Ein Meister der Liebe - von Herbert Hahn

Durch die Länder der untergehenden Sonne wanderte vor Zeiten ein Mann, der viel von sich reden machte. Man erzählte sich Wunder über Wunder von seinem Wirken, den Meister der Liebe nannte man ihn. Es war und blieb eigen, daß man nie wußte, wo er gerade weilte. Er tauchte geheimnisvoll auf und verschwand geheimnisvoll. Meist begleitete ihn einer der eifrigeren Schüler.

Ein Edelmann, dem weniger an seinem Namen, als an seinem Werden und Wachsen lag, wollte den Meister der Liebe kennen lernen. Viel Mühe und viele Mittel hatte er schon ans Lernen gewandt. Nie scheute er auch viele Mittel und Mühe, die Fährte des Meisters der Liebe zu suchen. Er suchte fast drei Jahre, von Land zu Land, rastlos. Eines Abends kam er in ein Dorf, wo er hörte, wenige Stunden zuvor sei der Meister der Liebe dagewesen. Er habe zuletzt den Acker einer armen Witwe zum Gedeihen gesegnet; nun sei er in der Richtung der nahen Waldkapelle fortgezogen.

Obwohl es schon dunkel werden wollte, nahm der Edle rasch Abschied, sprang auf sein Roß und sprengte dem Walde zu. Bald stieß er auf zwei Wanderer: einen ehrwürdigen Greis mit klarem, tiefem Blick, einen Jüngling unscheinbaren Gesichtes, unscheinbarer Kleidung, aber sehr gerader Haltung. Der Edle sprang vom Pferd, verneigte sich tief und sprach: »Darf ich den Meister der Liebe grüßen? Ist mir verstattet, ihn zu begleiten?«

Der Greis antwortete nicht. Er winkte still, aber freundlich mit der Hand, während der Jüngling regungslos dastand. Der Edle freute sich des bescheidenen Gebarens. Gerne wollte er der Hand dieses Greises folgen. Er verehrte ihn schon lange, nun fand er ihn liebenswert. Er nahm sein Pferd an den Zügel und schritt neben den beiden Wanderern einher, der hereinbrechenden Nacht zu. Es war ihm peinvoll, ein Pferd zu haben, während seine Begleiter so arm durch die Welt zogen.

Da begegnete ihnen ein Bettler. Der Alte reichte ihm die Hand und schenkte ihm einen Kreuztaler. Der Jüngling blieb stumm stehen. Dem Edlen kam ein schöner Gedanke. Er ging auf den Bettler zu und bot ihm sein Pferd zum Geschenk. Hocherfreut nahm jener die Gabe des Edlen an. Als der Bettler das Pferd davon führte, murmelte der Alte ein Wort des Lobes. »Das war mein erster Unterricht beim Meister der Liebe«, dachte der Edle erfreut, »das Weitere wird schon kommen.« Eins nur war ihm befremdlich: Der Jüngling zuckte die Achseln.

Sie kamen bald an die Waldkapelle. Dicht dabei war ein Buschwächterhaus. Der Wächter war gestorben, Frau und Tochter aber wohnten noch im Haus. Sie erlaubten den Fremden, zu übernachten. Diese machten dafür am Morgen Holz klein und trugen Wasser herbei. Der Jüngling grub noch einige Beete im Garten um. Sie machten sich dann auf den Weg. Des Buschwächters Töchterlein brachte zum Abschied Veilchen, jedem Wanderer einen Veilchenstrauß. Dann winkte sie den Fremden nach. Schon beim nächsten Schritt warf der Jüngling sein Sträußlein hinter sich. Und wieviel das Mädchen auch winkte, er schaute kein einziges Mal zurück.

Der Alte blickte den Jüngling verwundert an, sagte aber nichts. »Der Grobian«, dachte der Edle. »Und so etwas tut er beim Meister der Liebe?« Mittags kamen sie an ein Nonnenkloster. Dessen Vorsteherin war weit und breit berühmt wegen ihrer Sanftmütigkeit. Niemand erinnerte sich, daß je ein böses Wort über ihre Lippen gekommen war. Die gütige Vorsteherin ließ die Fremdlinge mit herrlicher Speise laben. Auf die Bitte des Edlen führte sie sie dann noch durch die einfachen und doch so stimmungsvollen Gemächer. »Hier das Zimmer meiner Andacht«, sagte sie leise. Sie wies in einen kleinen, matt erhellten Raum. Das Sonnenlicht brach sich in einer zartgoldenen Fensterscheibe. In ihrem Rahmen lächelte holdselig ein wundersames Bildnis der heiligen Cäcilia. Alle traten scheuen Schrittes ein. Der Jüngling stolperte voran. Er wollte mit dem Stab gegen die Scheibe weisen, glitt aus und fiel ins Fenster. Scheiben klirrten zu Boden, die anderen schrien auf. »O, es ist Glasl« rief er gleichsam befriedigt.

Die greise Führerin bebte. Tränen traten ihr in die Augen, Röte schoß ihr ins Gesicht. »Nehm' sich der Flegel besser in achtl Verzeih ihm Gott die Sündel« Und schluchzend wandte sie sich zum Alten: »Das ist das Bild, vor dem ich seit vierzig Jahren täglich gebetet habe.« Der Alte war betreten. Aber er zuckte nur mit den Achseln.

Dem Edlen brannte sein Stab in der Hand. Aber er schaute immer nur den alten Mann mit dem klaren, tiefen Blick an. Als jener tief demütig die Hand der Vorsteherin küßte, dachte er: »Welch ein Meister der Liebe ist er doch. Ja, bei ihm werde ich wahrhaft groß!« Als sie aber wieder auf dem Wege waren, nahm er den Alten ein wenig bei Seite und flüsterte ihm zu: »Ihr sollt doch euren Begleiter da etwas weniger verziehen!« Der Alte schüttelte den Kopf.

Am Abend kamen sie in die Stadt. Sie gingen zu einem Arzte, der eben ein großes Buch vollendet hatte. Er hieß, fremden Besuches viel gewohnt, die drei herzlich willkommen. »Übernachten könnt ihr in meiner Studierstube, wenn euch der Staub nicht zu dick ist.« Der Alte lächelte: »Wir kommen von der Landstraße.«

Bald war er in tiefem Gespräch mit dem Arzte, die andern hörten zu. Sie hörten, wie der Greis erzählte von der Wirkung der im Frühling blühenden Pflanze, von der Wirkung der im Herbst blühenden, von einfachen Kräutern, die nur bei gewisser Mondstellung heilkräftig werden, von hundert Geheimnissen des innigen Verbundenseins von Pflanze und Mensch. Der Arzt hörte andächtig zu. Er schrieb sich Bemerkungen auf. Er hatte einen Packen von Blättern schon zum Buch gefügt; jetzt band er sie auf und schrieb hier und schrieb dort, während der Alte freudig erzählte. »Ein Meister der Liebe und des Wissens!« so staunte unser Edler.

Da es noch nicht weit im Jahr war, und der Abend kühl wurde, machte man im Kamin ein Feuer. Man wollte den Duft junger Blüten atmen, und so blieb ein Fenster offen. Der Alte erzählte, der Arzt schrieb; die anderen hörten zu. Niemand schien zu merken, wie am Abendhimmel eine dunkle Wolke heraufkam. Plötzlich fuhr ein Windstoß ins Zimmer und packte einige Blätter. Jäh wirbelten sie in den Garten hinaus. Der Arzt, der Alte, der Edle, alle drei stürzten nach in den Garten. Ein Regenguß war nah. Weh, wenn die kostbaren Blätter verwischt oder zerfetzt würden. Immer stärkere Stöße folgten. Alle haschten und haschten. Niemand merkte, daß der Jüngling im Zimmer blieb.

Endlich gelang es, alle Blätter zu fassen. »Das hätte bös werden können«, sagte der Arzt atemlos. Glücklich traten die drei wieder in die Stube. Aber wie taumelten sie zurück, als ihnen dicker Qualm entgegenschlug. Ein Windstoß hatte die übrigen Blätter gepackt und zum Kamin geweht. Einige Fetzen, verkohlt und verschrumpft, flogen im Zimmer herum. Ein dickes Bündel glühte über dem Holz. Der Jüngling stand vor dem Kamin, hielt seinen Mantel ausgebreitet, daß ja kein Blatt ins Zimmer fliege. Der Arzt sank ohnmächtig nieder. Der Greis war erschüttert. Er schloß das Fenster und legte dem Ohnmächtigen ein nasses Tuch auf die Stirn. Der Jüngling trat zu dem Ohnmächtigen und hielt einen Augenblick seine Hand auf dessen Stirn. Der Arzt erwachte. »Hab Dank!«. »Nicht diesem, nicht diesem«, schrie der Edelmann auf. »Er hat ja - -.« Er konnte nicht vollenden. Der Alte packte ihn am Arm und zog ihn hinaus. Bald waren sie wieder im Wald. Als die ersten Bäume sie umfingen, blieb der Edle stehen.

»Meister der Weisheit, das ist zu viel. Der steht dabei, läßt ein Lebenswerk verbrennen und schämt sich nicht des Dankes. Herr, wie kannst du es dulden?

Treib ihn fort, der nicht wert ist, dein Schüler zu sein. Oder ich muß dich noch heute verlassen.« Der Alte schrak zusammen. Dann raunte er: »Herr, halt an. Nicht er der Schüler. Ich - - nur Schüler. Er - - der Meister der Liebe.« Der Edle glaubte zu träumen. »Jener - - - der Meister der Liebe?«

Ihm schwindelte. »Herr, wenn das Liebe ist und du der Schüler dieser Liebe bist, dann bin ich toll oder die Welt. Ich sehe, man hat meiner gespottet: Ich scheide, noch jetzt.« Er wollte sich zum Gehen wenden.

Der Jüngling trat vor. »Nimm noch den Sinn!« Sein Gesicht war verwandelt.

Sein Auge strahlte sonnenstark. Sein ganzes Wesen atmete Gnade. Der Edle verstummte. Als der Alte diese Veränderung sah, flüsterte er ihm zu: »Glaubst du bald, daß ich nicht zu alt bin, jenes Meisters Schüler zu sein?«

Da die beiden andern sich setzten, ließ sich auch der Edle nieder. Der Jüngling sprach. »Du wunderst dich dessen, was du heute sahst? Und dennoch tat ich Schwacher nur Dienste der Liebe.

Daß ich den Veilchenstrauß von mir warf, hatte guten Grund. Das Mädchen, welches einem anderen die Treue gelobt, hatte Liebe zu meiner Gestalt gefaßt. Hätte ich nur einmal noch umgeschaut, sie hätte in einem einzigen Blick ihre Treue verloren, für immer. So war ich hart im Dienste der Liebe. Die Vorsteherin des Klosters war ganz umgarnt von süßlicher Frömmigkeit und versteckter Eitelkeit. Die Menschen hielten sie keines Vergehens mehr fähig. Sie sagten, sie sei selbst ein Engelwesen geworden, der heiligen Cäcilia gleich, vor der sie täglich kniete. Da deckte ich ihr die Teufelsfratze in ihrer Seele auf. Da machte ich frischen Zug und wurde tölpelhaft aus Liebe. Der Arzt lief Gefahr, über seinem Buchschreiben einzuschlafen. Bücherschreiben ist ihm nichts Neues. Das konnte er schier, als er noch in der Wiege lag. Aber dies Leben verlangt Neues von ihm. Es berief ihn zum Heiler. Drum ließ ich das Buch, das ich hätte retten können, ruhig verglimmen. Ich faßte die verbrannte Weisheit in dem Worte seines neuen Lebens zusammen und legte ihm dieses Wort aufs Haupt. Es wird in seinem Haupte wurzeln, in seinem Herzen blühen. Er wird noch morgen einem Kranken, den er nicht mehr besuchen wollte, das Leben retten; er wird heilen. Und in der Todesstunde wird er den Frühlingsabend segnen, an dem sein Buch verbrannte! So war ich ein Narr - auch aus Liebe. Hier ist der Sinn. Sein schwacher Diener bin ich nur.«

Der Greis neigte ergriffen das Haupt: »Mein Meister, mein Meister!«

Der Edle stand auf. Für ihn begann ein neues Leben. »Ich danke dir. Ein halbes Leben hab ich mich bereitet, drei Jahre suchte ich, einen Tag schaute ich. Nun gehe ich; für den Rest meiner Jahre hab ich genug zu tun.« Der Jüngling reichte ihm die Hand und hielt sie lange. »Geh nur und wirke. Doch bedenke dein Wirken, bis du heimreitest.«

Noch einmal staunte der Edle. »Ich - heimreiten? Gab ich nicht mein Pferd gestern abend hin im Anfangsunterricht der Liebe?« »Der Liebe? Ich sehe, mein neuer Freund wird den Sinn dieses Wortes noch länger suchen, als ich dachte. Der Bettler, dem du dein Pferd gabst, war ein schwerer Verbrecher.

Dein Roß war ihm willkommen zur Flucht vor dem Tod. Aber jetzt hängt er schon am Galgen. Man faßte ihn, als er im Wirtshaus Branntwein bestellen wollte für einen blinkenden Kreuztaler. Es war das Wirtshaus, wo man dir meine Spur wies. Geh nur dorthin, dort steht dein Pferd, angebunden an der Krippe. Geh in Frieden, mein Freund: ich sehe gute Frühlingswege für Reiter und Roß.«

Der Edle ging. Ein Stück Weges begleitete ihn der Alte, der so jung war im Lernen. Es war ganz still geworden. Als sie an den Waldsaum kamen, sahen sie, wie junges Mondlicht und Sternenglanz auf die Straße fielen. Der Duft kommender Blumen hob den Busen der Erde. »Wandre zu in den Frühling«, sagte grüßend der Alte. Der Edle ging. Jeder Schritt sprach ein Wort:

Ja, Frühling, jetzt kenn ich dich,
dich kenn ich seit heute,
dich, der du Sturm bringst, und Blüten im Sturm.
Du selber - ein Meister der Liebe !

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Herbert Hahn aus: Das goldene Kästchen. Erzählungen, Legenden, Märchen. Stuttgart 1981. 160 S. (Herbert Hahn gehörte 1919, zusammen mit Rudolf Steiner zum Gründungskollegium der ersten Waldorfschule in Stuttgart.)

Der Schönheit standhalten

 Er warf das tote Tier in eine chinesische Vase, die hinter seinem Sessel stand, und lehnte das Gewehr an die Wand.
"Nun seien Sie kein stummer Fisch, sprechen Sie zu mir! Klären Sie mich auf, befriedigen Sie meine Neugier, erzählen Sie von der seltsamen Welt, aus der Sie kommen! Besteht es noch, das gute, alte Menschengeschlecht? Oder haben die Gespenster des Unwirklichen es schon verschlungen? Die Geister jenes heraufdämmernden Reiches der Simulation und Künstlichkeit, in dem nur der farbige Abglanz einer aufgegebenen Wirklichkeit, eines vergessenen Ursprungs, die Reproduktion der Reproduktion besteht, und alles Echte, Große und Ursprüngliche im Mistkübel der Gier, der Beliebigkeit und Verblödung landet und der Mensch, ein armseliger Homunkulus, ausgeweidet und entbeint, sich nur mehr rasend und sinnlos im Kreise dreht?
Nebenbei bemerkt, haben Sie einen ganz miserablen Schneider, junger Freund, Sie sollten sich unbedingt einen neuen suchen!"
Der Schreck, der mir durch den Gewehrschuss in die Glieder gefahren war, hatte meine Aufmerksamkeit für einen Augenblick wiederhergestellt, aber erneut musste ich nach der schönen Marquise sehen, meine Augen tasteten ihr Gesicht ab, die schmale, wohlgeformte Nase, den schönen Mund, der an die ausgebreiteten Schwingen eines nächtlichen Vogels erinnerte, und plötzlich war mir, als blinzelte sie mit einem Auge ...
"Oh, ich sehe, Sie sind ganz versunken in das Bildnis unserer lieben Marie-Élisabeth!" sagte da Amadé, und seine Stimme hatte einen hämischen Unterton.
"Nun, sie war eine sehr anziehende Frau, und Sie sind gewiss nicht der erste, der dies bemerkt. Hören Sie auf mich, und lassen Sie ab von ihr, machen Sie sich nicht unglücklich!
Gehen Sie zurück in Ihr Zimmer!
Mit welcher Kraft wollen Sie, der Sie aus dieser fellachischen, dem Geld und Stumpfsinn wahnhaft verfallenen, auf alles Erhabene verzichtenden Welt stammen, mit welcher Kraft also wollen Sie der Macht wahrer Schönheit standhalten? ..."
Sie lächelte mich an!
Sie bewegte ihren Arm und nahm ihn von der Tastatur!
Sie schüttelte ihren Kopf, und ich war nahe daran, vom Stuhl zu sinken.
Tonlos sagte ich einen Satz, der gewiss nicht zum besten gehörte, was ich in meinem Leben von mir gegeben habe.
"Mit der Kraft der Liebe, Monsieur!"

Ulrich Tukur, Die Spieluhr, Berlin 2013, S. 68f

Wir stricken unsere Realität

„Opa, kann ich dich fragen, warum ich dich jeden Nachmittag auf dieser Bank auf dem Platz sitzen sehe und du in Richtung Sonne lächelst?“
Der alte Mann senkte langsam den Kopf, hielt kurz inne, sah ihn mit großer Zärtlichkeit an und antwortete mit großem Frieden: "Ich stricke".
Der Junge lächelte. "Wie strickt man ohne Wolle und Nadeln Großvater?"
"Ich stricke Realitäten", sagte der alte Mann.
"Es mag so aussehen, als würde ich hier nichts tun", fuhr er fort, "aber indem ich ruhig bleibe, lasse ich mein Herz eine harmonische Umgebung schaffen. Ich segne auch alle, die an diesem Platz vorbei kommen, mit meinen Gedanken und Absichten, damit sie den besten Tag haben. So stricke ich. Ich grüße sie immer mit Liebe, ich lächle sie offen an, und wenn ich sie traurig sehe, hebe ich meinen Stock und sage: Komm schon, das wird schon wieder. Ich bitte auch die Vögel mir dabei zu helfen, ihnen Kraft durch ihren Gesang zu geben, weil ihre wunderbaren Klänge revitalisieren und heilen".
Der Junge war absolut erstaunt. Er konnte nicht glauben, was er hörte.
"Bei dieser leuchtenden Aufgabe, der Erschaffung einer harmonischen Umgebungen beizutragen, bin ich nicht alleine", bemerkte der Alte. Er breitete seine Arme aus und rief:
„Sieh dir die Schönheit an, die die Bäume ausstrahlen. Rieche den wundervollen Duft, den die Blumen mit uns teilen, ohne etwas dafür zu verlangen. Schau dir die unermüdliche Arbeit dieser Bienen an und sieh, wie frei die Hunde spielen. Fühle, wie der Wind dich streichelt. Die Existenz strickt auch, auf ihre Art. In meinem Fall stricke ich gerne mit Lichtfäden, deshalb öffne ich jeden Nachmittag mein Herz, damit die Sonnenstrahlen eintreten, mich streicheln und sich zusammen mit meinen reinsten Gefühlen auf dem Boden verankern, damit Mutter Erde spürt, wie sehr ich sie liebe".
Schließlich betonte der alte Mann: „Egal wie alt wir sind, wir alle können dazu beitragen, den Stoff einer bewussteren, sensibleren, solidarischen und menschlicheren Welt zu weben, indem wir unsere besten Absichten über die Grenzen hinaus reisen lassen. Wir können auch viel Liebe ausstrahlen, damit sich Wunden schließen, Herzen öffnen und jeder sein maximales Potenzial erreicht, um die transformierende Kraft einfacher Dinge zu entdecken".
Die Augen des Jungen begannen zu leuchten. Und in diesem Moment flüsterte der Junge dankbar: „Ich gehe nach Hause Opa. Ich muss das alles meiner Mutter erzählen, denn sie, die zu den Menschen gehört, die ich am meisten liebe auf dieser Welt, strickt immer noch mit Wolle und Nadel. 

Anonymus

Entfernt die Tische!

"Im Verlauf der drei Monate von The Artist Is Present machte ich die unterschiedlichsten Erfahrungen – jeder Tag we eine Art Wunder. Aber der letzte Monat war besonders intensiv, und das lag vor allem daran, dass ich den Tisch hatte entfernen lassen. Seitdem er weg war, verspürte ich eine unglaublich starke Verbindung zu jedem, der sich mit gegenübersetzte. Ich hatte das Gefühl, dass die Energie jedes einzelnen Besuchers vor mir aufgeschichtet blieb, auch noch lange, nachdem die Person gegangen war."

Marina Abramović, Durch Mauern gehen, Luchterhand Literaturverlag; Deutsche Erstausgabe, Auflage 14. November 2016, S. 404

Bild: Quelle









 

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Welche Energie fließt bei deinem Meeting?














"Am ersten Tag ohne Tisch passierte etwas sehr Merkwürdiges: Während ich dort saß, schoss mir plötzlich ein heftiger Schmerz in die linke Schulter. Als ich Dr. Linda Lancester am Abend fragte, was sie davon hielt, fragte sie mich: "War irgendetwas an der Position der beiden Stühle nicht richtig?"
Es stellte sich heraus, dass Marco, nachdem er den Tisch entfernt worden war, einen seiner Scheinwerfer anders ausgerichtet hatte, um eine Spiegelung zu vermeiden – und dies Verschiebung hatte dazu geführt, dass die Schatten der Beine des mir gegenüberstehenden Stuhls zusammenfielen und wie ein Pfeil direkt auf meine linke Schulter zeigter. Nachdem wir den Stuhl ein wenig verrückt hatten, war der Schmerz weg. Ich habe keine rationale Erklärung dafür gefunden. Aber es passieren so viele wichtige Dinge, für die es keine rationale Erklärung gibt."

Das Ich

"Sprechen wir vom Ich, vom echten. Versuchen wir es. Was ich das Ich nenne, das ist diese Bewegung, dieser Impuls, der mir erlaubt, mich der vier Elemente zu bedienen, dieser Erde, auf der ich lebe, auch meiner Intelligenz und meiner Gemütsbewegungen, sogar meiner Träume. Es ist eigentlich eine Kraft, die mir eine Macht verleiht, wie sie mir keine andere gibt: nämlich die Macht, dass ich, um zu leben, nicht warten muss, bis das äußere Leben zu mir kommt. Das Ego braucht die Dinge, die größtmögliche Zahl der Dinge (ob sie sich Geld, Geltung, Herrschaft, Beifall oder Belohnung nennen). Das Ich fragt nicht danach. Wenn es da ist, wenn es an der Arbeit ist, dann setzt es eine eigene Welt der anderen, dieser Welt der Dinge entgegen. Das Ich ist der Reichtum inmitten der Armut; es ist das Interesse, wenn alles um uns herum sich langweilt. Es ist die Hoffnung, auch wenn alle objektiven Chancen zu hoffen verschwunden sind. Aus ihm stammt die ganze Erfindungswelt der Menschen. Und schließlich ist es das, was uns übrigbleibt, wenn uns alles andere entzogen ist, wenn uns gar nichts mehr von außen zukommt und unsere Kräfte doch genügend groß sind, um diese Leere zu überwinden."

Jacques Lusseyran, Ein neues Sehen der Welt. Gegen die Verschmutzung des Ich. Verlag Freies Geistesleben, Stuttgart 1993, S. 65 ff.

Ergebenheitsgebet

Wir müssen mit der Wurzel
aus der Seele ausrotten
Furcht und Grauen vor dem,
was aus der Zukunft herandrängt
an den Menschen.

Gelassenheit in Bezug auf alle
Gefühle und Empfindungen
gegenüber der Zukunft
muß sich der Mensch aneignen.

Mit absolutem Gleichmut
entgegensehen allem,
was da kommen mag,
und nur denken, daß,
was auch kommen mag,
durch die weisheitsvolle
Weltenführung uns zukommt.

Wir haben jeden Augenblick
das Rechte zu tun
und alles andere
der Zukunft zu überlassen.
Es gehört zu dem,
was wir in dieser Zeit
lernen müssen,
aus reinem Vertrauen zu leben,
ohne jede Daseins-Sicherheit,
aus dem Vertrauen
in die immer gegenwärtige Hilfe
aus der geistigen Welt.

Wahrhaftig,
anders geht es heute nicht,
wenn der Mut nicht sinken soll.
Nehmen wir unseren Willen
gehörig in Zucht
und suchen wir die Erweckung
von innen jeden Morgen und Abend:

Was auch immer kommt,
was mir die nächste Stunde,
der nächste Tag bringen mag:
ich kann es zunächst,
wenn es mir ganz unbekannt ist,
durch keine Furcht ändern.
Ich erwarte es mit vollkommenster innerer Seelenruhe,
mit vollkommener Meeresstille des Gemüts.

Durch Angst und Furcht
wird unsere Entwicklung gehemmt.
Wir weisen durch Wellen
der Furcht und Angst zurück,
was in unsere Seele
aus der Zukunft heran will.

Die Hingabe an das,
was man göttliche Weisheit
in den Ereignissen nennt;
Die Gewissheit,
dass das,
was kommen wird,
sein muss,
und dass es auch
nach irgendeiner Richtung
seine guten Wirkungen haben müsste:
das Hervorrufen dieser Stimmung in Worte,
in Empfindungen,
in Ideen,
das ist die Stimmung
des Ergebenheitsgebetes.

Es gehört zu dem,
was wir in dieser Zeit
lernen müssen:

Aus reinem Vertrauen zu leben,
ohne Daseinssicherung,
aus dem Vertrauen
auf die immer gegenwärtige Hilfe
der geistigen Welt.

Rudolf Steiner


Die Corona-Regeln

1.
Im Prinzip dürfen Sie das Haus nicht verlassen, aber wenn Sie es möchten, dann dürfen Sie es schon.

2.
Masken sind nutzlos, aber Sie sollten unbedingt eine tragen, denn sie kann Leben retten.

3.
Alle Läden sind geschlossen, ausser die, die geöffnet sind.

4.
Dieses Virus ist tödlich, aber dennoch nicht allzu beängstigend, außer dass es eventuell zu einer globalen Katastrophe führt, bei der dann sehr viele sterben.

5.
Jeder muss ZUHAUSE bleiben, aber es ist wichtig auch RAUSZUGEHEN, besonders bei Sonnenschein, aber es ist besser, nicht rauszugehen, außer natürlich für Sport, aber eigentlich NEIN ...

6.
Es gibt keinen Mangel an Lebensmitteln im Supermarkt, aber es gibt viele Dinge, die fehlen und andere sind zur Zeit nicht da.

7.
Das Virus hat keine Auswirkungen auf Kinder, außer auf diejenigen, auf die es sich auswirkt..

8.
Tiere sind nicht betroffen, aber es gibt immer noch eine Katze, die im Februar in Belgien positiv getestet wurde, als sonst noch niemand getestet wurde, plus ein paar Tiger hier und da und selten Hunde, eigentlich keine Hunde, aber manchmal doch auch schon ...
Jegliche Oberflächen, ausser das Fell ihres Haustieres, können die Krankheit natürlich übertragen.

9.
Sie werden viele Symptome haben, wenn Sie krank sind, aber Sie können auch ohne Symptome krank werden, Symptome haben, ohne krank zu sein, oder ansteckend sein, ohne Symptome zu haben, sowie visa versa.

10.
Man kann nicht in Altersheime gehen oder seine Grosseltern besuchen, aber man muss sich um die Alten kümmern und am besten Lebensmittel und Medikamente mitbringen.

11.
Das Virus bleibt auf verschiedenen Oberflächen zwei Stunden lang aktiv, nein vier, nein sechs, nein, habe ich Stunden gesagt, vielleicht Tage? Aber es braucht eine feuchte Umgebung. Aber eigentlich nicht unbedingt.
Das Virus bleibt eigentlich nicht in der Luft, aber öfter mal schon. Vor allem in einem geschlossenen Raum..
Es handelt sich hier grundsätzlich nicht um Schmierviren aber eine Schmierinfektion wäre möglich.

12.
Wir sollten so lange eingesperrt bleiben, bis das Virus verschwindet, aber es wird nur verschwinden, wenn wir eine kollektive Immunität erreichen, also wenn es zirkuliert..
Dafür dürfen wir nicht zuviel eingesperrt sein, deswegen bleiben sie besser die meiste Zeit über Zuhause.

13.
Sollten Sie erkrankt gewesen sein, werden Sie möglicherweise später wieder erkranken, dazwischen sind Sie aber immun.

14.
Goldene Regel: Benutzen Sie ihr Gehirn und wenn nicht, halten sie einen enorm großen Vorrat an Mehl, Hefe, Nudel und Toilettenpapier bereit - das wird helfen.

In diesem Sinne ...
Nehmt euch das zu ♥️.
Das wird Euch retten.
Oder auch nicht.

Botschaft vom Weißen Adler

Botschaft vom Weißen Adler, nordamerikanischer Hopi-Indianer, vom 16. März 2020

Der Augenblick, den die Menschheit jetzt durchlebt, kann als ein Portal und als ein Loch gesehen werden.

Die Entscheidung, in das Loch zu fallen oder durch das Portal zu schreiten, liegt bei dir.

Wenn du das Problem bedauerst und 24 Stunden täglich Nachrichten konsumierst, mit wenig Energie, ständig nervös, pessimistisch, wirst du ins Loch fallen. Aber wenn du diese Gelegenheit nutzt, um einen Blick auf dich selbst zu werfen, Leben und Tod neu zu bedenken, gut für dich und andere zu sorgen, wirst du das Portal durchschreiten.

Sorge gut für dein Zuhause, für deinen Körper. Verbinde dich mit deinem geistigen Zuhause.

Wenn du für dich selbst gut sorgst, sorgst du auch für alles andere. Verpasse nicht die spirituelle Dimension dieser Krise; schaue wie ein Adler, der von oben auf das Ganz schaut und mehr Weitblick hat.

Diese Krise ist eine gesellschaftliche Herausforderung, aber auch eine spirituelle. Beide gehen Hand in Hand. Ohne die gesellschaftliche Dimension stürzen wir ab in Fanatismus. Aber ohne die spirituelle Dimension stürzen wir ab in Pessimismus und Sinnlosigkeit.

Nimm deinen Werkzeugkasten. Nutze alle Werkzeuge, die du zur Verfügung hast. Für diese Krise wurden sie vorbereitet.

Lerne von den indianischen Ureinwohnern und den afrikanischen Völkern das Standhalten: Wir wurden immer und werden noch ausgerottet. Aber wir haben nicht aufgehört zu singen, zu tanzen, ein Feuer zu entzünden und Spaß zu haben. Fühle dich nicht schuldig, wenn du in dieser schwierigen Zeit glücklich bist.

Es hilft gar nichts, traurig und kraftlos zu sein. Hilfreich ist, wenn jetzt gute Dinge aus dem Universum kommen. Das Standhalten besteht in Freude. Und wenn der Sturm vorüberzieht, wird jeder einzelne von euch sehr wichtig sein, um diese neue Welt wieder aufzubauen.

Du musst wohlauf und stark sein. Und dafür gibt es keinen anderen Weg als eine schöne, freudige und lichte Schwingung aufrechtzuerhalten. Das hat nichts mit Verrücktheit zu tun.

Es ist eine Strategie des Standhaltens.

Darin liegt die Aufgabe:
Erlaube dir, diese Zeit zu nutzen, um deine Rituale der Visionssuche durchzuführen. Welche Welt möchtest du für dich selbst erbauen? Im Moment kannst du dies tun: Heitere Gelassenheit inmitten des Sturmes. Beruhige dich, bete jeden Tag. Schaffe eine Gewohnheit, jeden Tag dem Heiligen zu begegnen.

Gute Dinge kommen heraus; am wichtigsten ist, was aus dir herauskommt.

Singe, tanze, halte stand durch Kunst, Freude, Vertrauen und Liebe. Halte stand.

Wir brauchen endlich saubere Corona-Daten

Ich heiße Viviane Fischer, bin Mutter von zwei kleinen Kindern und Rechtsanwältin in Berlin.
Ich habe Respekt vor dem Corona-Virus, aber ich habe auch Angst um meine und unsere wirtschaftliche und soziale Zukunft und ich habe größte Angst um unsere Demokratie.
Inzwischen gibt es viele Stellungnahmen renommierter Experten, dass Corona ähnlich (un)gefährlich ist wie eine Influenza und dass der ganze Lockdown sinnlos und sogar schädlich ist
So äußern sich öffentlich zum Beispiel
  • Professor Dr. Bhakdi, der meistzitierte Mikrobiologe Deutschlands (1)
  • Professor Ionnidis, Lehrstuhl Gesundheitsforschung, Biomedizinische Datenwissenschaft und Statistik an der Universität Stanford (2)
  • Frau Professor Dr. Mölling, ehemalige Direktorin des Instituts für medizinische Virologie an der Universität Zürich (3)
  • Professor Dr. Stefan Hockertz, Immunologe und Toxikologe (4)
  • Dr. Wodarg, Internist, Lungenspezialist und ehemaliger Amtsarzt (5)
  • Der Präsident der Bundesärztekammer Dr. Montgomery (6)
Die Datenbasis stimmt nicht.
  • In seine Corona-Statistik nimmt das RKI alle corona-positiv Verstorbenen auf, unabhängig von der konkreten Todesursache.(7) Viele haben aber schwere Vorerkrankungen. Auf andere Viren wie z.B. Influenza wird nicht getestet.
  • Es werden nur (noch) Personen mit Corona-Symptomen getestet, also infizierte ERKRANKTE. Die wahrscheinlich sehr hohe Dunkelziffer der bereits Immunisierten bleibt unberücksichtigt. Dies treibt die Sterbequote in die Höhe. Trotzdem ist die aktuell kursierende Sterberate mit 0,3-0,4 Prozent der ERKANKTEN Infizierten gering. Wahrscheinlich liegt die echte Gesamtsterblichkeit im Promillebereich. (8)
  • Der immer noch nicht validierte Test produziert eine Vielzahl von falsch-positiven Ergebnissen. Nach einer chinesischen Studie liegt die Übertragungsrate wohl tatsächlich bei 19,6 % statt 80%. (9)
Jeden Tag sterben in Deutschland 2500 Menschen, dies ist unsere normale Sterberate. Eine Übersterblichkeit ist bei unter 200 statistischen Corona-Toten in 18 Tagen absolut nicht gegeben.
In Italien wirken viele Sonderfaktoren: 6000 Intensivbetten für 60 Mio. Italiener, überalterte Bevölkerung, hohe Antibiotikaresistenz (10), starke Luftverschmutzung. Die Corona-Toten sind im Schnitt 80,3 Jahre alt und haben fast alle 1-3 teilweise schwere Vorerkrankungen. (11) Auch die Italiener erfassen als Corona-Toten wenig zielführend jeden corona-positiv Verstorbenen. (12)
Eigentlich klingt all das nach Entwarnung.
Gleichzeitig höre ich aber von Ihnen, Frau Merkel, und aus den Medien , dass in Kürze der Kollaps unseres Gesundheitswesen droht wegen der vielen Kranken und sterbenden Menschen.
Zur Abwehr dieser Krise soll nun das Notstandsrecht ausgerufen und das Grundgesetz teilweise ausser Kraft gesetzt werden. In Dänemark dürfen ab sofort das Militär und private Wachdienste Zwangsimpfungen und Zwangsbehandlungen vornehmen. (13)
Was ist hier los? Gibt es überhaupt eine Corona-Katastrophe? Und welchen Preis zahlen wir mit dem Lockdown? Notstandsgesetze, Zangsrekrutierungen, gar noch Zwangsimpfungen? All das hat in Deutschland keinen guten Klang.
Ich will unsere Alten und Schwachen schützen, aber die Opfer, die wir jetzt alle erbringen, müssen doch auch SINN machen.
Hilferufe von Bäckern, verzweifelte Restaurantbesitzer. So viele Existenzen, die Menschen teilweise über Generationen aufgebaut haben, werden durch den Lockdown vernichtet. Viele Menschen verlieren ihre Ersparnisse, ihre Altersabsicherung, ihren Job. Kindern wird dadurch die Zukunft verbaut. Der wirtschaftliche Schaden ist enorm. Um diesen aufzufangen, sollen die EU-Länder sich nun in Höhe von 1000 (!) Milliarden Euro verschulden. (14)
Und jetzt kommen immer weitere Einschränkungen unserer Grund- und Menschenrechte hinzu. Menschen dürfen ihre Lieben nicht mehr besuchen, auch wenn diese krank sind oder vielleicht im Sterben liegen. Wie schrecklich ist das denn? Versammlungsfreiheit weg, Meinungsfreiheit eingeschränkt. Aus Italien hören wir, dass es inzwischen verboten ist, alleine zu joggen. In Frankreich patrouilliert das Militär.
All das wegen eines höchstwahrscheinlich gar nicht bestehenden Notstandes?
Ohne valide Daten und einen echten Notstand kann es kein Notstandsrecht, kein Aussetzen des Grundgesetzes und keinen Lockdown geben, der Millionen Menschen der wirtschaftlichen Existenz beraubt und eine ganze Nation sozial und psychisch schwerst beschädigt.
Wir benötigen eine sog. Baseline-Studie, um ein zutreffendes Bild zu erhalten, wie sich das Virus in der Bevölkerung ausbreitet, wie hoch die Immunität schon ist und welche Sterbequote tatsächlich vorliegt. Bei einer Baseline-Studie wird eine demographisch repräsentative Gruppe wiederholt getestet, um die Ausbreitungsgeschwindigkeit und die Aggressivität des Virus sicher feststellen zu können.
Frau Merkel, veranlassen Sie diese Studie!

Begründung

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Viviane Fischer aus Berlin 
 

Freies Friedensgebet

Liebe Freunde

in diesen zeitlosen Tagen
trauer und bete ich,

um alle Toten des Coronavirus
und für alle Erkrankten
für alle, die jetzt einsam und abgeschottet in ihren Wohnungen sind,
und für alle kleinen Unternehmer, die vorm finanziellen Ruin stehen,
um alle Geflüchteten, die dieses Jahr auf der Flucht gestorben sind
und für alle Geflüchteten, die jetzt vor geschlossenen Grenzen stehen,
um alle, die durch Autounfälle durchs Leben gekommen sind
oder an der Luftverschmutzung durch den Verkehr starben
und für alle LKW-Fahrer, die jetzt Überstunden machen,
um alle Menschen, die sich dieses Jahr das Leben nahmen, weil sie leer und hoffnungslos geworden sind,
und für alle die gerade nicht mehr wissen, ob sie weiter leben wollen,
um alle Menschen, die dieses Jahr verhungert sind,
und für alle, die gerade hungern,
um alle, die in sinnlosen Kriegen gestorben sind
und für alle, die gerade um ihr Leben fürchten,
um jede Neugier und Lernfreude, die dieses Jahr schon in den Schulen gestorben sind
und für alle Schüler, die jetzt genauso in ihren Häusern gefangen sind, wie sonst in der Schule,
um jeden Quadratmeter Regenwald, der dieses Jahr abgeholzt wurde,
und für die Menschen, die zu dieser Arbeit genötigt sind,
um die Ozeane, die verschmutzen, um die Luft die vergiftet,
um die Arten, die aussterben.
Ich trauere um jede Lebendigkeit und Schönheit auf dieser Erde, die dieses Jahr unwiederbringlich vergangen ist.

Weil auch ich nicht weiß, was ist, bin ich bereit alle sinnvollen Maßnahmen zu tragen, die zum Schutz der älteren Generation jetzt nötig sind und ich werde mich bemühen mich so verantwortungsbewusst wie möglich zu verhalten.

Aber ich bin wachsam.
Was jetzt passiert.

Wenn Menschen zu potenziellen Überträgern von feindlichen Viren reduziert werden und vergessen wird, dass wir auch ein Immunsystem haben, dass sich stärken lässt und das Gründe hat, wenn es anfällig ist,
wenn die Demokratie und die Freiheitsrechte für die Jahrhunderte gekämpft wurde, kurzerhand aufgehoben werden,
wenn die Grenzen geschlossen werden,
wenn plötzlich unbegrenzt Gelder zu Verfügung gestellt werden,
wenn ein Teil der Wirtschaft ausgesetzt wird ohne das auch Zinsen, Mieten, Pacht und Finanzhandel ausgesetzt werden, was eine Umverteilung von unten nach oben bedeutet.
wenn alle Medien nur innerhalb eines einzigen Narrativs berichten und über nichts anderes mehr berichtet wird.

Mal bin ich erschrocken, mal aber auch hoffnungsfroh,
wenn nun überlegt wird, ein bedingungsloses Grundeinkommen für Selbstständige einzuführen,
wenn die Europäische Zentralbank überlegt den Leitzins auf unter Null zu senken und damit eine gesunde Schrumpfung der Wirtschaft möglich würde,
wenn tausende Menschen plötzlich Zeit und Ruhe haben.

Und ich werde wachsam sein,
dass die Grenzen wieder geöffnet werden,
dass die Freiheitsrechte uneingeschränkt wiederhergestellt werden und alle Kontrolle zurückgenommen wird,
dass die Finanzhilfen wirklich zu den kleinen Unternehmern fließen und nicht zu den großen Banken,
dass die journalistische Vielfalt wiederhergestellt wird,
dass in den Krankhäusern und im medizinischen System menschlichere Bedingungen hergestellt werden und auf ganzheitliche und schlichte Vorbeugung, statt auf einseitige und hochtechnisierte Bekämpfung von Krankheiten gesetzt wird,
dass dieses System, das die Schönheit und Lebendigkeit der Erde zerstört, nicht mit der gleichen Hektik weitergeführt wird.

Und
Ich warte
mit brennender Geduld,
dass diese Krise vorübergeht.

Und ich hoffe, ich wünsche, ich bete dafür,
dass dann wir alle,
mit der gleichen Fürsorge, mit der gleichen Entschlossenheit mit der gleichen Solidarität,
für alle Menschen, für alles Leben und für die Schönheit dieser Erde,
genauso wie jetzt,
das Unmögliche möglich machen.

von Emil.

Corona oh na na (eine Sammlung)



Alternative Fakten

CORONA - Alles nur Panik?

André Hahn, DIE LINKE: André Hahn: Krisenvorsorge erfordert Umdenken in der Gesundheitspolitik

Lungenfacharzt und Ex-MdB Dr. Wolfgang Wodarg sagt: es gibt keine Corona-Virus-Pandemie!

Am Telefon zur Corona-Krise: Dr. Wolfgang Wodarg

RUBIKON: Im Gespräch: „Das Angst-Virus“ (Ruediger Dahlke und Jens Lehrich)

https://www.facebook.com/Frontal21/videos/183962906387681/

Die Macht um Acht (48)

Coronavirus - Grippe mit schönem Namen | Dr. med. Andres Bircher | Naturmedizin | QS24 16.03.2020

OM C. Parkin zum Corona-Virus und dem System Angst - aus der inneren Sicht der Weisheitslehre

50% der Kliniken schließen | Corona(Computer)Virus | Angst als Geschäft [sic!]

Corona & USA vs Iran | Chip gegen Pandemie? [sic!]

GOETHEANUM - Das Coronavirus | 12 März 2020 | Georg Soldner

STANDPUNKTE • Die Pseudo-Krise


Kritik am Corona-Umgang - Prof. Dr. Stefan Hockertz, Immuntoxikologe der UniKlinik Hamburg, 25.03.20

Corona 9

Corona-Diktatur? Machtergreifung im Deckmantel der Volksgesundheit?


Die Corona-Rückwärts-Prognose: Wie wir uns wundern werden, wenn die Krise "vorbei" ist

Vorhang auf! Von Kleinkünstlern, ganz groß


Last night Julian Assange called me. Here is what we talked about

Die Welt steht still. Nur Schweden nicht (DIE ZEIT ONLINE)


Coronavirus Caused By 5G?

Doctors call for delaying deployment of 5G Due to Health Risks

RF, EMF, WIFI, 3G, 4G, 5G DAMAGES BLOOD CELLS - LIVE BLOOD ANALYSIS

"The truth about mobile phone and wireless radiation" -- Dr Devra Davis


Etwas zum Mitdenken

"Die Corona-Hysterie eignet sich perfekt dafür, um Bürgerrechte einzuschränken oder ganz abzuschaffen.

• Corona macht es möglich, dass sich Menschen freiwillig unter Quarantäne, was nichts anderes als eine andere Form von Haft ist, stellen lassen.

• Corona macht möglich, dass wir uns an verstärkte Polizei – und Militärpräsenz auf unseren Straßen gewöhnen.

• Corona macht möglich, dass sich Menschen nicht mehr versammeln dürfen oder wollen! Einschränkung der Versammlungsfreiheit (Frankreichs Gelbwesten erlahmen!)

• Corona macht möglich, dass Menschen gegen ihren Willen geimpft und zugleich verchippt werden können. Die verfassungsrechtliche „körperliche Unversehrtheit eines Menschenlebens“ ist dann passé.

• Corona macht möglich, das Bargeld, unter dem Vorwand von Ansteckung, abzuschaffen.

• Corona macht, zwecks Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung, die totale Überwachung möglich.

• Corona ist das perfekte Alibi für den Zusammenbruch des Finanzsystems. Somit bleiben die wirklichen Gründe und wahren Verursacher im Hintergrund.

• Corona lenkt womöglich davon ab, dass die Menschen in Wuhan an der Strahlung von 5G erkrankt und gestorben sind, nicht aber am Virus. Denn in Wuhan ist 5G seit Herbst 2019 vollständig ausgerollt und in Betrieb! Wurde Corona erfunden, um von der Belastung durch 5G abzulenken?

• Der Corona-Virus erzeugt Angst. Diese Angst ist ansteckender als der Virus. Und das scheint gewollt! Denn hat der Mensch erst Angst, dann lässt er alles mit sich geschehen und sich alles einreden."

Coronakrise und das Totenbuch der Tibeter 

Von Ralf Rousseau (Quelle)

Wir befinden uns mitten in einem Geschehen, das unsere Gewissheiten, Sicherheiten und unser Leben so sehr herausfordert und bedroht, wie wir es seit dem 2. Weltkrieg nicht mehr erfahren haben.

Ich finde es ist wichtig, sich zu erinnern, dass die Welt auch schon vor dieser Pandemie im Zustand der Katastrophe war. Nur, dass wir in unserer Sicherheitsblase in der „1. Welt“ davon noch nicht so viel mitbekommen haben. Das Klima der Erde verändert sich mit katastrophalen Folgen für Menschen, Tiere und Pflanzen. Es sterben seit Jahrzehnten zunehmend mehr Tierarten und Pflanzenarten aus. Es gibt Gegenden in der Welt, in der Menschen in extremer Armut, Unsicherheit, Terror, Krieg und Vertreibung leben. Diese Menschen haben das Sicherheitsgefühl, das unser Leben in den letzten Jahrzehnten bestimmt hat, niemals erfahren.
Wir wissen, dass wir in einem Zustand der Dysbalance leben, und wir wissen, dass die Weise, wie wir wirtschaften und leben ganze Ökosysteme auf unserem Planeten zunehmend zerstören wird. Wir wissen, dass es keine wirkliche Lösung ist, wenn wir jetzt einfach immer mehr Elektroautos und Solarpaneels bauen, also einfach fleißig weiterproduzieren und weiter ungebremst Ressourcen der Erde verbrauchen.

Und: Wir merken, dass wir es trotz dieses Wissens nicht schaffen, freiwillig den fundamentalen und radikalen Wandel herbeizuführen, den es bräuchte, um wieder mehr Balance in diese Welt zu bringen.

Wandel aber geschieht immer. Wandel und Veränderung ist die Natur des Lebens.
Menschen neigen individuell und kollektiv dazu, sich gegen den Wandel zu sperren. Wir wollen das einmal Erlangte bewahren solange es geht. Dieses Festhalten am Status Quo geschieht paradoxerweise auch in dann, wenn die Situation eigentlich schrecklich ist. Das kann man besonders deutlich auf der intrapsychischen Ebene beobachten. Wir verharren in ungesunden Mustern und erleben das Gefühl, dass wir in irgendetwas verfangen sind, aus dem wir einfach nicht herauskommen können.

Das alles ist sehr menschlich.

Desto mehr wir aber den natürlichen und notwendigen Wandel vermeiden und in einer Situation der Dysbalance verharren, desto heftiger wird es dann, wenn der Wandel sich dann eben doch ereignet.

Dann kommt eine Krise.

Es ist leider oft so, dass wir uns freiwillig nicht wirklich verändern. Es braucht dann die Krise, damit  Wandel stattfinden kann.
Erst durch eine Krise, die uns in den Zustand von Kontrollverlust führt, werden unsere alten Strukturen so erschüttert, dass wirklich etwas Neues entstehen kann. Es geschieht dann etwas, dass wir niemals freiwillig gewählt hätten. Die radikalste Form einer solchen Krise, die unsere Gewohnheiten und Strukturen bis ins Mark erschüttert ist der Tod. Aber der Tod kann viele Gesichter haben. Auch das Ende einer langen Partnerschaft kann ein Tod sein. Der momentane teilweise Shutdown des Weltwirtschaftssystems, das zumindest einem Teil der Menschen viel Wohlstand und Sicherheit gebracht hat, ist beängstigend, und wir haben keine Ahnung welche Konsequenzen das nach sich zieht.

Beim Tod ist es so: Etwas, von dem wir gedacht haben wir bräuchten es unbedingt, hört auf, wird uns genommen, wir wissen nicht ob etwas bleibt und wir haben keine Chance den alten Zustand wieder herzustellen. Es gibt keinen Weg zurück.

Im Totenbuch der Tibeter gibt es das Konzept von Bardo. Das Bardo ist der Zustand zwischen zwei Inkarnationen. Wir können „Inkarnation“ auch als verhärtete Struktur verstehen, an der wir festhalten. Wir sperren uns gegen das Prinzip des Wandels. Das geht eine Weile gut und dann kommt er doch, der „Tod“, die radikale ungewollte Veränderung. Nach dem Tod kommt der Bardozustand und dann kommt eine neue Inkarnation, also einen neue Form. Im Tod lösen sich die Strukturen auf und das ist häufig extrem leidvoll. Im Bardo sind wir in der Ungewissheit, im Zwischenzustand. Dies ist ein Zustand voller Angst, aber......... und jetzt kommt der wichtige Punkt: es ist auch ein Zustand mit einem extremen Veränderungs- und Erkenntnispotential.

Die Art und Weise wie wir das Bardo durchleben bestimmt die Qualität der nächsten Inkarnation.
Im Bardo liegt also eine große Chance für einen sinnvollen Wandel. Weil die alten Gewohnheiten und Tendenzen erst einmal gestorben sind, haben wir nun die Möglichkeit, tief zu schauen und zu verstehen.

Ich habe den Eindruck, wir rutschen jetzt kollektiv in einen solchen Zustand. Das alte Gewohnte wird uns zwangsweise und mit Schrecken genommen, und wir müssen in einem Zwischenzustand verharren, von dem wir nicht wissen wie lange er dauert, nicht wissen wohin er uns führt und wie wir wieder herauskommen. Deswegen besteht aus der Perspektive des tibetischen Totenbuchs die Herausforderung jetzt darin, diesen Zustand wirklich zu nutzen, um mit dem Wesentlichen in uns in Kontakt zu kommen. Dann kann die neue Inkarnation, also die neue Normalität eine bessere und menschlichere werden. Auch wenn es eine hohe Wahrscheinlichkeit hat, dass die Menschen, sobald es geht, alle „Wirtschaftsmaschinen“ so schnell wie möglich in gewohnter Weise wieder hochfahren werden; so besteht doch in genau dieser Situationen auch die Möglichkeit, aufzuwachen.

An dieser Möglichkeit möchte ich mich ausrichten.

Wir sehen es schon jetzt, dass die Krise große Wellen der Solidarität auf der Welt weckt. Ein CDU Politiker macht den Vorschlag, dass wir, solange wir es noch können, jetzt eigentlich Intensivpatienten aus Italien aufnehmen sollten (leider haben wir es nicht getan). Wenn ich im Moment durch die Straßen gehe, dann fühle ich eine tiefe Solidarität unter den Menschen. Sie achten mehr aufeinander, reden miteinander und schauen sich an.

Aber auch das Gegenteil geschieht: Menschen schotten sich ab, kaufen Waffen und denken nur an ihre eigenen Interessen und Vorteile (Mr. Trump versucht eine Firma zu kaufen, um Impfstoffe exklusiv für die USA herstellen zu lassen).
So eine Krise hat einen Brennglass- oder Turboeffekt. Daher ist es entscheidend wie wir jetzt damit umgehen und welches Bewusstsein wir verstärken.
Es braucht jetzt von uns eine klare Ausrichtung. Wir alle können daran mitwirken, dass Kräfte von Einsicht und Mitgefühl wachsen. Dann kann uns diese Krise vielleicht genau den Schwung geben, der uns hilft, in eine neue Normalität (Inkarnation) zu kommen, in der wir als Menschen im Einklang mit der Erde und den Tieren und in Frieden miteinander leben können.

Ich weiß, das klingt sehr optimistisch, aber was bleibt uns?


Corona-Krise – Eine Zeit intensiver Transformation

von Stephan Maey (Quelle)

Sars-Cov-2 – ein Virus, der oder das uns alle beschäftigt. Ein Virus nach dem lateinischen Wort corona – Krone – benannt. Die Krone aus der Welt der Kleinstlebewesen – bzw. der “Nicht-Lebewesen”, da ist sich die Wissenschaft nicht einig – stellt die “Krone der Schöpfung” vor eine existentielle Herausforderung. Weltweit. Und als Gegenmaßnahme ist eine aktuelle Konsequenz in vielen Teilen dieser Welt der (Fast-)Stillstand des öffentlichen und zum Teil auch des wirtschaftlichen Lebens.
Stillstand. Mmh. Insbesondere in leistungsorientierten Gesellschaften, wie der unseren, die sich in großer Abhängigkeit vom wirtschaftlichen Output befinden, ist dies das vielleicht noch größere Bedrohungspotential. Systemsprengstoff!? Die Angst geht um.

Es ist dies somit eine absolut fundamentale (System-)Krise und gleichzeitig eine unfassbare Chance für jede(n) einzelne(n). Nicht nur Bedrohung. Bedrohung des Alten birgt ja immer und grundsätzlich die Chance auf Neues. Und STILLSTAND – ist es nicht das, was diese Welt total gut gebrauchen kann? Diese Welt mit all ihren Hamsterrädern (deswegen vielleicht auch Hamsterkäufe? Ein antrainierter Reflex?), ihrer Immer-was-zu-tun-haben-müssen-Neurose, ihren unzähligen sich permanent wandelnden Fakten und Fakenews, ihrer medialen Hysterie, ihrem Wir-haben-recht-und-Du-bist-schuld-Denken,  ihrer zum Teil peinlich unreflektierten “Vernunfts”-Hörigkeit, ihrem Kontrollfimmel, ihrem penetranten Ausgrenzungsdenken: “Du bist/denkst/fühlst anders, geh weg!” – und da können z.B. Mitglieder der AfD ebenso ein Lied von singen, wie z.B. ethnische Minderheiten überall auf der Welt – , mit all ihren Artenzerstörungs- und Klimaveränderungsproblemen. Ist es nicht irgendwo auch fantastisch, dass einfach mal alles still steht? Vermutlich auch weniger CO2 rausgepustet wird und Menschen die Vögel in Großstädten viel lauter singen hören können als sonst – wie mir eine Kursteilnehmerin aus Köln heute per E-Mail schrieb? 

Ist es nicht auch ein Geschenk, dass einige ggf. sogar in den Luxus kommen, Zeit zu haben Dinge zu tun, die sonst immer hinten überfallen? Mal wieder in Ruhe kochen, einfach mal aus dem Fenster gucken, Stephans unerträglich lange Blogartikel lesen? Ist es nicht auch inspirierend, dass einfach mal vieles still steht? Menschen sich potentiell sehr hingebungsvoll sich selbst begegnen können? Ohne Ablenkung! Oder ist eben auch das Teil der Herausforderung? Stillsein ist ja nicht einfach. Und staatlich verordnete Freiheitsbeschränkung und Überwachung der Mobilfunkdaten (wie aktuell zumindest teilweise der Fall) hinterlässt grundsätzlich auch immer einen faden Beigeschmack. Unabhängig davon, ob nötig oder nicht.

Natürlich gilt dieser Stillstand nicht für alle Teile der Gesellschaft. Im pflegerischen und medizinischen Bereich, in Krankenhäusern und Arztpraxen wird vermutlich kaum jemand von Stillstand sprechen aktuell. Genau deswegen wird der Stillstand in anderen Bereichen ja herbeigeführt, dass sich die Geschwindigkeit im medizinischen Sektor nicht überschlägt und das komplette Gesundheitssystem kollabiert. So die Idee.

So ist diese Krise und die damit ganz real und sehr spürbar einhergehende Bedrohung unseres gesellschaftlichen Systems eben auch eine Zeit der  Transformation. Wie grundsätzlich jede Krise. Und es wird zwangsläufig und unausweichlich massive Veränderungen geben. Nein – es hat bereits massive Veränderungen gegeben. Dafür ist das, was gerade gesellschaftlich-politisch passiert einfach zu krass. Transformation im großen Stil hat bereits stattgefunden. Die Welt wie sie vor kurzem noch war – passè. Unwiderruflich. Fakt. Ein paar Wochen starker Fokus auf den oder das Virus, komplett andere Welt. Dauerhaft. Fakt. Das bringt Ängste und große Unsicherheit mit sich. Auch viel Solidarität, die sich uns offenbart. Schön. 

Aber auch problematische zwischenmenschliche und gesellschaftliche Themen werden dem Beobachter und der Beobachterin gerade eindrucksvoll und sehr klar auf großer Bühne präsentiert: Polarisierung, das schon fast kollektive Versagen andere Meinungen ernst zu nehmen und wertzuschätzen (die Sicht auf den “vernünftigen” Umgang mit Corona ist – wie immer – durchaus facettenreich), stumpfe Appelle an die Vernunft (“Ja, aber aus welcher Perspektive gesprochen vernünftig? Mmh? Ist das immer so eindeutig?”), zum Teil Schuldzuweisungen (hätte, hätte, hätte), zum Teil auch anteilsnahmlose Gleichgültigkeit, ebenso wie der Wunsch nach “dem konsequenten starken Mann oder der konsequenten starken Frau” als Problemlöser*in. Unabhängig von all dem – Transformation hat bereits stattgefunden. Transformation wird weiterhin stattfinden. Immer. Wieder.

Es ist unrealistisch anzunehmen, dass diese Transformation in einem großen Knall endet und wir alle in einem Post-Corona-Paradies aufwachen jenseits all der weiter oben beschriebenen Probleme des Menschseins. Da ist die “großer Knall und alles so richtig kaputt”-Variante leider realistischer. Aber es ist die große Chance eines jeden und einer jeden von uns, Herz und Geist weit zu öffnen und zu schauen, was sich da gerade alles abspielt gesellschaftlich, zwischenmenschlich und innerseelisch bei uns selbst. WIR – als soziales und kulturelles Kollektiv, aber auch als Individuen – also jeder und jede einzelne – haben die Möglichkeit mitzugestalten, wie genau diese Transformation und neue Andersartigkeit sich entwickelt.  So sehr auch Angst und Unbehagen mitschwingen und gesellschaftlich sehr spürbar sind – ich freue mich darauf. Freue mich auf diese Chance, hier auch konstruktiv mitgestalten zu können. Vielen Dank, Leben.
 
Ganz pragmatisch – das ja auch immer wieder wichtig – gibt es aber auch konkrete Dinge, die jede und jeder von uns tun kann, um den aktuellen Herausforderungen zu begegnen (such Dir aus, was für Dich passt):
  • Dich erden, denn die aktuelle Atmosphäre ist sehr sehr luftig, zum Teil hysterisch, mit sich permanent überschlagenen Ereignissen (im Kontrast zum Stillstand) und Gedanken und Gefühle haben da ggf. die Tendenz sich zu verselbstständigen
  • Spazierengehen, möglichst viel draußen sein in der Natur oder in einem Park (soweit wie noch möglich) hilft dabei dich zu erden und stärkt nebenbei dein Immunsystem
  • Viel und bewusst atmen (wir haben es ja mit der Konfrontation einer potentiell tödlichen Atemwegserkrankung ähnlich wie der klassischen Grippe zu tun)
  • im (realen oder medialen) Kreis von Menschen Austausch und Gemeinsamkeit erleben – Du bist nicht allein, (die Angst vor) Isolation braucht auch Begegnung und Kontakt!
  • Respektvoll mit dem Wunsch nach Abstand vieler Menschen umgehen und Dich und andere somit auch selbst schützen!
  • für andere beten, bitten und auch Dank sagen – solidarisches Verhalten ist Lebensfreude pur und stärkt somit wieder das Immunsystem – denn wir sind grundsätzlich emphatische Wesen!
  • dich um deine eigenen seelischen, emotionalen und körperlichen Bedürfnisse kümmern: Sport treiben soweit das möglich ist (finde Wege!), inspirierende und nährende Bücher lesen oder Filme gucken, singen und tönen, dabei Emotionen wahrnehmen und zum Ausdruck bringen, dein Bewusstsein öffnen um persönliche Transformation zu ermöglichen (positive Ausrichtung: Ja, ich bin offen! – Erdung vorausgesetzt), Yoga/Meditation (etc.) üben
  • viel frische Nahrung, vor allem wenig Zucker und Auszugsmehl
  • ein Extra für dein Immunsystem: Firecider – ein natürliches Produkt, um dich von innen heraus zu stärken und zu schützen. Eine Anleitung findest Du hier.
Ich wünsche Dir, mir selbst und uns allen – den Menschen, Viren (die genauso dazugehören) und dem ganzen Planeten einen vertrauensvollen und heilbringenden Weg im Sinne der Evolution durch diese Zeit intensiver Transformation. Vertrauen. Liebe. Freiheit.

Corona Oh Na Na

Rudolf Steiner über Bakterien und Seuchen

* Rudolf Steiner, Auszug aus einem Vortrag für Mitglieder der Anthroposophischen (damals Theosophischen) Gesellschaft, 5. Mai 1914, enthalten in Band 154 der Gesamtausgabe:

In unserer Zeit gibt es bekanntlich eine Furcht, die sich ganz sinngemäß vergleichen lässt mit der mittelalterlichen Furcht vor Gespenstern. Das ist die heutige Furcht vor den Bazillen. Die beiden Furchtzustände sind sachlich ganz dasselbe. Sie sind auch insofern ganz dasselbe, als ein jedes der beiden Zeitalter, das Mittelalter und die Neuzeit sich so verhalten, wie es sich für sie schickt. Das Mittelalter hat einen gewissen Glauben an die geistige Welt; es fürchtet sich selbstverständlich dann vor geistigen Wesenheiten. Die neuere Zeit hat diesen Glauben an die geistige Welt verloren, sie glaubt an das Materielle, sie fürchtet sich also vor materiellen Wesenheiten, wenn diese auch noch so klein sind.

Ein Unterschied könnte, nicht wahr, sachlich höchstens darin gefunden werden, dass die Gespenster doch wenigstens gewissermaßen anständige Wesen sind gegenüber den kleinwinzigen Bazillen, die keineswegs eigentlich, ich möchte sagen, wirklich Staat machen können mit ihrem Wesen, so dass man sich wirklich so ernsthaftig fürchten könnte vor ihnen wie vor einem anständigen Gespenst.

Nun soll ja damit selbstverständlich nicht gesagt werden, dass die Bazillen durchaus gepflegt werden sollen, und dass es etwas Gutes ist, recht viel sozusagen mit Bazillen zusammenzuleben. Das soll durchaus nicht gesagt werden. Aber es widerspricht auch nicht dem, was gesagt wurde, denn schließlich Bazillen sind gewiss da, aber Gespenster waren auch da. Für diejenigen, die an die geistige Welt wirklich glauben konnten, ist nicht einmal in Bezug auf Realität ein Unterschied in dieser Beziehung.

Nun handelt es sich darum, und das ist das Wesentliche, was heute hervorgehoben werden soll, dass Bazillen nur dann gefährlich werden können, wenn sie gepflegt werden. Pflegen soll man die Bazillen nicht. Gewiss, da werden uns auch die Materialisten recht geben, wenn wir die Forderung aufstellen, Bazillen soll man nicht pflegen. Aber wenn wir weitergehen und vom Standpunkt einer richtigen Geisteswissenschaft davon sprechen, wodurch sie am meisten gepflegt werden, dann werden sie nicht mehr mitgehen, die Materialisten.

Bazillen werden am intensivsten gepflegt, wenn der Mensch in den Schlafzustand hineinnimmt nichts anderes als materialistische Gesinnung. Es gibt kein besseres Mittel für diese Pflege, als mit nur materialistischen Vorstellungen in den Schlaf hineinzugehen und von da, von der geistigen Welt, von seinem Ich und Astralleib aus zurückzuwirken auf die Organe des physischen Leibes, die nicht Blut und Nervensystem sind. Es gibt kein besseres Mittel, Bazillen zu hegen, als mit nur materialistischer Gesinnung zu schlafen.

Das heißt, es gibt noch wenigstens ein Mittel, das ebenso gut ist wie dieses. Das ist, in einem Herd von epidemischen oder endemischen Krankheiten zu leben und nichts anderes aufzunehmen als die Krankheitsbilder um sich herum, indem man einzig und allein angefüllt ist mit der Empfindung der Furcht vor dieser Krankheit. Das ist allerdings ebenso gut. Wenn man nichts anderes vorbringen kann vor sich selber als Furcht vor den Krankheiten, die sich rundherum abspielen in einem epidemischen Krankheitsherd und mit dem Gedanken der Furcht hineinschläft in die Nacht, so erzeugen sich in der Seele die unbewussten Nachbilder, Imaginationen, die durchsetzt sind von Furcht. Und das ist ein gutes Mittel, um Bazillen zu hegen und zu pflegen. Kann man nur ein wenig mildern diese Furcht durch werktätige Liebe zum Beispiel, wo man unter den Verrichtungen der Pflege für die Kranken etwas vergessen kann, dass man auch angesteckt werden könnte, so mildert man auch durchaus die Pflegekräfte für die Bazillen.

Diese Dinge werden ja in der Geisteswissenschaft nicht bloß vorgebracht, um auf den Egoismus der Menschen zu spekulieren, sondern um Tatsachen der geistigen Welt zu schildern. So sehen wir, dass wir es eigentlich im Leben in diesem konkreten Fall sehr wohl mit der geistigen Welt zu tun haben, denn wir wirken tatsächlich selber aus der geistigen Welt heraus vom Einschlafen bis zum Aufwachen. Und wahrhaftig mehr als durch alle Mittel, die jetzt von der materialistischen Wissenschaft vorgebracht werden gegen all das, was Bazillen heißt, wahrhaftig mehr, unsäglich reicher für die Menschheitszukunft könnte man wirken, wenn man den Menschen Vorstellungen überlieferte, durch die sie vom Materialismus weggebracht werden und zu werktätiger Liebe vom Geiste aus angespornt werden konnten.

Immer mehr und mehr muss sich im Laufe dieses Jahrhunderts die Erkenntnis verbreiten, wie die geistige Welt auch für unser physisches Leben absolut nicht gleichgültig ist, wie sie für die physische Welt ihre durchdringende Bedeutung hat, weil wir in der Tat vom Einschlafen bis zum Aufwachen in der geistigen Welt drinnen sind und da von ihr aus wirksam bleiben für den physischen Leib. Wenn sich das auch nicht unmittelbar zeigt, so ist es doch der Fall.

Nun wird man sich an eines gewöhnen müssen, wenn man diese Dinge im richtigen Lichte betrachten will. Man wird sich daran gewöhnen müssen, dass dasjenige, was man direkt als Heilkraft der Geisteswissenschaft zu betrachten hat, wirken muss durch die menschliche Gemeinschaft. Denn man möchte sagen, was hätte es für eine Bedeutung, wenn irgendein einzelner Mensch da oder dort in die geistigen Welten beim Einschlafen hineingeht jedesmal mit denjenigen Gedanken, die der geistigen Welt zugeneigt sind, und ringsherum sind die anderen, die mit materialistischen Gedanken, materialistischen Empfindungen und Furchtempfindungen — die ja immer mit dem Materialismus zusammenhängen —, Heger und Pfleger der Bazillenwelt sind.

Was ist sie eigentlich, diese Bazillenwelt? Ja, da kommen wir auf ein Kapitel, über das etwas zu wissen, recht wesentlich ist für das menschliche Leben. Wenn wir draußen in der Natur die Luft erfüllt finden mit Vogelgattungen aller Art, das Wasser mit Fischen, wenn wir verfolgen dasjenige, was kriecht über die Erde, was sich auf ihr tummelt und so den äußeren Sinnen zeigt, was da lebt in der Natur, da haben wir es zu tun mit Wesenheiten, von denen wir eigentlich durchaus ganz richtig sprechen, wenn wir sagen: Sie sind doch in irgendeiner Form, selbst dann, wenn sie da oder dort schädlich eingreifen in die Naturwirkungen, sie sind doch Geschöpfe der sich fortentwickelnden Gottheit.

In dem Augenblick aber, wo wir auf diejenigen Wesen kommen, die den Wohnplatz ihres Wirkens in anderen lebenden Wesen haben, in Pflanzen, Tieren oder Menschen, da haben wir es zu tun, insbesondere wenn es sich handelt um bazillenähnliche Geschöpfe, die im tierischen oder menschlichen Leibe, namentlich die im menschlichen Leibe sind, da haben wir es allerdings auch zu tun mit Geschöpfen von geistigen Wesenheiten, aber mit Geschöpfen Ahrimans.

Und richtig betrachtet man die Anwesenheit solcher Geschöpfe innerhalb unserer Welt, wenn man sich klar darüber ist, dass alle diese Wesenheiten zusammenhängen mit geistigen Tatsachen, mit den Beziehungen des Menschen zu Ahriman. Und diese Beziehungen des Menschen zu Ahriman werden hergestellt, wie wir wissen, durch materialistische Gesinnung oder rein egoistische Furchtzustände. Und richtig betrachtet man das Verhältnis, in dem vorhanden sind solche parasitäre Wesenheiten in der Welt, wenn man sagt: Da wo sich diese parasitären Wesenheiten zeigen, sind sie ein Symptom für das Eingreifen Ahrimans in die Welt.

Und wenn wir an einem solchen Beispiel sehen, dass es tatsächlich nicht einerlei ist, ob der Mensch, wenn er des Abends einschläft, in die geistige Welt, in der er ist zwischen Einschlafen und Aufwachen, hinübernimmt reine materialistische Vorstellungen oder geistige Vorstellungen, wenn wir einsehen, dass das nicht einerlei ist, dann hören wir auch auf, davon zu sprechen, dass es etwa einerlei sein könnte, schon in dieser Welt etwas zu wissen vom Geiste oder nichts zu wissen vom Geiste.

So müssen wir allerdings an einem bestimmten Punkte einsetzen, wenn wir uns so recht vor Augen rücken wollen die große Bedeutung der geisteswissenschaftlichen Forschung schon für dieses menschliche Leben zwischen Geburt und Tod.

* Rudolf Steiner, Auszug aus den Gedenkworten für Oda Waller und Christian Morgenstern, am 9. Mai 1914 vor Mitgliedern der Anthroposophischen (damals Theosophischen) Gesellschaft gesprochen, enthalten in Band 261 der Gesamtausgabe: 

Nicht wahr, in Bezug auf gewisse Dinge ändert sich das menschliche Leben, aber gewisse Grundnuancen dieses Lebens bleiben ja doch gleich durch lange Zeiten hindurch. So gab es im Mittelalter eine bestimmte Furcht, die Furcht, die heute ja gilt als der finstere Aberglaube des Mittelalters, die sogenannte Gespensterfurcht, die Furcht vor allen möglichen Elementarwesen, vor Gespenstern. Nun, das ist für die heutige Zeit ein mittelalterlicher Aberglaube.

Aber die heutige Zeit, sie hat sozusagen den Gegenstand geändert, aber nicht die Furcht, denn die heutige Zeit fürchtet sich ebenso wie das Mittelalter vor Gespenstern, sie fürchtet sich vor den sogenannten Bazillen und ähnlichen Wesenheiten. Nun könnte man sogar sagen, dass Gespenster verhältnismäßig anständigere Wesen noch waren, vor denen man sich eher fürchten konnte, als vor den Wesenheiten, die man heute als Bazillen und ähnliches bezeichnet. Und geändert hat sich eigentlich nur das an der Sache, dass man dazumal mehr geistig gesinnt war und sich vor geistigen Elementarwesen gefürchtet hat; jetzt ist man mehr materiell gesinnt, und die Gespenster müssen physisch sein. Das entspricht auch dem Zeitalter des Materialismus mehr.

Nicht das wollte ich aber hervorheben, sondern das, dass in der Tat die okkulte Wissenschaft uns zeigt, dass Bazillen zum Beispiel im menschlichen Leibe gepflegt werden müssen, wenn sie wirklich gedeihen sollen. Sie müssen von Menschen gepflegt werden. Nun wird selbstverständlich jeder Mensch in der Gegenwart sagen, es wäre töricht, Bazillen geradezu zu mästen, zu pflegen, sie zu veranlassen, möglichst zahlreich zu werden. Aber es handelt sich nicht darum, dass man Grundsätze hat, und welche Grundsätze man hat, sondern darum, dass man die Sache vom richtigen Gesichtspunkt aus anzusehen vermag.

Und nun kann vor der geisteswissenschaftlichen Erkenntnis nicht geleugnet werden, dass zum Beispiel ein Ich und ein Astralleib, die sich nur füttern mit materialistischen Vorstellungen, die abweisen alle spirituellen Vorstellungen, die abweisen allen Spiritualismus, davon nichts wissen wollen, wenn sie schlafend aus dem Leibe hinausgehen, aus der geistigen Welt Kräfte in die Organe hineinstrahlen, die geradezu förderlich sind für das Bazillenleben. Man kann, wenn man Bazillen recht mästen will, nichts Besseres tun, als rohe materialistische Vorstellungen in den Schlaf mit hineinnehmen und dadurch ahrimanische Kräfte aufrufen, welche einstrahlen in den Organismus und zu Bazillenpflegern werden.

Nun müssen wir, wenn wir eine solche Sachlage in der richtigen Weise beurteilen wollen, uns klar machen, dass in dem Augenblick, wo wir die Betrachtung auf das geistige Leben erstrecken, wir sogleich ins Auge zu fassen haben, was menschliche Gemeinschaft heißt. Denn das Zusammenwirken in der menschlichen Gemeinschaft erweist sich sogleich in ungeheurem Maße größer, wenn es sich handelt um geistige Wirkungen, als um diejenigen, die sich bloß vollziehen auf dem physischen Plan.

Man könnte nämlich sagen, nun könnte also jemand am besten tun, um ja keine Bazillen in seinem Leibe schädlich werden zu lassen, als Heilmittel anzuwenden, sich mit spirituellen Vorstellungen schlafen zu legen. Vielleicht wäre das sogar ein Mittel, wenn man es äußerlich klinisch beweisen würde, dass die hartgesottensten Materialisten der Zukunft sich verschreiben ließen geradezu spirituelle Vorstellungen, und auf diese Weise einiges erhofft werden könnte für das spirituelle Leben.

Nun aber, so einfach liegt die Sache nicht, denn es beginnt gleich die Bedeutung des gemeinschaftlichen Lebens, wenn es sich um Geistiges handelt, und da können wir sagen: Es nützt vielleicht gar nichts dem einzelnen, wenn er solche spirituellen Vorstellungen hegt, wenn die anderen ringsherum mit materialistischen Vorstellungen zu Bazillenpflegern werden, denn da pflegt einer für den anderen. Das ist das Wichtige, was wir ins Auge fassen müssen. Deshalb muss immer wiederum betont werden, was ich auch hier schon besprochen habe: Geisteswissenschaft als solche kann das eigentlich Fruchtbare, das sie zu leisten hat für die Menschheit, sozusagen nicht bloß individuell leisten; es genügt nicht, dass der Einzelne die geisteswissenschaftlichen Dinge aufnimmt, sondern Geisteswissenschaft muss in Geduld warten, bis sie ein Kulturfaktor wird, bis sie die Herzen und Seelen vieler durchzieht; dann erst wird sich zeigen, was sie den Menschen sein kann.

Es gibt allerdings etwas, was ebenso stark auf die ahrimanischen Wesenheiten wirkt, die wir in den Bazillen zu beobachten haben. Ich sage: ahrimanische Wesenheiten. Ich kann Ihnen leicht einen Unterschied sagen zwischen ahrimanischen Wesenheiten und anderen Wesenheiten, es geht leicht, das zu unterscheiden, auch äußerlich.

Wir sehen gewissermaßen rund um uns herum die Natur mit ihren Geschöpfen erfüllt. Alles, was unmittelbar draußen lebt in der Natur, hat gewissermaßen sein Leben von den fortschreitenden guten weisen Schöpfern. Alles das, was sein Dasein aufschlägt in anderen Organismen und da vorzugsweise gedeiht, ist unter den Geschöpfen luziferischer oder ahrimanischer Art. Alles Parasitäre ist auf luziferischen oder ahrimanischen Ursprung zurückzuführen; das muss festgehalten werden, denn dadurch können wir im Reiche der Natur sehr leicht unterscheiden.

Eines, sagte ich, gibt es noch, was außerordentlich förderlich ist diesen ahrimanischen Geschöpfen, die als Parasiten im menschlichen Leibe leben, das ist das Folgende. Nehmen wir an, wir leben in einer Epidemie drinnen oder in einer Seuche. Selbstverständlich muss da einer für den anderen stehen, und da tritt das menschliche Gemeinschaftswesen und all das, was damit zusammenhängt, in ungeheurer Stärke auf, weil tatsächlich die karmischen Zusammenhänge so sein können, dass der, der durch individuelle Betätigung am wenigsten geeignet scheint, der Epidemie zu verfallen, doch ihr verfällt. Aber im allgemeinen gilt trotzdem — wir dürfen uns durch den Schein nicht täuschen lassen —, was ich jetzt sagen werde:

Wenn man umgeben ist von den der Krankheit verfallenen oder sterbenden Menschen und diese Bilder zunächst aufzunehmen hat und dann mit diesen Bildern in den Schlaf zieht und nichts hineindringt als die egoistische Furcht, dann durchtränkt sich die Imagination, die aus diesen Bildern entsteht und während des Schlafes in der Seele lebt, mit der egoistischen Furcht, und das bewirkt, dass da schädliche Kräfte einschlagen werden in den menschlichen Leib. Furcht-Imaginationen sind dasjenige, was tatsächlich pflegende Kräfte für des Menschen ahrimanische Feinde abgibt.

Wenn sich ausbreitet eine edle Gesinnung, so dass die egoistische Furcht zurücktritt, und das liebende Helfen unter den Menschen wirkt und in den menschlichen Schlaf nun hineingeht, nicht mit Furcht-Imaginationen, sondern mit dem, was das liebende Helfen bewirkt, dann bedeutet das Schaden für die ahrimanischen Feinde des Menschen. Und es ist tatsächlich wahr, dass man erfahren würde, was die Ausbreitung einer solchen Gesinnung auf das Beendigen von Epidemien wirken könnte, wenn man sich danach benehmen würde.

Ich deute Ihnen damit an, wie einmal, was heute noch nicht sein kann, von der Erkenntnis des geistigen Lebens heraus im sozialen Menschenleben gewirkt werden wird, wie die menschlichen Seelen in geistiger Erkenntnis erstarken werden und wie die in die Gesinnung übergehenden geistigen Erkenntnisse vom Geiste heraus gesundend auch auf das materielle Erdenleben wirken werden.

Uns gegenseitig unterstützen!

Drei Suchende Menschen entdecken mit Dreißig Jahren die Anthroposophie als Richtschnur für ihre menschliche Entwicklung. Mit dreiunddreißig entscheiden sie, die geisteswissenschaftlichen Erkenntnisse Rudolf Steiners in ihre Berufe einfleißen zu lassen. Der eine macht eine biologisch-dynamische Ausbildung, der zweite eine Waldorffortbildung, die dritte ein anthroposophiches Medizinstudium. Endlich, so freuen sich die drei, hat ihr Wirken einen Sinn. Sie arbeiten an der Zukunft. Was der eine in die Landwirtschaft bringt, bringen seine Gefährten in die Bildung und in die Medizin. Alle eint das Sich-Einsetzen-für das Anthroposophische. Eines Tages findet ein Treffen beim einem der drei Anthroposophen statt. Nach dem Essen geht der anthroposophische Landwirt zum Kühlschrank, um den Wein zu holen. Als er die Kühlschranktür öffnet, fällt sein Blick auf eine Reihe Billig-Joghurt vom Discounter. Er runzelt die Stirn und wundert sich: Warum unterstützt er mich nicht? Er blickt umher und sieht: die Möbel sind aus dem Möbelhaus, das Hauskonto ist bei der Standardbank, die Kleider aus dem Kaufhaus, die Kekse nicht mal Bio. Er geht zurück zu den anderen, setzt sich wieder an den Tisch und fragt: Wieso unterstützen wir uns nicht gegenseitig?

Das Konzept "Bildung" in einer kurzen Geschichte

Eine Mutter brachte ihren kleinen Sohn zu Mahatma Gandhi. „Bitte Mahatma“, flehte sie. „Sage meinem Sohn, er soll aufhören, Zucker zu essen.“
Der Mahatma besann sich und sagte: „Gute Frau, komm in zwei Wochen wieder mit deinem Sohn.“
Verwirrt bedankte sich die Frau und sagte, sie würde tun, wie ihr genießen.
Nach zwei Wochen kam sie wieder mit ihrem Sohn. Gandhi schaute dem Kleinen fest in die Augen und sagte: „Hör auf, Zucker zu essen.“
Dankbar, aber ziemlich verwundert, fragte die Frau den Mahatma: „Warum sollte ich zwei Wochen warten? Damals hättest du ihm das selbe sagen können.“
„Vor zwei Wochen“, antwortete Ghandi, „habe ich selbst noch Zucker gegessen.“

Ich suche nicht – ich finde.

Ich suche nicht – ich finde.
Suchen – das ist Ausgehen von alten Beständen und ein Finden-Wollen von bereits Bekanntem im Neuem.
Finden – das ist das völlig Neue!
Das Neue auch in der Bewegung.
Alle Wege sind offen und was gefunden wird, ist unbekannt.
Es ist ein Wagnis, ein heiliges Abenteuer!
Die Ungewißheit solcher Wagnisse können eigentlich nur jene auf sich nehmen, die sich im Ungeborgenen geborgen wissen, die in die Ungewißheit, in die Führerlosigkeit geführt werden, die sich im Dunkeln einem unsichtbaren Stern überlassen, die sich vom Ziele ziehen lassen und nicht – menschlich beschränkt und eingeengt – das Ziel bestimmen.
Dieses Offensein für jede neue Erkenntnis im Außen und Innen:
Das ist das Wesenhafte des modernen Menschen, der in aller Angst des Loslassens doch die Gnade des Gehaltenseins im Offenwerden neuer Möglichkeiten erfährt.

Pablo Picasso

Leben aus der Mitte

Liebe ist nur möglich, wenn sich zwei Menschen aus der Mitte ihrer Existenz heraus miteinander verbinden, wenn also jeder sich selbst aus der Mitte seiner Existenz heraus erlebt. Nur dieses „Leben aus der Mitte“ – „im Hier und Jetzt“ – ist menschliche Wirklichkeit, nur hier ist Lebendigkeit, nur hier ist die Basis für Liebe. Die so erfahrene Liebe ist eine ständige Herausforderung; sie ist kein Ruheplatz, sondern bedeutet, sich zu bewegen, zu wachsen, zusammenzuarbeiten. Ob Harmonie waltet, oder ob es Konflikte gibt, ob Freude oder Traurigkeit herrschen, ist nur von sekundärer Bedeutung gegenüber der grundlegenden Tatsache, dass zwei Menschen sich vom Wesen ihres Seins her erleben, dass sie miteinander eins sind, indem sie mit sich selbst eins sind, anstatt vor sich selber auf der Flucht zu sein. Für die Liebe gibt es nur einen Beweis: die Tiefe der Beziehung und die Lebendigkeit und Stärke in jedem der Liebenden. Das allein ist die Frucht, an der die Liebe zu erkennen ist.

aus Erich Fromm, Die Kunst des Liebens, 1956

Anleitung zum guten Leben

Lass dich fallen, lerne Schlangen zu beobachten.
Pflanze unmögliche Gärten.
Lade jemanden Gefährlichen zum Tee ein.
Mache kleine Zeichen, die "ja" sagen
und verteile sie überall in deinem Haus.

Werde ein Freund von Freiheit und Unsicherheit.
Freue dich auf Träume.
Weine bei Kinofilmen.
Schaukle so hoch du kannst mit einer Schaukel bei Mondlicht.

Pflege verschiedene Stimmungen.
Verweigere dich, 'verantwortlich zu sein' - tu es aus Liebe!
Mache eine Menge Nickerchen.
Gib Geld weiter. Mach es jetzt. Es wird folgen.
Glaube an Zauberei, lache eine Menge.
Bade im Mondschein.

Träume wilde, fantasievolle Träume.
Zeichne auf Wände.
Lies jeden Tag.
Stell dir vor, du wärst verzaubert.
Kichere mit Kindern, höre alten Leuten zu.
Öffne dich, tauche ein. Sei frei. Preise dich selbst.

Lass die Angst fallen, spiele mit allem.
Unterhalte das Kind in dir. Du bist unschuldig.
Baue eine Burg aus Decken. Werde nass. Umarme Bäume.
Schreibe Liebesbriefe ...

von Joseph Beuys

Der Klimawandel aus anthroposophischer Sicht

Und in der Tat, wenn der Mensch seine Gedanken nicht belebt, wenn der Mensch stehenbleibt bei den bloß intellektualistischen, toten Gedanken, muß er die Erde zerbrechen. Das Zerbrechen beginnt allerdings bei dem dünnsten Elemente, bei der Wärme. Und im fünften nachatlantischen Zeitraum hat man nur die Gelegenheit, durch weiteres, immer weiteres Ausbilden der bloßen intellektualistischen Gedanken die Wärmeatmosphäre der Erde zu verderben.

Dann aber kommt die sechste nachatlantische Periode. Würde die Menschheit nicht bis dahin bekehrt sein vom Intellektualismus zur Imagination, dann würde die Verderbnis nicht nur der Wärmeatmosphäre, sondern der Luftatmosphäre beginnen, und die Menschen würden mit den bloß intellektualistischen Gedanken die Luft vergiften. Und die vergiftete Luft würde auf die Erde zurückwirken, das heißt, zunächst das Vegetabilische verderben.

Und im siebenten nachatlantischen Zeitraum hat der Mensch schon Gelegenheit, das Wasser zu verderben, und seine Ausdünstungen würden übergehen, wenn sie die Ergebnisse bloß intellektualistischer Gedanken wären, in das allgemeine Flüssigkeitselement der Erde. Aus dem allgemeinen Flüssigkeitselement der Erde heraus würde zunächst das mineralische Element der Erde entformt werden. Und der Mensch hat durchaus Gelegenheit, wenn er seine Gedanken nicht belebt und damit dem Kosmos dasjenige zurückgibt, was er vom Kosmos empfangen hat, die Erde zu zersplittern.

So hängt das, was im Menschen seelisch ist, mit dem natürlichen Dasein zusammen. Und das bloß intellektualistische Wissen heute ist lediglich ein ahrimanisches Produkt, um den Menschen hinwegzutäuschen über diese Dinge. Indem man dem Menschen weismacht, daß seine Gedanken bloße Gedanken sind, die mit dem Weltgeschehen nichts zu tun haben, macht man ihm einen Nebel vor, als ob er keinen Einfluß haben könnte auf die Erdenentwickelung, und als ob ohne oder mit seinem Zutun einmal das Erdenende so oder so kommen wird, wie es eben die bloße Physik vorschreibt. Aber es wird nicht ein bloß physikalisches Erdenende kommen, sondern dasjenige Erdenende, das die Menschheit selber wird herbeigeführt haben.

Hier ist wieder einer der Punkte, wo sich uns zeigt, wie Anthroposophie die moralischseelische Welt zusammenführt mit der physisch-sinnlichen Welt, während heute gar kein solcher Zusammenhang vorhanden ist und die neuere Theologie sogar etwas Vorzügliches darinnen sieht, das Moralische ganz unabhängig zu machen von dem Physischen.

Und Philosophen, die da heute keuchend, gebückt, mit krummen Rücken unter der Bürde der naturwissenschaftlichen Ergebnisse sich dahinschleppen, die sind froh, wenn sie sagen können: Ja, in der Natur, da gibt es Wissenschaft; aber die Philosophie, die muß sich auf den kategorischen Imperativ, auf dasjenige, worüber man nichts wissen kann, erstrecken.

Diese Dinge sind heute oftmals nur innerhalb der Schulen spielend. Sie werden aber das Leben ergreifen, wenn die Menschheit sich nicht dessen bewußt wird, wie das SeelischGeistige mitschöpferisch ist im Physisch-Sinnlichen, und wie die Zukunft des Physisch-Sinnlichen davon abhängen wird, wasder Mensch im Seelisch-Geistigen auszubilden sich entschließt.

Aus solchen Untergründen heraus kann man schon auf der einen Seite das Bewußtsein bekommen von der unendlichen Wichtigkeit des seelischen Lebens der Menschheit, auf der andern Seite kann man allerdings auch wiederum ein Bewußtsein davon bekommen, daß der Mensch nicht nur ein auf der Erde beliebig herumwandelndes Geschöpf ist, sondern dem ganzen Weltenall angehört.

RUDOLF STEINERDie Impulsierungdes weltgeschichtlichen Ge-schehens durch geistige MächteSieben VorträgeDornach,11. bis 23. März 1923 S. 112