Gegen die müde Bequemlichkeit - Der kommende Aufstand

Dieses Buch ist mit dem Namen eines imaginären Kollektivs unterzeichnet. Seine Redakteure sind nicht seine Autoren. Sie haben sich damit zufrieden gegeben, ein bisschen Ordnung in die verschiedenen Allgemeinplätze dieser Epoche zu bringen, in das, was an den Tischen der Bars, was hinter verschlossenen Schlafzimmertüren gemurmelt wird. Sie haben nur die nötigen Wahrheiten fixiert, deren universelle Verdrängung die psychiatrischen Kliniken und die Blicke mit Schmerz füllt. Sie haben sich zu den Schreibern der Situation gemacht. Es ist das Privileg der radikalen Umstände, dass die Richtigkeit in logischer Konsequenz zur Revolution führt. Es reicht aus, das zu benennen, was einem unter die Augen kommt, und dabei nicht der Schlussfolgerung auszuweichen.

Zum Lesen als pdf

 http://ant.blogsport.de/images/aufst.pdf

http://www.trend.infopartisan.net/trd1210/insurrection.pdf

Zum Lesen als Buch:

https://edition-nautilus.de/programm/der-kommende-aufstand/

Zum Anhören:

https://www.youtube.com/watch?v=9X_P_AnAgKI

Deutsch sein

Nur wenn man den Menschen als geistiges Wesen anschauen lernt, kann man wahrhaft alle rassistischen Tendenzen überwinden, ohne zugleich die notwendige menschheitsweite Differenzierung der leiblichen Wesensglieder leugnen zu müssen. Anerkennt man den Menschen hingegen nur als körperliches Wesen, so muß man im Sinne der vielzitierten "Toleranz" danach trachten, die körperlichen Unterschiede der Menschen möglichst zu verwischen. Damit steht man aber völlig außerhalb der Tatsachen, was nur deshalb so wenig auffällt, weil man heute zumeist nicht den realen Menschen, sondern nur sein höchst abstraktes gedankliches Abbild betrachtet.

In Wahrheit gibt es beträchtliche und notwendige Unterschiede zwischen den verschiedenen Rassen und Völkern, denen jeweils ganz bestimmte geistige Aufgaben zukommen, die nur sie erfüllen können. Die damit verbundene unterschiedliche Struktur des physischen und ätherischen Leibes entscheidet aber nicht über den Wert des Individuums, das selbst seelisch-geistiger Natur ist.

Die rassische und völkische Anlage des Menschen bezeichnet nur die speziellen Bedingungen, in denen das Individuum lebt. Nur ein unklares Denken kann beides miteinander verwechseln; es wäre genauso, als wollte man den moralischen Wert eines Menschen daran bemessen, wie prunkvoll seine Kleidung oder seine Behausung ist.

Die physisch-ätherische Natur des Menschen unterscheidet sich nicht wesentlich von der Landschaft und dem Klima, in das der Mensch hineingeboren wird – aber wollte man deswegen den Bergbewohner dem im flachen Land lebenden Menschen vorziehen, oder umgekehrt?

Jede Art von Rassismus oder Nationalismus entspringt einem solchen unklaren Denken, dass überwunden werden muss, wenn die Menschheit nicht in den Niedergang kommen soll.

[...]

Bei den westeuropäischen Völkern ist es so, dass der Erzengel hineinwirkt mit seinen Willensstrahlen, bei dem italienischen Volk in die Empfindungsseele, bei dem französischen Volk in die Verstandes- und Gemütsseele, bei dem britischen Volk in die Bewusstseinsseele, und bei dem deutschen Volk in das Ich."

Rudolf Steiner

An anderer Stelle fand ich das:

 


Der Übergang zu einer neuen Kultur

Der Übergang zu einer neuen Kultur braucht eine Bereitschaft des einzelnen Menschen, sich zu verändern, damit mensch fähig wird, die neue Kultur aus sich selbst heraus zu gestalten. 

1. Emotionelle Reinigung - den Charakterpanzer auflösen und sich selbst werden

"Was heißt emotionelle Reinigung? Es heißt, daß Liebe und Haß aus ihrer wechselseitigen Umschlingung gelöst werden... daß man keine Angst mehr hat, wo man kämpfen sollte und keine Hemmung mehr, wo Hingabe erwünscht wäre... daß man sich nicht zu einem Lächeln zwingt, wo man weinen oder schreien möchte... daß man wieder unterscheiden lernt zwischen Liebe und Anlehnungsbedürfnis, zwischen einer Zustimmung des Herzens und einer Zustimmung aus Angst vor Ablehnung... daß man die Freundin nicht mehr mit der eigenen Mutter verwechselt und den Freund nicht mehr mit dem Papa, die eigene Wehleidigkeit nicht mehr mit Nächstenliebe, die Wut der persönlichen Verletztheit nicht mit dem Zorn auf die Zerstörer des Lebens und die eigene Feigheit nicht mehr mit Rücksichtnahme oder Toleranz.

Emotionelle Reinigung heißt, daß die Emotionen und Energien wieder strömen können, weil sie frei sind von Verlogenheit, daß die Minderwertigkeitsgefühle und die Schuldgefühle verschwinden, weil die Minderwertigkeit und die Schuld verschwunden ist... es heißt, daß die falsche Scham verschwindet, mit der wir unsere lebendigsten und besten Regungen verleugnet haben, und daß die richtige Scham einkehrt, nämlich darüber, daß wir immer wieder die Wahrheit des Lebendigen in uns und anderen unterdrücken aus keinem anderen Grund als dem der Angst vor dem Blick und Urteil anderer. 

Emotionelle Reinigung ist die fundamentale Überwindung jenes ganzen psychologischen und kulturellen Systems, welches Wilhelm Reich als »Charakterpanzer« bezeichnet hat. Charakterpanzer ist ein System zur Kleinhaltung biologischer Energien und gleichzeitig eine psychologisch-ideologische Schutzeinrichtung gegen alle Einbrüche des hinausgedrängten Lebens und gegen alle Klopfzeichen einer verschütteten Wahrheit, einer verschütteten Sehnsucht und einer verschütteten Liebe. 

Die Kulturepoche des Charakterpanzers hat die Trauben für sauer erklärt, wenn sie zu hoch hingen, und das Süße gehaßt, wenn es unerreichbar war. Die Wollust, nach der es sie permanent verlangte, hat sie geächtet und verbrannt, aus der Impotenz hat sie die Tugend des Verzichts gemacht und aus der Feigheit die Moral. Diese Falschmünzerei ist zur Struktur geworden, zum festen Bestandteil all dessen, was als »Bildung«, »Humanität« und »Menschenwürde« überliefert ist. 

Die Menschen belehrten andere über Freiheit und sahen nicht die Falle, in der sie selbst saßen... sie entwarfen Theorien als Ausrede für die eigene Angst... sie unternahmen Angriffe auf Staat und Gesellschaft, aber sie haßten jeden Angriff auf ihren eigenen Charakterpanzer. 

Zur Regulierung ihres sozialen Lebens, brauchten die Menschen der alten Kultur äußere Ideologien und Autoritäten, weil sie sich als gepanzerte Wesen nicht darauf verlassen konnten, daß die menschliche Rückkoppelung, die sie im Kontakt mit ihresgleichen erhielten, ehrlich und vernünftig war. 

Da sie außerdem gestaut und voll latenter Bosheit waren, mußten sie sich durch ein System von Gesetzen und Strafen vor asozialen Exzessen schützen. Ein zentrales Regulierungsprinzip der bisherigen Gesellschaft war deshalb die Angst. 

Wenn es heute einen zentralen Paradigmenwechsel der Gesamtkultur gibt, dann ist er verankert in dem Übergang einer von Strafe und Angst regulierten sozialen Ordnung zu einer im freien und direkten menschlichen Kontakt wurzelnden sozialen Selbstorganisation der Menschen."

Dieter Duhm, 2011, Aufbruch zur neuen Kultur: Von der Verweigerung zur Neugestaltung - Umrisse einer ökologischen und menschlichen Alternative 

2. Soziales Training - vom einem freien Ich zum freien Du

"Wollen wir wirklich die Gegensätze zwischen den Völkern überbrücken? Wollen wir wirklich dem anderen begegnen, auch wenn er aus einem anderen Land kommt, sei er "Akademiker" oder ein einfacher Mensch, der nicht mehr als einen Hauptschulabschluss in der Tasche hat? Wollen wir dem anderen als Mensch, in seinem Ich begegnen? Jede echte Begegnung gibt die Antwort. Sobald ich aus meinem Geistes-Ich heraus dem anderen Geistes-Ich begegne, weiß ich, dasss ich einem Gewebe von Beziehungen lebe, in dem mehr anwesend ich als nur die beiden Iche. Denn es lebt darin das Göttliche, das im Zwischenmenschlichen und im Sozialen wirkt. [...]

Am Anfang dieses Jahrhunderts hat Rudolf Steiner dies alles vorbereitet durch sein Buch "Die Philosophie der Freiheit". Dort bezeichnet er das Leben aus der "moralischen Phantasie" als eine der Aufgaben unseres Jahrhunderts. In der "moralischen Phantasie" ist der Mensch kreativ, kreativ nicht im biologischen, sondern im geistigen Sinne. Diese Kreativität kann, vom Ich ausgehend, auf zweierlei Weise zum Ausdruck kommen: zum einen in der "moralischen Intuition", der Fähigkeit, aus eigener freier Entscheidung von den Möglichkeiten Gebrauch zu machen, die uns unserer Umwelt bietet. Zum anderen in der "moralischen Technik", der Kunst, innerhalb der sozialen Verhältnisse dasjenige zu verwirklichen, was man im Lichte seines eigenen Ich als das richtige ansieht, ohne dabei die Freiheit des anderen anzutasten.

Man muss sich also bei jeglicher Zusammenarbeit mit anderen prüfen, ob man durch sein Handeln den anderen nicht in seiner Freiheit beeinträchtigt. Das beinhaltet, dass man von vornherein diesen anderen eben auch so weitgehend wie möglicht in die Sache einbezieht. Wir nennen das heutzutage "soziale Fähigkeit" Dadurch wird es möglicht, aus Respekt vor dem anderen diesen fortwährend im Bewusstsein zu tragen. Das ist besonders schwer, und muss ständig aufs neue geübt werden. Man kann nie behaupten, dass das Ziel erreicht ist.

Dieser Übungsweg ist die große Aufgabe für die kommenden Jahrzehnte. Es ist der Übungsweg der Generation dieses letzten Jahrhundertdrittels: Übung der sozialen Fähigkeiten, damit über die Beziehungen der Menschen zueinander ein Stück der geistigen Realtität dieses Jahrhunderts auf die Erde heruntergeholt werden kann." 

Bernard Lievegoed, 1994, Eine Kultur des Herzens

3. Gemeinsam Arbeiten

... folgt in Kürze ...

Rudolf Steiner lesen

Die Philosophie der Freiheit lesen:

»Meine ›Philosophie der Freiheit‹ ist so gemeint, daß man zur unmittelbaren Denktätigkeit Seite für Seite greifen muß, daß gewissermaßen das Buch selbst nur eine Art Partitur ist und man in innerer Denktätigkeit diese Partitur lesen muß, um fortwährend aus dem Eigenen heraus von Gedanke zu Gedanke fortzuschreiten. 

So daß bei diesem Buch durchaus immer mit der gedanklichen Mitarbeit des Lesers gerechnet ist. Und es ist ferner gerechnet mit demjenigen, was aus der Seele wird, wenn sie eine solche Gedankenarbeit mitmacht. 

Derjenige, der sich nicht gesteht, daß, wenn er dieses Buch nun wirklich in eigener seelischer Gedankenarbeit absolviert hat, er dann gewissermaßen sich in einem Elemente des Seelenlebens erfaßt hat, in dem er sich früher nicht erfaßt hat; derjenige, der nicht spürt, daß er gewissermaßen herausgehoben ist aus seinem gewöhnlichen Vorstellen in ein sinnlichkeitsfreies Denken, in dem man sich ganz bewegt, so daß man erfühlt, wie man in diesem Denken frei geworden ist von den Bedingungen der Leiblichkeit, der liest eigentlich diese »Philosophie der Freiheit« nicht im richtigen Sinne. 

Und der versteht sie im Grunde genommen nicht richtig, der sich dies nicht gestehen kann. Man muß gewissermaßen sich sagen können: Jetzt weiß ich durch diese seelische Gedankenarbeit, die ich verrichtet habe, was eigentlich reines Denken ist.« 

(Vortrag in Dornach, 3. Oktober 1920. In: Grenzen der Naturerkenntnis. GA 322.)

Theosophie lesen:

Ich habe es oft betont: Man kann ein Buch wie zum Beispiel meine ›Theosophie‹ auf zweifache Weise lesen. Man kann so lesen, daß man da liest: 

Der Mensch besteht aus physischem Leib, Ätherleib, Astralleib und so weiter, der Mensch hat wiederholte Erenleben, Karma, das heißt, man nimmt Begriffe auf. Gewiß, das sind andere Begriffe als auf einem andern Felde, aber der geistige Prozeß, der sich abspielt, ist unter Umständen genau derselbe, wie wenn man ein Kochbuch liest. Denn gerade das habe ich ja oft gesagt, es handelt sich um den geistigen Prozeß, nicht um die Aufnahme von Ideen. 

Es ist ganz einerlei, ob Sie lesen, Sie sollen Butter in eine Pfanne gießen, Mehl hineintun, das durcheinanderrühren, Eier hineinschlagen, oder ob Sie lesen: Es gibt physischen Stoff, ätherische Kräfte, astralische Kräfte, die sind da durcheinanergemischt. Es ist ganz einerlei als Seelenprozeß, ganz einerlei, ob Sie Butter, Fett, Eier, Mehl auf irgendeinem Kochherde zusammengemischt haben oder ob Sie für die Menschenwesenheit physischen Leib, Ätherleib, Astralleib zusammengemischt sich vor stellen. 

Man kann aber auch die ›Theosophie‹ so lesen, daß man weiß: In ihr sind Begriffe enthalten, die sich zu der gewöhnlichen Begriffswelt des Physischen so verhalten wie die Begriffswelt des Physischen zur Traumwelt. Sie gehören einer Welt an, in die man ebenso aus der gewöhnlichen physischen hinein erwachen muß, wie man aus der Traumwelt in die physische Welt erwacht. 

Es ist die Gesinnung, mit der man liest, die dann das richtige Kolorit den Dingen gibt. Und diese Gesinnung wird eben für den Menschen der Gegenwart, durch verschiedene Mittel natürlich, lebendig. Die andern, die der Mensch für sich ausmachen kann, sind ja alle beschrieben in ›Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?‹. 

Aber für den modernen Menschen ist eben auch noch die Durchgangsphase, ganz abgegrenzt von der Anschauung der höheren Welt, notwendig: daß er erwachen kann an dem Seelisch-Geistigen des andern Menschen zu dem Hineinleben in die geistige Welt, wie er erwacht aus dem Traumleben durch Licht und Geräusch und so weiter in die physische Welt herein. Dafür muß man sich Verständnis erringen. 

Es ist notwendig, Verständnis zu erringen für das, was Anthroposophie in der Anthroposophischen Gesellschaft sein soll: Ein Geistesweg soll sie sein. Dann findet sich auch die Gemeinschaftsbildung, wenn sie ein Geistesweg ist. Aber es muß wirklich Anthroposophie ins Leben hinein.

(Vortrag in Dornach, 3. März 1923. In: Anthroposophische Gemeinschaftsbildung. GA 257.)

Mehr Infos zum Lesen von Steiner Büchern:

http://www.heartthink.org/neuesDenken.htm

Einführungsband: Leitfaden zur Code-Χ-Ausgabe (2009)bitte als erstes herunterladen

Rudolf Steiner's Heart Logik

The Tyger
by William Blake

Tyger Tyger, burning bright,
In the forests of the night;
What immortal hand or eye,
Could frame thy fearful symmetry?

In what distant deeps or skies.
Burnt the fire of thine eyes?

On what wings dare he aspire?
What the hand, dare seize the fire?

And what shoulder, & what art,
Could twist the sinews of thy heart?
And when thy heart began to beat,
What dread hand? & what dread feet?

What the hammer? what the chain,
In what furnace was thy brain?
What the anvil? what dread grasp,
Dare its deadly terrors clasp!

When the stars threw down their spears
And water'd heaven with their tears:
Did he smile his work to see?
Did he who made the Lamb make thee?

Tyger Tyger burning bright,
In the forests of the night:
What immortal hand or eye
Dare frame thy fearful symmetry?

Listen to the poem:
https://www.poetryfoundation.org/poems/43687/the-tyger

Our Father 

Our Father, thou art in heaven
hallowed be thy name.
Thy kingdom come.
Thy will be done on earth, as it is in heaven.
Give us this day our daily bread,
and forgive us our trespasses,
as we forgive those who trespass against us,
and lead us not into temptation, but deliver us from evil.
For thine is the kingdom, the power, and the glory, now and for ever. Amen. 

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Welcome to www.organicthinking.org

This lecture given on July 1st 2017 in Honolulu was my first attempt at recording myself answering the question: what is a spiritual writing style? I cover William Blake's Tyger, Tyger, The Book of Job, and the Our Father Prayer in its multiple forms. Part II will cover Rudolf Steiner's Philosophy of Freehood.

Part I Rudolf Steiner's Logik of the Heart: Honolulu Lecture

https://www.youtube.com/watch?v=m0KLAOemuHM 

Part II Rudolf Steiner's Logik of the Heart:: Honolulu Lecture 

https://www.youtube.com/watch?v=pFJY_g1SoiA 

Part III Rudolf Steiner's Heart Logik Honolulu Lecture

https://www.youtube.com/watch?v=RbYizJglRyE

Der Einzige und sein Eigentum - Max Stirner

Ich hab’ Mein’ Sach’auf Nichts gestellt.

Was soll nicht alles Meine Sache sein! Vor allem die gute Sache, dann die Sache Gottes, die Sa- che der Menschheit, der Wahrheit, der Freiheit, der Humanität, der Gerechtigkeit; ferner die Sa- che Meines Volkes, Meines Fürsten, Meines Vaterlandes; endlich gar die Sache des Geistes und tausend andere Sachen. Nur Meine Sache soll niemals Meine Sache sein. „Pfui über den Egoisten, der nur an sich denkt!“

Sehen Wir denn zu, wie diejenigen es mit ihrer Sache machen, für deren Sache Wir arbeiten, Uns hingeben und begeistern sollen.

Ihr wißt von Gott viel Gründliches zu verkünden und habt Jahrtausende lang „die Tiefen der Gottheit erforscht“ und ihr ins Herz geschaut, so daß Ihr Uns wohl sagen könnt, wie Gott die „Sache Gottes“, der Wir zu dienen berufen sind, selber betreibt. Und Ihr verhehlt es auch nicht, das Treiben des Herrn. Was ist nun seine Sache? Hat er, wie es Uns zugemutet wird, eine fremde Sache, hat er die Sache der Wahrheit, der Liebe zur seinigen gemacht? Euch empört dies Mißverständnis und Ihr belehrt Uns, daß Gottes Sache allerdings die Sache der Wahrheit und Liebe sei, daß aber diese Sache keine ihm fremde genannt werden könne, weil Gott ja selbst die Wahrheit und Liebe sei; 

Euch empört die Annahme, daß Gott Uns armen Würmern gleichen könnte, indem er eine fremde Sache als eigene beförderte. „Gott sollte der Sache der Wahrheit sich annehmen, wenn er nicht selbst die Wahrheit wäre?“ Er sorgt nur für seine Sache, aber weil er Alles in Allem ist, darum ist auch alles seine Sache; Wir aber, Wir sind nicht Alles in Allem, und unsere Sache ist gar klein und verächtlich; darum müssen Wir einer „höheren Sache dienen“. – Nun, es ist klar, Gott bekümmert sich nur um’s Seine, beschäftigt sich nur mit sich, denkt nur an sich und hat nur sich im Auge; wehe Allem, was ihm nicht wohlgefällig ist. Er dient keinem Höheren und befriedigt nur sich. Seine Sache ist eine – rein egoistische Sache.

Wie steht es mit der Menschheit, deren Sache Wir zur unsrigen machen sollen? Ist ihre Sache etwa die eines Andern und dient die Menschheit einer höheren Sache? Nein, die Menschheit sieht nur auf sich, die Menschheit will nur die Menschheit fördern, die Menschheit ist sich selber ihre Sache. Damit sie sich entwickle, läßt sie Völker und Individuen in ihrem Dienste sich abquälen, und wenn diese geleistet haben, was die Menschheit braucht, dann werden sie von ihr aus Dankbarkeit auf den Mist der Geschichte geworfen. Ist die Sache der Menschheit nicht eine – rein egoistische Sache?

Ich brauche gar nicht an jedem, der seine Sache Uns zuschieben möchte, zu zeigen, daß es ihm nur um sich, nicht um Uns, nur um sein Wohl, nicht um das Unsere zu tun ist. Seht Euch die Übrigen nur an. Begehrt die Wahrheit, die Freiheit, die Humanität, die Gerechtigkeit etwas anderes, als daß Ihr Euch enthusiasmiert und ihnen dient?

Sie stehen sich alle ausnehmend gut dabei, wenn ihnen pflichteifrigst gehuldigt wird. Betrachtet einmal das Volk, das von ergebenen Patrioten geschützt wird. Die Patrioten fallen im blutigen Kampfe oder im Kampfe mit Hunger und Not; was fragt das Volk darnach? Das Volk wird durch den Dünger ihrer Leichen ein „blühendes Volk“! Die Individuen sind „für die große Sache des Volkes“ gestorben, und das Volk schickt ihnen einige Worte des Dankes nach und – hat den Profit davon. Das nenn’ Ich Mir einen einträglichen Egoismus.

Aber seht doch jenen Sultan an, der für „die Seinen“ so liebreich sorgt. Ist er nicht die pure Un- eigennützigkeit selber und opfert er sich nicht stündlich für die Seinen? Ja wohl, für „die Seinen“. Versuch’ es einmal und zeige Dich nicht als der Seine, sondern als der Deine: Du wirst dafür, daß Du seinem Egoismus Dich entzogst, in den Kerker wandern. Der Sultan hat seine Sache auf Nichts, als auf sich gestellt: er ist sich Alles in Allem, ist sich der einzige und duldet keinen, der es wagte, nicht einer der „Seinen“ zu sein.

Und an diesen glänzenden Beispielen wollt Ihr nicht lernen, daß der Egoist am besten fährt? Ich Meinesteils nehme Mir eine Lehre daran und will, statt jenen großen Egoisten ferner uneigennüt- zig zu dienen, lieber selber der Egoist sein. Gott und die Menschheit haben ihre Sache auf Nichts gestellt, auf nichts als auf Sich. Stelle Ich denn meine Sache gleichfalls auf Mich, der Ich so gut wie Gott das Nichts von allem Andern, der Ich mein Alles, der Ich der Einzige bin. <8> 

Hat Gott, hat die Menschheit, wie Ihr versichert, Gehalt genug in sich, um sich Alles in Allem zu sein: so spüre Ich, daß es Mir noch weit weniger daran fehlen wird, und daß Ich über meine „Leerheit“ keine Klage zu führen haben werde. Ich bin [nicht] Nichts im Sinne der Leerheit, sondern das schöpferische Nichts, das Nichts, aus welchem Ich selbst als Schöpfer Alles schaffe.

Fort denn mit jeder Sache, die nicht ganz und gar Meine Sache ist! Ihr meint, Meine Sache müsse wenigstens die „gute Sache“ sein? Was gut, was böse! Ich bin ja selber Meine Sache, und Ich bin weder gut noch böse. Beides hat für Mich keinen Sinn.

Das Göttliche ist Gottes Sache, das Menschliche Sache „des Menschen“. Meine Sache ist weder das Göttliche noch das Menschliche, ist nicht das Wahre, Gute, Rechte, Freie usw., sondern allein das Meinige, und sie ist keine allgemeine, sondern ist – einzig, wie Ich einzig bin.

Mir geht nichts über Mich!

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Einleitung von Max Stirner zu seinem Hauptwerk - Der Einzige und sein Eigentum
online nachlesbar beim Max StirnerArchiv Leipzig max-stirner-archiv-leipzig.de

Wer glaubt, wird selig.

Niemals wäre die Menschheit so weit gekommen ohne solche Brüder, welche in der Entwickelung ihren andern Mitmenschen weit, weit vorangeschritten waren. Zu allen Zeiten, immer und überall hat es Menschen gegeben, die sich rascher die Stufen des Daseins hinaufentwickelten, um Führer sein zu können, um die andere Menschheit leiten zu können. Solche Persönlichkeiten, solche Individualitäten werden von der Geistesforschung die Hüter der Weisheit, die Hüter des Menschenfortschrittes genannt.

Solche Hüter des Menschenfortschrittes hat es immer gegeben. Es gibt sie auch heute noch. Diese großen Individualitäten, diese Persönlichkeiten, die heute auf einer Stufe des Daseins angekommen sind, wohin die Mehrzahl der Menschheit erst in einer fernen, fernen Zukunft kommen wird, waren auch in den vorchristlichen Zeiten, in den zwei ersten Vierteln der Menschheitsentwickelung vorhanden. Sie leiteten die Welt, sie waren die Behüter der Menschheit und brachten Ordnung und Zusammenhang in die Menschheit.

Wo hatten jene Leiter des Menschengeschlechts ihr Wissen, ihre Weisheit her? Und worin bestand diese Weisheit?

Man leitete das Sichtbare durch das Unsichtbare, das Sinnliche durch das Übersinnliche. Man leitete die materiellen Zusammenhänge durch dasjenige, was im Materiellen unsichtbar schlummert.

Schlummert es im Materiellen unsichtbar? Ein einfaches Nachdenken kann Sie davon überzeugen. Sehen Sie hinauf zur Wolke. Sie erscheint Ihnen hell und dunkel. Sie kündigt Ihnen ein Gewitter an. Und während Sie noch hinaufsehen, zuckt der Blitz durch die Wolke, rollt der Donner. Wo war der Blitz, wo war der Donner? Sie schlummerten, sie schliefen als verborgene materielle Kräfte.

So wie Blitz und Donner schlummerten, so schlummern noch eine Menge verborgener Kräfte in dem Sichtbaren als Unsichtbares, in dem Sinnlichen als Übersinnliches.

So wie unsere ganze äußere Kultur im Grunde genommen dahin gekommen ist, wo sie ist, dadurch daß der Mensch gelernt hat, die einfach in der Materie schlummernden Kräfte und Fähigkeiten zu wecken, so kommt die große geistige Kultur davon her, daß die Hüter der Menschheit imstande sind, die im Sinnlichen schlummernden übersinnlichen Kräfte, die im Irdischen schlummernden überirdischen Fähigkeiten zu erwecken und das Niedere durch das Höhere zu beherrschen vermögen.

So wie der Baumeister die Anziehungskräfte der Erde benützt, um auf die Säule den Balken zu legen, also eine in der Materie schlummernde Kraft benützt, um durch die verschiedene Kombination von Säulen und Balken unsere Gebäude aufzuführen, und wie der Elektriker unsere Motoren und andere elektrische Apparate mit der unsichtbaren elektrischen Kraft beherrscht, so beherrschen die Hüter der Weisheit und des Menschheitsfortschrittes die irdischen Kräfte durch dasjenige, was nicht sinnlich in der Welt vorhanden ist.

Das Sichtbare wird nicht durch das Sichtbare beherrscht, sondern durch das Unsichtbare.

Nicht derjenige ist weltfremd, der sich erheben wird durch das Unsichtbare über das Sichtbare, sondern derjenige, der am Sichtbaren hängenbleibt.

Der wahre Wirklichkeitsmensch ist der, welcher die Welt beherrscht durch das, was in ihm schlummert, damit er die Wirklichkeit gestalten, aufbauen und in den Dienst des Menschheitsfortschrittes stellen kann.

So wie der Baumeister und der Elektriker die in der Materie schlummernden Kräfte benützen, um Häuser zu bauen, um mechanische Kultur zu schaffen, so benützen die großen Hüter der Weisheit und des Menschheitsfortschrittes die im Menschentum liegenden Kräfte, um die Menschen selbst zu ihrem Ziele zu führen, um dasjenige, was in der Außenwelt chaotisch durcheinanderwirbelt, zu gliedern und ihm Bedeutung zu geben.

Niemals war die Fortentwickelung von der instinktiven, dann gesetzmäßigen [verstandesmäßigen] Periode herauf bis zu der unsrigen sinnlich. Das aber mußten die weisen Hüter der Menschen erst erfahren, erst erlebt haben, sie mußten davon ganz durchdrungen sein, nicht aus blindem Glauben, nicht aus vagen Überzeugungen, sondern aus geistiger Erfahrung heraus.

Sie mußten sich klar darüber sein, daß es ein Übersinnliches gibt, ein Übersinnliches in und außer dem Menschen, daß das, was sich abspielt zwischen Geburt und Tod, nur die eine Seite unseres Daseins ist und daß es einen Wesenskern gibt, der hinausreicht über Geburt und Tod, daß es im Menschen etwas gibt, was umfassender als alles Sinnliche ist, was der Schöpfer der Gestalt und der Erhalter alles Sinnlichen ist, und dies nicht etwa aus einer Vermutung, sondern aus der unmittelbaren übersinnlichen, ewigen Anschauung heraus.

Aus dieser Anschauung heraus mußten die Hüter der Menschheit handeln, dann aus der Erkenntnis heraus, daß der Tod zu besiegen ist, daß ein Bewußtsein zu erringen ist, daß es etwas gibt, was den Tod als ein Ereignis wie andere Ereignisse im Leben erscheinen läßt. Nur aus einer solchen Erfahrung heraus erwächst dem Menschen die Kraft, das Sinnliche aus dem Übersinnlichen, das Sichtbare aus dem Unsichtbaren heraus zu beherrschen.

Soll ich also mit wenigen Worten sagen, worin das große Geheimnis derjenigen, die wir die großen Hüter der Menschheit nennen, bestand, so muß ich sagen, diese Hüter der Weisheit und des Menschheitsfortschrittes wußten, daß es im Menschen etwas gibt, das den Tod besiegt. Sie mußten hinter die Kulissen des Daseins, hinter die Regionen des Daseins sehen, die der Mensch betritt, wenn er durch die Pforte des Todes geschritten ist.

Das, was hinter dem Sinnlichen liegt, mußte ihnen durch die Erfahrung zugänglich sein. Und dieses hinter der sinnlichen Welt Liegende lernten sie kennen in den sogenannten Einweihungstempeln, in den Einweihungstempeln der alten ägyptischen Priester und Geheimlehrer, in den Schulen der eleusinischen und anderer griechischer Einweihungstempel.

Diejenigen, welche reif waren, diese Überzeugungen sich zu erwerben, wurden in diese Geheimnisse eingeweiht. Nur mit wenigen Worten alles übrige wird in den nächsten Vorträgen herauskommen kann ich andeuten, was in diesen Einweihungstempeln, in diesen hohen Schulen des geistigen Lebens den Menschen überliefert worden ist.

Nur wenige, einzelne Auserlesene, konnten in solcher Weise, unmittelbar durch die Schau, teilhaftig werden an dem höheren geistigen Leben.

Von einem solchen, der Anteil genommen hat an der geistigen Welt, weil er sie geschaut hat, sagte man, er ist selig.

Die Menge hatte keinen andern Anteil als den an den Verkündigungen solcher Schauenden, solcher Eingeweihten.

Da trat das Christentum auf, und durch das Christentum wurden diese ganzen Verhältnisse anders.

Darin liegt die ganze Tiefe der Umwandlung, welche durch das Christentum in der Menschheit bewirkt worden ist. Sie ist ausgedrückt in einem gewaltigen Wort, und das heißt: «Selig sind diejenigen, die da glauben, auch wenn sie nicht schauen.»

Das Geheimnis des Christentums liegt in diesem Wort, und wir verstehen es nur, wenn wir es möglichst wörtlich nehmen. Was heißt es? Wir wissen, daß derjenige, welcher in einem Einweihungstempel die Einweihung erfahren hatte, wußte, daß er den Tod besiegte, daß er die Grablegung mitmachte und selig geworden ist durch die Schau.

Nun kam eine große Individualität, die auf dem äußeren Plane der Geschichte vor aller Augen, so weit diese Augen es sehen wollten oder es durch den Glauben, durch die Vereinigung mit der einzigartigen Persönlichkeit aufnehmen konnten, dieses große Ereignis, das sich für die Eingeweihten in dem tiefen Dunkel der Mysterientempel so oft abgespielt hatte, einmal äußerlich auf dem geschichtlichen Plane vollzog. Das war das Ereignis, das sich im Jahre 33 in Palästina abspielte.

Das, was bis dahin mehr oder weniger symbolisch in den Tiefen der Tempel empfangen und gehütet worden ist, das war jetzt historische Wahrheit, geschichtliche Wirklichkeit auf der großen Bühne des Lebens geworden. Das muß man verstehen, denn das ist wichtig.

Ich habe wirklich mit vollem Bedacht meine kleine Schrift über das Christentum nicht: «Die Mystik des Christentums» betitelt, sondern «Das Christentum als mystische Tatsache». Ich wollte nicht das Mystische des Christentums darstellen, sondern das Christentum selbst sollte als mystische Tatsache verstanden werden. Das ist es, worauf es ankommt.

Jetzt haben wir ein Ereignis vor alle hingestellt, welches ausspricht vor allen Menschen, daß der Tod zu besiegen ist und daß es im Geiste ein Leben gibt, das über allen Tod hinausreicht, denn der Einzige hatte den Tod besiegt. Er hatte dasjenige, was die Eingeweihten als ihre Erfahrung in den Mysterien erlebt haben, vor aller Augen dargelebt.

Jetzt brauchte man nicht mehr ins Mysterium hineinzugehen, um zu schauen, jetzt konnte man glauben und sich verbunden fühlen mit demjenigen, der in der physischen Welt das große Ereignis vom Siege des Lebens über den Tod dargelebt hat. Jetzt konnte man glauben, wenn man auch nicht schaute. Derjenige versteht die religiösen Bücher richtig, der sich wieder aufringt zu einem wörtlichen Verstehen. Das Schauen bedeutet nämlich wörtlich das Schauen in den Mysterien, und das Glauben ist der Glaube an die Tatsache der Besiegung des Todes durch das Leben, das Christus uns dargestellt hat.

So dürfen wir sagen, daß die größte Weisheitslehre des Christentums die ist, daß die Weisheitslehre der verschiedenen Religionen im Christentum zur Tatsache geworden ist.

Quelle: https://anthrowiki.at/GA_54 S. 260 ff

Gegner der Demokratie in den USA

Die Kräfte, die gegen die Demokratie sind, gibt es seit langem, wahrscheinlich sogar schon immer. In den 1960er kam es zu einer wachsenden Politisierung von, vor allem jungen, Menschen. Viele Menschen fanden ihren persönlichen Weg zur Arbeit für die Gemeinschaft, zum Einsatz für die Demokratie, zum Engagement für Frieden. 

Die Gegner dieser Kräfte, so interpretierten sie selbst diese Entwicklung, waren wohl für einige Zeit etwas nachlässig im Unterdrücken dieser Kräfte geworden. Sie riefen zum gemeinsamen, vereinten Gegenschlag gegen die Demokratisierungsbestrebungen auf. 

Zwei Veröffentlichungen dieses Geistes nennt Noam Chomsky in folgendem Interview.

Noam Chomsky on How Businesses Sought to Destroy the Democratic Movements of the 1960s

Den genauen Wortlaut, den Chomsky zitiert, kann man hinter dem Link zum pdf Dokument eines der Bücher auf Seite 171 nachlesen.

https://scholar.google.com/scholar_lookup?title=The%20Crisis%20of%20Democracy.%20Report%20on%20the%20Governability%20of%20Democracies%20to%20the%20Trilateral%20Commission&author=Michel%20J..%20Crozier&author=Samuel%20P..%20Huntington&author=Joji.%20Watanuki&publication_year=1975

 Hier die besagte Stelle als Auszug:








Ein Meister der Liebe - von Herbert Hahn

Durch die Länder der untergehenden Sonne wanderte vor Zeiten ein Mann, der viel von sich reden machte. Man erzählte sich Wunder über Wunder von seinem Wirken, den Meister der Liebe nannte man ihn. Es war und blieb eigen, daß man nie wußte, wo er gerade weilte. Er tauchte geheimnisvoll auf und verschwand geheimnisvoll. Meist begleitete ihn einer der eifrigeren Schüler.

Ein Edelmann, dem weniger an seinem Namen, als an seinem Werden und Wachsen lag, wollte den Meister der Liebe kennen lernen. Viel Mühe und viele Mittel hatte er schon ans Lernen gewandt. Nie scheute er auch viele Mittel und Mühe, die Fährte des Meisters der Liebe zu suchen. Er suchte fast drei Jahre, von Land zu Land, rastlos. Eines Abends kam er in ein Dorf, wo er hörte, wenige Stunden zuvor sei der Meister der Liebe dagewesen. Er habe zuletzt den Acker einer armen Witwe zum Gedeihen gesegnet; nun sei er in der Richtung der nahen Waldkapelle fortgezogen.

Obwohl es schon dunkel werden wollte, nahm der Edle rasch Abschied, sprang auf sein Roß und sprengte dem Walde zu. Bald stieß er auf zwei Wanderer: einen ehrwürdigen Greis mit klarem, tiefem Blick, einen Jüngling unscheinbaren Gesichtes, unscheinbarer Kleidung, aber sehr gerader Haltung. Der Edle sprang vom Pferd, verneigte sich tief und sprach: »Darf ich den Meister der Liebe grüßen? Ist mir verstattet, ihn zu begleiten?«

Der Greis antwortete nicht. Er winkte still, aber freundlich mit der Hand, während der Jüngling regungslos dastand. Der Edle freute sich des bescheidenen Gebarens. Gerne wollte er der Hand dieses Greises folgen. Er verehrte ihn schon lange, nun fand er ihn liebenswert. Er nahm sein Pferd an den Zügel und schritt neben den beiden Wanderern einher, der hereinbrechenden Nacht zu. Es war ihm peinvoll, ein Pferd zu haben, während seine Begleiter so arm durch die Welt zogen.

Da begegnete ihnen ein Bettler. Der Alte reichte ihm die Hand und schenkte ihm einen Kreuztaler. Der Jüngling blieb stumm stehen. Dem Edlen kam ein schöner Gedanke. Er ging auf den Bettler zu und bot ihm sein Pferd zum Geschenk. Hocherfreut nahm jener die Gabe des Edlen an. Als der Bettler das Pferd davon führte, murmelte der Alte ein Wort des Lobes. »Das war mein erster Unterricht beim Meister der Liebe«, dachte der Edle erfreut, »das Weitere wird schon kommen.« Eins nur war ihm befremdlich: Der Jüngling zuckte die Achseln.

Sie kamen bald an die Waldkapelle. Dicht dabei war ein Buschwächterhaus. Der Wächter war gestorben, Frau und Tochter aber wohnten noch im Haus. Sie erlaubten den Fremden, zu übernachten. Diese machten dafür am Morgen Holz klein und trugen Wasser herbei. Der Jüngling grub noch einige Beete im Garten um. Sie machten sich dann auf den Weg. Des Buschwächters Töchterlein brachte zum Abschied Veilchen, jedem Wanderer einen Veilchenstrauß. Dann winkte sie den Fremden nach. Schon beim nächsten Schritt warf der Jüngling sein Sträußlein hinter sich. Und wieviel das Mädchen auch winkte, er schaute kein einziges Mal zurück.

Der Alte blickte den Jüngling verwundert an, sagte aber nichts. »Der Grobian«, dachte der Edle. »Und so etwas tut er beim Meister der Liebe?« Mittags kamen sie an ein Nonnenkloster. Dessen Vorsteherin war weit und breit berühmt wegen ihrer Sanftmütigkeit. Niemand erinnerte sich, daß je ein böses Wort über ihre Lippen gekommen war. Die gütige Vorsteherin ließ die Fremdlinge mit herrlicher Speise laben. Auf die Bitte des Edlen führte sie sie dann noch durch die einfachen und doch so stimmungsvollen Gemächer. »Hier das Zimmer meiner Andacht«, sagte sie leise. Sie wies in einen kleinen, matt erhellten Raum. Das Sonnenlicht brach sich in einer zartgoldenen Fensterscheibe. In ihrem Rahmen lächelte holdselig ein wundersames Bildnis der heiligen Cäcilia. Alle traten scheuen Schrittes ein. Der Jüngling stolperte voran. Er wollte mit dem Stab gegen die Scheibe weisen, glitt aus und fiel ins Fenster. Scheiben klirrten zu Boden, die anderen schrien auf. »O, es ist Glasl« rief er gleichsam befriedigt.

Die greise Führerin bebte. Tränen traten ihr in die Augen, Röte schoß ihr ins Gesicht. »Nehm' sich der Flegel besser in achtl Verzeih ihm Gott die Sündel« Und schluchzend wandte sie sich zum Alten: »Das ist das Bild, vor dem ich seit vierzig Jahren täglich gebetet habe.« Der Alte war betreten. Aber er zuckte nur mit den Achseln.

Dem Edlen brannte sein Stab in der Hand. Aber er schaute immer nur den alten Mann mit dem klaren, tiefen Blick an. Als jener tief demütig die Hand der Vorsteherin küßte, dachte er: »Welch ein Meister der Liebe ist er doch. Ja, bei ihm werde ich wahrhaft groß!« Als sie aber wieder auf dem Wege waren, nahm er den Alten ein wenig bei Seite und flüsterte ihm zu: »Ihr sollt doch euren Begleiter da etwas weniger verziehen!« Der Alte schüttelte den Kopf.

Am Abend kamen sie in die Stadt. Sie gingen zu einem Arzte, der eben ein großes Buch vollendet hatte. Er hieß, fremden Besuches viel gewohnt, die drei herzlich willkommen. »Übernachten könnt ihr in meiner Studierstube, wenn euch der Staub nicht zu dick ist.« Der Alte lächelte: »Wir kommen von der Landstraße.«

Bald war er in tiefem Gespräch mit dem Arzte, die andern hörten zu. Sie hörten, wie der Greis erzählte von der Wirkung der im Frühling blühenden Pflanze, von der Wirkung der im Herbst blühenden, von einfachen Kräutern, die nur bei gewisser Mondstellung heilkräftig werden, von hundert Geheimnissen des innigen Verbundenseins von Pflanze und Mensch. Der Arzt hörte andächtig zu. Er schrieb sich Bemerkungen auf. Er hatte einen Packen von Blättern schon zum Buch gefügt; jetzt band er sie auf und schrieb hier und schrieb dort, während der Alte freudig erzählte. »Ein Meister der Liebe und des Wissens!« so staunte unser Edler.

Da es noch nicht weit im Jahr war, und der Abend kühl wurde, machte man im Kamin ein Feuer. Man wollte den Duft junger Blüten atmen, und so blieb ein Fenster offen. Der Alte erzählte, der Arzt schrieb; die anderen hörten zu. Niemand schien zu merken, wie am Abendhimmel eine dunkle Wolke heraufkam. Plötzlich fuhr ein Windstoß ins Zimmer und packte einige Blätter. Jäh wirbelten sie in den Garten hinaus. Der Arzt, der Alte, der Edle, alle drei stürzten nach in den Garten. Ein Regenguß war nah. Weh, wenn die kostbaren Blätter verwischt oder zerfetzt würden. Immer stärkere Stöße folgten. Alle haschten und haschten. Niemand merkte, daß der Jüngling im Zimmer blieb.

Endlich gelang es, alle Blätter zu fassen. »Das hätte bös werden können«, sagte der Arzt atemlos. Glücklich traten die drei wieder in die Stube. Aber wie taumelten sie zurück, als ihnen dicker Qualm entgegenschlug. Ein Windstoß hatte die übrigen Blätter gepackt und zum Kamin geweht. Einige Fetzen, verkohlt und verschrumpft, flogen im Zimmer herum. Ein dickes Bündel glühte über dem Holz. Der Jüngling stand vor dem Kamin, hielt seinen Mantel ausgebreitet, daß ja kein Blatt ins Zimmer fliege. Der Arzt sank ohnmächtig nieder. Der Greis war erschüttert. Er schloß das Fenster und legte dem Ohnmächtigen ein nasses Tuch auf die Stirn. Der Jüngling trat zu dem Ohnmächtigen und hielt einen Augenblick seine Hand auf dessen Stirn. Der Arzt erwachte. »Hab Dank!«. »Nicht diesem, nicht diesem«, schrie der Edelmann auf. »Er hat ja - -.« Er konnte nicht vollenden. Der Alte packte ihn am Arm und zog ihn hinaus. Bald waren sie wieder im Wald. Als die ersten Bäume sie umfingen, blieb der Edle stehen.

»Meister der Weisheit, das ist zu viel. Der steht dabei, läßt ein Lebenswerk verbrennen und schämt sich nicht des Dankes. Herr, wie kannst du es dulden?

Treib ihn fort, der nicht wert ist, dein Schüler zu sein. Oder ich muß dich noch heute verlassen.« Der Alte schrak zusammen. Dann raunte er: »Herr, halt an. Nicht er der Schüler. Ich - - nur Schüler. Er - - der Meister der Liebe.« Der Edle glaubte zu träumen. »Jener - - - der Meister der Liebe?«

Ihm schwindelte. »Herr, wenn das Liebe ist und du der Schüler dieser Liebe bist, dann bin ich toll oder die Welt. Ich sehe, man hat meiner gespottet: Ich scheide, noch jetzt.« Er wollte sich zum Gehen wenden.

Der Jüngling trat vor. »Nimm noch den Sinn!« Sein Gesicht war verwandelt.

Sein Auge strahlte sonnenstark. Sein ganzes Wesen atmete Gnade. Der Edle verstummte. Als der Alte diese Veränderung sah, flüsterte er ihm zu: »Glaubst du bald, daß ich nicht zu alt bin, jenes Meisters Schüler zu sein?«

Da die beiden andern sich setzten, ließ sich auch der Edle nieder. Der Jüngling sprach. »Du wunderst dich dessen, was du heute sahst? Und dennoch tat ich Schwacher nur Dienste der Liebe.

Daß ich den Veilchenstrauß von mir warf, hatte guten Grund. Das Mädchen, welches einem anderen die Treue gelobt, hatte Liebe zu meiner Gestalt gefaßt. Hätte ich nur einmal noch umgeschaut, sie hätte in einem einzigen Blick ihre Treue verloren, für immer. So war ich hart im Dienste der Liebe. Die Vorsteherin des Klosters war ganz umgarnt von süßlicher Frömmigkeit und versteckter Eitelkeit. Die Menschen hielten sie keines Vergehens mehr fähig. Sie sagten, sie sei selbst ein Engelwesen geworden, der heiligen Cäcilia gleich, vor der sie täglich kniete. Da deckte ich ihr die Teufelsfratze in ihrer Seele auf. Da machte ich frischen Zug und wurde tölpelhaft aus Liebe. Der Arzt lief Gefahr, über seinem Buchschreiben einzuschlafen. Bücherschreiben ist ihm nichts Neues. Das konnte er schier, als er noch in der Wiege lag. Aber dies Leben verlangt Neues von ihm. Es berief ihn zum Heiler. Drum ließ ich das Buch, das ich hätte retten können, ruhig verglimmen. Ich faßte die verbrannte Weisheit in dem Worte seines neuen Lebens zusammen und legte ihm dieses Wort aufs Haupt. Es wird in seinem Haupte wurzeln, in seinem Herzen blühen. Er wird noch morgen einem Kranken, den er nicht mehr besuchen wollte, das Leben retten; er wird heilen. Und in der Todesstunde wird er den Frühlingsabend segnen, an dem sein Buch verbrannte! So war ich ein Narr - auch aus Liebe. Hier ist der Sinn. Sein schwacher Diener bin ich nur.«

Der Greis neigte ergriffen das Haupt: »Mein Meister, mein Meister!«

Der Edle stand auf. Für ihn begann ein neues Leben. »Ich danke dir. Ein halbes Leben hab ich mich bereitet, drei Jahre suchte ich, einen Tag schaute ich. Nun gehe ich; für den Rest meiner Jahre hab ich genug zu tun.« Der Jüngling reichte ihm die Hand und hielt sie lange. »Geh nur und wirke. Doch bedenke dein Wirken, bis du heimreitest.«

Noch einmal staunte der Edle. »Ich - heimreiten? Gab ich nicht mein Pferd gestern abend hin im Anfangsunterricht der Liebe?« »Der Liebe? Ich sehe, mein neuer Freund wird den Sinn dieses Wortes noch länger suchen, als ich dachte. Der Bettler, dem du dein Pferd gabst, war ein schwerer Verbrecher.

Dein Roß war ihm willkommen zur Flucht vor dem Tod. Aber jetzt hängt er schon am Galgen. Man faßte ihn, als er im Wirtshaus Branntwein bestellen wollte für einen blinkenden Kreuztaler. Es war das Wirtshaus, wo man dir meine Spur wies. Geh nur dorthin, dort steht dein Pferd, angebunden an der Krippe. Geh in Frieden, mein Freund: ich sehe gute Frühlingswege für Reiter und Roß.«

Der Edle ging. Ein Stück Weges begleitete ihn der Alte, der so jung war im Lernen. Es war ganz still geworden. Als sie an den Waldsaum kamen, sahen sie, wie junges Mondlicht und Sternenglanz auf die Straße fielen. Der Duft kommender Blumen hob den Busen der Erde. »Wandre zu in den Frühling«, sagte grüßend der Alte. Der Edle ging. Jeder Schritt sprach ein Wort:

Ja, Frühling, jetzt kenn ich dich,
dich kenn ich seit heute,
dich, der du Sturm bringst, und Blüten im Sturm.
Du selber - ein Meister der Liebe !

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Herbert Hahn aus: Das goldene Kästchen. Erzählungen, Legenden, Märchen. Stuttgart 1981. 160 S. (Herbert Hahn gehörte 1919, zusammen mit Rudolf Steiner zum Gründungskollegium der ersten Waldorfschule in Stuttgart.)

Der Schönheit standhalten

Er warf das tote Tier in eine chinesische Vase, die hinter seinem Sessel stand, und lehnte das Gewehr an die Wand. "Nun seien Sie kein stummer Fisch, sprechen Sie zu mir! Klären Sie mich auf, befriedigen Sie meine Neugier, erzählen Sie von der seltsamen Welt, aus der Sie kommen! Besteht es noch, das gute, alte Menschengeschlecht? Oder haben die Gespenster des Unwirklichen es schon verschlungen? Die Geister jenes heraufdämmernden Reiches der Simulation und Künstlichkeit, in dem nur der farbige Abglanz einer aufgegebenen Wirklichkeit, eines vergessenen Ursprungs, die Reproduktion der Reproduktion besteht, und alles Echte, Große und Ursprüngliche im Mistkübel der Gier, der Beliebigkeit und Verblödung landet und der Mensch, ein armseliger Homunkulus, ausgeweidet und entbeint, sich nur mehr rasend und sinnlos im Kreise dreht?
Nebenbei bemerkt, haben Sie einen ganz miserablen Schneider, junger Freund, Sie sollten sich unbedingt einen neuen suchen!"
Der Schreck, der mir durch den Gewehrschuss in die Glieder gefahren war, hatte meine Aufmerksamkeit für einen Augenblick wiederhergestellt, aber erneut musste ich nach der schönen Marquise sehen, meine Augen tasteten ihr Gesicht ab, die schmale, wohlgeformte Nase, den schönen Mund, der an die ausgebreiteten Schwingen eines nächtlichen Vogels erinnerte, und plötzlich war mir, als blinzelte sie mit einem Auge ...
"Oh, ich sehe, Sie sind ganz versunken in das Bildnis unserer lieben Marie-Élisabeth!" sagte da Amadé, und seine Stimme hatte einen hämischen Unterton.
"Nun, sie war eine sehr anziehende Frau, und Sie sind gewiss nicht der erste, der dies bemerkt. Hören Sie auf mich, und lassen Sie ab von ihr, machen Sie sich nicht unglücklich!
Gehen Sie zurück in Ihr Zimmer!
Mit welcher Kraft wollen Sie, der Sie aus dieser fellachischen, dem Geld und Stumpfsinn wahnhaft verfallenen, auf alles Erhabene verzichtenden Welt stammen, mit welcher Kraft also wollen Sie der Macht wahrer Schönheit standhalten? ..." Sie lächelte mich an!
Sie bewegte ihren Arm und nahm ihn von der Tastatur!
Sie schüttelte ihren Kopf, und ich war nahe daran, vom Stuhl zu sinken.
Tonlos sagte ich einen Satz, der gewiss nicht zum besten gehörte, was ich in meinem Leben von mir gegeben habe. "Mit der Kraft der Liebe, Monsieur!"

Ulrich Tukur, Die Spieluhr, Berlin 2013, S. 68f

Wir stricken unsere Realität

„Opa, kann ich dich fragen, warum ich dich jeden Nachmittag auf dieser Bank auf dem Platz sitzen sehe und du in Richtung Sonne lächelst?“
Der alte Mann senkte langsam den Kopf, hielt kurz inne, sah ihn mit großer Zärtlichkeit an und antwortete mit großem Frieden: "Ich stricke".
Der Junge lächelte. "Wie strickt man ohne Wolle und Nadeln Großvater?" "Ich stricke Realitäten", sagte der alte Mann.
"Es mag so aussehen, als würde ich hier nichts tun", fuhr er fort, "aber indem ich ruhig bleibe, lasse ich mein Herz eine harmonische Umgebung schaffen. Ich segne auch alle, die an diesem Platz vorbei kommen, mit meinen Gedanken und Absichten, damit sie den besten Tag haben. So stricke ich. Ich grüße sie immer mit Liebe, ich lächle sie offen an, und wenn ich sie traurig sehe, hebe ich meinen Stock und sage: Komm schon, das wird schon wieder. Ich bitte auch die Vögel mir dabei zu helfen, ihnen Kraft durch ihren Gesang zu geben, weil ihre wunderbaren Klänge revitalisieren und heilen". Der Junge war absolut erstaunt. Er konnte nicht glauben, was er hörte.
"Bei dieser leuchtenden Aufgabe, der Erschaffung einer harmonischen Umgebungen beizutragen, bin ich nicht alleine", bemerkte der Alte. Er breitete seine Arme aus und rief:
„Sieh dir die Schönheit an, die die Bäume ausstrahlen. Rieche den wundervollen Duft, den die Blumen mit uns teilen, ohne etwas dafür zu verlangen. Schau dir die unermüdliche Arbeit dieser Bienen an und sieh, wie frei die Hunde spielen. Fühle, wie der Wind dich streichelt. Die Existenz strickt auch, auf ihre Art. In meinem Fall stricke ich gerne mit Lichtfäden, deshalb öffne ich jeden Nachmittag mein Herz, damit die Sonnenstrahlen eintreten, mich streicheln und sich zusammen mit meinen reinsten Gefühlen auf dem Boden verankern, damit Mutter Erde spürt, wie sehr ich sie liebe".
Schließlich betonte der alte Mann: „Egal wie alt wir sind, wir alle können dazu beitragen, den Stoff einer bewussteren, sensibleren, solidarischen und menschlicheren Welt zu weben, indem wir unsere besten Absichten über die Grenzen hinaus reisen lassen. Wir können auch viel Liebe ausstrahlen, damit sich Wunden schließen, Herzen öffnen und jeder sein maximales Potenzial erreicht, um die transformierende Kraft einfacher Dinge zu entdecken".
Die Augen des Jungen begannen zu leuchten. Und in diesem Moment flüsterte der Junge dankbar: „Ich gehe nach Hause Opa. Ich muss das alles meiner Mutter erzählen, denn sie, die zu den Menschen gehört, die ich am meisten liebe auf dieser Welt, strickt immer noch mit Wolle und Nadel.

Anonymus

Entfernt die Tische!

"Im Verlauf der drei Monate von The Artist Is Present machte ich die unterschiedlichsten Erfahrungen – jeder Tag we eine Art Wunder. Aber der letzte Monat war besonders intensiv, und das lag vor allem daran, dass ich den Tisch hatte entfernen lassen. Seitdem er weg war, verspürte ich eine unglaublich starke Verbindung zu jedem, der sich mit gegenübersetzte. Ich hatte das Gefühl, dass die Energie jedes einzelnen Besuchers vor mir aufgeschichtet blieb, auch noch lange, nachdem die Person gegangen war."

Marina Abramović, Durch Mauern gehen, Luchterhand Literaturverlag; Deutsche Erstausgabe, Auflage 14. November 2016, S. 404

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Welche Energie fließt bei deinem Meeting?














"Am ersten Tag ohne Tisch passierte etwas sehr Merkwürdiges: Während ich dort saß, schoss mir plötzlich ein heftiger Schmerz in die linke Schulter. Als ich Dr. Linda Lancester am Abend fragte, was sie davon hielt, fragte sie mich: "War irgendetwas an der Position der beiden Stühle nicht richtig?"
Es stellte sich heraus, dass Marco, nachdem er den Tisch entfernt worden war, einen seiner Scheinwerfer anders ausgerichtet hatte, um eine Spiegelung zu vermeiden – und dies Verschiebung hatte dazu geführt, dass die Schatten der Beine des mir gegenüberstehenden Stuhls zusammenfielen und wie ein Pfeil direkt auf meine linke Schulter zeigter. Nachdem wir den Stuhl ein wenig verrückt hatten, war der Schmerz weg. Ich habe keine rationale Erklärung dafür gefunden. Aber es passieren so viele wichtige Dinge, für die es keine rationale Erklärung gibt."

Das Ich

"Sprechen wir vom Ich, vom echten. Versuchen wir es. Was ich das Ich nenne, das ist diese Bewegung, dieser Impuls, der mir erlaubt, mich der vier Elemente zu bedienen, dieser Erde, auf der ich lebe, auch meiner Intelligenz und meiner Gemütsbewegungen, sogar meiner Träume. Es ist eigentlich eine Kraft, die mir eine Macht verleiht, wie sie mir keine andere gibt: nämlich die Macht, dass ich, um zu leben, nicht warten muss, bis das äußere Leben zu mir kommt. Das Ego braucht die Dinge, die größtmögliche Zahl der Dinge (ob sie sich Geld, Geltung, Herrschaft, Beifall oder Belohnung nennen). Das Ich fragt nicht danach. Wenn es da ist, wenn es an der Arbeit ist, dann setzt es eine eigene Welt der anderen, dieser Welt der Dinge entgegen. Das Ich ist der Reichtum inmitten der Armut; es ist das Interesse, wenn alles um uns herum sich langweilt. Es ist die Hoffnung, auch wenn alle objektiven Chancen zu hoffen verschwunden sind. Aus ihm stammt die ganze Erfindungswelt der Menschen. Und schließlich ist es das, was uns übrigbleibt, wenn uns alles andere entzogen ist, wenn uns gar nichts mehr von außen zukommt und unsere Kräfte doch genügend groß sind, um diese Leere zu überwinden."

Jacques Lusseyran, Ein neues Sehen der Welt. Gegen die Verschmutzung des Ich. Verlag Freies Geistesleben, Stuttgart 1993, S. 65 ff.

Ergebenheitsgebet

Wir müssen mit der Wurzel
aus der Seele ausrotten
Furcht und Grauen vor dem,
was aus der Zukunft herandrängt
an den Menschen.

Gelassenheit in Bezug auf alle
Gefühle und Empfindungen
gegenüber der Zukunft
muß sich der Mensch aneignen.

Mit absolutem Gleichmut
entgegensehen allem,
was da kommen mag,
und nur denken, daß,
was auch kommen mag,
durch die weisheitsvolle
Weltenführung uns zukommt.

Wir haben jeden Augenblick
das Rechte zu tun
und alles andere
der Zukunft zu überlassen.
Es gehört zu dem,
was wir in dieser Zeit
lernen müssen,
aus reinem Vertrauen zu leben,
ohne jede Daseins-Sicherheit,
aus dem Vertrauen
in die immer gegenwärtige Hilfe
aus der geistigen Welt.

Wahrhaftig,
anders geht es heute nicht,
wenn der Mut nicht sinken soll.
Nehmen wir unseren Willen
gehörig in Zucht
und suchen wir die Erweckung
von innen jeden Morgen und Abend:

Was auch immer kommt,
was mir die nächste Stunde,
der nächste Tag bringen mag:
ich kann es zunächst,
wenn es mir ganz unbekannt ist,
durch keine Furcht ändern.
Ich erwarte es mit vollkommenster innerer Seelenruhe,
mit vollkommener Meeresstille des Gemüts.

Durch Angst und Furcht
wird unsere Entwicklung gehemmt.
Wir weisen durch Wellen
der Furcht und Angst zurück,
was in unsere Seele
aus der Zukunft heran will.

Die Hingabe an das,
was man göttliche Weisheit
in den Ereignissen nennt;
Die Gewissheit,
dass das,
was kommen wird,
sein muss,
und dass es auch
nach irgendeiner Richtung
seine guten Wirkungen haben müsste:
das Hervorrufen dieser Stimmung in Worte,
in Empfindungen,
in Ideen,
das ist die Stimmung
des Ergebenheitsgebetes.

Es gehört zu dem,
was wir in dieser Zeit
lernen müssen:

Aus reinem Vertrauen zu leben,
ohne Daseinssicherung,
aus dem Vertrauen
auf die immer gegenwärtige Hilfe
der geistigen Welt.

Rudolf Steiner


Die Corona-Regeln

1.
Im Prinzip dürfen Sie das Haus nicht verlassen, aber wenn Sie es möchten, dann dürfen Sie es schon.

2.
Masken sind nutzlos, aber Sie sollten unbedingt eine tragen, denn sie kann Leben retten.

3.
Alle Läden sind geschlossen, ausser die, die geöffnet sind.

4.
Dieses Virus ist tödlich, aber dennoch nicht allzu beängstigend, außer dass es eventuell zu einer globalen Katastrophe führt, bei der dann sehr viele sterben.

5.
Jeder muss ZUHAUSE bleiben, aber es ist wichtig auch RAUSZUGEHEN, besonders bei Sonnenschein, aber es ist besser, nicht rauszugehen, außer natürlich für Sport, aber eigentlich NEIN ...

6.
Es gibt keinen Mangel an Lebensmitteln im Supermarkt, aber es gibt viele Dinge, die fehlen und andere sind zur Zeit nicht da.

7.
Das Virus hat keine Auswirkungen auf Kinder, außer auf diejenigen, auf die es sich auswirkt..

8.
Tiere sind nicht betroffen, aber es gibt immer noch eine Katze, die im Februar in Belgien positiv getestet wurde, als sonst noch niemand getestet wurde, plus ein paar Tiger hier und da und selten Hunde, eigentlich keine Hunde, aber manchmal doch auch schon ...
Jegliche Oberflächen, ausser das Fell ihres Haustieres, können die Krankheit natürlich übertragen.

9.
Sie werden viele Symptome haben, wenn Sie krank sind, aber Sie können auch ohne Symptome krank werden, Symptome haben, ohne krank zu sein, oder ansteckend sein, ohne Symptome zu haben, sowie visa versa.

10.
Man kann nicht in Altersheime gehen oder seine Grosseltern besuchen, aber man muss sich um die Alten kümmern und am besten Lebensmittel und Medikamente mitbringen.

11.
Das Virus bleibt auf verschiedenen Oberflächen zwei Stunden lang aktiv, nein vier, nein sechs, nein, habe ich Stunden gesagt, vielleicht Tage? Aber es braucht eine feuchte Umgebung. Aber eigentlich nicht unbedingt.
Das Virus bleibt eigentlich nicht in der Luft, aber öfter mal schon. Vor allem in einem geschlossenen Raum..
Es handelt sich hier grundsätzlich nicht um Schmierviren aber eine Schmierinfektion wäre möglich.

12.
Wir sollten so lange eingesperrt bleiben, bis das Virus verschwindet, aber es wird nur verschwinden, wenn wir eine kollektive Immunität erreichen, also wenn es zirkuliert..
Dafür dürfen wir nicht zuviel eingesperrt sein, deswegen bleiben sie besser die meiste Zeit über Zuhause.

13.
Sollten Sie erkrankt gewesen sein, werden Sie möglicherweise später wieder erkranken, dazwischen sind Sie aber immun.

14.
Goldene Regel: Benutzen Sie ihr Gehirn und wenn nicht, halten sie einen enorm großen Vorrat an Mehl, Hefe, Nudel und Toilettenpapier bereit - das wird helfen.

In diesem Sinne ...
Nehmt euch das zu ♥️.
Das wird Euch retten.
Oder auch nicht.

Botschaft vom Weißen Adler

Botschaft vom Weißen Adler, nordamerikanischer Hopi-Indianer, vom 16. März 2020

Der Augenblick, den die Menschheit jetzt durchlebt, kann als ein Portal und als ein Loch gesehen werden.

Die Entscheidung, in das Loch zu fallen oder durch das Portal zu schreiten, liegt bei dir.

Wenn du das Problem bedauerst und 24 Stunden täglich Nachrichten konsumierst, mit wenig Energie, ständig nervös, pessimistisch, wirst du ins Loch fallen. Aber wenn du diese Gelegenheit nutzt, um einen Blick auf dich selbst zu werfen, Leben und Tod neu zu bedenken, gut für dich und andere zu sorgen, wirst du das Portal durchschreiten.

Sorge gut für dein Zuhause, für deinen Körper. Verbinde dich mit deinem geistigen Zuhause.

Wenn du für dich selbst gut sorgst, sorgst du auch für alles andere. Verpasse nicht die spirituelle Dimension dieser Krise; schaue wie ein Adler, der von oben auf das Ganz schaut und mehr Weitblick hat.

Diese Krise ist eine gesellschaftliche Herausforderung, aber auch eine spirituelle. Beide gehen Hand in Hand. Ohne die gesellschaftliche Dimension stürzen wir ab in Fanatismus. Aber ohne die spirituelle Dimension stürzen wir ab in Pessimismus und Sinnlosigkeit.

Nimm deinen Werkzeugkasten. Nutze alle Werkzeuge, die du zur Verfügung hast. Für diese Krise wurden sie vorbereitet.

Lerne von den indianischen Ureinwohnern und den afrikanischen Völkern das Standhalten: Wir wurden immer und werden noch ausgerottet. Aber wir haben nicht aufgehört zu singen, zu tanzen, ein Feuer zu entzünden und Spaß zu haben. Fühle dich nicht schuldig, wenn du in dieser schwierigen Zeit glücklich bist.

Es hilft gar nichts, traurig und kraftlos zu sein. Hilfreich ist, wenn jetzt gute Dinge aus dem Universum kommen. Das Standhalten besteht in Freude. Und wenn der Sturm vorüberzieht, wird jeder einzelne von euch sehr wichtig sein, um diese neue Welt wieder aufzubauen.

Du musst wohlauf und stark sein. Und dafür gibt es keinen anderen Weg als eine schöne, freudige und lichte Schwingung aufrechtzuerhalten. Das hat nichts mit Verrücktheit zu tun.

Es ist eine Strategie des Standhaltens.

Darin liegt die Aufgabe:
Erlaube dir, diese Zeit zu nutzen, um deine Rituale der Visionssuche durchzuführen. Welche Welt möchtest du für dich selbst erbauen? Im Moment kannst du dies tun: Heitere Gelassenheit inmitten des Sturmes. Beruhige dich, bete jeden Tag. Schaffe eine Gewohnheit, jeden Tag dem Heiligen zu begegnen.

Gute Dinge kommen heraus; am wichtigsten ist, was aus dir herauskommt.

Singe, tanze, halte stand durch Kunst, Freude, Vertrauen und Liebe. Halte stand.

Wir brauchen endlich saubere Corona-Daten

Ich heiße Viviane Fischer, bin Mutter von zwei kleinen Kindern und Rechtsanwältin in Berlin.
Ich habe Respekt vor dem Corona-Virus, aber ich habe auch Angst um meine und unsere wirtschaftliche und soziale Zukunft und ich habe größte Angst um unsere Demokratie.
Inzwischen gibt es viele Stellungnahmen renommierter Experten, dass Corona ähnlich (un)gefährlich ist wie eine Influenza und dass der ganze Lockdown sinnlos und sogar schädlich ist
So äußern sich öffentlich zum Beispiel
  • Professor Dr. Bhakdi, der meistzitierte Mikrobiologe Deutschlands (1)
  • Professor Ionnidis, Lehrstuhl Gesundheitsforschung, Biomedizinische Datenwissenschaft und Statistik an der Universität Stanford (2)
  • Frau Professor Dr. Mölling, ehemalige Direktorin des Instituts für medizinische Virologie an der Universität Zürich (3)
  • Professor Dr. Stefan Hockertz, Immunologe und Toxikologe (4)
  • Dr. Wodarg, Internist, Lungenspezialist und ehemaliger Amtsarzt (5)
  • Der Präsident der Bundesärztekammer Dr. Montgomery (6)
Die Datenbasis stimmt nicht.
  • In seine Corona-Statistik nimmt das RKI alle corona-positiv Verstorbenen auf, unabhängig von der konkreten Todesursache.(7) Viele haben aber schwere Vorerkrankungen. Auf andere Viren wie z.B. Influenza wird nicht getestet.
  • Es werden nur (noch) Personen mit Corona-Symptomen getestet, also infizierte ERKRANKTE. Die wahrscheinlich sehr hohe Dunkelziffer der bereits Immunisierten bleibt unberücksichtigt. Dies treibt die Sterbequote in die Höhe. Trotzdem ist die aktuell kursierende Sterberate mit 0,3-0,4 Prozent der ERKANKTEN Infizierten gering. Wahrscheinlich liegt die echte Gesamtsterblichkeit im Promillebereich. (8)
  • Der immer noch nicht validierte Test produziert eine Vielzahl von falsch-positiven Ergebnissen. Nach einer chinesischen Studie liegt die Übertragungsrate wohl tatsächlich bei 19,6 % statt 80%. (9)
Jeden Tag sterben in Deutschland 2500 Menschen, dies ist unsere normale Sterberate. Eine Übersterblichkeit ist bei unter 200 statistischen Corona-Toten in 18 Tagen absolut nicht gegeben.
In Italien wirken viele Sonderfaktoren: 6000 Intensivbetten für 60 Mio. Italiener, überalterte Bevölkerung, hohe Antibiotikaresistenz (10), starke Luftverschmutzung. Die Corona-Toten sind im Schnitt 80,3 Jahre alt und haben fast alle 1-3 teilweise schwere Vorerkrankungen. (11) Auch die Italiener erfassen als Corona-Toten wenig zielführend jeden corona-positiv Verstorbenen. (12)
Eigentlich klingt all das nach Entwarnung.
Gleichzeitig höre ich aber von Ihnen, Frau Merkel, und aus den Medien , dass in Kürze der Kollaps unseres Gesundheitswesen droht wegen der vielen Kranken und sterbenden Menschen.
Zur Abwehr dieser Krise soll nun das Notstandsrecht ausgerufen und das Grundgesetz teilweise ausser Kraft gesetzt werden. In Dänemark dürfen ab sofort das Militär und private Wachdienste Zwangsimpfungen und Zwangsbehandlungen vornehmen. (13)
Was ist hier los? Gibt es überhaupt eine Corona-Katastrophe? Und welchen Preis zahlen wir mit dem Lockdown? Notstandsgesetze, Zangsrekrutierungen, gar noch Zwangsimpfungen? All das hat in Deutschland keinen guten Klang.
Ich will unsere Alten und Schwachen schützen, aber die Opfer, die wir jetzt alle erbringen, müssen doch auch SINN machen.
Hilferufe von Bäckern, verzweifelte Restaurantbesitzer. So viele Existenzen, die Menschen teilweise über Generationen aufgebaut haben, werden durch den Lockdown vernichtet. Viele Menschen verlieren ihre Ersparnisse, ihre Altersabsicherung, ihren Job. Kindern wird dadurch die Zukunft verbaut. Der wirtschaftliche Schaden ist enorm. Um diesen aufzufangen, sollen die EU-Länder sich nun in Höhe von 1000 (!) Milliarden Euro verschulden. (14)
Und jetzt kommen immer weitere Einschränkungen unserer Grund- und Menschenrechte hinzu. Menschen dürfen ihre Lieben nicht mehr besuchen, auch wenn diese krank sind oder vielleicht im Sterben liegen. Wie schrecklich ist das denn? Versammlungsfreiheit weg, Meinungsfreiheit eingeschränkt. Aus Italien hören wir, dass es inzwischen verboten ist, alleine zu joggen. In Frankreich patrouilliert das Militär.
All das wegen eines höchstwahrscheinlich gar nicht bestehenden Notstandes?
Ohne valide Daten und einen echten Notstand kann es kein Notstandsrecht, kein Aussetzen des Grundgesetzes und keinen Lockdown geben, der Millionen Menschen der wirtschaftlichen Existenz beraubt und eine ganze Nation sozial und psychisch schwerst beschädigt.
Wir benötigen eine sog. Baseline-Studie, um ein zutreffendes Bild zu erhalten, wie sich das Virus in der Bevölkerung ausbreitet, wie hoch die Immunität schon ist und welche Sterbequote tatsächlich vorliegt. Bei einer Baseline-Studie wird eine demographisch repräsentative Gruppe wiederholt getestet, um die Ausbreitungsgeschwindigkeit und die Aggressivität des Virus sicher feststellen zu können.
Frau Merkel, veranlassen Sie diese Studie!

Begründung

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Viviane Fischer aus Berlin 
 

Freies Friedensgebet

Liebe Freunde

in diesen zeitlosen Tagen
trauer und bete ich,

um alle Toten des Coronavirus
und für alle Erkrankten
für alle, die jetzt einsam und abgeschottet in ihren Wohnungen sind,
und für alle kleinen Unternehmer, die vorm finanziellen Ruin stehen,
um alle Geflüchteten, die dieses Jahr auf der Flucht gestorben sind
und für alle Geflüchteten, die jetzt vor geschlossenen Grenzen stehen,
um alle, die durch Autounfälle durchs Leben gekommen sind
oder an der Luftverschmutzung durch den Verkehr starben
und für alle LKW-Fahrer, die jetzt Überstunden machen,
um alle Menschen, die sich dieses Jahr das Leben nahmen, weil sie leer und hoffnungslos geworden sind,
und für alle die gerade nicht mehr wissen, ob sie weiter leben wollen,
um alle Menschen, die dieses Jahr verhungert sind,
und für alle, die gerade hungern,
um alle, die in sinnlosen Kriegen gestorben sind
und für alle, die gerade um ihr Leben fürchten,
um jede Neugier und Lernfreude, die dieses Jahr schon in den Schulen gestorben sind
und für alle Schüler, die jetzt genauso in ihren Häusern gefangen sind, wie sonst in der Schule,
um jeden Quadratmeter Regenwald, der dieses Jahr abgeholzt wurde,
und für die Menschen, die zu dieser Arbeit genötigt sind,
um die Ozeane, die verschmutzen, um die Luft die vergiftet,
um die Arten, die aussterben.
Ich trauere um jede Lebendigkeit und Schönheit auf dieser Erde, die dieses Jahr unwiederbringlich vergangen ist.

Weil auch ich nicht weiß, was ist, bin ich bereit alle sinnvollen Maßnahmen zu tragen, die zum Schutz der älteren Generation jetzt nötig sind und ich werde mich bemühen mich so verantwortungsbewusst wie möglich zu verhalten.

Aber ich bin wachsam.
Was jetzt passiert.

Wenn Menschen zu potenziellen Überträgern von feindlichen Viren reduziert werden und vergessen wird, dass wir auch ein Immunsystem haben, dass sich stärken lässt und das Gründe hat, wenn es anfällig ist,
wenn die Demokratie und die Freiheitsrechte für die Jahrhunderte gekämpft wurde, kurzerhand aufgehoben werden,
wenn die Grenzen geschlossen werden,
wenn plötzlich unbegrenzt Gelder zu Verfügung gestellt werden,
wenn ein Teil der Wirtschaft ausgesetzt wird ohne das auch Zinsen, Mieten, Pacht und Finanzhandel ausgesetzt werden, was eine Umverteilung von unten nach oben bedeutet.
wenn alle Medien nur innerhalb eines einzigen Narrativs berichten und über nichts anderes mehr berichtet wird.

Mal bin ich erschrocken, mal aber auch hoffnungsfroh,
wenn nun überlegt wird, ein bedingungsloses Grundeinkommen für Selbstständige einzuführen,
wenn die Europäische Zentralbank überlegt den Leitzins auf unter Null zu senken und damit eine gesunde Schrumpfung der Wirtschaft möglich würde,
wenn tausende Menschen plötzlich Zeit und Ruhe haben.

Und ich werde wachsam sein,
dass die Grenzen wieder geöffnet werden,
dass die Freiheitsrechte uneingeschränkt wiederhergestellt werden und alle Kontrolle zurückgenommen wird,
dass die Finanzhilfen wirklich zu den kleinen Unternehmern fließen und nicht zu den großen Banken,
dass die journalistische Vielfalt wiederhergestellt wird,
dass in den Krankhäusern und im medizinischen System menschlichere Bedingungen hergestellt werden und auf ganzheitliche und schlichte Vorbeugung, statt auf einseitige und hochtechnisierte Bekämpfung von Krankheiten gesetzt wird,
dass dieses System, das die Schönheit und Lebendigkeit der Erde zerstört, nicht mit der gleichen Hektik weitergeführt wird.

Und
Ich warte
mit brennender Geduld,
dass diese Krise vorübergeht.

Und ich hoffe, ich wünsche, ich bete dafür,
dass dann wir alle,
mit der gleichen Fürsorge, mit der gleichen Entschlossenheit mit der gleichen Solidarität,
für alle Menschen, für alles Leben und für die Schönheit dieser Erde,
genauso wie jetzt,
das Unmögliche möglich machen.

von Emil.

Corona oh na na (eine Sammlung)



Alternative Fakten

CORONA - Alles nur Panik?

André Hahn, DIE LINKE: André Hahn: Krisenvorsorge erfordert Umdenken in der Gesundheitspolitik

Lungenfacharzt und Ex-MdB Dr. Wolfgang Wodarg sagt: es gibt keine Corona-Virus-Pandemie!

Am Telefon zur Corona-Krise: Dr. Wolfgang Wodarg

RUBIKON: Im Gespräch: „Das Angst-Virus“ (Ruediger Dahlke und Jens Lehrich)

https://www.facebook.com/Frontal21/videos/183962906387681/

Die Macht um Acht (48)

Coronavirus - Grippe mit schönem Namen | Dr. med. Andres Bircher | Naturmedizin | QS24 16.03.2020

OM C. Parkin zum Corona-Virus und dem System Angst - aus der inneren Sicht der Weisheitslehre

50% der Kliniken schließen | Corona(Computer)Virus | Angst als Geschäft [sic!]

Corona & USA vs Iran | Chip gegen Pandemie? [sic!]

GOETHEANUM - Das Coronavirus | 12 März 2020 | Georg Soldner

STANDPUNKTE • Die Pseudo-Krise


Kritik am Corona-Umgang - Prof. Dr. Stefan Hockertz, Immuntoxikologe der UniKlinik Hamburg, 25.03.20

Corona 9

Corona-Diktatur? Machtergreifung im Deckmantel der Volksgesundheit?


Die Corona-Rückwärts-Prognose: Wie wir uns wundern werden, wenn die Krise "vorbei" ist

Vorhang auf! Von Kleinkünstlern, ganz groß


Last night Julian Assange called me. Here is what we talked about

Die Welt steht still. Nur Schweden nicht (DIE ZEIT ONLINE)


Coronavirus Caused By 5G?

Doctors call for delaying deployment of 5G Due to Health Risks

RF, EMF, WIFI, 3G, 4G, 5G DAMAGES BLOOD CELLS - LIVE BLOOD ANALYSIS

"The truth about mobile phone and wireless radiation" -- Dr Devra Davis


Etwas zum Mitdenken

"Die Corona-Hysterie eignet sich perfekt dafür, um Bürgerrechte einzuschränken oder ganz abzuschaffen.

• Corona macht es möglich, dass sich Menschen freiwillig unter Quarantäne, was nichts anderes als eine andere Form von Haft ist, stellen lassen.

• Corona macht möglich, dass wir uns an verstärkte Polizei – und Militärpräsenz auf unseren Straßen gewöhnen.

• Corona macht möglich, dass sich Menschen nicht mehr versammeln dürfen oder wollen! Einschränkung der Versammlungsfreiheit (Frankreichs Gelbwesten erlahmen!)

• Corona macht möglich, dass Menschen gegen ihren Willen geimpft und zugleich verchippt werden können. Die verfassungsrechtliche „körperliche Unversehrtheit eines Menschenlebens“ ist dann passé.

• Corona macht möglich, das Bargeld, unter dem Vorwand von Ansteckung, abzuschaffen.

• Corona macht, zwecks Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung, die totale Überwachung möglich.

• Corona ist das perfekte Alibi für den Zusammenbruch des Finanzsystems. Somit bleiben die wirklichen Gründe und wahren Verursacher im Hintergrund.

• Corona lenkt womöglich davon ab, dass die Menschen in Wuhan an der Strahlung von 5G erkrankt und gestorben sind, nicht aber am Virus. Denn in Wuhan ist 5G seit Herbst 2019 vollständig ausgerollt und in Betrieb! Wurde Corona erfunden, um von der Belastung durch 5G abzulenken?

• Der Corona-Virus erzeugt Angst. Diese Angst ist ansteckender als der Virus. Und das scheint gewollt! Denn hat der Mensch erst Angst, dann lässt er alles mit sich geschehen und sich alles einreden."

Coronakrise und das Totenbuch der Tibeter 

Von Ralf Rousseau (Quelle)

Wir befinden uns mitten in einem Geschehen, das unsere Gewissheiten, Sicherheiten und unser Leben so sehr herausfordert und bedroht, wie wir es seit dem 2. Weltkrieg nicht mehr erfahren haben.

Ich finde es ist wichtig, sich zu erinnern, dass die Welt auch schon vor dieser Pandemie im Zustand der Katastrophe war. Nur, dass wir in unserer Sicherheitsblase in der „1. Welt“ davon noch nicht so viel mitbekommen haben. Das Klima der Erde verändert sich mit katastrophalen Folgen für Menschen, Tiere und Pflanzen. Es sterben seit Jahrzehnten zunehmend mehr Tierarten und Pflanzenarten aus. Es gibt Gegenden in der Welt, in der Menschen in extremer Armut, Unsicherheit, Terror, Krieg und Vertreibung leben. Diese Menschen haben das Sicherheitsgefühl, das unser Leben in den letzten Jahrzehnten bestimmt hat, niemals erfahren.
Wir wissen, dass wir in einem Zustand der Dysbalance leben, und wir wissen, dass die Weise, wie wir wirtschaften und leben ganze Ökosysteme auf unserem Planeten zunehmend zerstören wird. Wir wissen, dass es keine wirkliche Lösung ist, wenn wir jetzt einfach immer mehr Elektroautos und Solarpaneels bauen, also einfach fleißig weiterproduzieren und weiter ungebremst Ressourcen der Erde verbrauchen.

Und: Wir merken, dass wir es trotz dieses Wissens nicht schaffen, freiwillig den fundamentalen und radikalen Wandel herbeizuführen, den es bräuchte, um wieder mehr Balance in diese Welt zu bringen.

Wandel aber geschieht immer. Wandel und Veränderung ist die Natur des Lebens.
Menschen neigen individuell und kollektiv dazu, sich gegen den Wandel zu sperren. Wir wollen das einmal Erlangte bewahren solange es geht. Dieses Festhalten am Status Quo geschieht paradoxerweise auch in dann, wenn die Situation eigentlich schrecklich ist. Das kann man besonders deutlich auf der intrapsychischen Ebene beobachten. Wir verharren in ungesunden Mustern und erleben das Gefühl, dass wir in irgendetwas verfangen sind, aus dem wir einfach nicht herauskommen können.

Das alles ist sehr menschlich.

Desto mehr wir aber den natürlichen und notwendigen Wandel vermeiden und in einer Situation der Dysbalance verharren, desto heftiger wird es dann, wenn der Wandel sich dann eben doch ereignet.

Dann kommt eine Krise.

Es ist leider oft so, dass wir uns freiwillig nicht wirklich verändern. Es braucht dann die Krise, damit  Wandel stattfinden kann.
Erst durch eine Krise, die uns in den Zustand von Kontrollverlust führt, werden unsere alten Strukturen so erschüttert, dass wirklich etwas Neues entstehen kann. Es geschieht dann etwas, dass wir niemals freiwillig gewählt hätten. Die radikalste Form einer solchen Krise, die unsere Gewohnheiten und Strukturen bis ins Mark erschüttert ist der Tod. Aber der Tod kann viele Gesichter haben. Auch das Ende einer langen Partnerschaft kann ein Tod sein. Der momentane teilweise Shutdown des Weltwirtschaftssystems, das zumindest einem Teil der Menschen viel Wohlstand und Sicherheit gebracht hat, ist beängstigend, und wir haben keine Ahnung welche Konsequenzen das nach sich zieht.

Beim Tod ist es so: Etwas, von dem wir gedacht haben wir bräuchten es unbedingt, hört auf, wird uns genommen, wir wissen nicht ob etwas bleibt und wir haben keine Chance den alten Zustand wieder herzustellen. Es gibt keinen Weg zurück.

Im Totenbuch der Tibeter gibt es das Konzept von Bardo. Das Bardo ist der Zustand zwischen zwei Inkarnationen. Wir können „Inkarnation“ auch als verhärtete Struktur verstehen, an der wir festhalten. Wir sperren uns gegen das Prinzip des Wandels. Das geht eine Weile gut und dann kommt er doch, der „Tod“, die radikale ungewollte Veränderung. Nach dem Tod kommt der Bardozustand und dann kommt eine neue Inkarnation, also einen neue Form. Im Tod lösen sich die Strukturen auf und das ist häufig extrem leidvoll. Im Bardo sind wir in der Ungewissheit, im Zwischenzustand. Dies ist ein Zustand voller Angst, aber......... und jetzt kommt der wichtige Punkt: es ist auch ein Zustand mit einem extremen Veränderungs- und Erkenntnispotential.

Die Art und Weise wie wir das Bardo durchleben bestimmt die Qualität der nächsten Inkarnation.
Im Bardo liegt also eine große Chance für einen sinnvollen Wandel. Weil die alten Gewohnheiten und Tendenzen erst einmal gestorben sind, haben wir nun die Möglichkeit, tief zu schauen und zu verstehen.

Ich habe den Eindruck, wir rutschen jetzt kollektiv in einen solchen Zustand. Das alte Gewohnte wird uns zwangsweise und mit Schrecken genommen, und wir müssen in einem Zwischenzustand verharren, von dem wir nicht wissen wie lange er dauert, nicht wissen wohin er uns führt und wie wir wieder herauskommen. Deswegen besteht aus der Perspektive des tibetischen Totenbuchs die Herausforderung jetzt darin, diesen Zustand wirklich zu nutzen, um mit dem Wesentlichen in uns in Kontakt zu kommen. Dann kann die neue Inkarnation, also die neue Normalität eine bessere und menschlichere werden. Auch wenn es eine hohe Wahrscheinlichkeit hat, dass die Menschen, sobald es geht, alle „Wirtschaftsmaschinen“ so schnell wie möglich in gewohnter Weise wieder hochfahren werden; so besteht doch in genau dieser Situationen auch die Möglichkeit, aufzuwachen.

An dieser Möglichkeit möchte ich mich ausrichten.

Wir sehen es schon jetzt, dass die Krise große Wellen der Solidarität auf der Welt weckt. Ein CDU Politiker macht den Vorschlag, dass wir, solange wir es noch können, jetzt eigentlich Intensivpatienten aus Italien aufnehmen sollten (leider haben wir es nicht getan). Wenn ich im Moment durch die Straßen gehe, dann fühle ich eine tiefe Solidarität unter den Menschen. Sie achten mehr aufeinander, reden miteinander und schauen sich an.

Aber auch das Gegenteil geschieht: Menschen schotten sich ab, kaufen Waffen und denken nur an ihre eigenen Interessen und Vorteile (Mr. Trump versucht eine Firma zu kaufen, um Impfstoffe exklusiv für die USA herstellen zu lassen).
So eine Krise hat einen Brennglass- oder Turboeffekt. Daher ist es entscheidend wie wir jetzt damit umgehen und welches Bewusstsein wir verstärken.
Es braucht jetzt von uns eine klare Ausrichtung. Wir alle können daran mitwirken, dass Kräfte von Einsicht und Mitgefühl wachsen. Dann kann uns diese Krise vielleicht genau den Schwung geben, der uns hilft, in eine neue Normalität (Inkarnation) zu kommen, in der wir als Menschen im Einklang mit der Erde und den Tieren und in Frieden miteinander leben können.

Ich weiß, das klingt sehr optimistisch, aber was bleibt uns?


Corona-Krise – Eine Zeit intensiver Transformation

von Stephan Maey (Quelle)

Sars-Cov-2 – ein Virus, der oder das uns alle beschäftigt. Ein Virus nach dem lateinischen Wort corona – Krone – benannt. Die Krone aus der Welt der Kleinstlebewesen – bzw. der “Nicht-Lebewesen”, da ist sich die Wissenschaft nicht einig – stellt die “Krone der Schöpfung” vor eine existentielle Herausforderung. Weltweit. Und als Gegenmaßnahme ist eine aktuelle Konsequenz in vielen Teilen dieser Welt der (Fast-)Stillstand des öffentlichen und zum Teil auch des wirtschaftlichen Lebens.
Stillstand. Mmh. Insbesondere in leistungsorientierten Gesellschaften, wie der unseren, die sich in großer Abhängigkeit vom wirtschaftlichen Output befinden, ist dies das vielleicht noch größere Bedrohungspotential. Systemsprengstoff!? Die Angst geht um.

Es ist dies somit eine absolut fundamentale (System-)Krise und gleichzeitig eine unfassbare Chance für jede(n) einzelne(n). Nicht nur Bedrohung. Bedrohung des Alten birgt ja immer und grundsätzlich die Chance auf Neues. Und STILLSTAND – ist es nicht das, was diese Welt total gut gebrauchen kann? Diese Welt mit all ihren Hamsterrädern (deswegen vielleicht auch Hamsterkäufe? Ein antrainierter Reflex?), ihrer Immer-was-zu-tun-haben-müssen-Neurose, ihren unzähligen sich permanent wandelnden Fakten und Fakenews, ihrer medialen Hysterie, ihrem Wir-haben-recht-und-Du-bist-schuld-Denken,  ihrer zum Teil peinlich unreflektierten “Vernunfts”-Hörigkeit, ihrem Kontrollfimmel, ihrem penetranten Ausgrenzungsdenken: “Du bist/denkst/fühlst anders, geh weg!” – und da können z.B. Mitglieder der AfD ebenso ein Lied von singen, wie z.B. ethnische Minderheiten überall auf der Welt – , mit all ihren Artenzerstörungs- und Klimaveränderungsproblemen. Ist es nicht irgendwo auch fantastisch, dass einfach mal alles still steht? Vermutlich auch weniger CO2 rausgepustet wird und Menschen die Vögel in Großstädten viel lauter singen hören können als sonst – wie mir eine Kursteilnehmerin aus Köln heute per E-Mail schrieb? 

Ist es nicht auch ein Geschenk, dass einige ggf. sogar in den Luxus kommen, Zeit zu haben Dinge zu tun, die sonst immer hinten überfallen? Mal wieder in Ruhe kochen, einfach mal aus dem Fenster gucken, Stephans unerträglich lange Blogartikel lesen? Ist es nicht auch inspirierend, dass einfach mal vieles still steht? Menschen sich potentiell sehr hingebungsvoll sich selbst begegnen können? Ohne Ablenkung! Oder ist eben auch das Teil der Herausforderung? Stillsein ist ja nicht einfach. Und staatlich verordnete Freiheitsbeschränkung und Überwachung der Mobilfunkdaten (wie aktuell zumindest teilweise der Fall) hinterlässt grundsätzlich auch immer einen faden Beigeschmack. Unabhängig davon, ob nötig oder nicht.

Natürlich gilt dieser Stillstand nicht für alle Teile der Gesellschaft. Im pflegerischen und medizinischen Bereich, in Krankenhäusern und Arztpraxen wird vermutlich kaum jemand von Stillstand sprechen aktuell. Genau deswegen wird der Stillstand in anderen Bereichen ja herbeigeführt, dass sich die Geschwindigkeit im medizinischen Sektor nicht überschlägt und das komplette Gesundheitssystem kollabiert. So die Idee.

So ist diese Krise und die damit ganz real und sehr spürbar einhergehende Bedrohung unseres gesellschaftlichen Systems eben auch eine Zeit der  Transformation. Wie grundsätzlich jede Krise. Und es wird zwangsläufig und unausweichlich massive Veränderungen geben. Nein – es hat bereits massive Veränderungen gegeben. Dafür ist das, was gerade gesellschaftlich-politisch passiert einfach zu krass. Transformation im großen Stil hat bereits stattgefunden. Die Welt wie sie vor kurzem noch war – passè. Unwiderruflich. Fakt. Ein paar Wochen starker Fokus auf den oder das Virus, komplett andere Welt. Dauerhaft. Fakt. Das bringt Ängste und große Unsicherheit mit sich. Auch viel Solidarität, die sich uns offenbart. Schön. 

Aber auch problematische zwischenmenschliche und gesellschaftliche Themen werden dem Beobachter und der Beobachterin gerade eindrucksvoll und sehr klar auf großer Bühne präsentiert: Polarisierung, das schon fast kollektive Versagen andere Meinungen ernst zu nehmen und wertzuschätzen (die Sicht auf den “vernünftigen” Umgang mit Corona ist – wie immer – durchaus facettenreich), stumpfe Appelle an die Vernunft (“Ja, aber aus welcher Perspektive gesprochen vernünftig? Mmh? Ist das immer so eindeutig?”), zum Teil Schuldzuweisungen (hätte, hätte, hätte), zum Teil auch anteilsnahmlose Gleichgültigkeit, ebenso wie der Wunsch nach “dem konsequenten starken Mann oder der konsequenten starken Frau” als Problemlöser*in. Unabhängig von all dem – Transformation hat bereits stattgefunden. Transformation wird weiterhin stattfinden. Immer. Wieder.

Es ist unrealistisch anzunehmen, dass diese Transformation in einem großen Knall endet und wir alle in einem Post-Corona-Paradies aufwachen jenseits all der weiter oben beschriebenen Probleme des Menschseins. Da ist die “großer Knall und alles so richtig kaputt”-Variante leider realistischer. Aber es ist die große Chance eines jeden und einer jeden von uns, Herz und Geist weit zu öffnen und zu schauen, was sich da gerade alles abspielt gesellschaftlich, zwischenmenschlich und innerseelisch bei uns selbst. WIR – als soziales und kulturelles Kollektiv, aber auch als Individuen – also jeder und jede einzelne – haben die Möglichkeit mitzugestalten, wie genau diese Transformation und neue Andersartigkeit sich entwickelt.  So sehr auch Angst und Unbehagen mitschwingen und gesellschaftlich sehr spürbar sind – ich freue mich darauf. Freue mich auf diese Chance, hier auch konstruktiv mitgestalten zu können. Vielen Dank, Leben.
 
Ganz pragmatisch – das ja auch immer wieder wichtig – gibt es aber auch konkrete Dinge, die jede und jeder von uns tun kann, um den aktuellen Herausforderungen zu begegnen (such Dir aus, was für Dich passt):
  • Dich erden, denn die aktuelle Atmosphäre ist sehr sehr luftig, zum Teil hysterisch, mit sich permanent überschlagenen Ereignissen (im Kontrast zum Stillstand) und Gedanken und Gefühle haben da ggf. die Tendenz sich zu verselbstständigen
  • Spazierengehen, möglichst viel draußen sein in der Natur oder in einem Park (soweit wie noch möglich) hilft dabei dich zu erden und stärkt nebenbei dein Immunsystem
  • Viel und bewusst atmen (wir haben es ja mit der Konfrontation einer potentiell tödlichen Atemwegserkrankung ähnlich wie der klassischen Grippe zu tun)
  • im (realen oder medialen) Kreis von Menschen Austausch und Gemeinsamkeit erleben – Du bist nicht allein, (die Angst vor) Isolation braucht auch Begegnung und Kontakt!
  • Respektvoll mit dem Wunsch nach Abstand vieler Menschen umgehen und Dich und andere somit auch selbst schützen!
  • für andere beten, bitten und auch Dank sagen – solidarisches Verhalten ist Lebensfreude pur und stärkt somit wieder das Immunsystem – denn wir sind grundsätzlich emphatische Wesen!
  • dich um deine eigenen seelischen, emotionalen und körperlichen Bedürfnisse kümmern: Sport treiben soweit das möglich ist (finde Wege!), inspirierende und nährende Bücher lesen oder Filme gucken, singen und tönen, dabei Emotionen wahrnehmen und zum Ausdruck bringen, dein Bewusstsein öffnen um persönliche Transformation zu ermöglichen (positive Ausrichtung: Ja, ich bin offen! – Erdung vorausgesetzt), Yoga/Meditation (etc.) üben
  • viel frische Nahrung, vor allem wenig Zucker und Auszugsmehl
  • ein Extra für dein Immunsystem: Firecider – ein natürliches Produkt, um dich von innen heraus zu stärken und zu schützen. Eine Anleitung findest Du hier.
Ich wünsche Dir, mir selbst und uns allen – den Menschen, Viren (die genauso dazugehören) und dem ganzen Planeten einen vertrauensvollen und heilbringenden Weg im Sinne der Evolution durch diese Zeit intensiver Transformation. Vertrauen. Liebe. Freiheit.

Corona Oh Na Na