Henry David Thoreau

Henry David Thoreau, geboren am 12. Juli 1817 in Concord, Massachusetts, gestorben am 6. Mai 1862) war ein amerikanischer Schriftsteller und Philosoph. Bekannt wurde er, weil er zwei kurze Texte schrieb, die eine gewaltige Kraft in sich bergen.

Am 4. Juli 1845, dem Unabhängigkeitstag, bezog Thoreau eine selbsterbaute Blockhütte (Walden Hut, siehe Bild) bei Concord am Walden-See. Dort lebte er etwa zwei Jahre, allein und selbständig, aber nicht abgeschieden. In seinem Werk "Walden. Or life in the Woods" (deutsch: Walden. Oder das Leben in den Wäldern) beschreibt er dieses einfache Leben am See und die ihn umgebende Natur, und philosophiert über Wirtschaft und Gesellschaft.

Den 23. Juli 1846 verbrachte Thoreau im Gefängnis, weil er sich weigerte, seine Steuerschuld gegenüber Massachusetts zu begleichen. Er wollte nicht bezahlen, um nicht mit seinen Steuergeldern die amerikanische Regierung und damit die Sklaverei und den expansiven Mexiko-Krieg zu unterstützen. Inspiriert durch eine Nacht im Gefängnis hielt Thoreau später Vorträge zu dem Grund seiner Zahlungsverweigerung. Diese Vorträge fasste er zu dem Essay Resistance to Civil Government (1849) zusammen. Sie erschienen unter dem Titel Civil Disobedience - dt. Über die Pflicht zum Ungehorsam gegen den Staat.

„Unter einer Regierung, die irgend jemanden unrechtmäßig einsperrt, ist das Gefängnis der angemessene Platz für einen gerechten Menschen ..."

Die Schrift avancierte zur „Bibel“ der „Helden der Widersetzlichkeit“. Sie diente unter anderem Mahatma Gandhi und Martin Luther King als Inspirationsquelle für den gewissensgeleiteten, gewaltfreien Widerstand gegen die Obrigkeit. Die Schrift wirkt bis in die Gegenwart als Standardwerk und Namensgeber des zivilen Ungehorsams.

Thoreau war ein großer Schriftsteller, Philosoph und Dichter, und bei all dem blieb er ein Mann der Tat. Er lehrte nichts, was er nicht selbst zu tun bereit war. Er war einer der größten und tugendhaftesten Männer, die Amerika hervorbrachte. In der Zeit der Bewegung zur Abschaffung der Sklaverei schrieb er seinen berühmten Aufsatz „Über die Pflicht zum Ungehorsam gegen den Staat." Er ging ins Gefängnis um seiner Grundsätze und um der leidenden Menschen willen. Sein Aufsatz ist geheiligt durch dieses Leiden. Mehr noch, er ist niedergeschrieben für alle Zeiten. Seiner klaren Logik kann nichts entgegengesetzt werden.
Mahatma Gandhi, 1907

wikipedia - Henry_David_Thoreau

wikipedia.org über_die_Pflicht_zum_Ungehorsam

www.thoreau.de - pflicht

www.thoreau.de - TEXT - PDF

www.zeit.de

www.walden-magazin.de

eldritchpress.org - walden englisch - PDF

Jörg Zink - Die Alten

"Unsere Welt braucht Alte, die, ohne gleich von Alternativlosigkeit zu sprechen, darüber nachdenken, welche Fehler die heute Aktiven offenbar machen, wenn unsere Welt so aussieht, wie sie es tut.
Ihnen gibt sie die Weisung: Denkt subversiv und innovativ, denkt frei, subjektiv und positiv, solange ihr am Leben seid. Dann seid ihr auf der richtigen Spur. Verliert keine Zeit damit, nach Bundesgenossen zu suchen, richtet euch nach keiner Meinung. Denkt in keiner Gewohnheit. Nehmt euch die Freiheit, nur solche Gedanken zu verfolgen, bei denen es euch selbst gut geht.
Denn nur solche Gedanken bringen auch die Jungen irgendwie weiter. Ihr alten Frauen und Männer, macht euch klar, wie mächtig ihr seid. Wenn ihr selbstkritisch mit euch umgeht, wird das euren Ruhm nicht im Geringsten schmälern, aber es wird den Jungen um euch her enorm helfen, eure Fehler nicht zu wiederholen."

Text aus "Aufrecht unter dem Himmel" - anschauen bei Amazon - bestellen beim regionalen Buchhändler.

Grüne Schlange, schöne Lilie

Bildquelle:  catherineannschmid.com

"Goethes Märchen von der grünen Schlange und der schönen Lilie ist als letzte Erzählung in dem Novellenzyklus Unterhaltungen deutscher Ausgewanderten enthalten. Dieser erschien erstmals 1795 in der von Friedrich Schiller herausgegeben Zeitschrift Die Horen. Das Märchen zeigt in bildhafter Form, wie sich der Mensch in einer dem Bewusstseinsseelenzeitalter gemäßen Form in ein bewusstes, freies Verhältnis zur übersinnlichen Welt setzen kann.
 
Rudolf Steiner nannte das Märchen auch Goethes geheime Offenbarung. Es bildete den Ausgangspunkt zur Entwicklung der Anthroposophie (s.u.); ausführliche Betrachtungen Steiners dazu finden sich etwa in GA 053, S. 329ff und GA 057, S. 23ff. Auch die Mysteriendramen Rudolf Steiners sind auf Grundlage des Märchens entstanden (Lit.: GA 014)."

Goethes_Maerchen.pdf 

Rudolf Steiner ist den Weg, den Goethe durch sein Märchen bezeichnet hat, konsequent weiter gegangen und hat auf der Grundlage des Märchens nicht nur seine Mysteriendramen geschrieben, sondern die ganze Anthroposophie ist, nach Steiners eigenen Worten, aus der "Urzelle" jenes Vortrages über Goethes geheime Offenbarung hervorgegangen, den er am 29. September 1900 in der Theosophischen Bibliothek in Berlin gehalten hatte.
Grundlage dieses Vortrags war der gleichnamige Aufsatz, den Steiner am 26. August 1899 anläßlich Goethes 150. Geburtstages über dessen Märchen veröffentlicht hatte. In "Mein Lebensgang" schreibt Steiner: 

Friedensappell von Eugen Drewermann

Ein breites Friedensbündnis aus klassischer und neuer Friedensbewegung nutzte den 13.12., um gemeinsam auf diese aggressive Politik aufmerksam zu machen und für den Frieden in Europa zu demonstrieren. Der Demonstrationszug vom Berliner Hauptbahnhof zum Amtssitz von Gauck, Schloss Bellevue, verzeichnete über 4000 Teilnehmer. KenFM zeigt die ergreifende Abschlussrede von Eugen Drewermann, der sich genau wie Joachim Gauck dem Christentum verschrieben hat, nur dass er andere Akzente setzt, statt „Auge um Auge, Zahn um Zahn“: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ und „Du sollst nicht töten“.

KenFM zeigt: Friedensappell von Eugen Drewermann vor dem Schloss Bellevue, Berlin, 13.12.2014 

Es folgt ein Text aus dem Haller Tagblatt der Südwest Presse von MARCUS HAAS |

Kirchenkritiker Eugen Drewermann: "Die Hexe gehört in den Ofen"

Der bekannte Theologe zieht auch in Hall: Mehr als 300 Gäste füllen das Sophie-Scholl-Gemeindezentrum. Das Thema betrifft jeden: Es geht um menschliche Ängste. Helfen könne religiös begründetes Vertrauen.

"Er ist ein guter Erzähler", sagt eine Zuhörerin. Drewermann steht zwei Stunden wie angewurzelt auf dem Podium und lässt sich auch von Dauertongeräuschen nicht stören. Er spricht frei, zeigt kaum Mimik, aber gestikuliert viel mit den Händen. Sein Vortrag besteht vor allem aus evolutionstheoretischen, philosophischen, psychoanalytischen und religiös verwurzelten Gedanken. Er zieht Verbindungen zu aktuellen Entwicklungen. Über Beispiele aus der Tierwelt findet Drewermann den Weg zur menschlichen Angst.

Während diese elementaren Ängste als Warnsignale im Tierreich sinnvoll seien, könnten sie bei den Menschen das Zusammensein ruinieren. Ängste und Sicherheitsdenken führten zu Wettrüsten, immer mehr Überwachung und Gegengewalt. Das helfe aber beispielsweise im Kampf gegen den Terrorismus nicht, weil für jeden getöteten Terroristen zehn neue geboren würden, gibt Drewermann Nelson Mandela wieder. Er erinnert an über 50 Millionen Menschen, die jedes Jahr auf der Südhalbkugel verhungern - eine der Hauptfluchtursachen. Das Wirtschaftssystem sei ein einziger Krieg und wir würden uns abschotten. In den Flüchtlingslagern fehle Geld und allein in Deutschland würden jährlich 120 Milliarden Euro für Aufrüstung ausgegeben.

Der Teufelskreis der Angst sei auflösbar, indem die Angst des anderen verstanden werde, mit Blick auf die eigene Angst. Drewermann benutzt das Bild von zwei Pfeilen, die gleichzeitig abgeschossen nicht die Gegner, sondern sich treffen und so neutralisieren. Freiwerdende Energie könnte für menschliche Ziele genutzt werden. Der Mensch müsse sich von Ängsten, Schuldgefühlen freimachen. Dabei würde Konfrontation helfen, wofür Drewermann psychoanalytische Ansätze wählt, um Kindheitserlebnisse aufzuarbeiten. Dabei dürfe es kein Pardon geben. "Die Hexe gehört in den Ofen", damit meint Drewermann den Blick eines heute erwachsenen Zwangsneurotikers auf seine Mutter vor über 50 Jahren - natürlich nur als Erinnerungsfigur, die Mutter habe eventuell das Beste für ihr Kind gewollt, aber das Gegenteil erreicht. Weiteres Beispiel: Eine Hysterikerin habe Angst vor dem, was am meisten glücklich macht. Erlösen könne trotzdem die wahre Liebe.

Eine Angst bestehe auch darin, überhaupt Fortschritte der seelischen Reifung zu machen. Wer die Einzigartigkeit der eigenen Existenz realisiere, dem werde auch der Unterschied zu anderen deutlich, was wiederum das Gefühl der Einsamkeit verstärken, Angst machen könne.

Drewermann macht Mut, die Einzigartigkeit als Geschenk anzunehmen, nicht als Fluch zu sehen. Eine existenzielle Perspektive, die er nicht nur mit Literaturhinweisen zu Albert Camus rüberbringt, sondern vor allem durch den dänischen Philosophen Søren Kierkegaard. Der Gegenbegriff von Glaube sei nicht Unglaube, sondern Angst. Diese sei überwindbar im Gegenüber Gottes. Drewermann gibt dazu ein Bild aus dem 14. Kapitel des Matthäus-Evangeliums. Es zeigt den sinkenden Petrus, der großen Wellen und heftigem Wind ausgesetzt ist. Er bekommt Angst, unterzugehen. Doch Jesus ergreift ihn an der rechten Hand und rettet ihn - Glaube schafft Vertrauen, das Angst nimmt.

Zur Person

Eugen Drewermann wurde am 20. Juni 1940 in Bergkamen geboren und stammt aus einer Bergmannsfamilie. Nach dem Abitur studierte er Philosophie und katholische Theologie in Paderborn. 1966 erhielt er die Priesterweihe. Er habilitierte 1978 in katholischer Theologie. 1991 entzog ihm der Erzbischof die katholische Lehrbefugnis. 1992 wurde ihm die Predigtbefugnis genommen, und es folgt die Suspension vom Priesteramt. Wesentliche Ursache: strittige Ansichten Drewermanns in der Bibelauslegung und in Fragen der Moraltheologie. An seinem 65. Geburtstag trat Drewermann aus der römisch-katholischen Kirche aus, was er öffentlichkeitswirksam in einer Talkshow im Fernsehen bekannt gab. Er gehört mit Hans Küng und Joseph Ratzinger zu den meist gelesenen deutschen Theologen. Der Kirchenkritiker ist regelmäßig in Medien präsent, arbeitet als Schriftsteller, Redner, Psychotherapeut und Lehrbeauftragter.

Textquelle:  LINK

Jesuiten an der Macht?

Jean Claude Junker ist wohl ein Jesuit - schreibt nachrichten-news.com. Und Jesuiten "sollte man nicht mögen". Wenn ich mir anhöre, was er bei Precht sagt, könnte ich ihn fast mögen, wäre die Real-Politik der EU nicht das komplette Gegenteil dessen, war er als "Überzeugung" verkündet. Aber glücklicherweise ist er auch nur ein Mensch, wie sich hier unter Alkoholeinfluss offenbart.

Was kann ich über die Jesuiten erfahren?

Rudolf Steiner sprach vor 100 Jahren natürlich über auch Freimaurer und Jesuiten - und erkannte, dass auf dem Gebiet zwischen Holland und Frankreich etwas Bemerkenswertes geschehen war - und offensichtlich noch heute geschieht!

"Die Jesuiten bekämpfen selbstverständlich aufs wütendste die freimaurerischen Gemeinden, die freimaurerischen Gemeinden bekämpfen aufs wütendste die Jesuiten-Gemeinden; aber Obere der Freimaurer und Obere der Jesuiten-Gemeinde gehören den höheren Graden einer besonderen Bruderschaft an, bilden einen Staat im Staat, der die anderen umfaßt.

 Denken Sie sich, was man in der Welt wirken kann, wenn man so wirken kann, daß man auf der einen Seite zum Beispiel der Obere einer freimaurerischen Gemeinde ist, die also als Instrument dient, um zu wirken, und man sich verständigen kann mit dem Oberen einer Jesuiten-Gemeinschaft, um eine einheitliche Handlung vorzunehmen, die nur vorgenommen werden kann, wenn man einen solchen Apparat zur Verfügung hat: Auf der einen Seite läßt man los die Brüder Freimaurer, die durch alle Kanäle irgend etwas furchtbar stark vertreten. Das muß vertreten werden.

Wenn man aber nur auf der einen Seite die Stiere losläßt, dann, nicht wahr, wird es nichts. Man muß auf der anderen Seite die Sache bekämpfen lassen mit demselben Feuer, mit demselben Enthusiasmus. Denken Sie, was man wirken kann, wenn man einen solchen Apparat zur Verfügung hat! In einer besonders wirksamen Weise zum Beispiel ist gewirkt worden mit einem solchen Apparat, der zu gleicher Zeit Jesuiten und Freimaurerisches in Bewegung setzte, ohne daß man auf der Jesuitenseite und ohne daß man auf der freimaurerischen Seite etwas wußte davon, in einem gewissen Lande, das ja so etwa im Nordwesten von Europa liegt, zwischen Holland und Frankreich. Da waren besonders starke Wirkungen ausgegangen — nicht in der allerletzten Zeit, aber lange Zeit hindurch —, die sich sowohl der einen wie der anderen Strömung bedienten und die gar mancherlei wirken konnten." (Lit.: GA 167, Vierter Vortrag).

Mit dem Herzen

„Dies ist mein Geheimnis“, sagte der Fuchs zum Kleinen Prinzen. „Es ist ganz einfach: Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar… Das ist eine Wahrheit, die die Menschen vergessen haben. Aber du darfst sie nicht vergessen. Du bleibst für immer verantwortlich für alles, was du gezähmt hast. Du bist verantwortlich für deine Rose…“

Wer das Herz nicht mitsprechen lässt, bei allem was er sieht, sagt, erfährt oder tut, macht aus seiner Welt eine Wüste.

Der kleine Prinz - PDF

An der Grenze des Jenseits - Die Verwandlung des Blutes
Zwei Essays zu den Themen Okkultismus und Yoga
- von Gustav Meyrink, dem Autor von "Der Golem "

1. Essay: Bericht über Erfahrungen mit okkulten Phänomenen bei Medien, Derwischen, Yogis und ‚normalen Sterblichen‘.
2. Essay: Bericht über die eigenen Erfahrungen des Autors mit okkulten Phänomenen und mit Yoga.

Nutzer TSK schrieb als Kommentar bei Amazon am 27. April 2007:

Die Essays, an der Grenze zum Jenseits und die Verwandlung des Blutes umfassen 150 Seiten. Letzteres stammt aus dem Nachlass von Gustav Meyrink und wurde zu seinen Lebzeiten nicht veröffentlicht. Anteile des Essays finden sich aber auch in der Bibliografie über G. Meyrink von F. Smit (Auf der Suche nach dem Übersinnlichen).

Zum Inhalt, es zeigt sich wie schon in den Romanen, Meyrinks tiefes Wissen über den Okkultismus und Yoga. Weiter schreibt er über Paracelsus und die Zusammenhänge zum Yoga, seine Rosenkreuzer Erfahrungen, seine Kontakte zur Theospohie und über christliche Mystik/Stigmata. Was heute gemeinhin unter Yoga verstanden wird, würde Meyrink wahrscheinlich in Staunen versetzen. Denn sein Anspruch war die Vereinigung (Yoga) mit dem Übersinnlichen zu erzielen. Er beschreibt wie er nach monatelangen strengen Üben die Fähigkeit zum Inneren Sehen erwarb. Wie ihn der Vermummte erschien, und wie er sich dadurch veränderte (Verwandlung des Blutes).

Episodenhaft werden spiritistische Erfahrungen, nicht ohne Skepsis, detailliert beschrieben, und ebenso außergewöhnliches wie Levitationen oder Geistererscheinungen.

Wer sich die Zeit nimmt im Internet die im Buch genannten Namen der an den Sitzungen beteiligten Personen nachzusehen wird erstaunliches finden, und darüber hinaus noch einiges an interessanter Literatur entdecken.

Einen Einblick in die persönlichen Erfahrungen (z.B. sein Mantra, siehe unten) und Denkweisen des großen Authors bietet dieses Buch. Wer mit seinen Werken vertraut ist, sollte dieses Buch lesen.

Ich füge hinzu. Es lohnt sich auch so.

Gustav Meyrinks Mantra:

"Vom Herzen gehen die Dinge aus, sind herzgeboren und herzgefügt."

Nachts um halb vier schrieb ich vor einigen Tagen in mein Notizbuch - nach einer spontanen Eingebung. Mein Mantra:

"Handeln ist wirksame Gedankenkraft! Herzensseele lacht und macht!" 

Universelle Gesetze – Göttliche Gesetze

Es gibt kosmische Gesetze, die auf uns alle und unser Leben einwirken – ob wir uns dessen bewusst sind oder nicht. In früherer Zeit war jeder Arzt und jeder Priester ein Kundiger sowohl in geistigen Dingen als auch in Naturwissenschaften, und wusste um die Bedeutung der Astrologie oder Geometrie für den Menschen. Später trennte man / trennte sich von der materiellen Naturwissenschaft die Spiritualität ab. Man trennte Körper, Geist und Seele voneinander.

Wird heute in der Schul-Psychologie von der Psyche gesprochen, ist die Rede von dem nicht-körperlichen, also geistigen Anteil des Menschen. Das ist der Teil des Menschen, der durch Konditionierung, durch Erziehung, durch die Umwelt, Kultur etc. von seinem wahren SEIN abgetrennt wurde. Jedoch ist man noch weit davon entfernt, die Seele als göttlichen Kern des Menschen in die Behandlungen einzubeziehen.

Alle Begebenheiten in unserem Leben sind Situationen, die aufgrund der Naturgesetze entstehen. Wenn wir bestimmte Geschehnisse analysieren, erkennen wir, dass meist mehrere universelle Gesetze mitgewirkt haben, damit diese Situation so geschehen konnte. Der Mensch selbst war der Baumeister dieser Konstellation.

Würden die Menschen den Zusammenhang und das Zusammenwirken der kosmischen Gesetze kennen, würden sich Fragen erübrigen wie: „Warum passiert das gerade mir?“. Der Mensch würde seine Missgeschicke nicht mehr einem „dummen Zufall“, oder gar anderen Menschen, oder Gott zuschieben.

Da wir die Konsequenzen für unser Denken und Tun allein tragen müssen, wäre es hilfreich, wenn wir das, was uns geschieht, aufgrund der universellen, göttlichen Gesetze besser verstehen würden und eventuell auch ändern könnten.

Die Situationen, die in unserem Leben auf uns zukommen, können immer mit mehreren Gesetzen in Verbindung gebracht werden. Deshalb nehme ich in den folgenden Ausführungen jeweils zwei Gesetze, die sich evtl. ergänzen oder bedingen, auf einmal:
  • Gesetz des Geistes - Gesetz der Gedanken
  • Gesetz von Ursache und Wirkung - Gesetz des Karma
  • Gesetz der Polarität
  • Prinzip von Yin und Yang
  • Gesetz der Spiegelung - Gesetz der Entsprechungen
  • Gesetz der Resonanz - Gesetz des Magnetismus
  • Gesetz der Schwingung -  Gesetz der Rhythmus
  • Gesetz der Harmonie - Gesetz des Ausgleichs
  • Gesetz der Fülle
  • Gesetz der Liebe
Über allen Gesetzen steht die Gnade Gottes!

DuckDuckGo ersetzt Google

Chip.de schreibt: Sichere Google Alternative: Die Suchmaschine DuckDuckGo verspricht, keine persönlichen Informationen zu sammeln. Mit DuckDuckGo gibt es eine Suchmaschine, die mit Übersichtlichkeit, Einstellvielfalt und der Qualität der Suchergebnisse punktet. Der Hauptaugenmerk bei DuckDuckGo wurde aber auf das Thema Datenschutz und Privatsphäre für die Nutzer gelegt. Die Suchmaschine speichert keine IP-Adressen, protokolliert keine Informationen über Besucher und verwendet Cookies nur in überschaubaren Maßen. 

Chip-Fazit: DuckDuckGo hat sich im Laufe der letzten Jahre zu einer konkurrenzfähigen Suchmaschine zu Google entwickelt.

Mein Fazit - nach einem Monat täglicher Nutzung: Nach jahrelanger Google-Nutzung ist der Umstieg auf eine andere Suchmaschine wie ein Umzug in eine neue Stadt in einem anderen Land. Alles ist, und bleibt eine lange Weile, unbekannt. Aber: Wer die Welt ändern will, denke ich mir, sollte nicht gleich bei der kleinsten Veränderung die weiße Fahne schwenken, auch nicht bei einer größeren - wie dem Wechsel der Suchmaschine! DuckDuckGo hat es verdient. Und Google hat schon genug Daten von mir. Jetzt reicht es!

Die offizielle Seite: duckduckgo.com

Firefox-Nutzer und sogar Chrome-Nutzer (Doch wer nutzt eigentlich freiwillig Chrome!!!) können ganz einfach in der Suchleiste DuckDuckGo als Standardsuchmaschine festlegen. Do it!

P.S. Habt ihr schon eure Bank gewechselt? z.B. GLS-Bank. Und den Stromanbieter: z.B. Greenpeace

Dragon Dreaming - die Basis für erfolgreiche Kooperation

Dragon Dreaming ist eine Methode für Projektarbeit. Dabei ist die Vorstellung, was ein Projekt sein kann, sehr weitgefasst. Du kannst die Methoden des Dragon Dreaming nutzen, um ein Abendessen vorzubereiten, also ein sehr kleines Projekte umzusetzen. Du kannst es aber auch für große Projekte einsetzen, etwa um eine Gemeinschaft zu gründen, ein Unternehmen zu organisieren sowie alleine oder mit anderen gemeinsam an einem künstlerischen oder wissenschaftlichen Projekt zu arbeiten.

Was ein Projekt dabei zu einem Dragon-Dreaming-Projekt macht, ist nicht nur die Anwendung der Methoden. Es ist auch die Haltung, die sich in den folgenden drei Aspekten ausdrückt.

Jedes Dragon-Dreaming-Projekt möchte:
  1. Die Weiterentwicklung jedes Einzelnen unterstützen
  2. Die Gemeinschaft, das Team fördern
  3. Unseren Planeten schützen und bereichern
Dieses E-Book Dragon-Dreaming ist im Frühjahr 2012 entstanden, nach einem Workshop im Betagaus in Berlin mit Florian Müller, Angel Hernandez und Manuela Bosch. Die Texte basieren auf den Gedanken von John Croft, dem Entwickler von Dragon Dreaming.

Zum Dragon-Dreaming E-Book

Transformation - Annäherungen an eine Theorie und Praxis des Systemwandels

Von Johannes Krause, Frühjahr 2014

Statt die Zustände Schritt für Schritt zu verbessern, was lange Zeit die Hoffnung vieler engagierter Menschen und Organisationen gewesen war, scheint es derzeit, als bewegte sich die Weltgesellschaft tiefer und tiefer in eine große Krise hinein, aus der kein Ausweg in Sicht ist.

Schon wieder eine Weltuntergangswarnung? Hat es davon nicht seit den „Grenzen des Wachstums“ (1972) genug gegeben? Hat das „System“ nicht allen Warnrufen zum Trotz bisher ganz beachtlich weiter funktioniert? Es geht hier nicht um Weltuntergang – wohl aber um eine Bedrohung der ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Balance der Zusammenhänge, in denen wir auf diesem Planeten leben. Diese Bedrohung scheint heute von neuer Qualität zu sein:

Der Klimawandel schreitet drastisch voran. Das ZeitFenster, in dem noch gegengesteuert werden kann, bevor systematische Kipp-Punkte erreicht sind, schließt sich. Die Weltgemeinschaft zeigt sich nicht nur konsequent unfähig, die Erderwärmung mit einer gemeinsamen Anstrengung einzudämmen, sondern seit der vertanen Chance von Kopenhagen 2009 auch resigniert. Ähnlich dramatisch ist es um den Erhalt der Artenvielfalt bestellt.

Der globale Ressourcenverbrauch wächst ungebremst. Das Wirtschaftswachstum in den so genannten Schwellenländern ist enorm. Auch in den bereits hoch industrialisierten Ländern setzen die Regierungen weiterhin auf Wachstum. Die Industrie generiert Nachfrage nach immer neuen Produkten. In der Überflussgesellschaft sind Konsum und Shopping zu zentralen Kulturgütern geworden. Das Wirtschaftssystem braucht Wachstum, um stabil zu funktionieren – doch die Erde ist begrenzt.

Die Finanzkrise hat die Fragilität unseres Wirtschafts- und Finanzsystems, die verheerenden Auswirkungen seiner immer weniger kontrollierbaren Eigendynamiken und seine Entkopplung von realen Bedürfnissen einerucksvoll unter Beweis gestellt.

[...]

Dieser Essay exploriert die Dynamiken systemtransformativer Prozesse und die Möglichkeiten, die Große Transformation aktiv mitzugestalten. Im Folgenden möchte ich der Frage nachgehen, welches Paradigma dem gegenwärtigen System im Kern zugrunde liegt (Abschnitt II.), einige Theorien und Modelle der Systemtransformation vorstellen (Abschnitt III.), die Grenzen reflektieren, denen die Gestaltbarkeit von Transformationsprozessen prinzipiell unterworfen ist (Abschnitt IV.), und abschließend skizzieren, welche Ansatzpunkte ich dennoch sehe, den Systemwandel praktisch zu unterstützen (Abschnitt V.).

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Die schwarzen Peters


Die Geheimnisse

von Johann Wolfgang Goethe

Ein wunderbares Lied ist euch bereitet;
Vernehmt es gern und jeden ruft herbei!
Durch Berg und Täler ist der Weg geleitet;
Hier ist der Blick beschränkt, dort wieder frei,
Und wenn der Pfad sacht in die Büsche gleitet,
So denket nicht, daß es ein Irrtum sei;
Wir wollen doch, wenn wir genug geklommen,
Zur rechten Zeit dem Ziele näher kommen.

Doch denke niemand, daß mit vielem Sinnen
Das ganze Lied er je enträtseln werde:
Gar viele müssen vieles hier gewinnen
Gar manche Blüten tragt die Mutter Erde;
Der eine geht mit düsterm Blick von hinnen,
Der andre weilt mit fröhlicher Gebärde:
Ein jeder soll nach seiner Lust genießen,
Für manchen Wandrer wird die Quelle fließen.

Die vier universellen Gesetze

Das 1. Gesetz sagt:
“Die Person, die Dir begegnet, ist die Richtige.”
Das heißt, niemand tritt rein zufällig in unser Leben, alle Menschen, die uns umgeben, die sich mit uns austauschen, stehen für etwas, entweder um uns zu lehren oder uns in unserer Situation voranzubringen.

Das 2. Gesetz sagt:
“Das was passiert, ist das Einzige, was passieren konnte.”
Nichts, aber absolut nichts von dem, was uns geschieht, hätte anders sein können. Nicht einmal das unbedeutendste Detail. Es gibt einfach kein: “Wenn ich das anders gemacht hätte…, dann wäre es anders gekommen…” Nein, das was passiert, ist das Einzige, was passieren konnte und musste passieren, damit wir unsere Lektionen lernen, um vorwärts zu kommen. Alle, ja jede einzelne der Situationen, die uns im Leben widerfahren, sind absolut perfekt, auch wenn unser Verstand unser Ego sich widersetzen und es nicht akzeptieren wollen.

Das 3. Gesetz sagt:
“Jeder Moment, in dem etwas beginnt, ist der richtige Moment.”
Alles beginnt genau im richtigen Moment, nicht früher und nicht später. Wenn wir dafür bereit sind, damit etwas Neues in unserem Leben geschieht, ist es bereits da, um zu beginnen.

Das 4. Gesetz sagt:
“Was zu Ende ist, ist zu Ende.”
So einfach ist es. Wenn etwas in unserem Leben endet, dient es unserer Entwicklung. Deshalb ist es besser loszulassen und vorwärts zu gehen, beschenkt mit den jetzt gemachten Erfahrungen. Ich glaube, dass es kein Zufall ist, dass du das hier jetzt liest.

Wenn dieser Text Dir heute begegnet, dann deshalb, weil Du die Voraussetzungen erfüllst und verstehst, dass nicht ein einziger Regentropfen irgendwo auf dieser Welt aus Versehen auf einen falschen Ort fällt.
Lass es Dir gut gehen.
Liebe mit Deinem ganzen Sein.
Sei glücklich - immer.

Jeder Tag ist ein geschenkter, glücklicher Tag!

Goethe und die rosenkreuzerische Weisheit



Wann fragen wir nach den Gründen?

Stellen Sie sich vor, Sie leben an einem Fluss. Sie sehen ein Kind im Wasser treiben, das mit dem Ertrinken kämpft. Was tun Sie? Sie springen hinein und retten das Kind. Kaum haben Sie es ans Ufer gezogen, entdecken Sie zwei weitere Kinder in der Strömung. Also springen Sie erneut in die Fluten, wie es ihr Gewisssen befiehlt. Nachdem Sie gerade im Begriff sind, sich von den Anstrengungen Ihrer Rettungsaktion zu erholen, bemerken Sie drei, vier weitere Kinder, die flussabwärts treiben. Wann ist für Sie der Punkt erreicht, wo Sie die Sisyphosarbeit einstellen und stattdessen flussaufwärts gehen, um die Gründe für das rätselhafte Verbrechen in Erfahrung zu bringen?
- Marschall B. Rosenberg

Dirk C. Fleck - Homepage
KenFM im Gespräch mit: Dirk C. Fleck („Feuer am Fuß“)

Das Manifest

Unsere Zukunft klingt nach Katastrophe. Wir sind jung, kommen aus unterschiedlichen politischen Strömungen und vertreten eine Generation, die selten eine Stimme hat. Eine Generation, die einen ausgebeuteten Planeten erbt, mit sozialer Ungerechtigkeit und gigantischen Schuldenbergen. Eine Generation, die an den Folgen eines kurzsichtigen Finanzkapitalismus leidet und die Krise der europäischen Idee erlebt. Unsere Zukunftsmusik klingt nach Klimakatastrophe, Bildungsnotstand und Schuldenorgien, all dies auf Kosten von – uns. Wir nehmen die herrschende Kurzsichtigkeit nicht mehr länger hin. Vor einiger Zeit wurde in dieser Zeitung behauptet, unsere Generation hätte kein Interesse an politischer Partizipation, wir seien hilflos und warteten darauf, dass uns jemand abhole. Wir sind nicht hilflos, und wir holen uns selbst ab. Über Parteigrenzen hinweg eint uns elf die Sorge um unsere Zukunft und der Wille zur Veränderung. Mit diesen zehn Punkten kämpfen wir für unsere Zukunft.

1. Demokratie
Das Vertrauen in die etablierte Politik bröckelt. Darunter leidet die Legitimation unserer Demokratie. Über den Wahlzettel hinaus fehlen Möglichkeiten zur Mitsprache. Die Möglichkeit zu Volksentscheiden auf Bundesebene ist genauso überfällig wie die Möglichkeit, das Entstehen von Gesetzestexten in Ministerien nachzuvollziehen und online beeinflussen zu können. Auch die Parteien müssen mehr Mitbestimmung wagen, beispielsweise durch internetbasierte Werkzeuge wie Liquid Feedback, Mitgliederentscheide und Vorwahlen. Wir wollen ein Wahlrecht ab 16 Jahren und mehr politische Bildung an den Schulen. Ein Zukunftsrat junger Menschen soll zusätzlich als Sprachrohr der jungen Generation Impulse für die gesellschaftliche Debatte setzen. Wir wollen mehr Einfluss bei den Steuermitteln: Jeder sollte mit der jährlichen Steuererklärung angeben können, in welches Ressort sie oder er einen kleinen Prozentsatz der Einkommensteuer investieren will.

2. Transparenz
Politische Entscheidungen müssen nachvollziehbar sein. Bürger brauchen die Möglichkeit, alle Akte der demokratischen Entscheidungsfindung einzusehen, sofern keine personenbezogenen Daten betroffen sind. Die bestehenden Transparenzgesetze müssen nach dem Hamburger Vorbild verbessert werden: Wer mit dem Staat Verträge macht, muss diese offenlegen. Der Lobbyismus braucht Schranken: Wir fordern ein Lobbyregister nach amerikanischem Vorbild. Nebeneinkünfte von Abgeordneten müssen detailliert offengelegt werden.

3. Internet
Debatten brauchen öffentliche digitale Räume. Wir setzen uns daher gegen Zensur, für einen Rechtsanspruch auf Zugang zum Internet, den Ausbau von Breitbandverbindungen in ländlichen Gebieten und gesetzlich verankerte Netzneutralität ein. Die digitale Privatsphäre muss besser geschützt werden.

4. Arbeit und Rente
Arbeit muss fair bezahlt werden. Die prekären Arbeitsverhältnisse der Gegenwart schaffen die Altersarmut der Zukunft. Wir Jüngeren müssen die Renten der heute älteren Generation finanzieren, werden aber später selbst nicht von ihr leben können: Der Generationenvertrag ist gebrochen. Statt die solidarische Rentenformel zu demontieren, sollen Alt und Jung sowie Reich und Arm die Lasten des demografischen Wandels teilen. In einem demokratischen Gemeinwesen darf sich niemand aus der Solidarität stehlen. Daher müssen alle Berufsgruppen – auch Beamte und Selbstständige – in einen gemeinsamen Rententopf einzahlen.

5. Staatsfinanzen
Wir erben einen gigantischen Schuldenberg und investieren bald jeden vierten Euro in die Finanzierung der Zinsen. Dieser Trend muss aufgehalten werden! Wir müssen fragwürdige Steuerfluchtmöglichkeiten konsequent abbauen, Steuerbetrug härter ahnden und eine Finanztransaktionssteuer einführen. Durch kluges Sparen an den richtigen Stellen werden Mittel frei für Kinderbetreuung, Bildung und den demografiefesten Umbau der Infrastruktur. Auf europäischer Ebene bedarf es Schritte, um die Haushalte zu konsolidieren und dafür zu sorgen, dass Banken nicht mehr nach dem Prinzip »too big to fail« mit Steuergeld gerettet werden müssen.

6. Umwelt
Wir fordern eine nachhaltige Lebensweise. Das Staatsziel Umweltschutz im Artikel 20a des Grundgesetzes muss verschärft werden, um zu verhindern, dass der Umweltschutz Leidtragender politischer und wirtschaftlicher Konkurrenzkämpfe wird. Der Artikel muss künftig Pflichten enthalten, die als subjektive Rechte gerichtlich eingefordert werden können. Die Energiewende hin zur vollständigen Nutzung von erneuerbaren Energien muss bis 2050 geschafft werden.

7. Bildung
Wir wollen erstklassige Bildungschancen von der frühkindlichen Betreuung bis zum Studium – für alle, unabhängig vom Geldbeutel der Eltern. Und: In einer europäisierten und globalisierten Welt haben 16 Schulsysteme nur noch wenig Sinn. Die Länder müssen Kompetenzen in der Bildungspolitik an den Bund abgeben.

8. Familie und Geschlechtergerechtigkeit
Alle Menschen haben ein Recht auf Chancengleichheit. Kinder dürfen keinen finanziellen Ruin oder das Ende der Karriere bedeuten. Das Ehegattensplitting ist Geschichte! Unterstützt Familien mit Kindern und erkennt die Verantwortung der Wirtschaft. Kitas statt Boni: Große Unternehmen müssen gesetzlich verpflichtet werden, eine Kinderbetreuung einzurichten. Befreit, was frei ist: Die »eingetragene Lebenspartnerschaft« soll alle Rechte und Pflichten der Ehe erhalten.

9. Europa und Integration
Europa braucht mehr Demokratie! Wir fordern ein legislatives Initiativrecht für das Europäische Parlament und eine von ihm gewählte Kommission. Das Zusammenleben in der EU wollen wir stärken, etwa durch bessere europaweite Anerkennung von Studien- und Ausbildungsabschlüssen und -zeiten. Wer bei uns lebt, gehört zu uns. Wir brauchen frühkindliche Sprach- und Bildungsförderung, interkulturelle Kompetenzen im öffentlichen Dienst und offene Angebote zur Einbürgerung wie die doppelte Staatsbürgerschaft. Eine Leitkultur lehnen wir ab, denn unser Europa lebt von der gleichberechtigten Teilhabe aller hier lebenden Menschen und ihren unveräußerlichen Menschenrechten.

10. Jung und Alt gemeinsam!
Alle Generationen müssen zusammen und nicht gegeneinander arbeiten. Lasst uns mehr Patenschaften und Partnerschaften für junge Menschen in Schule, Ausbildung und Studium initiieren. Wir fordern auch die Älteren auf, vor Ort für Mehrgenerationenhäuser und Formen des solidarischen Zusammenlebens zu kämpfen. Investiert in die Zukunft statt in Kreuzfahrten! Es liegt an uns, den Wandel nicht einfach hinzunehmen, gleich einem Sturm, der über uns hinwegfegt. Wir müssen selbst aktiv werden: in den Parteien, den Unternehmen, der Zivilgesellschaft. Denn wir haben eine gemeinsame Mission. Wir müssen Verantwortung übernehmen für das bedeutendste Projekt unseres Lebens: die Zukunft.

DIE UNTERZEICHNER
Teresa M. Bücker, 28, Autorin, SPD; Sascha Collet, 29, Bundesgeschäftsführer Die Linke.SDS; Wolfgang Gründinger, 28, Autor, SPD/Piraten; Vincent-Immanuel Herr, 24, Euphrates Institute, Student, parteilos; Sebastian Jabbusch, 29, Journalist, Piraten; Diana Kinnert, 21, Studentin, CDU; Lamia Özal, 23, Deukische Generation e. V., Studentin, parteilos; Leslie Pumm, 19, Auszubildender, FDP; Hanna Sammüller, 29, Doktorandin, Grüne; Jacob Schrot, 22, Student, CDU; Martin Speer, 26, selbstständig, Grüne

Die Website der Initiative: www.daszukunftsmanifest.de

Östliches Denken vs. westliches Denken

Berlin 13. Februar bis 30. Mai 1916