«Ich kann mir denken, daß es viele gibt, die auf dem Gipfel der Wissenschaftlichkeit zu stehen glauben, und welche die folgenden Auseinandersetzungen «ganz unwissenschaftlich» finden. Ich kann diese verstehen, denn ich weiß, daß zu diesem Einwand notwendig derjenige gedrängt wird, der keine Erfahrung auf übersinnlichem Gebiete hat und der zugleich nicht die nötige Zurückhaltung und Selbst-bescheidenheit hat, um zuzugeben, daß er noch etwas lernen könne.
Nur wenigstens das eine sollten solche Menschen nicht sagen, daß die hier vorgebrachten Vorgänge dem «Verstande widersprechen», und daß man sie «mit dem Verstande nicht beweisen kann». Der Verstand kann gar nichts tun, als Tatsachen kombinieren und systematisieren. Tatsachen kann man erfahren, aber nicht «mit dem Verstande beweisen».
Mit dem Verstande kann man auch einen Walfisch nicht beweisen. Den muß man entweder selbst sehen oder sich von denen beschreiben lassen, die einen gesehen haben. So ist es auch mit übersinnlichen Tatsachen.
Ist man noch nicht so weit, sie selbst zu sehen, so muß man sie sich beschreiben lassen. Ich kann jedermann die Versicherung geben, daß die übersinnlichen Tatsachen, die ich im folgenden beschreibe, für den, dessen höhere Sinne geöffnet sind, ebenso «tatsächlich» sind wie der Walfisch.»
Rudolf Steiner, Anmerkungen S.88 nach dem Aufsatz "Wie Karma wirkt" in Reinkarnation und Karma, Gesammelte Aufsätze 1903-1923, Taschenbuch 1961, Verlag Freies Geistesleben Stuttgart
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