Gegen die müde Bequemlichkeit - Der kommende Aufstand

Dieses Buch ist mit dem Namen eines imaginären Kollektivs unterzeichnet. Seine Redakteure sind nicht seine Autoren. Sie haben sich damit zufrieden gegeben, ein bisschen Ordnung in die verschiedenen Allgemeinplätze dieser Epoche zu bringen, in das, was an den Tischen der Bars, was hinter verschlossenen Schlafzimmertüren gemurmelt wird. Sie haben nur die nötigen Wahrheiten fixiert, deren universelle Verdrängung die psychiatrischen Kliniken und die Blicke mit Schmerz füllt. Sie haben sich zu den Schreibern der Situation gemacht. Es ist das Privileg der radikalen Umstände, dass die Richtigkeit in logischer Konsequenz zur Revolution führt. Es reicht aus, das zu benennen, was einem unter die Augen kommt, und dabei nicht der Schlussfolgerung auszuweichen.

Zum Lesen als pdf

 http://ant.blogsport.de/images/aufst.pdf

http://www.trend.infopartisan.net/trd1210/insurrection.pdf

Zum Lesen als Buch:

https://edition-nautilus.de/programm/der-kommende-aufstand/

Zum Anhören:

https://www.youtube.com/watch?v=9X_P_AnAgKI

Deutsch sein

Nur wenn man den Menschen als geistiges Wesen anschauen lernt, kann man wahrhaft alle rassistischen Tendenzen überwinden, ohne zugleich die notwendige menschheitsweite Differenzierung der leiblichen Wesensglieder leugnen zu müssen. Anerkennt man den Menschen hingegen nur als körperliches Wesen, so muß man im Sinne der vielzitierten "Toleranz" danach trachten, die körperlichen Unterschiede der Menschen möglichst zu verwischen. Damit steht man aber völlig außerhalb der Tatsachen, was nur deshalb so wenig auffällt, weil man heute zumeist nicht den realen Menschen, sondern nur sein höchst abstraktes gedankliches Abbild betrachtet.

In Wahrheit gibt es beträchtliche und notwendige Unterschiede zwischen den verschiedenen Rassen und Völkern, denen jeweils ganz bestimmte geistige Aufgaben zukommen, die nur sie erfüllen können. Die damit verbundene unterschiedliche Struktur des physischen und ätherischen Leibes entscheidet aber nicht über den Wert des Individuums, das selbst seelisch-geistiger Natur ist.

Die rassische und völkische Anlage des Menschen bezeichnet nur die speziellen Bedingungen, in denen das Individuum lebt. Nur ein unklares Denken kann beides miteinander verwechseln; es wäre genauso, als wollte man den moralischen Wert eines Menschen daran bemessen, wie prunkvoll seine Kleidung oder seine Behausung ist.

Die physisch-ätherische Natur des Menschen unterscheidet sich nicht wesentlich von der Landschaft und dem Klima, in das der Mensch hineingeboren wird – aber wollte man deswegen den Bergbewohner dem im flachen Land lebenden Menschen vorziehen, oder umgekehrt?

Jede Art von Rassismus oder Nationalismus entspringt einem solchen unklaren Denken, dass überwunden werden muss, wenn die Menschheit nicht in den Niedergang kommen soll.

[...]

Bei den westeuropäischen Völkern ist es so, dass der Erzengel hineinwirkt mit seinen Willensstrahlen, bei dem italienischen Volk in die Empfindungsseele, bei dem französischen Volk in die Verstandes- und Gemütsseele, bei dem britischen Volk in die Bewusstseinsseele, und bei dem deutschen Volk in das Ich."

Rudolf Steiner

An anderer Stelle fand ich das:

 


Der Übergang zu einer neuen Kultur

Der Übergang zu einer neuen Kultur braucht eine Bereitschaft des einzelnen Menschen, sich zu verändern, damit mensch fähig wird, die neue Kultur aus sich selbst heraus zu gestalten. 

1. Emotionelle Reinigung - den Charakterpanzer auflösen und sich selbst werden

"Was heißt emotionelle Reinigung? Es heißt, daß Liebe und Haß aus ihrer wechselseitigen Umschlingung gelöst werden... daß man keine Angst mehr hat, wo man kämpfen sollte und keine Hemmung mehr, wo Hingabe erwünscht wäre... daß man sich nicht zu einem Lächeln zwingt, wo man weinen oder schreien möchte... daß man wieder unterscheiden lernt zwischen Liebe und Anlehnungsbedürfnis, zwischen einer Zustimmung des Herzens und einer Zustimmung aus Angst vor Ablehnung... daß man die Freundin nicht mehr mit der eigenen Mutter verwechselt und den Freund nicht mehr mit dem Papa, die eigene Wehleidigkeit nicht mehr mit Nächstenliebe, die Wut der persönlichen Verletztheit nicht mit dem Zorn auf die Zerstörer des Lebens und die eigene Feigheit nicht mehr mit Rücksichtnahme oder Toleranz.

Emotionelle Reinigung heißt, daß die Emotionen und Energien wieder strömen können, weil sie frei sind von Verlogenheit, daß die Minderwertigkeitsgefühle und die Schuldgefühle verschwinden, weil die Minderwertigkeit und die Schuld verschwunden ist... es heißt, daß die falsche Scham verschwindet, mit der wir unsere lebendigsten und besten Regungen verleugnet haben, und daß die richtige Scham einkehrt, nämlich darüber, daß wir immer wieder die Wahrheit des Lebendigen in uns und anderen unterdrücken aus keinem anderen Grund als dem der Angst vor dem Blick und Urteil anderer. 

Emotionelle Reinigung ist die fundamentale Überwindung jenes ganzen psychologischen und kulturellen Systems, welches Wilhelm Reich als »Charakterpanzer« bezeichnet hat. Charakterpanzer ist ein System zur Kleinhaltung biologischer Energien und gleichzeitig eine psychologisch-ideologische Schutzeinrichtung gegen alle Einbrüche des hinausgedrängten Lebens und gegen alle Klopfzeichen einer verschütteten Wahrheit, einer verschütteten Sehnsucht und einer verschütteten Liebe. 

Die Kulturepoche des Charakterpanzers hat die Trauben für sauer erklärt, wenn sie zu hoch hingen, und das Süße gehaßt, wenn es unerreichbar war. Die Wollust, nach der es sie permanent verlangte, hat sie geächtet und verbrannt, aus der Impotenz hat sie die Tugend des Verzichts gemacht und aus der Feigheit die Moral. Diese Falschmünzerei ist zur Struktur geworden, zum festen Bestandteil all dessen, was als »Bildung«, »Humanität« und »Menschenwürde« überliefert ist. 

Die Menschen belehrten andere über Freiheit und sahen nicht die Falle, in der sie selbst saßen... sie entwarfen Theorien als Ausrede für die eigene Angst... sie unternahmen Angriffe auf Staat und Gesellschaft, aber sie haßten jeden Angriff auf ihren eigenen Charakterpanzer. 

Zur Regulierung ihres sozialen Lebens, brauchten die Menschen der alten Kultur äußere Ideologien und Autoritäten, weil sie sich als gepanzerte Wesen nicht darauf verlassen konnten, daß die menschliche Rückkoppelung, die sie im Kontakt mit ihresgleichen erhielten, ehrlich und vernünftig war. 

Da sie außerdem gestaut und voll latenter Bosheit waren, mußten sie sich durch ein System von Gesetzen und Strafen vor asozialen Exzessen schützen. Ein zentrales Regulierungsprinzip der bisherigen Gesellschaft war deshalb die Angst. 

Wenn es heute einen zentralen Paradigmenwechsel der Gesamtkultur gibt, dann ist er verankert in dem Übergang einer von Strafe und Angst regulierten sozialen Ordnung zu einer im freien und direkten menschlichen Kontakt wurzelnden sozialen Selbstorganisation der Menschen."

Dieter Duhm, 2011, Aufbruch zur neuen Kultur: Von der Verweigerung zur Neugestaltung - Umrisse einer ökologischen und menschlichen Alternative 

2. Soziales Training - vom einem freien Ich zum freien Du

"Wollen wir wirklich die Gegensätze zwischen den Völkern überbrücken? Wollen wir wirklich dem anderen begegnen, auch wenn er aus einem anderen Land kommt, sei er "Akademiker" oder ein einfacher Mensch, der nicht mehr als einen Hauptschulabschluss in der Tasche hat? Wollen wir dem anderen als Mensch, in seinem Ich begegnen? Jede echte Begegnung gibt die Antwort. Sobald ich aus meinem Geistes-Ich heraus dem anderen Geistes-Ich begegne, weiß ich, dasss ich einem Gewebe von Beziehungen lebe, in dem mehr anwesend ich als nur die beiden Iche. Denn es lebt darin das Göttliche, das im Zwischenmenschlichen und im Sozialen wirkt. [...]

Am Anfang dieses Jahrhunderts hat Rudolf Steiner dies alles vorbereitet durch sein Buch "Die Philosophie der Freiheit". Dort bezeichnet er das Leben aus der "moralischen Phantasie" als eine der Aufgaben unseres Jahrhunderts. In der "moralischen Phantasie" ist der Mensch kreativ, kreativ nicht im biologischen, sondern im geistigen Sinne. Diese Kreativität kann, vom Ich ausgehend, auf zweierlei Weise zum Ausdruck kommen: zum einen in der "moralischen Intuition", der Fähigkeit, aus eigener freier Entscheidung von den Möglichkeiten Gebrauch zu machen, die uns unserer Umwelt bietet. Zum anderen in der "moralischen Technik", der Kunst, innerhalb der sozialen Verhältnisse dasjenige zu verwirklichen, was man im Lichte seines eigenen Ich als das richtige ansieht, ohne dabei die Freiheit des anderen anzutasten.

Man muss sich also bei jeglicher Zusammenarbeit mit anderen prüfen, ob man durch sein Handeln den anderen nicht in seiner Freiheit beeinträchtigt. Das beinhaltet, dass man von vornherein diesen anderen eben auch so weitgehend wie möglicht in die Sache einbezieht. Wir nennen das heutzutage "soziale Fähigkeit" Dadurch wird es möglicht, aus Respekt vor dem anderen diesen fortwährend im Bewusstsein zu tragen. Das ist besonders schwer, und muss ständig aufs neue geübt werden. Man kann nie behaupten, dass das Ziel erreicht ist.

Dieser Übungsweg ist die große Aufgabe für die kommenden Jahrzehnte. Es ist der Übungsweg der Generation dieses letzten Jahrhundertdrittels: Übung der sozialen Fähigkeiten, damit über die Beziehungen der Menschen zueinander ein Stück der geistigen Realtität dieses Jahrhunderts auf die Erde heruntergeholt werden kann." 

Bernard Lievegoed, 1994, Eine Kultur des Herzens

3. Gemeinsam Arbeiten

... folgt in Kürze ...

Rudolf Steiner lesen

Die Philosophie der Freiheit lesen:

»Meine ›Philosophie der Freiheit‹ ist so gemeint, daß man zur unmittelbaren Denktätigkeit Seite für Seite greifen muß, daß gewissermaßen das Buch selbst nur eine Art Partitur ist und man in innerer Denktätigkeit diese Partitur lesen muß, um fortwährend aus dem Eigenen heraus von Gedanke zu Gedanke fortzuschreiten. 

So daß bei diesem Buch durchaus immer mit der gedanklichen Mitarbeit des Lesers gerechnet ist. Und es ist ferner gerechnet mit demjenigen, was aus der Seele wird, wenn sie eine solche Gedankenarbeit mitmacht. 

Derjenige, der sich nicht gesteht, daß, wenn er dieses Buch nun wirklich in eigener seelischer Gedankenarbeit absolviert hat, er dann gewissermaßen sich in einem Elemente des Seelenlebens erfaßt hat, in dem er sich früher nicht erfaßt hat; derjenige, der nicht spürt, daß er gewissermaßen herausgehoben ist aus seinem gewöhnlichen Vorstellen in ein sinnlichkeitsfreies Denken, in dem man sich ganz bewegt, so daß man erfühlt, wie man in diesem Denken frei geworden ist von den Bedingungen der Leiblichkeit, der liest eigentlich diese »Philosophie der Freiheit« nicht im richtigen Sinne. 

Und der versteht sie im Grunde genommen nicht richtig, der sich dies nicht gestehen kann. Man muß gewissermaßen sich sagen können: Jetzt weiß ich durch diese seelische Gedankenarbeit, die ich verrichtet habe, was eigentlich reines Denken ist.« 

(Vortrag in Dornach, 3. Oktober 1920. In: Grenzen der Naturerkenntnis. GA 322.)

Theosophie lesen:

Ich habe es oft betont: Man kann ein Buch wie zum Beispiel meine ›Theosophie‹ auf zweifache Weise lesen. Man kann so lesen, daß man da liest: 

Der Mensch besteht aus physischem Leib, Ätherleib, Astralleib und so weiter, der Mensch hat wiederholte Erenleben, Karma, das heißt, man nimmt Begriffe auf. Gewiß, das sind andere Begriffe als auf einem andern Felde, aber der geistige Prozeß, der sich abspielt, ist unter Umständen genau derselbe, wie wenn man ein Kochbuch liest. Denn gerade das habe ich ja oft gesagt, es handelt sich um den geistigen Prozeß, nicht um die Aufnahme von Ideen. 

Es ist ganz einerlei, ob Sie lesen, Sie sollen Butter in eine Pfanne gießen, Mehl hineintun, das durcheinanderrühren, Eier hineinschlagen, oder ob Sie lesen: Es gibt physischen Stoff, ätherische Kräfte, astralische Kräfte, die sind da durcheinanergemischt. Es ist ganz einerlei als Seelenprozeß, ganz einerlei, ob Sie Butter, Fett, Eier, Mehl auf irgendeinem Kochherde zusammengemischt haben oder ob Sie für die Menschenwesenheit physischen Leib, Ätherleib, Astralleib zusammengemischt sich vor stellen. 

Man kann aber auch die ›Theosophie‹ so lesen, daß man weiß: In ihr sind Begriffe enthalten, die sich zu der gewöhnlichen Begriffswelt des Physischen so verhalten wie die Begriffswelt des Physischen zur Traumwelt. Sie gehören einer Welt an, in die man ebenso aus der gewöhnlichen physischen hinein erwachen muß, wie man aus der Traumwelt in die physische Welt erwacht. 

Es ist die Gesinnung, mit der man liest, die dann das richtige Kolorit den Dingen gibt. Und diese Gesinnung wird eben für den Menschen der Gegenwart, durch verschiedene Mittel natürlich, lebendig. Die andern, die der Mensch für sich ausmachen kann, sind ja alle beschrieben in ›Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?‹. 

Aber für den modernen Menschen ist eben auch noch die Durchgangsphase, ganz abgegrenzt von der Anschauung der höheren Welt, notwendig: daß er erwachen kann an dem Seelisch-Geistigen des andern Menschen zu dem Hineinleben in die geistige Welt, wie er erwacht aus dem Traumleben durch Licht und Geräusch und so weiter in die physische Welt herein. Dafür muß man sich Verständnis erringen. 

Es ist notwendig, Verständnis zu erringen für das, was Anthroposophie in der Anthroposophischen Gesellschaft sein soll: Ein Geistesweg soll sie sein. Dann findet sich auch die Gemeinschaftsbildung, wenn sie ein Geistesweg ist. Aber es muß wirklich Anthroposophie ins Leben hinein.

(Vortrag in Dornach, 3. März 1923. In: Anthroposophische Gemeinschaftsbildung. GA 257.)

Mehr Infos zum Lesen von Steiner Büchern:

http://www.heartthink.org/neuesDenken.htm

Einführungsband: Leitfaden zur Code-Χ-Ausgabe (2009)bitte als erstes herunterladen

Rudolf Steiner's Heart Logik

The Tyger
by William Blake

Tyger Tyger, burning bright,
In the forests of the night;
What immortal hand or eye,
Could frame thy fearful symmetry?

In what distant deeps or skies.
Burnt the fire of thine eyes?

On what wings dare he aspire?
What the hand, dare seize the fire?

And what shoulder, & what art,
Could twist the sinews of thy heart?
And when thy heart began to beat,
What dread hand? & what dread feet?

What the hammer? what the chain,
In what furnace was thy brain?
What the anvil? what dread grasp,
Dare its deadly terrors clasp!

When the stars threw down their spears
And water'd heaven with their tears:
Did he smile his work to see?
Did he who made the Lamb make thee?

Tyger Tyger burning bright,
In the forests of the night:
What immortal hand or eye
Dare frame thy fearful symmetry?

Listen to the poem:
https://www.poetryfoundation.org/poems/43687/the-tyger

Our Father 

Our Father, thou art in heaven
hallowed be thy name.
Thy kingdom come.
Thy will be done on earth, as it is in heaven.
Give us this day our daily bread,
and forgive us our trespasses,
as we forgive those who trespass against us,
and lead us not into temptation, but deliver us from evil.
For thine is the kingdom, the power, and the glory, now and for ever. Amen. 

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Welcome to www.organicthinking.org

This lecture given on July 1st 2017 in Honolulu was my first attempt at recording myself answering the question: what is a spiritual writing style? I cover William Blake's Tyger, Tyger, The Book of Job, and the Our Father Prayer in its multiple forms. Part II will cover Rudolf Steiner's Philosophy of Freehood.

Part I Rudolf Steiner's Logik of the Heart: Honolulu Lecture

https://www.youtube.com/watch?v=m0KLAOemuHM 

Part II Rudolf Steiner's Logik of the Heart:: Honolulu Lecture 

https://www.youtube.com/watch?v=pFJY_g1SoiA 

Part III Rudolf Steiner's Heart Logik Honolulu Lecture

https://www.youtube.com/watch?v=RbYizJglRyE