terrormanagement, Naher Osten)
Christoph Hörstel (Teil 1: Syrien, Türkei, Iran)
Christoph Hörstel über: Konflikt in Mali

UNO Generalsekräter Hammarskjöld ermordet?

Dag Hammarskjöld war ein parteiloser schwedischer Staatssekretär unter sozialdemokratisch geführten Regierungen. Am 7. April 1953  wurde er als zweiter UN-Generalsekretär gewählt. Er starb auf einer Friedensmission in Afrika bei einem Flugzeugabsturz. Dessen Ursache ist bis heute ungeklärt.

Der Mensch Dag Hammarskjöld hinterließ das Buch Zeichen am Weg. Das spirituelle Tagebuch des UN-Generalsekretärs. Es überzeugt durch seine schonungslose Selbstkritik. Christlich, mystische Gedanken verbinden sich mit Politik und persönlichen Themen. Hammarskjöld schaut in den Spiegel und verdrängt keine seiner Ängste, offenbart Sorgen und Unvollkommenheiten. Er stellt sich seiner Menschlichkeit und sucht nach Orientierung in spirituellen Erkenntnissen - und nach sich selbst. Das Buch dokumentiert den Weg eines Suchenden, der nach Vervollkommnung strebt, wissend, dass er sie niemals erreichen wird. Seine Tagebuch empfehle ich als Inspiration für suchende Menschen, um die Angst vor ihrer eigenen Unvollkommenheit zu überwinden.

Die Geister der UN

Einige werfen der UNO vor, die Menschheit unterjochen zu wollen. Das klingt erstmal schockierend. Aber was lässt sich auf die Schnelle darüber erfahren?

Bisher sah ich die Welt so: Der Klimaschutz ist von globaler Bedeutung. Er fordert unsere gemeinsame Menschlichkeit heraus. Folglich fragen wir uns, wie wir ihn bewerkstelligen können. Und wollen wir nicht alle irgendwie gut sein? Sind wir nicht alle gegen den Klimawandel und für den Klimaschutz? Ich antworte, ja, schon. Das will ich. Also war ich bisher davon überzeugt, die UNO wolle nur das Gute für die Menschheit. Im Namen des Klimaschutzes.

Erstens: Ich dachte bisher, dass mein gesunder Menschenverstand mich zur Einschränkung des Autoverkehrs brachte und verdichteter Wohnraum logischerweise besser für die Umwelt sei. Soll ich das jetzt als Propaganda der UNO erkennen?
Zweitens: Unter dem Deckmantel des Klimaschutzes nehmen die Menschen wesentliche Einschränkungen an. Ja, wir wollen sie sogar freiwillig. Wir wollen freiwillig in Städten wohnen und mehr Fahrrad fahren.

Die von oben diktierte Lokale Agenda 21 sei das Instrument zur Umsetzung des Planes zur Weltherrschaft. Hm. Nach einigen Stunden Vorträge und Dokumentationen gestehe ich, die Ausführungen der Damen und Herren "Verschwörungstheoretiker" haben ihren Reiz. Sie scheinen zu erklären, wie böse „die da oben“ wirklich sind. Manchmal sind die Interpretationen aber auch ganz schön wild - vor allem wenn man sich (gutgläubig und naiv) schwer tut mit Dingen, die allem, was man bisher meinte zu wissen, widersprechen. Die Fundamente meines Weltbildes wanken.

Dennoch: Ich habe noch keine abschließende Meinung zur lokalen Agenda 21. Was ich jedoch weiß, ist: Mir fällt es wieder einmal schwer, eine komplett andere Sichtweise zu akzeptieren. Die UNO hat im Kern keine guten Absichten? Wow. Die meisten Leute, auch die Mitarbeiter, würden nicht erkennen, um was es eigentlich bei der UNO gehe. Sie würden nicht erkennen, dass es um die totale Weltherrschaft, Bevölkerungsreduzierung und Bevölkerungskontrolle geht. Oha. Soll ich das glauben? Oder hafte ich lieber an meiner bisherigen Überzeugung?

Neuerdings sagten ja alle die Wahrheit

in Lybien
Gaddafis Rede die ihm das Leben kostete

im Iran
Komplette VN-Rede Ahmadinedschad 2011 - deutsche Untertitel (New York, 22.09.2011)

in Belgien
Inszenierte Terrorkriege - Politiker packt aus und sagt die Wahrheit!
Laurent Louis - Die Wahrheit über die EU, Ukraine & die NWO
EUROPAS MUTIGSTER POLITIKER! rastet aus

in der Türkei
Erdogan sagt die Wahrheit über Israel ! FREE Palästina

in Great Britain
NWO steuert EU Die Wahrheit über Deutschland und Europa
Nigel Frage vs Angela Merkel deutsch
Mr Juncker, you are competent, dangerous and doomed to fail - Nigel Farage MEP

in Österreich
Jörg Haider über die Banken - Die Wahrheit

in der Nasa
Nasa - Basis auf Mond entdeckt - Die Wahrheit

in Deutschland
Herr Dominik Store sagt öffentlich die Wahrheit
Pharma-Lobbyist verplappert sich und sagt die Wahrheit
Horst Seehofer sagt die Wahrheit bei Pelzig
Dirk Müller sagt die Wahrheit über die Eurokrise
Hartz 4 Empfänger sagt die Wahrheit
Sahra Wagenknecht sagt die Wahrheit über ISIS
Gregor Gysi, DIE LINKE: »Sagen Sie doch mal den Leuten einfach die Wahrheit«
Gregor Gysi - ein Politiker sagt die Wahrheit
Möllemann spricht über Israel und Zionisten Juden
Ein kleiner Junge sagt die Wahrheit !
Bacon Brock sagt die Wahrheit und wird abgewürgt!
Trigema Chef sagt die Wahrheit über die deutsche Wirtschaft
Adolf Hitler Rede über Freimaurer/Churchill/England 1941 - Die Wahrheit über den 2 Weltkrieg
hitler wollte immer frieden die wahre Geschichte
Schäuble sagt die Wahrheit, wenn auch ungewollt
Schäuble heimlich gefilmt (Deutsche Übersetzung)
Endlich sagt jemand die Wahrheit!
Hagen Retter - Die Wahrheit über unsere Gesellschaft [Ganze Show 2014]

Anbietervielfalt? Pah!

Was im Supermarkt wie eine große Auswahl erscheint, ist in Wirklichkeit nur Schein. Das meiste Geld "gewöhnlicher" Konsumenten fließt in die Taschen von wenigen Konzernen. Die Alternativen sind bekannt: Regionale Produkte kaufen. Viel selber machen. Anbieter recherchieren. Wer zu bequem dafür ist, gestaltet eine Welt mit, die er wahrscheinlich eigentlich nicht haben will.

Sinnlose Jobs – wie Arbeit die Gesellschaft krank macht

Textquelle sein.de Autor: David Rotte

Sinnlose Arbeit: Etwa 70 Prozent aller Jobs sind gesellschaftlich überflüssig. Gleichzeitig werden wichtige Jobs gestrichen oder nicht bezahlt. Was läuft da falsch?

Gender Mainstreaming als globales Umerziehungsprogramm

Hast du dich schon einmal mit Gender Mainstreaming beschäftigt? Die Positionen und Einschätzungen gehen weit auseinander. Ich bin noch zu keiner finalen Einschätzung gekommen. Allerding gestehe ich, mein Mißtrauen gegenüber der UN wurde geweckt. Wer will, sehe und höre selbst. Es folgen einige Videolinks und die Beschreibungen, mit denen sie veröffentlicht oder geteilt wurden. Bilde sich jeder seine differenzierte Meinung selbst!

Die Missstände des Bloggens als eine Chance für den Journalismus

Es gestehen immer mehr Journalisten, dass in den durch Steuern finanzierten, öffentlichen Medienformaten zunehmend mehr Werbekunden und andere Interessenverbände den Ton beeinflussen, zumindest an Schlüsselstellen wie der Titelseite. Öffentliche Medienhäuser würden mehr und mehr den privaten, auf Gewinn ausgerichteten ähneln, lautet ein Vorwurf.

Zuschauer und Leser kündigen diesem abhängigen Journalismus die Treue, wechseln zu Blogs und neuen, sogenannten alternativen Medien. Sie heißen alternativ, weil sich die Mainstreammedien so wenig unterscheiden wie die Politik von CDU und SPD, also eine echte Alternative zur Pseudo-Vielfalt der Mainstream-Medien sind.

Es veröffentlichen immer mehr Menschen selbst Meinungen und Rechercheergebnisse. Damit reihen sie sich in das (un)überschaubar „alternative Medienagebot“ ein. Ich bewerte das positiv, zeugt es doch von Verantwortung im Sinne von: Wenn die es nicht machen, muss ich es selbst tun. Gleichzeitig entsteht ein riesiges Durcheinander und große Verunsicherung.

Die Frage, wer glaubwürdiger ist, ein professioneller Journalist in einem nicht unabhängigen Haus oder ein Blogger, über den man nichts weiß, ist müßig. Ich stelle eine andere Frage: Wie können die Akteure des gewissenhaften Journalismus damit umgehen, dass ein Großteil der Bevölkerung sich zweifelhaften Privatbloggern zuwendet, bei denen es weder kontrollierende Teamarbeit gibt, noch organisierte Transparenz?

Was zum Teufel ist Wasser?

Im Jahre 2005 hielt der Schriftsteller David Foster Wallace eine Rede vor den Absolventen des Kenyon Colleges. Er beginnt so:
Schwimmen zwei junge Fische des Weges und treffen zufällig einen älteren Fisch, der in die Gegenrichtung unterwegs ist. Er nickt ihnen zu und sagt: “Morgen Jungs, wie ist das Wasser?” Die zwei jungen Fische schwimmen eine Weile weiter und schließlich wirft der eine dem anderen einen Blick zu und fragt: “Was zum Teufel ist Wasser?”
David Foster Wallace spricht frei und undogmatisch über das, was er für wertvoll im Leben erachtet. Er motiviert uns, bewusst zu werden, empfiehlt uns, Verantwortung für unser Leben zu übernehmen. Die zu tiefst menschliche Ansprache handelt vom Leben in seiner Gesamtheit. Wir sollen es wie aufgeweckte Fische tun:
"We have to keep reminding ourselfs over and over: This is water. This is water."
Im Jahre 2008, drei Jahre nach dieser Rede, nachdem er seit Jahrzehnten an Depressionen gelitten hatte, nahm sich David Foster Wallace selbst auf tragische Weise das Leben.

David Foster Wallace - This Is Water - 22 min

Die Rede von David Foster Wallace  - auf Deutsch - 14 min

Mut zur Systemkritik

„Es wäre schlecht, wenn die Bevölkerung das Vertrauen in die Medien verliert“, sagte ein Medienforscher. Mir wäre es lieber, er hätte folgendes gesagt: „Es wäre schlecht, wenn die Medien das Vertrauen der Bevölkerung verspielen.“

Im Grunde wacht die die Bevölkerung zunehmend auf. Sie beginnt zu realisieren, dass in der Medienwelt das Gleiche stattfindet, wie in anderen Bereichen der Berufswelt, beispielsweise im Gesundheitssystem. Über Ärzte, die vermeintlichen Götter in weiß, dachte man lange Zeit vertrauensvoll, sie hätten nur und ausschließlich das Wohl ihrer Patienten im Sinn.

Im Laufe der letzen Jahre wurde leider deutlich, dass viele Ärzte keine reinen Wohltäter sind. Einige von ihnen sind sogar regelrechte Gewinnoptimierer; und beim Blick hinter die Kulissen wurde noch etwas klar: Selbst diejenigen, die ihren Beruf menschlich und würdevoll ausführen möchten, werden von Krankenkassen und Pharmaindustrieeinflüssen gedrängt, die Gewinne zu erhöhen. Sie werden systematisch genötigt, ökonomischen Gewinn zu optimieren, anstatt menschliche Gesundheit zu maximieren. Seither kämpfen einige um den guten Ruf ihres Berufsstand. Andere um menschenwürdige Verhältnisse für Ärzte, Krankenpfleger und Patienten. Einige beginnen den Job allein mit der Vision, viel Geld verdienen zu können.

Ein ähnliches Phänomen findet auch in der Medienbranche statt. Selbst bei kritischen Journalisten. Mögen sie sich auch auf ihre Überzeugung berufen und sich an die ethischen Werte ihrer Ausbildung erinnern. Sie werden im gewinngetriebenen Mahlwerk der Medienanstalten zu Opportunisten in eigener Sache. Wer nicht spurt, verliert seinen Job.

Für mich sind Gesundheits- und Medienkrise logische Konsequenzen einer schädlichen Ökonomisierung der Gesellschaft. Erfolg wird fast ausschließlich in der Mehrung von finanziellem Gewinnen erkannt. Allerdings hat diese Entwicklung in der Medienbranche besonders gefährlich Effekte auf die Gesellschaft.

Informierten uns die Medien zwar ausführlich über Missstände in anderen Branchen, stellt sich nun die Frage, wer über die Missstände der Medienbranche berichten soll. Aus eigenverantwortlichen Gründen schaffen es die dort Angestellten anscheinend (noch) nicht. Wie kann breit über Systemkritik diskutiert werden, wenn diejenigen, die darüber berichten sollten, von diesem System abhängig sind und es folglich nicht kritisieren?

Das Hauptziel aufrichtiger Systemkritik muss - für mich - die offensichtliche Ursache der Medienkrise sein: die Ökonomisierung der Gesellschaft. Aber wo wird die indoktrinierte Alternativlosigkeit verordneter Privatisierungen unter der Dominanz einer kapitalistischen Wirtschaftsordnung laut diskutiert? Auf den Titelseiten der Mainstreammedien sucht man lange.

Ich meine: Ohne die Wirtschaftsordnung zu kritisieren, läuft jeder Versuch, Lösungen für die aktuellen Teilkrisen zu finden, ins Leere. Ich halte mich hier gerne an Einstein, der sagte: „Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.“

Mutige Menschen machen nicht mit

mit Infos von Prof. Dr. Rainer Rothfuß

Das Studium Generale in Tübingen richtet sich an Hörer aller Fakultäten und Gästen. Es öffnet die Elfenbeintürme für die Bevölkerung. Prof. Dr. Rainer Rothfuß organisierte in dessen Rahmen Vorträge, deren Redner von seinen Kollegen nicht immer herzlich empfangen wurden. Im Falle von Dr. Daniele Ganser, einem schweizer Historiker, der zum Thema 9/11 sprach, empörten sich einzelne Stimmen, Personen wie Ganser dürfe man kein wissenschaftliches Podium geben. Das waren einzelne Stimmen aus dem Kollegium. Es war nicht die Leitung der Universität Tübingen. Die stand hinter Rothfuß.

Rothfuß sieht es nüchtern. Wer Feindbilder untersuche, müsse sich ich auch mit dem Opfer des Feinbildes beschäftigen, diese Personen einladen, sie zu Wort kommen lassen und ihnen ins Gesicht schauen. Schließlich gehe es um eine sachliche Auseinandersetzung mit einem Thema.

„Trotzdem, wenn man so etwas tut, den russischen Botschaft und Ganser einlädt, steht man plötzlich alleine da“, erzählt er. Aber mit der Zeit habe er gelernt, sein Gegenschießen zu drosseln. Das Verstehen, dass der Gegenüber in seinem Muster gefangen ist, ist gewachsen. Er habe Geduld entwickelt, Angriffe abzufedern. Natürlich könne er sich verteidigen, aber man dürfe nicht mit den gleichen Mitteln zurückschlagen. Besser wäre, firm zu seiner Sache zu stehen und sich nicht beirren zu lassen.

Zitate aus "Wider den Gehorsam" von Arno Gruen

Der Gehorsam ist aufs Tiefste in dem Prozess verwurzelt, der zur Entfremdung des Eigenen führt und dessen Kern die Unmöglichkeit bildet, die Eltern so wahrzunehmen, wie sie wirklich sind. Dieses Problem äußerst sich nicht nur im Verhältnis zu Mutter und Vater. Wir bilden uns heute viel darauf ein, rational zu sein. Tatsache ist jedoch, dass alltägliche Verleugnungen „normaler“ Bestandteil unserer Kultur sind. Der Wahrheit ins Auge blicken, fällt uns schwer. Wir sind gefangen in der Angst, zu sehen, was wirklich ist. Um dies zu erkennen, brauchen wir eine ganz andere Art von Psychopathologie als die heute übliche. Wir stufen diejenigen Menschen als normal ein, die sich der allgemeinen Verleugnung anpassen und so in unserer Kultur erfolgreich operieren. (S.57)

Viele erleben also das Gefühl von Freiheit und Autonomie, wenn sie das Fremde im Andern und damit unbewusst in sich selbst bestrafen. (S.59)

Aber immer wieder hat sich herausgestellt, dass die verlorenen Posten die Punkte sind, an denen das für die Menschheit Entscheidende geschieht (S.71, Neumann, S.5f)

Die historisch überlieferten Staatstheorien, die seit dem 3. Jahrhundert vor Christus entwickelt wurden, um gesellschaftliche Machtstrukturen zu rechtfertigen, lassen sich als Korrelate des Gehorsams lesen, dessen Strukturen einen Staat aufrechterhalten sollen. [...]
Das Ergebnis ist die Ausbeutung des Individuums, dessen Eigenes zum Fremden gemacht wird, was für die Mehrheit den Verlust ihrer Schöpferkraft und Selbstständigkeit bedeutet. (S.73)

Oft erheben Wissenschaftler den Anspruch, ihr Denken und ihre Einstellung seien unparteiisch und objektiv. Sie sind fest überzeugt, sich von den vermeintlichen Fesseln des Irrational-Subjektiven befreit zu haben, erkennen aber überhaupt nicht, dass ein solches Denken die Ganzheit unseres Erlebens ausschaltet. (S.78)

Die Forschung des englischen Psychiaters Dicks mit deutschen Kriegsgefangenen belegt unmissverständlich, dass bei einem Kind, dessen Wesen akzeptiert, geliebt und zärtlich versorgt, Gehorsam und seine zerstörerischen Folgen nicht auftreten. (S.83)

GRUEN, Arno; Wider den Gehorsam, Stuttgart 2014

Mut, Herz und offenes Denken besiegen den Gehorsam

Arno Grün, 1923 in Deutschland geboren, ist vor den Nazis aus Berlin geflüchtet, wurde in den USA Psychoanalytiker und arbeitet bis heute in der Schweiz. Sein aktuelles Buch heißt "Wider den Gehorsam".
"Gehorsam meint, dass man das eigene Selbst nicht wirklich entwickeln kann, dass man keine wirkliche Verantwortung für sich selbst entwickelt."
Als Konsequenz, betont Gruen, führe der Gehorsam politisch zu Autorität, Faschismus und Gewalt. Aber es gibt Hoffnung: Das Zusammenleben auf der Basis von emphatischen Empfindungen.

Mein Ritual

„Du bist wirklich schon 33?“ Susan Busen, die luxuriöse Spanierin, konnte es nicht glauben. „Du siehst aus wie 27.“ Ich grinste wie ein Schneemann. „Das ist Rekord.“ Sechs Jahre jünger hatte mich noch niemand geschätzt. „Ich kann dir sogar sagen, woran das liegt. Meine Hülle wird von den universellen Geheimnissen von Gesundheit und Jugend frisch gehalten. Ich weihe dich gerne in die geheimen Praktiken ein.“ Susan Busens Blick verriet, dass sie beim Wort Praktiken an Sex dachte. „Wieso Praktiken?“ Offensichtlich waren ihre Gedanken ihrem Blick gefolgt, trauten sich aber nicht in den Busch. „Weil es nicht nur Schminke und Frisur sind, die mich jung wirken lassen.“ „Was denn noch?“ Dass ich vorgab, mich zu schminken, schien sie kalt zu lassen. „Meine Fußtechnik natürlich“, sagte ich mit ernstem Tonfall, lehnte mich zurück und berührte unter dem Tisch mit meinem Fuß die Innenseite ihrer Oberschenkel. Sie grinst einseitig und trank mein Bier aus.

Ken und ich gegen Krieg

Textquelle

Ein Beispiel aus der Märchenstunde im UN-Sicherheitsrat. Es betrifft die Verwendung von Giftgas in Syrien. Wer den Vorgang aufmerksam verfolgte, der wird bemerkt haben, dass auf Drängen der USA nur festgestellt werden durfte, dass dort Giftgas eingesetzt wurde. Die Frage, wer es eingesetzt hat, musste außen vor bleiben.

Dem entsprechend folgte die Ausblendung weiterer in Frage kommender Täter, obwohl es genügend Material gibt, diese Frage zu stellen. Um allerdings eine einseitige Information durch den Propagandaapparat zu gewährleisten, durften diese sensiblen Frage in der Agenda der Ermittler nicht auf den Tisch kommen. Das folgt der irren Logik: Wo keine Fragen gestellt werden, müssen auch keine Antworten gegeben werden.

Ähnlich verhält es sich mit vielen weiteren Themen, bei denen es um „Krieg oder Krieg“ geht. Richtig gelesen, Frieden kommt nicht mehr vor. Krieg 2 heißt heute "Verantwortung übernehmen" und "Frieden sichern". Der Widerwille gegen den Krieg muss gebrochen werden.

Ken Jebsen hat diesen Sachverhalt sehr genau auseinandergenommen. Er erklärt die manipulativen Mechanismen, denen wir heute ohne Unterlass ausgesetzt sind und zeigt Wege aus der Abhängigkeit von Massenmedien.

Sägewerkabfall im Joguhrt?

Genügt es euch zu glauben, in Puten-Salami sei Putenfleisch drin? Ist es euch egal, ob in Vanilleeis echte Vanille drin ist, oder nur gemahlene Schale, damit es kleine schwarze Punkte gibt? Warum dreht ihr die Verpackung nicht um und lest, was in die Tomatensoße außer Tomaten noch reingerührt wurde? Ihr seid doch keine kleinen Kinder, die nur nach schönen Verpackungen greifen, oder?

Ich weiß, manche von euch handeln schon "bewusst". Das ist löblich und gut - für euren natürlichen Körperorganismus und die Gesundheit unseres Planeten. Aber auf manche Tricks fällt sogar die aufgeklärte Minderheit herein. Haltet ihr Fruchtzucker für gesünder als normalen Zucker? Denkt ihr, natürliches Aroma hätte etwas mit der Frucht zu tun, nach der es schmecken soll? Kauft ihr immer noch grau gefärbtes Weißbrot und vetraut dem Etiket Vollkornbrot? Die Lebensmittellügen sind perfide. Und noch nie war es so wichtig wie heute zu realisieren, dass es stimmt: Man ist, was man ißt!

Lektüre zum Thema Essen und den Lügen der Industrie gibt es dort: www.foodwatch.org/de/mediathek/buchempfehlungen/

Sexismus oder Verwirrung?

Andrea Hanna Hünniger schreibt in der Welt 
"Warum es eine Provokation ist, eine Frau zu lieben":

[...] Es wird Zeit, dass ich mich frage, was Toleranz heute ist und ob sie überhaupt noch etwas mit Empathie zu tun hat. Toleranz, überlege ich, kommt mir vor wie ein Seminar an der Uni, dessen Scheine ich brauche, obwohl es mich gar nicht interessiert. Toleranz ist nichts weiter als eine Erfolg versprechende Charaktereigenschaft. Ohne demonstrativ aufgefächerte Toleranz hast du buchstäblich nichts an. Und unter dem Schutz des toleranten Weltverstehens kann der Homoaffine die besten Beleidigungen verteilen. Denn er sagt ja, als Figur des Kosmopolitischen, einfach mal, wie's is'. Und so isses dann.

Dass das Toleranzkonzept so erfolgreich ist, hat schlicht damit etwas zu tun, dass in einer kapitalistischen Gesellschaft nicht nur um dich herum alles attraktiv ist, sondern auch du selbst für alles und jeden potenziell von konkurrenzstrategischem Interesse sein musst. Und alles muss für dich von potenziellem Interesse sein. Intoleranz jedoch schließt einen Großteil der Erlebniswelt aus. Jeder Mann heute weiß, dass er am besten in Schwulenbars Frauen aufreißen kann. Jede Pornoseite lebt vom heißen Lesbensex. [...]

Der Geist in der Versammlung

Ethnologe und Arzt Gustave Le Bon schrieb in seinem Buch „Psychologie der Massen“
 „In der Masse sinkt der Verstand mit der Anzahl der Versammelten“.  
Prof. Dr. Rothfuß meint, es käme auf den Geist an, der bei der Versammlung inspiriert. Sinnvoller und friedensstiftender wäre es, die menschliche Perspektive in den Mittelpunkt zu rücken. Er als Geograph sagt, politische Geographen sehen zwar die geostrategischen Aspekte von Konflikten, vergäßen aber schlicht die beteiligten Individuen. Für Rothfuß sind Konflikte hingegen immer in erster Linie eine menschliche Tragödie.

Auf der persönliche Ebene heißt das: Was für den Betrachter keine Bedeutung hat, berührt nicht - und ermöglicht keine Empathie. Es ist eine besondere Herausforderung, das Leid zu sehen. Nicht nur das von Kollegen, obwohl das mitunter schon schwierig sein kann, sondern das Leid von weit entfernten Opfern jenseits von Meer und Gebirge.

Mit der Fähigkeit, emphatisch zu sein, ist eine Erkenntnis verbunden: Konflikte entstehen nicht im Draußen. Sie entstehen im Menschen selbst, insbesondere in Verbindung mit dessen sozialem Umfeld, das sich entscheidet, welche Wertefunktion es kultiviert, das der Konkurrenz oder das der Kooperation.

Wer das erkannt hat, erkennt auch die Bedeutung jedes Einzelnen für ganze Systeme. Durch das Denken und Fühlen jedes Einzelnen entsteht der Geist einer Versammlung. Es gibt also einen klaren Auftrag. Wir müssen uns gegenseitig unsere Menschlichkeit eingestehen, selbst gegenüber ISIS-Kämpfern. Wir müssen immer auf die Menschen zugehen, nicht auf Systeme. Denn Menschen machen die Systeme.

Was passiert, wenn Systeme miteinander kommunizieren, erkennt man am Nahen Osten. Die militärischen Interventionen des Westens haben zu einer katastrophalen Entwicklung geführt. Gewalt sät Hass. Ist ein Feind besiegt, hat man sich auch schon zehn neue gemacht. Hätte man mit den Ölförderländern nicht auch eine friedliche Handelsbeziehung aufbauen können, auf Basis menschlicher Achtung? Nur Empathie und Verständnis für den anderen, und die verbale Kommunikation darüber, hat die Kraft, Frieden zu schaffen.

Idealismus & Freiheitssinn - ohne Kampf

Lou Salomé in „Und Nietzsche weinte“ von Irvin D. Yalom, Piper, 2005:
„Doch wir sind Freigeister und Idealisten, wir lehnen gesellschaftlich diktierte Regeln ab. Wir vertrauen auf unsere Kraft, uns eigene moralische Maßstäbe zu setzen.“
Das Eingangszitat laß ich im Zug auf der Fahrt von Paris nach Straßburg. Mir gefiel die Aussage sofort. In vielerlei Hinsicht vertrete ich diese Auffassung. Ich denke jedoch auch, dass es gesellschaftliche Regeln geben muss, um die sehr komplexen zwischenmenschlichen Verflechtungen zu organisieren und zu überschauen.

Der Konflikt in der Realität ist allerdings offensichtlich: Oft kann ich einigen Regeln nichts abgewinnen und versuche sie zu durchbrechen, in dem ich mich ihnen verweigere. Andererseits kann ich mich auch immer wieder beobachten, wie ich Regeln aufnehme und unüberlegt nach ihnen handele. Längeres Nachdenken darüber brachte mich zu einer Lösung:

Lou Salomé macht etwas kluges. Sie stemmt sich den gesellschaftlich diktierten Regeln nicht einfach so entgegen und landet dann im leeren, regel- und ordnungslosen Raum, sondern Sie vertraut auf ihre eigene Wahrnehmung und ihr eigenes Handeln. Sie ist der Ansicht, dass die eigenen moralischen Vorstellungen auf die Gesellschaft übertragbar sind.

Woherher kommt dieses Vertrauen? Hat sie das Recht, ihre eigenen Maßstäbe als Grundlage ihres Handelns anzunehmen?

Feindbilder und Medienmacht

mit Infos aus einem KenFm-Interview mit Prof. Dr. Rainer Rothfuß

Feindbildgenese

Wenn eine Regierung einen Krieg führen möchte, vielleicht um Rohstoffe zu erbeuten, muss sie das Volk für den Krieg mobilisieren. Ein klares Feindbild hilft dabei. Und dieses Feinbild lässt sich generieren. Grob vereinfacht helfen dabei drei Maßnahmen.

Man kann Handlungen des Gegners, die das Feindbild stützen, in den Mittelpunkt rücken. Man kann auch Handlungen des Gegners überzeichnen und sie eindeutig negativ beurteilen, sogar ohne, dass man Fakten hat. Bis heute scheint nicht genau geklärt, wer Flug MH17 abgschossen hat. Die Meinung, dass Putin der Verantwortliche sei, wurde sehr schnell und sehr deutlich publiziert. Aber war er es wirklich, oder war es die Regierung in Kiew, oder war es sogar eine Operation unter falsche Flagge?

Denn die dritte, heftigste Maßnahme ist eine False-Flag-Operation. Man handelt selbst und schiebt es dem Feind in die Schuhe. Es gibt inzwischen eine Vielzahl von klugen Köpfen, die mit Kenntnissen vieler False-Flag-Operations auch die Attentate von 9/11 diskutieren. Damit werden sie aber als Verschwörungstheoretiker diffamiert. Man kann aber auch genauer hinsehen.

Selbst in vermeintlich freien, scheinbar demokratischen Gesellschaften gibt es also Mechanismen, die Kriegstreiber nutzen, um eine Bevölkerung für einen Krieg zu gewinnen. Wichtige Redner, wie der Bundespräsident, tragen dazu bei, die Massen auf sogenannten Sicherheitskonferenzen für "mehr Verantwortung" zu gewinnen. Die Sprache des SuperGauks, wie Ken Kebsen den Bundespräsidenten gerne nennt, ist übrigens ein Paradebeispiel für Orwells Neusprech. Hier aber eine Aussage, die sehr konkrekt ist:
"Dass es wieder deutsche Gefallene gibt, ist für unsere glücksüchtige Gesellschaft schwer zu ertragen." Gauk 2012.
Mehr über den falschen Präsidenten auf den Nachdenkseiten. Hier mehr Wissenschaftliches über Feindbilder.

Der Unterschied zwischen Dildos und Vibratoren

Was genau sich hinter den okkulten Begriffen Dildo und Vibrator verbirt, obwohl schon einer der Begriffe klar ansagt, um was es geht, ist trotzdem ein Mysterium, das hier und heute entlüftet wird. Dr. Axel erklärt hier nun, was der Unterschied ist.

Vibratoren sind elektromechanische Sexspielzeuge mit einem weichen Äußeren, ähneln aber in keinster Weise Plüschtieren mit Musik im Bauch. Es gibt sie in verschiedenen Formen und aus verschiedenen Materialien. Manche sehen aus wie eine Zigarre, manche wie ein Mini-Ufo. Manche sind aus Hartgummi, manche aus Weichkautschuk, Holz oder eiskaltem Metall. Kleine Elektromotoren setzen sie in Schwingung. Dabei ensteht ein Geräusch, das an einen Rasierapparat erinnert. Sie kitzeln, beziehungsweise erregen, damit. Surrrrr. Lach. Stöhn.

Ursprünglich wurden sie wohl als medizinisches Gerät gegen die sogenannte „weibliche Hysterie“ entwickelt, die auch Freud behandelte. Die vibrierenden Bewegung sollten schon damals erogene Zonen am Körper stimuliern. Aber nicht zwecks Masturbation, sondern zur Heilung des kranken, hysterischen Weibes. Heute nutzt man Vibratoren natürlich als Masturbationshilfe und als Sexspielzeug im partnerschaftlichen Geschlechtsverkehr - überwiegend für die sexuelle Erregung der Frau. Aber auch Männern nutzten sie für bestimmte Areale des Körpers, beispielsweise Brust oder Anus. Dafür bietet die Industrie selbstverständlich ganz spezielle Vibratoren an.

Ein Dildo ist eine Nachbildung eines erigierten Penis und insofern ein Sexspielzeug, als dass ein erigierter Penis mehr mit Sex zu tun hat, als mit Kochen. Das Wort Dildo ist nur leider nicht so deutlich. Es kommt wahrscheinlich vom italienischen diletto "Entzücken" und/oder vom lateinischen dilectio bzw. diligere "hochachten", "lieben".

Dildos gibt es in allen Materialien, Formen und Farben. Frauen kaufen wohl mehr bunte, fantasievoll geschwungene, während Männer mehr naturgetreue Phallusformen bevorzugen. Anwendung findet der Dildo bei der vaginalen bzw. analen Penetration. Er stimuliert, unter manueller Bedienung, die Klitoris und den sogenannten G-Punkt bei Frauen. Beim Mann kann er anal die Prostata stimulieren natürlich auch bei der Selbstbefriedigung, der parterschaflicher Sexualaktivität, beim Einkaufen oder im Wartezimmer.

Gerüchte berichten, es wurden schon vibrierende Dildos gesehen, und sogar Vibratoren in Penisform. Crazy!

Geistige Größe

Das Große posaunet sich nie aus, es ist bloß und wirkt so. Meist weiß das Große nicht, dass es groß ist, daher die höchsten Künstler der Welt die lieblichste, kindlichste Naivität haben und dem Ideale gegenüber, das sie immer leuchten sehen, stets demütig sind.
Albert Stifter an Aurelius Buddeus, 21.August 1847

In meiner Jugend dominierte eine feste Überzeugung. Ich war damals der Meinung, dass man das Leben, wenn man es richtig erleben möchte, nur in Extremen mitbekommen darf: Extrem frei, extrem laut, extrem individuell, extrem dicht!

Das war zwar eine Zeit lang intensiv, aber nicht erfüllend. Dann habe ich vom „Mittelweg“ gehört, vom buddhistischen "Ausgeglichen-sein" gelesen. Ich probierte es einmal kurz aus. Aber es erschien mir nicht als das Wahre. Zu langweilig war es. Ich mochte die Extreme. Die waren wenigstens lebendig. Sie bescherten mir extreme Gefühle. Ich dachte also, dass der Mittelweg langweilig sei, so wie ich ihn damals verstand. Für mich bedeutete er: Keine Liebe mehr, keine Trauer mehr, kein Glück mehr, kein Unglück mehr. Dumpfe Zufriedenheit stellte ich mir als Mittelweg vor.

Einige Jahre später, nachdem ich vorerst bei den Extremen geblieben war, beschlich mich mit zunehmender Bildung und Umsicht der Eindruck, dass es auch noch einen anderen „Mittelweg“ geben müsse, einen lebendigen, der glücklich machen könnte, einen Weg, der nicht so anstrengend wäre, wie das ständige auf und ab von Extrem zu Extrem.

Also beschloss ich, weiterhin alle Höhen und Tiefen des Lebens mitzunehmen und mir zusätzlich einen Grundstock, eine Basis der guten Laune und der Ausgeglichenheit, zuzulegen. Wenn schon Mittelweg, dann auf hohem Niveau. Aber er sollte nicht  ausschließen, dass ich Höhen und Tiefen intensiv erleben kann.

In dieser Aufgabe bin ich nun schon ein ganzes Stück vorangekommen. Das heißt, dass ich mir schon einen gutes Fundament angelegt habe. Ein eigenes, freies und gutes Fundament. Auf diesem Fundament, kann ich mir vorstellen, kann sich ein Leben aufbauen.

Die Wirkung dieser stabilen Grundlage, die Ausgeglichen-sein erschafft, ist interessant: Ich lasse mich nicht mehr von Krisen in die Tiefe zerren. Tief bleibt tief, aber ich kentere nicht schon auf dem Weg nach unten. In Wirklichkeit, so meine ich inzwischen, hindert der Mittelweg nicht daran, ein exktatisches Leben zu leben, sondern er schützt davor, sich von "Zufällen" und "Schicksalsschlägen" aus der Bahn werfen zu lassen.

Das geistige Niveau meines Mittelwegs entscheidet also mit über den Einfluss der Mächte, die mein Leben lenken. Höhen bleiben Höhen - und ich genieße sie in vollen Zügen. Tiefen bleiben Tiefen - und ich erkenne sie als Chance zum Neuanfang. Diese Erkenntnis ist für mich ein Aspekt geistiger Größe.

Das Leben ist nu

„Man sagt, Punkt 24 Uhr sei die Grenze zwischen dem alten und dem neuen Jahr. Aber so einfach ist das nicht. Ob ein Jahr neu wird, liegt nicht am Kalender, nicht an der Uhr. Ob ein Jahr neu wird, liegt an uns. Ob wir es neu machen, ob wir neu anfangen zu denken, ob wir neu anfangen zu sprechen, ob wir neu anfangen zu leben.“
Johann Wilhelm Wilms (1772 – 1847), deutscher Komponist und Musiklehrer

"Was Wilmsi sagt, gilt für jeden einzelnen Tag! Es gilt für jeden ersten bewussten Atemzug am Morgen, für jede Stunde des Tages. Wir haben zu jeder Zeit, in jeder Sekunde unseres Lebens die freie Entscheidung darüber, wer und was wir sein wollen. Du brauchst nur die Vergangenheit und die Zukunft zu vergessen und den Moment zu checken. Check das!"
Dr. Axel Stirn (1876*), deutscher Denker und Lebenslehrer

Die Goldene Regel

Textquelle: www.internetloge.de/arst/goldregl.htm  

Einmal angenommen, die Menschheit müsste ihre gesammelten Moralvorstellungen auf einen einzigen Grundsatz reduzieren, und diese Regel sollte gleichermaßen vor Mord und Totschlag, Diebstahl und Betrug, Unterdrückung und Rache schützen - wie würde ein solches Fundamentalprinzip lauten?

Der Darwinist Ernst Haeckel bezeichnete es 1899 in seinem Buch "Welträthsel" als "das edelste Prinzip der allgemeinen Menschenliebe" - und tatsächlich bildet es unter dem Namen "Goldene Regel" seit mehr als 3000 Jahren die ethische Gesamtbotschaft aller Weltreligionen und Kulturen.

Dieses Sittengesetz lautet in seiner volkstümlichen Variante:
"Was du nicht willst, dass man dir tu, das füg auch keinem andern zu!"
Die weite Verbreitung der Goldenen Regel (lateinisch: regula aurea) als Lebensweisheit beweist, dass sie auf volkstümliche Weise das ideale zwischenmenschliche Miteinander beschreibt. Sie verbietet oder gebietet nichts Bestimmtes, sondern sie stellt nur eine Situation vor Augen, die ich anders bewerten würde, wenn ich selbst in diese Lage käme. Mit anderen Worten: die Regel lässt mich für mein Handeln reflektiv erkennend meine Wertetafel überprüfen. Die Gleichheit im Zumuten und Erwarten ist also der Kern der in ihr enthaltenen Ethik.

Der Wald hat ihn geschickt

Das hier ist eine Naturserie. Eine Serie ohne Menschen. Baum. Bäume. Ist vielleicht auch mal ganz cool. Das hier war in Guatemala.

Das war alles in Guatemala?

Ja. Ich denke schon. Alle Bilder sind Guatemala.

Hast du irgendeinen Schimmer, was man auf diesen Bilder sieht?

Warte mal. Ich schau noch mal. Ja. Den Dschungel vor meinem Haus. Das war auf einer Bananen-lasagne. Ich meine, Plantage. Ich weiß nicht mehr genau, wie das heißt. Valley? Wo Europäer seit ein paar Hundert Jahren plantagen. Es wird einfach ohne Ende Zeug angebaut. Bananen. Bananen. Wir haben da auf einer Kaffeeplantage gewohnt. Es war so ein Hilfsprojekt.

Wann war das?

Das war im März rum.

Wie hast denn da hingefunden?

Die zwei Typen, die dort arbeiten, habe ich in einem Hostel kennengelernt, und die haben erzählt: Komm doch mit und blaaa. Und ich hab gedacht, klaaa, und dann bin ich mit denen in den Dschungel gefahren. Ich habe dort umsonst gewohnt, umsonst gegessen. Als Gegenleistung habe ich ihnen einen kleinen Film gemacht.

Lebenslange Entfaltung

Der menschliche Nachwuchs durchlebt von der Zeugung bis zur Geburt im Mutterleib die komplette menschliche Evolution. Er entwickelt sich vom Einzeller zu einem Schlauch, dem Gesicht und Glieder wachsen. Nach der Geburt lernt er zuerst seinen Körper kennen, dann wächst und bildet er ihn aus. Soweit die physische Entwicklung.
Anschließend hat er die Wahl, ob er auch die komplette menschliche Zivilisationsgeschichte, also die geistige Entwicklung der Menschheit, durchlebt, bis er an deren Kopfende angekommen ist, um dort die Geschichte an vorderster Front weiterzubringen, oder ob er sich mit rudimentären Fähigkeiten zufriedengibt und eine Existenz der Mittelmäßigkeit, ein Leben als Konsument, Verbraucher und Bückling verbringt, in dem er sich seiner eigenen Gestaltungsmacht nicht bewusst ist.

Schule sollte eigentlich die körperliche und geistige Entwicklung fördern, ihre Entfaltung unterstützen. Stattdessen sollen wir still sitzen und alle das Gleiche lernen und können.

Wir haben so viel Mathe in der Schule, weil das Fach uns das Denken lernt. Wahrscheinlich übergewichtet das bereits diese Fähigkeit. Sinnvoll wäre ein Gleichgewicht, das Schüler erkennen lässt, das nicht das Denken zum Selbstzweck allein geschult wird, sondern es der inneren Stimme des Herzens Ausdruck ermöglichen soll.

Die ersten Naturwissenschaftler beobachteten die Natur und leiteten daraus die Mathematik ab. Sie beobachteten die Natur und leiteten davon die Chemie ab. Heute sind wir mit Schulbüchern, kleinlichen Laborexperimenten und der abstrakten Mathematik so weit von der Naturbeobachtung entfernt, dass diese Disziplinen uns als etwas von der Natur Losgelöstes erscheinen. Erst sehr spät im Leben realisieren manche Menschen, woher alles kommt und dass alles zusammenhängt.
Im Studium der Geografie war es gleich. Die einzelnen geografischen Disziplinen behandeln jeweils einzelne Aspekte der ganzen Welt. Die Konklusion der einzelnen Aspekte, die Fähigkeit, das große Ganze zu erkennen, geschieht oder entwickelt sich oft spät – wenn überhaupt. So bleiben die meisten von uns in der Spezialisierung stecken und verkennen dabei ihre Menschlichkeit und ihre Zugehörigkeit zur gesamten, uns umgebenden Natur.

Anaïs Nin, ich liebe dich.

Mitte der 1930er Jahre schrieb Anaïs Nin in ihr Tagebuch:
„Es treibt die Menschen zur Verzweiflung, dass sie nach einem universellen Sinn des Lebens in seiner Totalität suchen und am Ende nur finden, dass es absurd, unlogisch, sinnlos ist. Das Ganze hat keinen großen, kosmischen Sinn; es gibt nur den Sinn, den wir selbst unserem Leben geben, eine individuelle Bedeutung, einen persönlichen Plan, wie ein individueller Roman, ein Buch für einen allein. Nach der totalen Einheit zu suchen, ist falsch. Jedem Leben soviel Sinn wie möglich zu geben, erscheint mir richtig. Ich gehöre zum Beispiel zu keiner der politischen Bewegungen, die, wie ich, sehe, voller Fanatismus und Ungerechtigkeit sind, aber ich behandle jeden Menschen demokratisch und human. Ich gebe jedem menschlichen Wesen das Seine. Klasse und Besitz interessieren mich nicht. Ich respektiere nur Geist und menschliche Qualitäten, und Bedürfnisse insoweit, als ich fähig bin, sie zu erfüllen. Wenn alle so handeln würden wie ich, gäbe es keine Kriege und keine Armut. Ich habe mich selbst für jeden verantwortlich gemacht, dem ich begegne.“

uff Englisch:

There is not one big cosmic meaning for all, there is only the meaning we each give to our life, an individual meaning, an individual plot, like an individual novel, a book for each person.

If all of us acted in unison as I act individually there would be no wars and no poverty. I have made myself personally responsible for the fate of every human being who has come my way.

Visionär und Medienkritiker: Marshall McLuhan

"Wer verstehen will, wie Schrift, Fernsehen oder Computer unsere Körper und unseren Geist verändern, muss den Klassiker der Medientheorie lesen – Marshall McLuhan."

Als Pop-Soziologe wurde McLuhan 1951 von seinen Kollegen verspottet, weil er sich als Inhaber eines Lehrstuhls für englische Literatur an der Universität Toronto mit Werbung beschäftigte und diese gar mit Kunst gleichsetzte. Heute gilt er als Avantgardist, als Begründer der Medientheorie, als unübertroffener Kenner der Alltagskultur,  als Virtuose raffinierter Textmontagen und Konstrukteur eines neuartigen Erkenntnismodells.

Sein Hauptwerk entstand in den 60er Jahren und erlebt seit der Verbreitung des Internets eine ungeahnte Renaissance. Offensichtlich musste die Wirklichkeit mit der Weitsicht seiner Prophezeiungen erst gleichziehen, bis die Menschen nach den Ursachen dieser Veränderungen fragen. Heute erleben wir, wie seine in den 1960er-Jahren getroffenen Prognosen Realität werden.

"Machen Sie sich auf ein Abenteuer gefasst. Marshall McLuhan wird Ihr Denken so durcheinanderwirbeln, dass es in keine Schublade mehr passt. Wagen Sie eine Reise mit ihm durch die »Gutenberg-Galaxis« und das »globale Dorf« und entscheiden Sie selbst, welches Ihr bevorzugter McLuhan ist: der eklektisch-elektrische Historiker, der häretisch-anarchistische Philosoph oder einfach der unangefochtene Gott der Medienforschung."

"ABSOLUTE Marshall McLuhan bietet einen Zusammenschnitt der wichtigsten Textpassagen im Kontext der Hauptwerke sowie sein wichtigstes Interview. Dazu einen biografischen Essay von Philip Marchand. Mit Manuskriptseiten und der ersten deutschen Übersetzung von McLuhans Kommentar zu William S. Burroughs."

www.orange-press.com - absolute-marshall-mcluhan

(Textquellen: Amazon, Orange Press, Bildquelle: Marshallmcluhan.com)

Links:
marshallmcluhan.com
3sat.de - Kolumne
3sat Sendung - Marshall McLuhan - Ein Visionär des Medienzeitalters
zeit.de - Medientheoretiker-McLuhan

Die drei Affen

Die drei Affen haben ihren Ursprung in einem japanischen Sprichwort. Sie symbolisieren den vorbildlichen Umgang mit Schlechtem: "Was nicht dem Gesetz der Schönheit (= angemessenes Verhalten) entspricht, darauf schaue nicht; was nicht dem Gesetz der Schönheit entspricht, darauf höre nicht; was nicht dem Gesetz der Schönheit entspricht, davon rede nicht." Soweit die drei Affen.
(Bildquelle: http://deutsch-tuerkische-zeitung.de/israel-und-die-drei-affen/)

Der vierte, weniger bekannte, bedeckt seine Genitalien und signalisiert: "Was nicht dem Gesetz der Schönheit entspricht, das tue nicht." Er wird aber auch sehr unterschiedlich gedeutet: "Tu nichts Böses!", "Habe keinen Spaß!“, "Habe keinen Sex!".

Im Englischen heißt die Beschriftung der Affen fast immer ‘See no evil!’ ‘Hear no evil!’ ‘Speak no evil!’ ‘Have no fun!’. Hin und wieder variiert der vierte auch zu ‘Think no evil’ oder ‘Take no evil’. Auf einer Geburstagskarte kann das vierte Äffchen mit seinem verschmitztem Lächeln auch ganz positiv ‘Have fun’ bedeuten.

Wikipedia schreibt, dass wohl wegen diesen drei Affen die Legende von anderen (oder den gleichen?)drei Affen entstand, die den Göttern über die Menschen berichten sollten. Aufgrund eines Abwehrzaubers konnten sie weder Bösen sehen, noch hören, noch Böses sprechen. 

In Japan sind die Affen bekannte Glücksbringer. Das liegt an deren genereller Bedeutung: "Siehe über Schlechtes weise hinweg. Lächle und gehe weiter." In der westlichen Welt bedeuten sie eher: „Alles Schlechte nicht wahrhaben wollen“. Aufgrund dieses umgekehrten Bedeutungswandels gelten die drei Affen daher häufig als Beispiel für mangelnde Zivilcourage. Ich mag die japanische Sichtweise lieber. Und warum müssen es Affen sein?

Die intensivste Woche meines Lebens

Der Gemeinschafts-Intensiv-Prozess 1 am Schloss Tempelhof ist eine Schule des Fühlens. Er wirkt gegen die Flucht vor Gefühlen durch Verwendung der Sprache. Ob man also durch Text überhaupt eine Ahnung davon bekommt, was dort abgeht, ist mehr als fraglich.

Auf dem Fragebogen, den ich für die Anmeldung ausfüllen sollte, war ich gefragt, was ich von der Woche Gemeinschafts-Intensiv-Prozess erwarte. Ich schrieb: Erfahrung! Ich wollte mehr über mich, mehr über den Menschen im Allgemeinen und mehr über das Miteinander verschiedener Menschen herausfinden. Das war abstrakt. Aber es ist mir in der Tat gelungen. Ich habe, metaphorisch gesprochen, im Nebel des Lebens einen Schritt Richtung Licht gemacht.

Tolle Hefte: Orange Press

In der absolute-Reihe von Orange Press, so schreibt der Freiburger Verlag, werden nicht nur Aspekte einer Person oder eines Diskurses hervorgehoben, sondern ein kompletter Einblick gegeben, mit Interview, Biografie und Originaltexten. Toll, da hat er recht.

Aber einmal von den Inhalten der Hefte abgesehen, obwohl diese der Grund sind, warum ich sie mag, mag ich sie noch ein bißchen mehr, weil sie so toll gebunden sind:

Die Hefte sind in der Schweizer Broschur gebunden. Dafür wird der fadengeheftete „Buchblock“ ausschließlich auf der Rückseite in den Einband eingeklebt. Folglich können die Bücher ganze 180°Fahrenheit aufgeschlagen werden, ohne dass die Buchliebe leidet. Und sie bleiben sogar offen liegen. Bhäm! Da hat mal einer nachgedacht.
 
Es gibt bei Orange Press tolle Titel. Und wenn ihr einen bestellt, bestellt ihn bitte nicht beim großen amerikanischen Konzern, sondern bei
www.orange-press.com/buchhandel.html

absolute Black Beats

absolute Charles Darwin

absolute Claude Lévi-Strauss

absolute Ernst Haeckel

absolute Fashion

absolute Feminismus

absolute Jacques Derrida

absolute Jean Baudrillard

absolute Karl Marx

absolute Marken - Labels – Brands

absolute Marshall McLuhan

absolute Max Weber

absolute Michel Foucault

absolute Noam Chomsky

absolute Paul Feyerabend

absolute Pierre Bourdieu

absolute Simone de Beauvoir

absolute Vilém Flusser


absolute(ly) Big Lebowski

absolute(ly) Macht und Gerechtigkeit

absolute(ly) Sigmund Freud



und viele tolle Titel mehr.

Was ist Tan­tra?

Die Wie­der­ver­bin­dung von Liebe, Sexua­li­tät und Bewusst­sein
von Saleem Mathias Riek 

Tan­tra, das Wort mit dem schö­nen Klang, war bis vor 20 Jah­ren im Wes­ten weit­ge­hend unbe­kannt. Heute erfreuen sich Tantra-Seminare zwar immer grö­ße­rer Beliebt­heit, aber es ran­ken sich auch viele zwei­fel­hafte Gerüchte darum herum. Tan­tra löst Sehn­süchte und zugleich auch Ängste aus, und das hat einen ganz ein­fa­chen Grund. Im Unter­schied zu den aller­meis­ten spi­ri­tu­el­len Rich­tun­gen und Reli­gio­nen, und auch im Unter­schied zu den meis­ten For­men von The­ra­pie und Selbst­er­fah­rung, macht Tan­tra nicht den obli­ga­to­ri­schen Bogen um das Thema Sexua­li­tät.

Dichterei zur Wahrheit

"Alles was du sagst, sollte wahr sein. Aber nicht alles was wahr ist, solltest du auch sagen."
Voltaire


"Der Klügere gibt nach! Eine traurige Wahrheit, sie begründet die Weltherrschaft der Dummheit."
Marie von Ebner-Eschenbach


"Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben."
André Gide


"Wer die Wahrheit nicht weiß, der ist bloß ein Dummkopf. Aber wer sie weiß und sie eine Lüge nennt, der ist ein Verbrecher."
Bertolt Brecht


"Wer die Wahrheit hören will, den sollte man vorher fragen, ob er sie ertragen kann."
Ernst R. Hauschka


"Die größte Wohltat, die man einem Menschen erweisen kann, besteht darin, dass man ihn vom Irrtum zur Wahrheit führt."
Thomas von Aquin


"Gelegentlich stolpern die Menschen über die Wahrheit, aber sie richten sich auf und gehen weiter, als sei nichts geschehen."
Winston Churchill


"Die Wahrheit hat weder Waffen nötig, um sich zu verteidigen, noch Gewalttätigkeit, um die Menschen zu zwingen, an sie zu glauben. Sie hat nur zu erscheinen, und sobald ihr Licht die Wolken, die sie verbergen, verscheucht hat, ist ihr Sieg gesichert."
Friedrich der Große


"Man muss das Wahre immer wiederholen, weil auch der Irrtum um uns her immer wieder gepredigt wird und zwar nicht von einzelnen, sondern von der Masse, in Zeitungen und Enzyklopädien, auf Schulen und Universitäten. Überall ist der Irrtum obenauf, und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl der Majorität, die auf seiner Seite ist."
Johann Wolfgang von Goethe


"Die Menschen glauben viel leichter eine Lüge, die sie schon hundertmal gehört haben, als eine Wahrheit, die ihnen völlig neu ist."
Alfred Polgar


"Wer in der Demokratie die Wahrheit sagt, wird von der Masse getötet."
Platon


"Jede Wahrheit durchläuft drei Stufen: erst erscheint sie lächerlich, dann wird sie bekämpft, schließlich ist sie selbstverständlich."
Arthur Schopenhauer


"In Zeiten, da Täuschung und Lüge allgegenwärtig sind, ist das Aussprechen der Wahrheit ein revolutionärer Akt."
George Orwell

Anti Agro Agrar

Am 15. Januar 2015 veröffentlichte das AgrarBündnis e. V. eine neue Ausgabe des kritischen Agrarberichts, einen aktuellen und umfassenden Blick auf die gegenwärtigen Entwicklungen in der Landwirtschaft. Das diesjährige Schwerpunktthema lautet »Agrarindustrie und Bäuerlichkeit«, doch auch viele weitere Themenbereiche werden in zahlreichen Einzelbeiträgen verschiedener Autoren abgehandelt. Wie schon im letzten Jahr zählt auch die Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt wieder zu den Unterstützern des Berichts und ist mit einem eigenen Beitrag vertreten – dieses Mal mit Fokus auf den Konsum von Fischen und seine Alternativen.

In der Einleitung des neuen Agrarberichts wird ein steigendes öffentliches Interesse an bäuerlicher Landwirtschaft festgestellt. Abgesehen davon, dass die Erwartungen der Gesellschaft in vielem an der landwirtschaftlichen Realität vorbeigingen – das grundsätzliche Interesse für das ländliche Leben und Wirtschaften könne gutgeheißen werden: »Denn nur so kann es gelingen, die Art und Weise, wie wir Landwirtschaft betreiben, Lebensmittel erzeugen und sie auf den Märkten handeln zu einem zentralen Thema unserer Gesellschaft zu machen.«
Festgestellt werden auch die beiden Pole, zwischen denen die gegenwärtige politische Debatte um die Landwirtschaft verläuft und die im diesjährigen Bericht schwerpunktmäßig thematisiert werden: »Agrarindustrie und Bäuerlichkeit«.

Sie wussten genau, was sie taten


„Wenn ich auch nicht viel von Politik verstehe, und auch nicht den Ehrgeiz habe, es zu tun, so habe ich doch ein bisschen ein Gefühl, was Recht und Unrecht ist … Und ich könnte heulen, wie gemein die Menschen auch in der großen Politik sind, wo sie ihren Bruder verraten um eines Vorteils willen … Wir haben alle unsere Maßstäbe in uns selbst, nur werden sie zu wenig gesucht. Vielleicht auch, weil es die härtesten Maßstäbe sind.“

Sophie Scholl (1921-1943) schrieb das in einem Brief als Neunzehnjährige an ihren Verlobten Fritz Hartnagel. Die deutsche Widerstandskämpferin der Gruppe „Weiße Rose“ rief mit ihrem Bruder und einigen anderen jungen Erwachsenen zum Ungehorsam gegen die nationalsozialistische Diktatur auf.
1943 wurde sie mit ihrem Bruder Hans beim Austeilen von Flugblättern in der Münchner Universität verhaftet. Vier Tage später wurden beide wegen „Hochverrat“ und „Wehrkraftzersetzung“ mit der Guillotine enthauptet. (Zitat aus Sönke Zankel: „Mit Flugblättern gegen Hitler“ Köln, Böhlau Verlag, 2008, S. 95)

In einer Gesellschaft, die die Todesstrafe abgeschafft hat (Ein großer Erfolg!) gibt es immernoch Gründe "dem System" seine Meinung mitzuteilen - und nicht einfach ungefragt mitzumachen.
Spätestens seit der Ukraineberichterstattung quillt das Internet fast über mit Informationen, wofür es sich auch heute noch lohnt auf die Straße zu gehen. Was hindert uns, es auch zu tun?
Man kann damit sogar unsterblich werden:

Bodendenkmal „Weiße Rose“ vor der Ludwig-Maximilian-Universtiät München

Lichthof der LMU München, wo die Flugblätter auf die Studenten herabflatterten

Filmstill aus Sophie Scholl - Die letzten Tage (2005)

Filmstill aus Sophie Scholl - Die letzten Tage (2005)

Äußerlich ähneln ihm heute viele: Hans Scholl

Viel mehr als jung und hübsch: Sophie Scholl


Links:
sophiescholl-derfilm.de
gerhard-hirsch.de/scholl

Sie kaute auf ihrer Lippe.

Sie kaute auf ihrer Lippe. Gleich würde sie Besuch bekommen. Mit Erdbeeren und Kuchen. Ob er pünktlich kommen würde? Oder hatte sie noch Zeit, ein paar Flaschen Altglas wegzubringen und damit die Chance, die Küche etwas aufzuräumen? Seit einer Woche standen die leeren Weinflaschen herum, übriggeblieben vom Fest ihres einundzwanzigsten Geburtstags.

Am Abend der Feier war in ihrer kleinen Wohnung keine Bewegung mehr möglich gewesen, so dichtgedrängt hatten die Gäste in allen Zimmern gestanden. Aber die betrunkenen Menschen waren brav geblieben. Nichts war zerstört worden. Sogar die Geranien auf der Fensterbank hatten es überlebt. Nur musste am nächsten Morgen viel Müll weggeräumt werden. Vor allem leere Bierflaschen, die nicht nur im Badschrank aufgetaucht waren, auch im Bücherregal, unter ihrem Bett, auf den Schränkchen im Flur und sogar in den Küchenschränken. Das meiste waren Pfandflaschen gewesen, die sie einen Tag später weggebracht hatte.

Aber elf leere Flaschen Wein standen heute noch in der Küche und blickten sie täglich scharf an. Die Flaschen versammelten sie inzwischen neben dem Regal und vor dem Fenster. Jeden Tag wanderten sie ein wenig. Aber immer waren sie im Weg. Immer wo anders. Bei manchen Schritten stolperte sie darüber und stellte sie erneut auf. An einen neuen Platz. Manchmal musste sie sich weit nach vorne beugen, wenn sie nach Brot und Marmelade griff, um über leere Flaschen zu reichen. Wenn sie am Tisch saß, konnte sie den Stuhl nicht nach hinten schieben, sonst klirrte es und die Flaschen rollten lachend über den Boden. Beim Öffnen der Fenster musste sie besonders vorsichtig sein. Die Flaschen waren sehr egoistische Mitbewohner.

Sie beschloss, dass es keinen guten Eindruck machen würde, wenn die Küche voll mit leeren Flaschen stand. Es war an der Zeit, wenigstens einen Teil davon wegzubringen. Sie packte eine Tasche voll und verließ die Wohnung. Der Glascontainer war nur eine Straße weiter, neben dem kleinen Supermarkt an der Ecke. Sie würde in spätestens fünf Minuten zurück sein.

Auf halben Weg fragte sie sich, ob es richtig war, was sie da tat. Sie hatte den Kerl vor über zwei Wochen auf einer Party kennengelernt und mit nach Hause genommen. In weniger als zehn Minuten würde er bei ihr an der Tür klingeln, wahrscheinlich Erdbeeren in der Hand halten und mit ihr schlafen wollen.

Pornofrühstück 2

In Mandel- und Reismilch eingedickte Mais-Polenta
(mit einer Prise Salz, versteht sich)
neben Attilas veganem Sojajoghurt-Himbeer-Bananen-Eis
unter Haselnuss und Mandelkern,
Rosinchen und selbstgepopptem Amaranth.
Den Kindern schmeckt 's.




Pornofrühstück 1

In Dinkel- und Reismilch gequollene Hirse
(mit einer guten Prise Salz zubereitet, versteht sich)
neben fein-säuerlich geraspeltem Apfel,
geleckert mit RohRohrzucker, gesiebtem Kakao und ausgeklopftem Zimt
unter 432 gepoppten Amaranthflops.
Gibt es nur bei mir!

Desiderata, die Lebensregel von Baltimore

Desiderata ist eine Lebensweisheit des amerikanischen Rechtsanwaltes Max Ehrmann (1872-1945), geschrieben im Jahre 1927. Der Titel leitet sich von dem lateinischen Wort desiderare ab: ersehen, wünschen, verlangen. Der Text wird auch als "Lebensregel von Baltimore" bezeichnet, weil eine Zeit lang vermutet wurde, dass der Text schon im Jahre 1692 als eine Wandinschrift in der Kirche Old St. Paul's in Baltimore gefunden worden wäre. Diese Annahme wurde widerlegt, der Inhalt des Textes jedoch nicht:

Desiderata 


Gehe gelassen inmitten von Lärm und Hast
und denke an den Frieden der Stille.

So weit als möglich, ohne dich aufzugeben,
sei auf gutem Fuß mit jedermann.

Sprich deine Wahrheit ruhig und klar aus,
und höre andere an, auch wenn sie langweilig und unwissend sind,
denn auch sie haben an ihrem Schicksal zu tragen.

Meide die Lauten und Streitsüchtigen.
Sie verwirren den Geist.

Vergleichst du dich mit anderen,
kannst du hochmütig oder verbittert werden,
denn immer wird es Menschen geben,
die bedeutender oder schwächer sind als du.

Erfreue dich am Erreichten
und an deinen Plänen.

Bemühe dich um deinen eigenen Werdegang,
wie bescheiden er auch sein mag;
er ist ein fester Besitz im Wandel der Zeit.

Sei vorsichtig bei deinen Geschäften,
denn die Welt ist voller Betrügerei.
Aber lass deswegen das Gute nicht aus den Augen,
denn Tugend ist auch vorhanden:
Viele streben nach Idealen,
und Helden gibt es überall im Leben.

Sei du selbst.

Täusche vor allem keine falschen Gefühle vor.
Sei auch nicht zynisch, wenn es um Liebe geht,
denn trotz aller Öde und Enttäuschung verdorrt sie nicht,
sondern wächst weiter wie Gras.

Höre freundlich auf den Ratschlag des Alters,
und verzichte mit Anmut auf die Dinge der Jugend.

Stärke die Kräfte deines Geistes,
um dich bei plötzlichem Unglück dadurch zu schützen.

Quäle dich nicht mit Wahnbildern.
Viele Ängste kommen aus Erschöpfung und Einsamkeit.

Bei aller angemessenen Disziplin,
sei freundlich zu dir selbst. Genau wie die Bäume und Sterne,
so bist auch du ein Kind des Universums.

Du hast ein Recht auf deine Existenz. Und ob du es verstehst oder nicht,
entfaltet sich die Welt so, wie sie soll.

Bleibe also in Frieden mit Gott,
was immer er für dich bedeutet,
und was immer deine Sehnsüchte und Mühen
in der lärmenden Verworrenheit des Lebens seien
– bewahre den Frieden in deiner Seele.

Bei allen Täuschungen, Plackereien und zerronnenen Träumen
ist es dennoch eine schöne Welt.

Sei frohgemut.
Strebe danach glücklich zu sein.

Poesie darf knallen. Ganz leise.

Philosophie dürfte man eigentlich nur dichten.
Ludwig van Wittgenstein

Die Dichtung muss die verschüttete Welt der Poesie bewusst machen und aufdecken, in der Hoffnung, sie wieder zur Herrschaft zu führen.
Dr. Faust, der alte Romantiker.

Die wahre Poesie muß sich ganz von der äußeren Gegenwart loslösen, sozusagen von der wirklichen Wirklichkeit. Sie darf bloß das festhalten, was dem Menschen zu allen Zeiten eigen ist: seine wesentliche Natur. Sie muß dies in individuelle Gestalten kleiden, d.h. sie muß realistische Ideale schaffen.
Otto Ludwig

Wahre Poesie beginnt, wie die echte Barmherzigkeit, im eigenen Hause. 
Charles Kingsley

Die träumerische Viertelstunde eines Poeten oder Philosophen ist oft wichtiger für die Menschheit als der Lärm einer tagelang währenden Feldschlacht.
Wilhelm Raabe

Erst in der Poesie gibt sich uns die innerste Seele einer Nation kund. – Ich möchte behaupten, daß die Nachwelt einer Nation mehr als nach ihrer Tätigkeit im Kriege, im Gewerbe und Ackerbau, nach dem schätzt, was sie in der Dichtung geleistet hat.
Adolf Friedrich Graf von Schack

Aller Poesie liegt die Idee einer höheren Weltordnung zu Grunde, die sich aber vom Verstande nie im ganzen auffassen, daher nie realisieren läßt, und von welcher nur dem Gefühl vergönnt ist, dem Gleichverborgenen in der Menschenbrust, je und dann einen Teil ahnend zu erfassen.
Franz Grillparzer

Ein echter Dichter, der erkoren,
ist immer als Naturalist geboren,
doch wird er ein roher Bursche bleiben,
kann ihm in die Wiege die Fee nicht verschreiben
zwei Gaben aus ihrem Wunderland:
Humor und feinste Künstlerhand.
Thomas Selle

Das Rauchen macht dumm. Es macht unfähig zum Denken und Dichten.
Johann Wolfgang von Goethe

Sie haben recht, Herr Splitterrichter,
Daß alle Dichter Narren sind.
Doch schließ ich ebenso geschwind:
Da Sie, mein Herr, kein Dichter sind,
So sind nicht alle Narren Dichter.
Peter Wilhelm Hensler

Stille ist der Schlüssel zur Poesie.
Klaus Ender