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Der beste Weg, die Welt zu retten.


Bei seinen Recherchen zur Umweltthematik fand Kip Andersen heraus, dass die industrielle Tierhaltung der Erde mehr Schaden zufügt als jede andere Industrie. Aber er musste auch etwas sehr sonderbares bemerken:

Viele Umweltschutzorganisationen lassen diese Tatsache völlig außer Betracht. Dabei ist die industrielle Tierhaltung in extrem hohem Maße für den Klimawandel, die Waldzerstörung, die zunehmende Wasserverknappung und weitere Umweltprobleme verantwortlich.

Dem Worldwatch Institutes zufolge entfallen mindestens 51 Prozent aller in die Erdatmosphäre freigesetzten Treibhausgase auf die Tierwirtschaft. 51 Prozent!

Kip Andersen wollte herausfinden, woran es liegt, dass renommierte Umweltschutz­organisationen diese Tatsachen ausklammern - die Fleisch- und Milchindustrien faktisch ignorieren, anstatt diesem Irrsinn effektiv entgegenzuwirken.

In seinem Filmprojekt mit dem Produzenten Keegan Kuhn konfrontierte er Vertreter von Organisationen wie Greenpeace, Sierra Club, Natural Resources Defense Council (NRDC) und andere bekannten Umweltschutzorganisationen mit diesen Fakten und stellte ihnen genau diese prekäre Frage: Warum thematisieren Sie die Nutztierhaltung nicht?

Wenn du wissen willst, was die Umweltschützer zu sagen hatten, schau dir den Dokumentarfilm Cowspiracy an.

Deutsch:

Cowspiracy - Ausschnitt - Deutsch

www.erkenne-den-zusammenhang.de

www.veganstart.de


Englisch:

www.cowspiracy.com - facts

www.cowspiracy.com - infographic

Vegan - Stories

Christian Petzold

2013 erhält er den Helmut-Käutner-Preis für „seine intellektuelle Brillanz und seinen Sinn für zupackende Geschichten“. - Völlig zurecht, meiner Meinung nach.
Bei seinen tollen Filme, die lange nachklingen, spielt oft die wunderbare Nina Hoss mit. Auch wegen ihrer ergreifenden Schauspielkunst lohnen sich die Filme Yella, Jerichow, Barbara und Phoenix, gerade dann, wenn ich keinen normalen Blockbuster sehen will und alle coolen Filme aus Hollywood schon bekannt erscheinen, kommen seine Filme bei mir richtig gut an. Ich lerne: Auch deutsche Filme können beeindruckend sein! Applaus für Christian Petzold.

1995: Pilotinnen (Fernsehfilm)
1996: Cuba Libre (Fernsehfilm)
1998: Die Beischlafdiebin (Fernsehfilm)
2000: Die innere Sicherheit
2002: Toter Mann (Fernsehfilm)
2003: Wolfsburg
2005: Gespenster
2007: Yella
2008: Jerichow
2011: Dreileben – Etwas Besseres als den Tod (Fernsehfilm)
2012: Barbara
2014: Phoenix
2015: Polizeiruf 110: Kreise (Fernsehfilm)

Christian Petzold und Ronald Zehrfeld über das DDR-Drama „Barbara“

«BARBARA» - Das Interview zum Film mit Christian Petzold

Goethe Film Talk: Christian Petzold & Nina Hoss

Das Cosmic Cine Festival

„Es gibt zwei Arten, sein Leben zu leben: entweder so, als wäre nichts ein Wunder, oder so, als wäre alles ein Wunder. Ich glaube an Letzteres“ (Albert Einstein) 

"Wie wahr diese Aussage ist, wird uns bewusst, wenn wir achtsam unseren Alltag leben. Wenn wir die Augen für die alltäglichen Wunder wieder öffnen, wie das Lächeln eines Babys, das Zwitschern der Vögel oder der Duft von frischgemähten Gras, dann wird uns klar, dass die Welt uns wunder-volle Sinneserfahrungen ermöglicht. Ja dass wir gar selbst ein Wunder der Sinne sind. Doch ist dies in all dem Alltagstrubel, Hektik und Stress oft gar nicht so einfach. Wir sind betäubt von Lärm und Zeitdruck, wir sind unbewusst in Gesprächen und spüren das Leben zu wenig. Wie kommen wir also Schritt für Schritt wieder an diese Funken, die direkt vor unserer Nase liegen – an das Wunder des Lebens an sich?"

 „Je tiefer man die Schöpfung erkennt, umso größere Wunder entdeckt man in ihr.“ (Martin Luther)

"Ganz einfach: indem wir unser Bewusstsein erweitern; Indem wir uns Zeit nehmen für Gespräche, Austausch und Reflektion, für ein Miteinander der Inspiration und Erkenntnis über uns selbst. Das Cosmic Cine Filmfestival ist genau dazu entstanden. Es möchte die Potenzialentfaltung jedes Einzelnen fördern und die Evolution unterstützen; Und das mit Filmen, die zum Um- und Weiterdenken anregen. Filme, die bewegen und gemeinsam im Kino angeschaut werden, um sich danach austauschen zu können und verschiedene Sichtweisen zu entdecken. Gemeinsam neue Erkenntnisse zu sammeln ist jedoch nur eine Seite des Festivals. Die Wertschätzung gegenüber den Filmemachern, die Verbreitung der Filme und die gemeinsame große Feier am Ende des Festivals eine weitere. An der Cosmic Angel Award Gala am 16. April im mathäser Filmpalast in München darf das Leben gefeiert werden und wir freuen uns schon heute auf jeden Einzelnen von Euch." Textquelle

www.cosmic-cine.com

Film Noir

Sonntagnachmittag. Du willst einen Film schauen. Irgendeinen. Hauptsache Film. Aber was? Das ist die Frage. Jetzt hast du genau zwei Möglichkeiten. Erstens: Du schaust irgendeinen Film an. Oder du denkst nach, und schaust dann einen Film an. Wenn du dich von link zu link hangelst, ohne Plan zu haben und einfach nach einem unterhaltsamen und guten Film suchst, brauchst du Glück. Wenn du kein Glück hast, hast du Pech. Also schlage ich vor, du denkst. Aber was? Da drin ist alles schwarz. Da sage ich: Gut, lies folgendes:

Film noir ist ein Filmgenre. Film noir ist pessimistisch, düster und unkonventionell. Film noir ist überwältigend schwarz. Seine Helden sind entfremdete, verbitterte Charaktere. Sie sind gierig, eifersüchtig, lasterhaft und erfüllt von existenzieller Verbitterung.  Meistens geht es um Mord und dessen Aufklärung – erfolgreich oder auch nicht. Wobei mal ein Polizeikommissar, mal ein Privatdetektiv oder eine Privatperson ermitteln. In anderen Handlungen geht es um brutale Überfalle, listige Betrügereien, komplizierte Verschwörungen und um verbotene Affären. Immer gibt es korrupte Polizisten, eifersüchtige Ehemänner, unerschrockene Versicherungsangestellte und heruntergekommene Schriftsteller. Und, der Reiz, das Laster, das Feuer, die Leidenschaft, ist immer dabei. Immer gibt es sie: die Femme fatale.

Im Film noir steht jeder gegen jeden. Alle sind nur auf ihren eigenen Vorteil aus und wer anderen vertraut, hat das Nachsehen oder wird umgebracht. Aber trotz aller Gefahr sind die Antihelden schlagfertige hartgesottene Figuren. Und ihre Dialoge sind lässig und gespickt mit sexuellen Anspielungen und selbstreflektivem Humor. Typischerweise spielt der Film noir in rauen Städten, wie Los Angeles, San Francisco, New York City und Chicago. Denn die Stadt ist ein Labyrinth. Und das Labyrinth sind  Bars, Nachtclubs und Spielhöllen, heruntergekommene Fabrikhallen und einsame Straßenschluchten. Die Höhepunkte der Filme handeln oft in verfallenen, komplexen Industrieanlagen. Nicht wenige spielen bei Nacht und Regen. Aber es gibt auch bei Tag Betrug, Verführung und Verrat.

Anstatt sich auf simple Gut-und-Böse-Konstruktionen zu beschränken, baut der Film noir moralische Zwickmühlen auf. Handlungen sind ungewöhnlich und Absichten uneindeutig. Und auch die Erzählweise vieler Filme bricht mit den klassischen Konventionen des linearen Erzählens. Damals, in der Hochphase des Film noirs in den USA der 40er und 50er Jahre, waren sie neu: Rückblenden, Vorausblenden, Voice-over-Erzähler und andere verwirrende und verzerrende Techniken, die die Spannung steigern.

Robert Sklar schreibt in Movie-made America: „Das Kennzeichen des Film noir ist sein Sinn für in einer Falle sitzende Menschen – gefangen in einem Netz von Paranoia und Angst, unfähig, Schuld von Unschuld zu unterscheiden, echte Identität von falscher. Die Bösen sind anziehend und sympathisch […]. Seine Helden und Heldinnen sind schwach, verstört. Die Umwelt ist düster und verschlossen, die Schauplätze andeutungsweise bedrückend. Am Ende wird das Böse aufgedeckt, aber das Überleben der Guten bleibt unklar und zwiespältig.“

Meine Favoriten des Neo-Noir:
Watchmen – Zack Snyder (2009)
Film Noir – Jones und Topalski (2007)
Sin City – Rodriguez, Frank Miller, Tarantino (2005)
The Brick – Rian Johnson (2005)
Batman Begins – Christopher Nolan (2005)
Memento – Christopher Nolan (2005)
Fight Club – David Fincher (1999)
Payback – Brian Helgeland, Mel Gibson (1999)
Dark City – Alex Provas (1998)
Ronin – John Frankenheimer (1998)
Pulp Fiction – Quentin Tarantino (1994)
Heat – Michael Mann (1995)
Millers Crossing – Ethan und Joel Coen (1990)
Blade Runner – Ridley Scott (1982)
Chinatown – Roman Polanski (1974)
Dirty Harry – Don Siegel (1971)
Der eiskalte Engel – Jean-Pierre Melville (1967)
und der eine aus der klassischen Ära:
Die Spur des Falken – John Huston (1941)

Schwarzer Peter - von Reels of Steel

Das ist der Gewinnerfilm des Grandslam Mensabar Freiburg 2009. Irgendwie habe ich persönliche Bindungen zu einem der beteiligten Schauspieler-Schneider- und Musikdazu-Macher. Aber das sei hier mal vollkommen außerhalb raus und nebensächlich gelassen. Der Film ist natürlich (k)ein Meisterwerk, sondern (k)ein gelungenes Spaßwerk, das deswegen so gut ankam, weil die anderen Filmemacher keinen Mut zu Handlung und Dialog hatten. Na, den Mut haben die Jungs hierbei wenigstens nicht gebraucht. Die haun so was mit links raus. Und rauskam ein kurzweiliger Kurzstreifen, der stark an die Anfangsszene von Lammbock erinnert. Der Gorilla ist Erika Eleniak und ein Verwandter von mir.

Der Mann ohne Vergangenheit

Der Titel ist Programm. Ein Mann wird zusammengeschlagen, verliert sein Gedächtnis und versucht daraufhin auf ungewohnt ruhige Art ein neues Leben zu beginnen. Er sucht Arbeit, findet Liebe und zum Schluss auch seine abgeschlossene Vergangenheit. Ich empfehle den Film anzusehen, wenn Lust ansteht, sich einen ruhigen, menschlichen und finnisch skurrilen Film anzuschauen. Die satte Optik des Films und die Spielweise von Markku Peltolades, der den Mann ohne Vergangenheit spielt, hat mich eine Distanz zu dem Protagonisten entwickeln lassen, die mit der Ungreifbarkeit der Situation harmoniert. Klassischerweise fesselt die Identifikation und das Sich-Hineinziehen-Lassen den Zuschauer. Bei dem Mann ohne Vergangenheit, hatte ich beständig den Eindruck, ich will ihm zusehen, aus Entfernung, und den sehr trocken tragisch-humorvollen Dialogen zuhören, die mich, ohne mich lächeln zu lassen, aufheitern. Diese Stimmung wird gänzlich stimmig durch den genialen Soundtrack untermalt - oder hervorgerufen?