«Ich verzichte von vornherein, so wie die ‹gelobten› Schriftsteller zu erzählen. Warum? Es wäre das Allerleichteste für mich. Aber ich müßte dabei das Allerschwerste aufgeben: die Entwicklung zu einem höheren Menschentum, mein Gewissens-Verhältnis zum Geist. Als ich mich zu dieser Strenge mir selber gegenüber entschloß, stand ich vor der Frage: werde ich überhaupt noch Leser finden? Aber selbst auf die Gefahr hin, daß ich den letzten verliere, wollte ich diesen Weg gehen. […] Ich betrachte die Aufgabe des Dichters, um es ganz schlicht zu sagen, darin, Bausteine zu einer im Geiste verjüngten Menschheit, zu einer neuen Erde, beizutragen. […] Durch jenen Verzicht, so wie die meisten gegenwärtigen Schriftsteller zu schreiben, gab ich nicht, wie meine Kritiker meinten, das Dichtertum auf, wohl aber den Erfolg. Was sichert heute den Erfolg? Die großen Auflagen liefern die Antwort. Entweder die photographische Treue, mit der man unsere Zivilisationsverhältnisse schildert, oder aber die rücksichtslose Darstellung des Trieblebens. Oder beides miteinander verbunden. Aber dieses ist die verderblichste Ehe.»
von Albert Steffen
Albert Steffen (* 10. Dezember 1884 in Wynau; † 13. Juli 1963 in Dornach) war ein Schweizer Schriftsteller und Anthroposoph. Nach dem Tode Rudolf Steiners war Steffen ab 1925 dessen Nachfolger als Vorsitzender der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft.
Prolog
Es ist mir kein Auftrag gegeben,
von Göttern nicht
und nicht von Menschen,
keine Lehre von irgendwem wurde mir anbefohlen.
Ich wußte nicht, woher ich gekommen,
wohin ich gehe,
ich fand mich am Platze, wo ich geboren,
Vater, Mutter, Geschwister um mich,
den Garten, den Acker, den Wald,
fern das Gebirge.
Eines erfaßte ich bald, aber von mir aus:
Wahr will ich werden, Schönes erleben, Gutes tun.
Viele Menschen wurden mir Vorbild darin,
und ich hatte sie gern.
Von diesen durfte ich lernen,
von Werken der göttlichen Vorzeit,
sie zu erforschen, sie zu erproben, sie zu befolgen,
das war mein Wille, nicht eines andern.
Kein Lehrer gebot mir: Du sollst!
Und wenn er es sagte, prüfte ich erst,
tat, was mir recht schien.
So schaute ich um mich,
erblickte das Erdreich,
Steine, Pflanzen, Tiere und die Gestirne.
Alle Wesen sprachen zu mir,
und ich suchte sie zu begreifen.
Von jedem lernte ich etwas,
von mir nur wenig,
bis ich mich selber erkannte,
wie einen Fremden, von meinem höheren Selbst aus.
Zuerst erschien mir die Welt gut,
dann sah ich, daß manches bös war.
Ich meinte, alle Menschenseelen sind schön,
und erblickte viele sehr häßlich.
Ich suchte die Wahrheit
und fand die Lüge.
Böses, Häßliches, Lüge,
verwandeln wollte ich sie.
Ich kämpfte deshalb mit Menschen,
wenn sie mir nicht die Freiheit gewährten,
zu sehen, zu sagen, zu tun,
was selber als wahr und gut und schön ich erkannte.
Christus durfte ich lieben,
weil er mich, niemals zu etwas genötigt.
Er ist mein höchster Lehrer geworden.
Andere Menschen wurden es nur,
sofern sie sprachen
Nicht ich, sondern Christus in mir.
Aber die Nacht, die ins Nichts führt?
Ich lernte vom Dunkel die Sehnsucht nach Licht.
Licht entwickelt am Finstern die Farbe.
Farbe erweckt die Seele.
Die Seele lernt von den Sternen
die Worte der Götter.
Die erste Wahrheit, die sie mich lehrten,
sie lautet:
Mensch, du bist frei, und Mensch, du darfst lieben,
Mensch, erkenn dich zur Freiheit bestimmt,
aus Liebe immer wieder geboren,
als Einer in Aller Gemeinschaft zu wirken.
Das ist dein Auftrag, dir von dir selber verliehen,
Freien und Liebenden recht.
http://asteffen.com/es-ist-mir-kein-auftrag-gegeben/
Posts mit dem Label kunst werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label kunst werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Der Hund
Wer kann da nein sagen?
Einen Becher hält er mir hin. Vielleicht, sagt er dazu, wirst du dich aber auch in eine Korkenzieherhasel verwandeln.
Bei diesem Gedanken blieb mir der Fisch im Hals stecken. Ich hatte ihn mit Mühe festhaltend noch zappelnd in den Mund genommen und versuchte ihn hinunterzuwürgen. Was sich als schwierig herausstellte. Dazu kam, dass dieser sonderbare Fisch, für den wir alle diese tödlichen Strapazen aufgesetzt hatten, immer noch sang. Er sang und wollte auch in meiner Kehle steckend nicht damit aufhören. Seltsam war auch das, was wer sang. Eine orginal nach Tom Waits klingende Stimme schrie Gospelsongs.
Um den Kopf herum drückten die Strapazen und ließen kalten Schweiß zwischen meinen geschwollenen und auf das doppelte ihrer normalen Größe aufgeblähten Ohren und den Pusteln im Nacken hinunterlaufen. Im großen und ganzen war es aber noch in Ordnung; es hätte alles ganz anders kommen können.
Mein Freund und Helfer hielt mir also diesen hellblau strahlenden Becher mit schwarzem Urin des ostsibirischen Eunuchentigers hin, damit ich diese jaulende Kreatur endlich in meinen Magensäften verdauen könnte. Leider ging gar nichts mehr, als er diese Möglichkeit mit der Korkenzieherhasel aussprach.
Er schlug mir mit der Handkante einmal stark gegen den Kehlkopf. Doch anstatt den Fisch zu schlucken, fiel mir der Kopf vom Hals. Ich erblickt also plötzlich meinen Augen bedenklich nahestehende Stiefelspitzen, in denen eindeutig meine Füßen steckten. Er hatte nämlich Barfüße.
Das nächste was ich sinnlich vernahm war ein Surren, ein Ziehen, ein Schnalzen und ein Schreien. Dann bemerkte ich, wie er mich anstarrte. Sofort hörte ich auf zu surren und zog nicht mehr, schnalzte noch zweimal und schloss meinen Mund nachdem der Schrei verklungen war.
Was war geschehen? Ich betrachtete meinen Körper. Er war da. Aber nicht allein. Er war zwei. Ich hob meinen Rechten Arm und fiel rückwärts ins Bodenlose. Mit wahnsinniger Geschwindigkeit entfernte ich mich von der Erde und war plötzlich im unendlich weiten Raum.
Nein. Ich war der Raum und Zeit und die Ewigkeit und das Leben und das Licht die Energie die Liebe... Ich war die Liebe und Liebe und...
Ich schlug die Augen zu. Dunkel. Wo war er hin? Er hatte mir vor allem beigestanden und hatte versprochen mich anzurufen wenn ich wieder da wäre. Jetzt würde ich gerne seinen Anruf entgegennehmen. Hier allein in meiner Hundehütte in die ich mich morgens am Tag der Revolution zum Gebet mit den Hausmöwen verzogen hatte, um nicht dabei zu sein, wenn sie das neue ausprobieren.
Die Hundehütte hatte mich wohl doch nicht geschützt.
Irgend jemand würde dafür bezahlen.
Einen Becher hält er mir hin. Vielleicht, sagt er dazu, wirst du dich aber auch in eine Korkenzieherhasel verwandeln.
Bei diesem Gedanken blieb mir der Fisch im Hals stecken. Ich hatte ihn mit Mühe festhaltend noch zappelnd in den Mund genommen und versuchte ihn hinunterzuwürgen. Was sich als schwierig herausstellte. Dazu kam, dass dieser sonderbare Fisch, für den wir alle diese tödlichen Strapazen aufgesetzt hatten, immer noch sang. Er sang und wollte auch in meiner Kehle steckend nicht damit aufhören. Seltsam war auch das, was wer sang. Eine orginal nach Tom Waits klingende Stimme schrie Gospelsongs.
Um den Kopf herum drückten die Strapazen und ließen kalten Schweiß zwischen meinen geschwollenen und auf das doppelte ihrer normalen Größe aufgeblähten Ohren und den Pusteln im Nacken hinunterlaufen. Im großen und ganzen war es aber noch in Ordnung; es hätte alles ganz anders kommen können.
Mein Freund und Helfer hielt mir also diesen hellblau strahlenden Becher mit schwarzem Urin des ostsibirischen Eunuchentigers hin, damit ich diese jaulende Kreatur endlich in meinen Magensäften verdauen könnte. Leider ging gar nichts mehr, als er diese Möglichkeit mit der Korkenzieherhasel aussprach.
Er schlug mir mit der Handkante einmal stark gegen den Kehlkopf. Doch anstatt den Fisch zu schlucken, fiel mir der Kopf vom Hals. Ich erblickt also plötzlich meinen Augen bedenklich nahestehende Stiefelspitzen, in denen eindeutig meine Füßen steckten. Er hatte nämlich Barfüße.
Das nächste was ich sinnlich vernahm war ein Surren, ein Ziehen, ein Schnalzen und ein Schreien. Dann bemerkte ich, wie er mich anstarrte. Sofort hörte ich auf zu surren und zog nicht mehr, schnalzte noch zweimal und schloss meinen Mund nachdem der Schrei verklungen war.
Was war geschehen? Ich betrachtete meinen Körper. Er war da. Aber nicht allein. Er war zwei. Ich hob meinen Rechten Arm und fiel rückwärts ins Bodenlose. Mit wahnsinniger Geschwindigkeit entfernte ich mich von der Erde und war plötzlich im unendlich weiten Raum.
Nein. Ich war der Raum und Zeit und die Ewigkeit und das Leben und das Licht die Energie die Liebe... Ich war die Liebe und Liebe und...
Ich schlug die Augen zu. Dunkel. Wo war er hin? Er hatte mir vor allem beigestanden und hatte versprochen mich anzurufen wenn ich wieder da wäre. Jetzt würde ich gerne seinen Anruf entgegennehmen. Hier allein in meiner Hundehütte in die ich mich morgens am Tag der Revolution zum Gebet mit den Hausmöwen verzogen hatte, um nicht dabei zu sein, wenn sie das neue ausprobieren.
Die Hundehütte hatte mich wohl doch nicht geschützt.
Irgend jemand würde dafür bezahlen.
Fragen an mich und meine Familie
Welchen Beruf wollte dein Vater ergreifen? Konnte er seinen Traum leben?
Welchen Beruf wollte deine Mutter ergreifen? Konnte sie ihren Traum leben?
Weißt du sonst etwas von Visionen Deiner Eltern für Wohnen, reisen, Hobbys, Politik, Lebensform, Kinderzahl, soziales Engagement, usw.
Was hast du als Kind am liebsten gespielt?
Gibt es eine Geste, di dir als typisch in Erinnerung ist?
Welchen Beruf wolltest du als Kind ergreifen?
Was wollten deine Eltern, Tanten, Lehrer und andere wichtige Personen in deinem Leben, was du einmal wirst?
Welcher Wert ist für dich der höchste ? Ist es die Freiheit, die Wärme, die Ehrlichkeit, das Körpergefühl, der Gesang, die Lebensfreude, oder oder oder …..
---
Vielleicht hilft es dir, wenn du dir bewusst machst, was dich am meisten stört und ärgert. Dann finde das Gegenteil heraus.
Erinnere dich an deine Gaben! Habe deine Talente im Blick! Du brauchst sie, um deine Mission in Leichtigkeit erfüllen zu können. Du hast genau die richtigen Gaben für deine Lebensaufgabe.
Stelle eine List von 20 Tätigkeiten zusammen.
Nenne 20 Tätigkeiten, die dir Freude machen. Alles was dir Freude macht und was du schon immer gern machst oder gern gemacht hättest gehört zu deinen Talenten. Manche sind vielleicht noch nicht entwickelt. Dann ist es Zeit, dass du damit beginnst. Erlaube dir Zeit, dich damit zu befassen.
Frage Freunde und Verwandte, welche Gaben sie an dir sehen. Dann frage dich, wem du mein deinen Gaben dienen magst? Hast du eine konkrete Zielgruppe?
Schreibe drei Verben auf, die eine Tätigkeit beschreiben, die dich anspricht und dir Freude macht: singen, schreiben, tanzen, erklären, bewegen, berühren, organisieren oder oder oder
Auch hier kannst du dich vom Gegenpols annähern. Was findest du wirklich abstoßend? Dann finde den Gegenpol.
Welchen Beruf wollte deine Mutter ergreifen? Konnte sie ihren Traum leben?
Weißt du sonst etwas von Visionen Deiner Eltern für Wohnen, reisen, Hobbys, Politik, Lebensform, Kinderzahl, soziales Engagement, usw.
Was hast du als Kind am liebsten gespielt?
Gibt es eine Geste, di dir als typisch in Erinnerung ist?
Welchen Beruf wolltest du als Kind ergreifen?
Was wollten deine Eltern, Tanten, Lehrer und andere wichtige Personen in deinem Leben, was du einmal wirst?
Welcher Wert ist für dich der höchste ? Ist es die Freiheit, die Wärme, die Ehrlichkeit, das Körpergefühl, der Gesang, die Lebensfreude, oder oder oder …..
---
Vielleicht hilft es dir, wenn du dir bewusst machst, was dich am meisten stört und ärgert. Dann finde das Gegenteil heraus.
Erinnere dich an deine Gaben! Habe deine Talente im Blick! Du brauchst sie, um deine Mission in Leichtigkeit erfüllen zu können. Du hast genau die richtigen Gaben für deine Lebensaufgabe.
Stelle eine List von 20 Tätigkeiten zusammen.
Nenne 20 Tätigkeiten, die dir Freude machen. Alles was dir Freude macht und was du schon immer gern machst oder gern gemacht hättest gehört zu deinen Talenten. Manche sind vielleicht noch nicht entwickelt. Dann ist es Zeit, dass du damit beginnst. Erlaube dir Zeit, dich damit zu befassen.
Frage Freunde und Verwandte, welche Gaben sie an dir sehen. Dann frage dich, wem du mein deinen Gaben dienen magst? Hast du eine konkrete Zielgruppe?
Schreibe drei Verben auf, die eine Tätigkeit beschreiben, die dich anspricht und dir Freude macht: singen, schreiben, tanzen, erklären, bewegen, berühren, organisieren oder oder oder
Auch hier kannst du dich vom Gegenpols annähern. Was findest du wirklich abstoßend? Dann finde den Gegenpol.
Die Corona-Regeln
1.
Im Prinzip dürfen Sie das Haus nicht verlassen, aber wenn Sie es möchten, dann dürfen Sie es schon.
2.
Masken sind nutzlos, aber Sie sollten unbedingt eine tragen, denn sie kann Leben retten.
3.
Alle Läden sind geschlossen, ausser die, die geöffnet sind.
4.
Dieses Virus ist tödlich, aber dennoch nicht allzu beängstigend, außer dass es eventuell zu einer globalen Katastrophe führt, bei der dann sehr viele sterben.
5.
Jeder muss ZUHAUSE bleiben, aber es ist wichtig auch RAUSZUGEHEN, besonders bei Sonnenschein, aber es ist besser, nicht rauszugehen, außer natürlich für Sport, aber eigentlich NEIN ...
6.
Es gibt keinen Mangel an Lebensmitteln im Supermarkt, aber es gibt viele Dinge, die fehlen und andere sind zur Zeit nicht da.
7.
Das Virus hat keine Auswirkungen auf Kinder, außer auf diejenigen, auf die es sich auswirkt..
8.
Tiere sind nicht betroffen, aber es gibt immer noch eine Katze, die im Februar in Belgien positiv getestet wurde, als sonst noch niemand getestet wurde, plus ein paar Tiger hier und da und selten Hunde, eigentlich keine Hunde, aber manchmal doch auch schon ...
Jegliche Oberflächen, ausser das Fell ihres Haustieres, können die Krankheit natürlich übertragen.
9.
Sie werden viele Symptome haben, wenn Sie krank sind, aber Sie können auch ohne Symptome krank werden, Symptome haben, ohne krank zu sein, oder ansteckend sein, ohne Symptome zu haben, sowie visa versa.
10.
Man kann nicht in Altersheime gehen oder seine Grosseltern besuchen, aber man muss sich um die Alten kümmern und am besten Lebensmittel und Medikamente mitbringen.
11.
Das Virus bleibt auf verschiedenen Oberflächen zwei Stunden lang aktiv, nein vier, nein sechs, nein, habe ich Stunden gesagt, vielleicht Tage? Aber es braucht eine feuchte Umgebung. Aber eigentlich nicht unbedingt.
Das Virus bleibt eigentlich nicht in der Luft, aber öfter mal schon. Vor allem in einem geschlossenen Raum..
Es handelt sich hier grundsätzlich nicht um Schmierviren aber eine Schmierinfektion wäre möglich.
12.
Wir sollten so lange eingesperrt bleiben, bis das Virus verschwindet, aber es wird nur verschwinden, wenn wir eine kollektive Immunität erreichen, also wenn es zirkuliert..
Dafür dürfen wir nicht zuviel eingesperrt sein, deswegen bleiben sie besser die meiste Zeit über Zuhause.
13.
Sollten Sie erkrankt gewesen sein, werden Sie möglicherweise später wieder erkranken, dazwischen sind Sie aber immun.
14.
Goldene Regel: Benutzen Sie ihr Gehirn und wenn nicht, halten sie einen enorm großen Vorrat an Mehl, Hefe, Nudel und Toilettenpapier bereit - das wird helfen.
In diesem Sinne ...
Nehmt euch das zu ♥️.
Das wird Euch retten.
Oder auch nicht.
Im Prinzip dürfen Sie das Haus nicht verlassen, aber wenn Sie es möchten, dann dürfen Sie es schon.
2.
Masken sind nutzlos, aber Sie sollten unbedingt eine tragen, denn sie kann Leben retten.
3.
Alle Läden sind geschlossen, ausser die, die geöffnet sind.
4.
Dieses Virus ist tödlich, aber dennoch nicht allzu beängstigend, außer dass es eventuell zu einer globalen Katastrophe führt, bei der dann sehr viele sterben.
5.
Jeder muss ZUHAUSE bleiben, aber es ist wichtig auch RAUSZUGEHEN, besonders bei Sonnenschein, aber es ist besser, nicht rauszugehen, außer natürlich für Sport, aber eigentlich NEIN ...
6.
Es gibt keinen Mangel an Lebensmitteln im Supermarkt, aber es gibt viele Dinge, die fehlen und andere sind zur Zeit nicht da.
7.
Das Virus hat keine Auswirkungen auf Kinder, außer auf diejenigen, auf die es sich auswirkt..
8.
Tiere sind nicht betroffen, aber es gibt immer noch eine Katze, die im Februar in Belgien positiv getestet wurde, als sonst noch niemand getestet wurde, plus ein paar Tiger hier und da und selten Hunde, eigentlich keine Hunde, aber manchmal doch auch schon ...
Jegliche Oberflächen, ausser das Fell ihres Haustieres, können die Krankheit natürlich übertragen.
9.
Sie werden viele Symptome haben, wenn Sie krank sind, aber Sie können auch ohne Symptome krank werden, Symptome haben, ohne krank zu sein, oder ansteckend sein, ohne Symptome zu haben, sowie visa versa.
10.
Man kann nicht in Altersheime gehen oder seine Grosseltern besuchen, aber man muss sich um die Alten kümmern und am besten Lebensmittel und Medikamente mitbringen.
11.
Das Virus bleibt auf verschiedenen Oberflächen zwei Stunden lang aktiv, nein vier, nein sechs, nein, habe ich Stunden gesagt, vielleicht Tage? Aber es braucht eine feuchte Umgebung. Aber eigentlich nicht unbedingt.
Das Virus bleibt eigentlich nicht in der Luft, aber öfter mal schon. Vor allem in einem geschlossenen Raum..
Es handelt sich hier grundsätzlich nicht um Schmierviren aber eine Schmierinfektion wäre möglich.
12.
Wir sollten so lange eingesperrt bleiben, bis das Virus verschwindet, aber es wird nur verschwinden, wenn wir eine kollektive Immunität erreichen, also wenn es zirkuliert..
Dafür dürfen wir nicht zuviel eingesperrt sein, deswegen bleiben sie besser die meiste Zeit über Zuhause.
13.
Sollten Sie erkrankt gewesen sein, werden Sie möglicherweise später wieder erkranken, dazwischen sind Sie aber immun.
14.
Goldene Regel: Benutzen Sie ihr Gehirn und wenn nicht, halten sie einen enorm großen Vorrat an Mehl, Hefe, Nudel und Toilettenpapier bereit - das wird helfen.
In diesem Sinne ...
Nehmt euch das zu ♥️.
Das wird Euch retten.
Oder auch nicht.
Siegfried Anzinger
"Von der Zeichnung verlange ich klare Definitionen, Malerei verbinde ich mit einem Gesamtton. Zeichnungen lese ich, Bilder will ich hören."
Das Unsichtbare Komitee
Das Unsichtbare Komitee ist ein anonymes Autorenkomitee in
Frankreich. Die Polizei hat im Zuge der "Terroristenbekämpfung" viele Spekulationen
angestellt, wer dazugehören mag, aber die Identität der Autoren wurde
nie bekanntgegeben.
»Nur wir, die in Betonklötzen zur Welt kommen, in Supermärkten Obst pflücken und im Fernsehen nach dem Echo der Welt Ausschau halten, bringen es fertig, geduldig die Enzyklopädie des Desasters zu erstellen.«
„Es gibt keinen friedlichen Aufstand. Waffen sind notwendig: Es geht darum, alles zu tun, um ihren Gebrauch überflüssig zu machen.“
- Unsichtbares Komitee: Deutschsprachige Ausgabe beim Nautilus Verlag, S. 105
»Dies ist möglicherweise das Böseste, was ich jemals gelesen habe.«
- Glenn Beck, Fox News, USA
„Das Buch ist der aktuellste Versuch, ultralinker Politik ein glamouröses Antlitz zu verpassen. Situationismus, Autonomen-Anarchismus und Punkpoesie werden darin zu einem knackig formulierten Pamphlet gemixt“.
- die tageszeitung
Klappentext: Nach Sabotage an einer Eisenbahnstrecke, auf der im November 2008 ein Castortransport mit radioaktivem Material geplant war, wurde "Der kommende Aufstand" von der französischen Regierung als einziges Beweisstück eines angeblich international bekannten "Terrorismusfalls" beschlagnahmt, als ein "Handbuch des Terrorismus", und war Vorwand für die Inhaftierung von neun Menschen aus dem Dorf Tarnac. Tatsächlich enthält das Buch eine radikale, situationistisch geprägte Analyse der Reaktionen von Regierungen auf die verschiedenen Unruhen und Volksaufstände in den letzten Jahren.
"Unter welchem Blickwinkel auch immer man es betrachtet: Die Gegenwart ist ausweglos", konstatieren die Autoren des vorliegenden Manifests. Für sie sind die brennenden Vorstädte in Frankreich oder die Straßengewalt in Griechenland revolutionäre Momente, Symptome des Zusammenbruchs der westlichen Demokratien, die sich gegenseitig verstärken und sich ausbreiten. Die Autoren fordern einen Kommunismus als "ergebnisoffenen" Prozess, die Bildung von Kommunen sowie die Restrukturierung der Ökonomie in kleine, lokale Einheiten und plädieren für eine anonyme Position der Unsichtbarkeit.
Wikipedia: Das Comité invisible hatte 2007 bereits drei weitere Schriften der Gruppe Tiqqun vorgelegt:
Dieses konstatierte schon auf der ersten Seite, bezugnehmend auf etwa die Revolution in Tunesien 2010/2011, die Studentenproteste in Québec 2012, die Ausschreitungen in Griechenland 2008 und die Proteste in Griechenland 2010–2012: „Die Aufstände sind gekommen, nicht die Revolution.“ (…) wie groß auch immer die Unruhen unter dem Himmel sind, die Revolution scheint überall im Stadium des Aufruhrs zu ersticken. (…) An diesem Punkt müssen wir Revolutionäre unsere Niederlage eingestehen.“
Mit dem erneuten Manifest soll nun ein weiterer Anlauf zur radikalen Veränderung der Verhältnisse geschaffen werden und eine gemeinsame Sprache, mit der die herrschenden Verhältnisse beschrieben und ihre Beseitigung betrieben werden kann, gefunden werden; ein Unterfangen, das nach Ansicht des Rezensenten von WDR 5 am „hohen Abstraktionsniveau“ des Textes scheitert. Am Beispiel des Stratfor-Hacks ziehen die Autoren den Schluss, sich technologisches Wissen anzueignen, sei wichtig, um zerstören zu können und positionieren sich damit im Gegensatz zum Akzelerationismus. Die größte Schwäche des Textes sei, so WDR 5, sein Eurozentrismus.
Der kommende Aufstand (2007)
auf Deutsch
http://www.trend.infopartisan.net/trd1210/insurrection.pdf
An unsere Freunde (2015)
auf Deutsch
weg
»Nur wir, die in Betonklötzen zur Welt kommen, in Supermärkten Obst pflücken und im Fernsehen nach dem Echo der Welt Ausschau halten, bringen es fertig, geduldig die Enzyklopädie des Desasters zu erstellen.«
„Es gibt keinen friedlichen Aufstand. Waffen sind notwendig: Es geht darum, alles zu tun, um ihren Gebrauch überflüssig zu machen.“
- Unsichtbares Komitee: Deutschsprachige Ausgabe beim Nautilus Verlag, S. 105
»Dies ist möglicherweise das Böseste, was ich jemals gelesen habe.«
- Glenn Beck, Fox News, USA
„Das Buch ist der aktuellste Versuch, ultralinker Politik ein glamouröses Antlitz zu verpassen. Situationismus, Autonomen-Anarchismus und Punkpoesie werden darin zu einem knackig formulierten Pamphlet gemixt“.
- die tageszeitung
Klappentext: Nach Sabotage an einer Eisenbahnstrecke, auf der im November 2008 ein Castortransport mit radioaktivem Material geplant war, wurde "Der kommende Aufstand" von der französischen Regierung als einziges Beweisstück eines angeblich international bekannten "Terrorismusfalls" beschlagnahmt, als ein "Handbuch des Terrorismus", und war Vorwand für die Inhaftierung von neun Menschen aus dem Dorf Tarnac. Tatsächlich enthält das Buch eine radikale, situationistisch geprägte Analyse der Reaktionen von Regierungen auf die verschiedenen Unruhen und Volksaufstände in den letzten Jahren.
"Unter welchem Blickwinkel auch immer man es betrachtet: Die Gegenwart ist ausweglos", konstatieren die Autoren des vorliegenden Manifests. Für sie sind die brennenden Vorstädte in Frankreich oder die Straßengewalt in Griechenland revolutionäre Momente, Symptome des Zusammenbruchs der westlichen Demokratien, die sich gegenseitig verstärken und sich ausbreiten. Die Autoren fordern einen Kommunismus als "ergebnisoffenen" Prozess, die Bildung von Kommunen sowie die Restrukturierung der Ökonomie in kleine, lokale Einheiten und plädieren für eine anonyme Position der Unsichtbarkeit.
Wikipedia: Das Comité invisible hatte 2007 bereits drei weitere Schriften der Gruppe Tiqqun vorgelegt:
- Theorie vom Bloom (2000),
- Kybernetik und Revolte (2001)
- Grundbausteine einer Theorie des Jungen-Mädchens (2001).
Dieses konstatierte schon auf der ersten Seite, bezugnehmend auf etwa die Revolution in Tunesien 2010/2011, die Studentenproteste in Québec 2012, die Ausschreitungen in Griechenland 2008 und die Proteste in Griechenland 2010–2012: „Die Aufstände sind gekommen, nicht die Revolution.“ (…) wie groß auch immer die Unruhen unter dem Himmel sind, die Revolution scheint überall im Stadium des Aufruhrs zu ersticken. (…) An diesem Punkt müssen wir Revolutionäre unsere Niederlage eingestehen.“
Mit dem erneuten Manifest soll nun ein weiterer Anlauf zur radikalen Veränderung der Verhältnisse geschaffen werden und eine gemeinsame Sprache, mit der die herrschenden Verhältnisse beschrieben und ihre Beseitigung betrieben werden kann, gefunden werden; ein Unterfangen, das nach Ansicht des Rezensenten von WDR 5 am „hohen Abstraktionsniveau“ des Textes scheitert. Am Beispiel des Stratfor-Hacks ziehen die Autoren den Schluss, sich technologisches Wissen anzueignen, sei wichtig, um zerstören zu können und positionieren sich damit im Gegensatz zum Akzelerationismus. Die größte Schwäche des Textes sei, so WDR 5, sein Eurozentrismus.
Der kommende Aufstand (2007)
auf Deutsch
http://www.trend.infopartisan.net/trd1210/insurrection.pdf
An unsere Freunde (2015)
auf Deutsch
weg
Erkennen und künstlerisches Schaffen
Das Schlusskapitel der Arbeit
"Grundlinien einer Erkenntnistheorie der goetheschen Weltanschauung" von Rudolf Steiner ist das Fazit der Arbeit und argumentiert in Richtung einer neuen Betrachtung von Kunst und Wissenschaft: Wissenschaft das Theorem, Kunst das Problem.
"Unsere Erkenntnistheorie hat das Erkennen des bloß passiven Charakters, den man ihm oft beilegt, entkleidet und es als Tätigkeit des menschlichen Geistes aufgefasst. Gewöhnlich glaubt man, der Inhalt der Wissenschaft sei ein von außen aufgenommener; ja man meint, der Wissenschaft die Objektivität in einem um so höheren Grad wahren zu können, als sich der Geist jeder eigenen Zutat zu dem aufgefassten Stoff enthält.
Unsere Ausführungen haben gezeigt, dass der wahre Inhalt der Wissenschaft überhaupt nicht der wahrgenommene äußere Stoff ist, sondern die im Geiste erfasste Idee, welche uns tiefer in das Weltgetriebe einführt, als alles Zerlegen und Beobachten der Außenwelt als bloßer Erfahrung. Die Idee ist Inhalt der Wissenschaft. Gegenüber der passiv aufgenommenen Wahrnehmung ist die Wissenschaft somit ein Produkt der Tätigkeit des menschlichen Geistes.
Damit haben wir das Erkennen dem künstlerischen Schaffen genähert, das ja auch ein tätiges Hervorbringen des Menschen ist. Zugleich haben wir aber auch die Notwendigkeit herbeigeführt, die gegenseitige Beziehung beider klarzustellen.
Sowohl die erkennende wie die künstlerische Tätigkeit beruhen darauf, dass der Mensch von der Wirklichkeit als Produkt sich zu ihr als Produzenten erhebt; dass er von dem Geschaffenen zum Schaffen, von der Zufälligkeit zur Notwendigkeit aufsteigt. Indem uns die äußere Wirklichkeit stets nur ein Geschöpf der schaffenden Natur zeigt, erheben wir uns im Geiste zu der Natureinheit, die uns als die Schöpferin erscheint. Jeder Gegenstand der Wirklichkeit stellt uns eine von den unendlichen Möglichkeiten dar, die im Schoße der schaffenden Natur verborgen liegen. Unser Geist erhebt sich zur Anschauung jenes Quelles, in dem alle diese Möglichkeiten enthalten sind.
Wissenschaft und Kunst sind nun die Objekte, denen der Mensch einprägt, was ihm diese Anschauung bietet. In der Wissenschaft geschieht es nur in der Form der Idee, das heißt in dem unmittelbar geistigen Medium; in der Kunst in einem sinnenfällig oder geistig wahrnehmbaren Objekte. In der Wissenschaft erscheint die Natur als «das alles Einzelne Umfassende» rein ideell; in der Kunst erscheint ein Objekt der Außenwelt dieses Umfassende darstellend. Das Unendliche, das die Wissenschaft im Endlichen sucht und in der Idee darzustellen sucht, prägt die Kunst einem aus der Seinswelt genommenen Stoffe ein. Was in der Wissenschaft als Idee erscheint, ist in der Kunst Bild. Es ist dasselbe Unendliche, das Gegenstand der Wissenschaft wie der Kunst ist, nur dass es dort anders als hier erscheint. Die Art der Darstellung ist eine verschiedene. Goethe tadelte es daher, dass man von einer Idee des Schönen spricht, als ob das Schöne nicht einfach der sinnliche Abglanz der Idee wäre.
Hier zeigt sich, wie der wahre Künstler unmittelbar aus dem Urquell alles Seins schöpfen muss, wie er seinen Werken das Notwendige einprägt, das wir ideell in Natur und Geist in der Wissenschaft suchen. Die Wissenschaft lauscht der Natur ihre Gesetzlichkeit ab; die Kunst nicht minder, nur dass sie die letztere noch dem rohen Stoffe einpflanzt. Ein Kunstprodukt ist nicht minder Natur als ein Naturprodukt, nur dass ihm die Naturgesetzlichkeit schon so eingegossen wurde, wie sie dem Menschengeist erschienen ist. Die großen Kunstwerke, die Goethe in Italien sah, erschienen ihm als der unmittelbare Abdruck des Notwendigen, das der Mensch in der Natur gewahr wird. Ihm ist daher auch die Kunst eine Manifestation geheimer Naturgesetze.
Alles kommt beim Kunstwerke darauf an, inwiefern der Künstler dem Stoffe die Idee eingepflanzt hat. Nicht was er behandelt, sondern wie er es behandelt, darauf kommt es an. Hat in der Wissenschaft der von außen wahrgenommene Stoff völlig unterzutauchen, so dass nur sein Wesen, die Idee zurückbleibt, so hat er in dem Kunstprodukte zu verbleiben, nur dass seine Eigentümlichkeit, seine Zufälligkeit vollkommen durch die künstlerische Behandlung zu überwinden ist. Das Objekt muss ganz aus der Sphäre des Zufälligen herausgehoben und in jene des Notwendigen versetzt werden. Es darf im Kunstschönen nichts zurückbleiben, dem nicht der Künstler seinen Geist aufgedrückt hätte. Das Was muss durch das Wie besiegt werden. Überwindung der Sinnlichkeit durch den Geist ist das Ziel von Kunst und Wissenschaft. Diese überwindet die Sinnlichkeit, indem sie sie ganz in Geist auflöst; jene, indem sie ihr den Geist einpflanzt. Die Wissenschaft blickt durch die Sinnlichkeit auf die Idee, die Kunst erblickt die Idee in der Sinnlichkeit.
Ein diese Wahrheiten in umfassender Weise ausdrückender Satz Goethes mag unsere Betrachtungen abschließen: «Ich denke, Wissenschaft könnte man die Kenntnis des Allgemeinen nennen, das abgezogene Wissen; Kunst dagegen wäre Wissenschaft zur Tat verwendet; Wissenschaft wäre Vernunft, und Kunst ihr Mechanismus, deshalb man sie auch praktische Wissenschaft nennen könnte. Und so wäre denn endlich Wissenschaft das Theorem, Kunst das Problem.»"
Grundlinien einer Erkenntnistheorie der goetheschen Weltanschauung - GA 002 - Seite 102
"Unsere Erkenntnistheorie hat das Erkennen des bloß passiven Charakters, den man ihm oft beilegt, entkleidet und es als Tätigkeit des menschlichen Geistes aufgefasst. Gewöhnlich glaubt man, der Inhalt der Wissenschaft sei ein von außen aufgenommener; ja man meint, der Wissenschaft die Objektivität in einem um so höheren Grad wahren zu können, als sich der Geist jeder eigenen Zutat zu dem aufgefassten Stoff enthält.
Unsere Ausführungen haben gezeigt, dass der wahre Inhalt der Wissenschaft überhaupt nicht der wahrgenommene äußere Stoff ist, sondern die im Geiste erfasste Idee, welche uns tiefer in das Weltgetriebe einführt, als alles Zerlegen und Beobachten der Außenwelt als bloßer Erfahrung. Die Idee ist Inhalt der Wissenschaft. Gegenüber der passiv aufgenommenen Wahrnehmung ist die Wissenschaft somit ein Produkt der Tätigkeit des menschlichen Geistes.
Damit haben wir das Erkennen dem künstlerischen Schaffen genähert, das ja auch ein tätiges Hervorbringen des Menschen ist. Zugleich haben wir aber auch die Notwendigkeit herbeigeführt, die gegenseitige Beziehung beider klarzustellen.
Sowohl die erkennende wie die künstlerische Tätigkeit beruhen darauf, dass der Mensch von der Wirklichkeit als Produkt sich zu ihr als Produzenten erhebt; dass er von dem Geschaffenen zum Schaffen, von der Zufälligkeit zur Notwendigkeit aufsteigt. Indem uns die äußere Wirklichkeit stets nur ein Geschöpf der schaffenden Natur zeigt, erheben wir uns im Geiste zu der Natureinheit, die uns als die Schöpferin erscheint. Jeder Gegenstand der Wirklichkeit stellt uns eine von den unendlichen Möglichkeiten dar, die im Schoße der schaffenden Natur verborgen liegen. Unser Geist erhebt sich zur Anschauung jenes Quelles, in dem alle diese Möglichkeiten enthalten sind.
Wissenschaft und Kunst sind nun die Objekte, denen der Mensch einprägt, was ihm diese Anschauung bietet. In der Wissenschaft geschieht es nur in der Form der Idee, das heißt in dem unmittelbar geistigen Medium; in der Kunst in einem sinnenfällig oder geistig wahrnehmbaren Objekte. In der Wissenschaft erscheint die Natur als «das alles Einzelne Umfassende» rein ideell; in der Kunst erscheint ein Objekt der Außenwelt dieses Umfassende darstellend. Das Unendliche, das die Wissenschaft im Endlichen sucht und in der Idee darzustellen sucht, prägt die Kunst einem aus der Seinswelt genommenen Stoffe ein. Was in der Wissenschaft als Idee erscheint, ist in der Kunst Bild. Es ist dasselbe Unendliche, das Gegenstand der Wissenschaft wie der Kunst ist, nur dass es dort anders als hier erscheint. Die Art der Darstellung ist eine verschiedene. Goethe tadelte es daher, dass man von einer Idee des Schönen spricht, als ob das Schöne nicht einfach der sinnliche Abglanz der Idee wäre.
Hier zeigt sich, wie der wahre Künstler unmittelbar aus dem Urquell alles Seins schöpfen muss, wie er seinen Werken das Notwendige einprägt, das wir ideell in Natur und Geist in der Wissenschaft suchen. Die Wissenschaft lauscht der Natur ihre Gesetzlichkeit ab; die Kunst nicht minder, nur dass sie die letztere noch dem rohen Stoffe einpflanzt. Ein Kunstprodukt ist nicht minder Natur als ein Naturprodukt, nur dass ihm die Naturgesetzlichkeit schon so eingegossen wurde, wie sie dem Menschengeist erschienen ist. Die großen Kunstwerke, die Goethe in Italien sah, erschienen ihm als der unmittelbare Abdruck des Notwendigen, das der Mensch in der Natur gewahr wird. Ihm ist daher auch die Kunst eine Manifestation geheimer Naturgesetze.
Alles kommt beim Kunstwerke darauf an, inwiefern der Künstler dem Stoffe die Idee eingepflanzt hat. Nicht was er behandelt, sondern wie er es behandelt, darauf kommt es an. Hat in der Wissenschaft der von außen wahrgenommene Stoff völlig unterzutauchen, so dass nur sein Wesen, die Idee zurückbleibt, so hat er in dem Kunstprodukte zu verbleiben, nur dass seine Eigentümlichkeit, seine Zufälligkeit vollkommen durch die künstlerische Behandlung zu überwinden ist. Das Objekt muss ganz aus der Sphäre des Zufälligen herausgehoben und in jene des Notwendigen versetzt werden. Es darf im Kunstschönen nichts zurückbleiben, dem nicht der Künstler seinen Geist aufgedrückt hätte. Das Was muss durch das Wie besiegt werden. Überwindung der Sinnlichkeit durch den Geist ist das Ziel von Kunst und Wissenschaft. Diese überwindet die Sinnlichkeit, indem sie sie ganz in Geist auflöst; jene, indem sie ihr den Geist einpflanzt. Die Wissenschaft blickt durch die Sinnlichkeit auf die Idee, die Kunst erblickt die Idee in der Sinnlichkeit.
Ein diese Wahrheiten in umfassender Weise ausdrückender Satz Goethes mag unsere Betrachtungen abschließen: «Ich denke, Wissenschaft könnte man die Kenntnis des Allgemeinen nennen, das abgezogene Wissen; Kunst dagegen wäre Wissenschaft zur Tat verwendet; Wissenschaft wäre Vernunft, und Kunst ihr Mechanismus, deshalb man sie auch praktische Wissenschaft nennen könnte. Und so wäre denn endlich Wissenschaft das Theorem, Kunst das Problem.»"
Grundlinien einer Erkenntnistheorie der goetheschen Weltanschauung - GA 002 - Seite 102
Neusprech und Amtsprache
„Krieg ist Frieden
Freiheit ist Sklaverei
Unwissenheit ist Stärke“
George Orwell
Einige Beispiele:
Entlassung, Kündigung – Freisetzung
Sozialabbau – Reformen
Demokratieabbau – Bürokratieabbau
Debatte um Gerechtigkeit – Neiddebatte
Vertreibungspolitik – Siedlungspolitik
Marshall Rosenberg über Amtsprache:
Nonviolent Communication - Marshall Rosenberg
Freiheit ist Sklaverei
Unwissenheit ist Stärke“
George Orwell
Einige Beispiele:
Entlassung, Kündigung – Freisetzung
Sozialabbau – Reformen
Demokratieabbau – Bürokratieabbau
Debatte um Gerechtigkeit – Neiddebatte
Vertreibungspolitik – Siedlungspolitik
Marshall Rosenberg über Amtsprache:
Nonviolent Communication - Marshall Rosenberg
Licht auf dem Weg
von Mabel Collins
Bevor das Auge sehen kann,
muß es der Tränen sich entwöhnen.
Bevor das Ohr vermag zu hören,
muß die Empfindlichkeit ihm schwinden.
Eh' vor den Meistern kann die Stimme sprechen,
muß das Verwunden sie verlernen.
Und eh' vor ihnen stehen kann die Seele, muß
ihres Herzens Blut die Füße netzen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Mabel_Collins
http://anthrowiki.at/Bibliothek:Mabel_Collins/Licht_auf_dem_Weg
http://liebesmuseum.de/wp-content/uploads/2012/01/Mabel-Collins-Licht-auf-dem-Weg.pdf
Mehr vom Liebesmuseum:
http://liebesmuseum.de/wp-content/uploads/2012/01/Franz-Anton-Mesmer-u-Rudolf-Steiner.pdf
Und ein wenig toller Quatsch vom Herrn vom Liebesmuseum:
http://liebesmuseum.de/wp-content/uploads/2012/01/Venusier-1.wmv
http://liebesmuseum.de/wp-content/uploads/2012/01/Venusier-2.wmv
Bevor das Auge sehen kann,
muß es der Tränen sich entwöhnen.
Bevor das Ohr vermag zu hören,
muß die Empfindlichkeit ihm schwinden.
Eh' vor den Meistern kann die Stimme sprechen,
muß das Verwunden sie verlernen.
Und eh' vor ihnen stehen kann die Seele, muß
ihres Herzens Blut die Füße netzen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Mabel_Collins
http://anthrowiki.at/Bibliothek:Mabel_Collins/Licht_auf_dem_Weg
http://liebesmuseum.de/wp-content/uploads/2012/01/Mabel-Collins-Licht-auf-dem-Weg.pdf
Mehr vom Liebesmuseum:
http://liebesmuseum.de/wp-content/uploads/2012/01/Franz-Anton-Mesmer-u-Rudolf-Steiner.pdf
Und ein wenig toller Quatsch vom Herrn vom Liebesmuseum:
http://liebesmuseum.de/wp-content/uploads/2012/01/Venusier-1.wmv
http://liebesmuseum.de/wp-content/uploads/2012/01/Venusier-2.wmv
Henry David Thoreau
Am 4. Juli 1845, dem Unabhängigkeitstag, bezog Thoreau eine selbsterbaute Blockhütte (Walden Hut, siehe Bild) bei Concord am Walden-See. Dort lebte er etwa zwei Jahre, allein und selbständig, aber nicht abgeschieden. In seinem Werk "Walden. Or life in the Woods" (deutsch: Walden. Oder das Leben in den Wäldern) beschreibt er dieses einfache Leben am See und die ihn umgebende Natur, und philosophiert über Wirtschaft und Gesellschaft.
Den 23. Juli 1846 verbrachte Thoreau im Gefängnis, weil er sich weigerte, seine Steuerschuld gegenüber Massachusetts zu begleichen. Er wollte nicht bezahlen, um nicht mit seinen Steuergeldern die amerikanische Regierung und damit die Sklaverei und den expansiven Mexiko-Krieg zu unterstützen. Inspiriert durch eine Nacht im Gefängnis hielt Thoreau später Vorträge zu dem Grund seiner Zahlungsverweigerung. Diese Vorträge fasste er zu dem Essay Resistance to Civil Government (1849) zusammen. Sie erschienen unter dem Titel Civil Disobedience - dt. Über die Pflicht zum Ungehorsam gegen den Staat.
„Unter einer Regierung, die irgend jemanden unrechtmäßig einsperrt, ist das Gefängnis der angemessene Platz für einen gerechten Menschen ..."
Die Schrift avancierte zur „Bibel“ der „Helden der Widersetzlichkeit“. Sie diente unter anderem Mahatma Gandhi und Martin Luther King als Inspirationsquelle für den gewissensgeleiteten, gewaltfreien Widerstand gegen die Obrigkeit. Die Schrift wirkt bis in die Gegenwart als Standardwerk und Namensgeber des zivilen Ungehorsams.
Thoreau war ein großer Schriftsteller, Philosoph und Dichter, und bei all dem blieb er ein Mann der Tat. Er lehrte nichts, was er nicht selbst zu tun bereit war. Er war einer der größten und tugendhaftesten Männer, die Amerika hervorbrachte. In der Zeit der Bewegung zur Abschaffung der Sklaverei schrieb er seinen berühmten Aufsatz „Über die Pflicht zum Ungehorsam gegen den Staat." Er ging ins Gefängnis um seiner Grundsätze und um der leidenden Menschen willen. Sein Aufsatz ist geheiligt durch dieses Leiden. Mehr noch, er ist niedergeschrieben für alle Zeiten. Seiner klaren Logik kann nichts entgegengesetzt werden.
Mahatma Gandhi, 1907
wikipedia - Henry_David_Thoreau
wikipedia.org über_die_Pflicht_zum_Ungehorsam
www.thoreau.de - pflicht
www.thoreau.de - TEXT - PDF
www.zeit.de
www.walden-magazin.de
eldritchpress.org - walden englisch - PDF
Boom Festival 2014 - Reclaiming The Earth: Steps towards a Collective Awakening
Der Auftrag des Booms ist es, einen nachhaltigen Ethos zu entwickeln. Es ist weltweit bekannt, weil es nicht der Unterhaltungsindustrie dient, denn entgegen anderer internationaler Festivals dieser Größe bindet Boom sich nicht an einen kommerziellen Sponsor, nicht nur um die Wege von Werbung freizuhalten, sondern auch um die Besucher vor Marketingstrategien zu schützen. Obwohl dies im Allgemeinen als gute Strategie angesehen wird, sprechen sich einige für einen Kompromiss aus, um die Ticketpreise zu senken.
Bereits im Jahr 2004 begann das Boom Festival gezielt umweltfreundlicher zu werden. Dazu gehört die Entwicklung von Toiletten, die ohne chemische Stoffe auskommen, die Behandlung von Abwasser durch Biotechnologie, die Nutzung von Wind- und Solarenergie, Recyclingsystemen und das Angebot von Reinigungs-Kits, einschließlich Taschen-Aschenbechern und Abfallsäcken.
Ich wurde auf das Boom über diesen Vortrag aufmerksam. Er geht an die Nieren, die Leber und vor allem ans Herz.
Die Festival-Webseite
Für das Überleben
Das Grundrezept dieses starken Tonikums kommt aus dem
mittelalterlichen Europa, als Viele echte Märchen-Rüstungen trugen - und sich darin wundscheuerten. Abor: Das Tonikum ist wirkungsvoll bei der Behandlung von Krankheiten - nicht bei Wunden. Es stärkt das Immunsystem, es wirkt
antiviral, antibakteriell, antimykotisch und gegen Parasiten. Wer es auf Wunden tut, dem tut es nicht helfen, eher umbringen. Abor: Es hilft, die schwersten Infektionen zu überleben. Bei der Zubereitung tragen sie besser Handschuhe und eine Gasmaske. Und einen Strahlenanzug.
Zutaten:
Hinweis: Sie brauchen das Tonikum nicht im Kühlschrank aufbewahren. Es ist lange haltbar. Wahrscheinlich ewig.
Tipp: Sie können das Tonikum auch in der Küche verwenden, als Salat-Dressing, als Desinfektionsmittel für den Küchenboden oder als Dipp für Mexikaner und Inder.
Danke LINK
Zutaten:
- 700 ml Apfel-Weinessig (Verwenden Sie den biologischen. Der ist härter.)
- ¼ Tasse fein gehackter Knoblauch
- ¼ Tasse fein gehackte Zwiebeln
- 2 frische Peperoni (Die schärfsten, die zu bekommen sind. Vorsicht! Handschuhe tragen!)
- ¼ Tasse geriebener Ingwer
- 2 EL geriebener Meerrettich
- 2 EL Kurkuma-Pulver oder 2 Turmeric-Wurzeln
- Alle Zutaten in eine Schüssel geben, außer den Weinessig.
- Die Mischung in ein Einweckglas umfüllen.
- Gießen Sie den Apfelessig ein und füllen Sie es an den Rand. Am besten ist es, wenn zwei Drittel des Glases aus trockenen Zutaten bestehen, und der Rest mit Essig aufgefüllt wird.
- Gut verschließen und schütteln.
- Bewahren Sie das Glas in einem kühlen und trockenen Platz für 2 Wochen auf. Mehrmals täglich gut schütteln.
- Nach 14 Tagen pressen Sie die Flüssigkeit in eine Plastikschale. Nehmen Sie am besten ein Sieb dafür. Quetschen Sie so lange, bis der ganze Saft heraus kommt.
- Verwenden Sie die trockenen Zutaten-Reste für’s Kochen.
- Die Flüssigkeit ist ihr Tonikum.
Hinweis: Sie brauchen das Tonikum nicht im Kühlschrank aufbewahren. Es ist lange haltbar. Wahrscheinlich ewig.
Tipp: Sie können das Tonikum auch in der Küche verwenden, als Salat-Dressing, als Desinfektionsmittel für den Küchenboden oder als Dipp für Mexikaner und Inder.
Danke LINK
Was gesagt werden muss - Von Günter Grass
"Warum schweige ich, verschweige zu lange, was offensichtlich ist und in Planspielen geübt wurde,
an deren Ende als Überlebende wir allenfalls Fußnoten sind.
Es ist das behauptete Recht auf den Erstschlag, der das von einem Maulhelden unterjochte und zum organisierten Jubel gelenkte iranische Volk auslöschen könnte, weil in dessen Machtbereich der Bau einer Atombombe vermutet wird.
Doch warum untersage ich mir, jenes andere Land beim Namen zu nennen, in dem seit Jahren - wenn auch geheimgehalten - ein wachsend nukleares Potential verfügbar aber außer Kontrolle, weil keiner Prüfung zugänglich ist?
Das allgemeine Verschweigen dieses Tatbestandes, dem sich mein Schweigen untergeordnet hat, empfinde ich als belastende Lüge und Zwang, der Strafe in Aussicht stellt, sobald er mißachtet wird; das Verdikt "Antisemitismus" ist geläufig.
Jetzt aber, weil aus meinem Land, das von ureigenen Verbrechen, die ohne Vergleich sind, Mal um Mal eingeholt und zur Rede gestellt wird, wiederum und rein geschäftsmäßig, wenn auch mit flinker Lippe als Wiedergutmachung deklariert, ein weiteres U-Boot nach Israel geliefert werden soll, dessen Spezialität darin besteht, allesvernichtende Sprengköpfe dorthin lenken zu können, wo die Existenz einer einzigen Atombombe unbewiesen ist, doch als Befürchtung von Beweiskraft sein will, sage ich, was gesagt werden muß.
Warum aber schwieg ich bislang? Weil ich meinte, meine Herkunft, die von nie zu tilgendem Makel behaftet ist, verbiete, diese Tatsache als ausgesprochene Wahrheit dem Land Israel, dem ich verbunden bin und bleiben will, zuzumuten.
Warum sage ich jetzt erst, gealtert und mit letzter Tinte: Die Atommacht Israel gefährdet den ohnehin brüchigen Weltfrieden? Weil gesagt werden muß, was schon morgen zu spät sein könnte; auch weil wir - als Deutsche belastet genug - Zulieferer eines Verbrechens werden könnten, das voraussehbar ist, weshalb unsere Mitschuld durch keine der üblichen Ausreden zu tilgen wäre.
Und zugegeben: ich schweige nicht mehr, weil ich der Heuchelei des Westens überdrüssig bin; zudem ist zu hoffen, es mögen sich viele vom Schweigen befreien, den Verursacher der erkennbaren Gefahr zum Verzicht auf Gewalt auffordern und gleichfalls darauf bestehen, daß eine unbehinderte und permanente Kontrolle des israelischen atomaren Potentials und der iranischen Atomanlagen durch eine internationale Instanz von den Regierungen beider Länder zugelassen wird.
Nur so ist allen, den Israelis und Palästinensern, mehr noch, allen Menschen, die in dieser vom Wahn okkupierten Region dicht bei dicht verfeindet leben und letztlich auch uns zu helfen."
Günter Grass Interview zu seinem Israel - Gedicht : " Was gesagt werden muss "
Es ist das behauptete Recht auf den Erstschlag, der das von einem Maulhelden unterjochte und zum organisierten Jubel gelenkte iranische Volk auslöschen könnte, weil in dessen Machtbereich der Bau einer Atombombe vermutet wird.
Doch warum untersage ich mir, jenes andere Land beim Namen zu nennen, in dem seit Jahren - wenn auch geheimgehalten - ein wachsend nukleares Potential verfügbar aber außer Kontrolle, weil keiner Prüfung zugänglich ist?
Das allgemeine Verschweigen dieses Tatbestandes, dem sich mein Schweigen untergeordnet hat, empfinde ich als belastende Lüge und Zwang, der Strafe in Aussicht stellt, sobald er mißachtet wird; das Verdikt "Antisemitismus" ist geläufig.
Jetzt aber, weil aus meinem Land, das von ureigenen Verbrechen, die ohne Vergleich sind, Mal um Mal eingeholt und zur Rede gestellt wird, wiederum und rein geschäftsmäßig, wenn auch mit flinker Lippe als Wiedergutmachung deklariert, ein weiteres U-Boot nach Israel geliefert werden soll, dessen Spezialität darin besteht, allesvernichtende Sprengköpfe dorthin lenken zu können, wo die Existenz einer einzigen Atombombe unbewiesen ist, doch als Befürchtung von Beweiskraft sein will, sage ich, was gesagt werden muß.
Warum aber schwieg ich bislang? Weil ich meinte, meine Herkunft, die von nie zu tilgendem Makel behaftet ist, verbiete, diese Tatsache als ausgesprochene Wahrheit dem Land Israel, dem ich verbunden bin und bleiben will, zuzumuten.
Warum sage ich jetzt erst, gealtert und mit letzter Tinte: Die Atommacht Israel gefährdet den ohnehin brüchigen Weltfrieden? Weil gesagt werden muß, was schon morgen zu spät sein könnte; auch weil wir - als Deutsche belastet genug - Zulieferer eines Verbrechens werden könnten, das voraussehbar ist, weshalb unsere Mitschuld durch keine der üblichen Ausreden zu tilgen wäre.
Und zugegeben: ich schweige nicht mehr, weil ich der Heuchelei des Westens überdrüssig bin; zudem ist zu hoffen, es mögen sich viele vom Schweigen befreien, den Verursacher der erkennbaren Gefahr zum Verzicht auf Gewalt auffordern und gleichfalls darauf bestehen, daß eine unbehinderte und permanente Kontrolle des israelischen atomaren Potentials und der iranischen Atomanlagen durch eine internationale Instanz von den Regierungen beider Länder zugelassen wird.
Nur so ist allen, den Israelis und Palästinensern, mehr noch, allen Menschen, die in dieser vom Wahn okkupierten Region dicht bei dicht verfeindet leben und letztlich auch uns zu helfen."
Günter Grass Interview zu seinem Israel - Gedicht : " Was gesagt werden muss "
Mobiler Dialog
Im Auto, während sie miteinander sprechen, blicken sich die beiden fremden Personen nicht an. Nur hin und wieder schauen sie nach, ob der andere noch zuhört. Vielleicht prüfen sie auch, ob er noch da ist. Ich denke, sie suchen die Augen des Anderen aus einer Gewohnheit heraus. Man sucht den Blick des Gesprächspartners, weil man ihn interpretieren kann. Blicke kommunizieren ja viel mehr als Worte, aber lenken auch vom Inhalt der Sprache ab.
Nebeneinandersitzend, im Auto, sehen sich zwei Menschen wenig an. Man blickt meist geradeaus auf die Straße. Ist das ein Vorteil für das inhaltliche Gespräch? Ich empfinde das so. Oft entstehen im Auto besonders tiefe Gespräche. Vielleicht weil sich die Gedanken frei bewegen, ich mich selbst nicht bewege, ich von der visuellen Kommunikation befreit nur auf die sprachliche Ebene fokussiert bin.
Beim Spazierengehen ist es ähnlich. Nur noch schöner. Leider gehe ich zu selten mit meinen Freunden spazieren und seltsamerweise nie mit fremden Menschen.
(Bild: SIMON PRADES)
Gehirnlust
Vor mir auf dem Tresen steht noch kein Bier. Hinter dem Tresen arbeitet ein Sex-Vulkan. Ein lockig brünetter. Ich würde ihn gerne anlocken. Traue mich aber nicht. Ich würde wahrscheinlich zerlaufen. Oder riskiere ich es?
Meine Unsicherheit füllt sich mit Gedanken: Warum muss diese neonrot gefärbte Hitzequelle auch noch hübsch sein? Es macht doch keinen Sinn, sich von dieser glühenden Attraktion irritieren zu lassen. Aber es ist nicht die Irritation, die mich stört. Es ist die brutale Gewalt, mit der sich diese scharfe Braut in meine Aufmerksamkeit schlingelt.
Diese Lustbombe rutscht mir durch den Leiter und robbt mir in die Eier. Warum brennt sie sich nicht einfach durch den Bauchnabel? Von den Hoden rast sie als heiße Begierde direkt ins Hirn. Dort angekommen zieht sie sich als nackte Fraulichkeit wie Raclette-Käse durch meine neuronalen Windungen und verklebt Sinne und Gedanken. Mein Sprachzentrum schmilzt. Die Zunge wird lang. Meine Sätze korsisch.
Vielleicht, damit alles wieder gut wird, muss ich nur mit ihr vögeln, der fleischlichen Versuchung die Zunge bis zum Würgereiz reinstecken und ihr dabei den Hals zudrücken, weil sie so lebendig ist, während ich wie eine Marionette auf ihre Reize hereinfalle und mir nichts sehnlicher wünsche, als bestialisch zu explodieren.
Meine Wille ist zerstört. Meine Moral verreckt. Und das Subjekt meiner Triebe stellt vor mir ab, was sie mir geben kann. Mit dem Griff zum Bier drehe ich mich weg.
Meine Unsicherheit füllt sich mit Gedanken: Warum muss diese neonrot gefärbte Hitzequelle auch noch hübsch sein? Es macht doch keinen Sinn, sich von dieser glühenden Attraktion irritieren zu lassen. Aber es ist nicht die Irritation, die mich stört. Es ist die brutale Gewalt, mit der sich diese scharfe Braut in meine Aufmerksamkeit schlingelt.
Diese Lustbombe rutscht mir durch den Leiter und robbt mir in die Eier. Warum brennt sie sich nicht einfach durch den Bauchnabel? Von den Hoden rast sie als heiße Begierde direkt ins Hirn. Dort angekommen zieht sie sich als nackte Fraulichkeit wie Raclette-Käse durch meine neuronalen Windungen und verklebt Sinne und Gedanken. Mein Sprachzentrum schmilzt. Die Zunge wird lang. Meine Sätze korsisch.
Vielleicht, damit alles wieder gut wird, muss ich nur mit ihr vögeln, der fleischlichen Versuchung die Zunge bis zum Würgereiz reinstecken und ihr dabei den Hals zudrücken, weil sie so lebendig ist, während ich wie eine Marionette auf ihre Reize hereinfalle und mir nichts sehnlicher wünsche, als bestialisch zu explodieren.
Meine Wille ist zerstört. Meine Moral verreckt. Und das Subjekt meiner Triebe stellt vor mir ab, was sie mir geben kann. Mit dem Griff zum Bier drehe ich mich weg.
Folter mit Jazz
Der Jazz sollte fernab von Gefrickel sein, stand auf der Ankündigung. Sogar geeignet zum Abtanzen. Das war ein Irrtum. Entweder der Autor hatte die falsche Musik gehört, oder, was wahrscheinlicher war, die Musiker hatten den Text geschrieben. Es war Fragezeichen-Jazz und Gefiepse. Die Blasinstrumente kannten nur falsche Töne oder spielten Tonkaskaden ohne Mitleid.
Und genau darin offenbart sich das Problem des akademischen Jazz. Er scheint nicht für ein gewöhnliches Publikum gespielt zu werden. An diesem Abend sogar ganz offensichtlich nicht: Es war das Abschlussprüfungskonzert eines Musikakademikers.
In der Bar, wo das Folterkonzert stattfand, versammelten sich dürre Studenten, bärtige Professoren, blasse Profimusiker und noch blassere, selbst ernannte Jazz-Kenner. Sie saßen in Stuhlreihen. Die Hände auf den Schenkeln. Die Blicke stur auf die Musiker gerichtet. Noch ein Fehler.
Wer Jazz mag, darf nicht hinsehen müssen. Die Bewegungen der meisten Instrumentalisten erinnern, insbesondere wenn Sie ein Solo improvisieren, an epileptische Anfälle. Sie geben der Musik etwas unverdient Krankhaftes das jegliche humane Ästhetik beleidigt.
Ach, mache ich den Eindruck, ich möge keinen Jazz? Das ist falsch. Ich mag keine musikalischen Masturbationssessions, bei denen Solisten das Publikum vergewaltigen und ich gezwungen bin zuzusehen.
Erlebnisse für die Erkenntnis
Mit einem Schritt zum Tresen stirb mein Tod. Ich bin wieder lebendig.
Neben mir sitzen meine Fausts und verbreiten Heimlichkeit. Mein
Sprechorgan funktioniert wieder. Es lacht.
Angelockt von meinem Lärm stellt sich ein Bauch neben mich und sagt Worte. Ich antworte ihm, dass ich nichts zu sagen habe. Er widerspricht und packt aus.
Sein Schwäbisch mit polnischem Akzent lässt mich mein Bier austrinken und ich fange an, mich zu löschen: Vorgang zur Beschleunigung durch Ichlosigkeit eingeleitet.
Plötzlich stirbt ein Schwarm Flöhe in meinem Unterbauch an Selbstentzündung. Ich stehe auf Richtung Abort. Auf dem Weg zum Klo muss ich alle Wände beruhigen, mich nicht anzuspringen. Ich kann sie beruhigen.
Leider fällt mir der Boden in den Rücken. Ohne mich zu verabschieden, verliere ich mich.
---
Verteufeltes schwarzes Licht.
Wie eine Kobra springe ich aus dem Schlaf ins Leben. Das erste lebendige Geräusch ist das Klacken von Plastiktasten. Es wird unterbrochen von E.’s Gekicher.
Ich bin also wieder im Hotel und E. chattet mit einer Maschine. Ich frage mich, ob das Wetter heute eine Dusche empfiehlt. Mit dem Blick an die Decke weiß ich es.
Ich stehe auf und dusche mich. Kalt. Warm. Kalt. Warm. Das Warm konserviere ich und nehme es mit zurück in das Teppichzimmer, in dem wir seit vier Tagen ausnüchtern wollen. Bisher ohne Erfolg.
Das Scheitern des Ausnüchterns ist der ewigen Fresse zu verdanken, die uns morgendlich ins Gesicht kotzt und der wir verbissen beweisen müssen, dass wir sie nicht ertragen.
Ich gebe E. die Sporen und wir verlassen ohne Frühstück unser Zuhause. Auf dem Weg zum Kefirek, dem lokalen Futteranbieter, werden wir zu Wachs und fließen am Eingang vorbei.
Als wir schließlich doch umgeben von Nahrungsverpackungen sind, frage ich E: „Welcher Tag ist heute?“ Er grunzt verächtlich: „Wahrscheinlich Toast und Rührei!“
Dann geht es zu S. Die Wette, ob er schon sprechen kann, gewinne ich. Seine Küche sieht aus wie ein Stall, in dem sich Hähnchen selbst abnagen und auf den Misthaufen in der Mitte schmeißen.
Wir vermischen Ei und Tomatensoße. Aber das Frühstück macht zu wenig Spaß, als dass es schmecken könnte.
---
Ohne hinzusehen, verbinden mich die Fausts mit meinem Selbst. Ich brauche nur die Augen zu schließen und schon ist das Herz offen. Es ist kein bewusstes Erleben. Aber immer ein Kampf mit den eigenen Endgegnern, die unsichtbar bleiben.
Nach dem Sieg über meine inneren Monster kommt das Gleiche noch einmal, nur eine Stufe härter. Ich stelle alle meine Freundschaften auf die Probe und fordere mich heraus, mich zur situativen Einseitigkeit zu bekennen und gleichzeitig das Übergeordnete, das was wirklich verbindet, zu verdeutlichen.
Meine Erlebnisse füllen meine Leben. Die Kompliziertheit meiner Erkenntnisse macht mir Mut.
Angelockt von meinem Lärm stellt sich ein Bauch neben mich und sagt Worte. Ich antworte ihm, dass ich nichts zu sagen habe. Er widerspricht und packt aus.
Sein Schwäbisch mit polnischem Akzent lässt mich mein Bier austrinken und ich fange an, mich zu löschen: Vorgang zur Beschleunigung durch Ichlosigkeit eingeleitet.
Plötzlich stirbt ein Schwarm Flöhe in meinem Unterbauch an Selbstentzündung. Ich stehe auf Richtung Abort. Auf dem Weg zum Klo muss ich alle Wände beruhigen, mich nicht anzuspringen. Ich kann sie beruhigen.
Leider fällt mir der Boden in den Rücken. Ohne mich zu verabschieden, verliere ich mich.
---
Verteufeltes schwarzes Licht.
Wie eine Kobra springe ich aus dem Schlaf ins Leben. Das erste lebendige Geräusch ist das Klacken von Plastiktasten. Es wird unterbrochen von E.’s Gekicher.
Ich bin also wieder im Hotel und E. chattet mit einer Maschine. Ich frage mich, ob das Wetter heute eine Dusche empfiehlt. Mit dem Blick an die Decke weiß ich es.
Ich stehe auf und dusche mich. Kalt. Warm. Kalt. Warm. Das Warm konserviere ich und nehme es mit zurück in das Teppichzimmer, in dem wir seit vier Tagen ausnüchtern wollen. Bisher ohne Erfolg.
Das Scheitern des Ausnüchterns ist der ewigen Fresse zu verdanken, die uns morgendlich ins Gesicht kotzt und der wir verbissen beweisen müssen, dass wir sie nicht ertragen.
Ich gebe E. die Sporen und wir verlassen ohne Frühstück unser Zuhause. Auf dem Weg zum Kefirek, dem lokalen Futteranbieter, werden wir zu Wachs und fließen am Eingang vorbei.
Als wir schließlich doch umgeben von Nahrungsverpackungen sind, frage ich E: „Welcher Tag ist heute?“ Er grunzt verächtlich: „Wahrscheinlich Toast und Rührei!“
Dann geht es zu S. Die Wette, ob er schon sprechen kann, gewinne ich. Seine Küche sieht aus wie ein Stall, in dem sich Hähnchen selbst abnagen und auf den Misthaufen in der Mitte schmeißen.
Wir vermischen Ei und Tomatensoße. Aber das Frühstück macht zu wenig Spaß, als dass es schmecken könnte.
---
Ohne hinzusehen, verbinden mich die Fausts mit meinem Selbst. Ich brauche nur die Augen zu schließen und schon ist das Herz offen. Es ist kein bewusstes Erleben. Aber immer ein Kampf mit den eigenen Endgegnern, die unsichtbar bleiben.
Nach dem Sieg über meine inneren Monster kommt das Gleiche noch einmal, nur eine Stufe härter. Ich stelle alle meine Freundschaften auf die Probe und fordere mich heraus, mich zur situativen Einseitigkeit zu bekennen und gleichzeitig das Übergeordnete, das was wirklich verbindet, zu verdeutlichen.
Meine Erlebnisse füllen meine Leben. Die Kompliziertheit meiner Erkenntnisse macht mir Mut.
Richard Ballarian
Richard Ballarian (*1928 in Pittsford, New-York) durfte seine beeindruckenden Fotos in Saarbrücken ausstellen. Im Hauberrisser Saal im Rathaus St. Johann. Leider war die Ausstellung unfassbar schrecklich aufgebaut. Die Bilder hingen dicht gedrängt an groben Stahlketten an billigen Plastikaufstellwänden. Die Wände standen labyrinthisch verwinkelt und teilweise direkt hinter Säulen, sodass man fast kein Bild aus angenehmer Entfernung wahrnehmen konnte. Unfassbar. Für mich war das eine krasse Beleidung der Fotokunst des alten Herrn. Ballarian war ein großer Modefotograf. Doch mehr interessieren mich seine experimentellen, mit Chemie und Unschärfe spielenden Kunstwerke. Seine Industriereihe entstand zum Teil auch in der industriellen Rostlaube der Völklinger Hütte.
Ein Blick
Die Bar sitzt voller amerikanischer Highschool-Schüler. Sie schlürfen bunte Getränke durch Strohhälme. Damit befeuchten sie wohl das Stroh unter ihren Helmen. An den Tischen im Vordergrund sitzen Eltern. Sie füttern andere Kinder mit Eiscreme. Manches ist farblich gesättigt, anderes tinte-sparend punktiert. Das Meiste ist einfache Filzstiftzeichnung. Links oben steht Picture 4. Hoffentlich ist das Irreführung und das Bild das einzige seiner Art.
Der Wald hat ihn geschickt
Das hier ist eine Naturserie. Eine Serie ohne Menschen. Baum. Bäume. Ist vielleicht auch mal ganz cool. Das hier war in Guatemala.
Das war alles in Guatemala?
Ja. Ich denke schon. Alle Bilder sind Guatemala.
Hast du irgendeinen Schimmer, was man auf diesen Bilder sieht?
Warte mal. Ich schau noch mal. Ja. Den Dschungel vor meinem Haus. Das war auf einer Bananen-lasagne. Ich meine, Plantage. Ich weiß nicht mehr genau, wie das heißt. Valley? Wo Europäer seit ein paar Hundert Jahren plantagen. Es wird einfach ohne Ende Zeug angebaut. Bananen. Bananen. Wir haben da auf einer Kaffeeplantage gewohnt. Es war so ein Hilfsprojekt.
Wann war das?
Das war im März rum.
Wie hast denn da hingefunden?
Die zwei Typen, die dort arbeiten, habe ich in einem Hostel kennengelernt, und die haben erzählt: Komm doch mit und blaaa. Und ich hab gedacht, klaaa, und dann bin ich mit denen in den Dschungel gefahren. Ich habe dort umsonst gewohnt, umsonst gegessen. Als Gegenleistung habe ich ihnen einen kleinen Film gemacht.
Das war alles in Guatemala?
Ja. Ich denke schon. Alle Bilder sind Guatemala.
Hast du irgendeinen Schimmer, was man auf diesen Bilder sieht?
Warte mal. Ich schau noch mal. Ja. Den Dschungel vor meinem Haus. Das war auf einer Bananen-lasagne. Ich meine, Plantage. Ich weiß nicht mehr genau, wie das heißt. Valley? Wo Europäer seit ein paar Hundert Jahren plantagen. Es wird einfach ohne Ende Zeug angebaut. Bananen. Bananen. Wir haben da auf einer Kaffeeplantage gewohnt. Es war so ein Hilfsprojekt.
Wann war das?
Das war im März rum.
Wie hast denn da hingefunden?
Die zwei Typen, die dort arbeiten, habe ich in einem Hostel kennengelernt, und die haben erzählt: Komm doch mit und blaaa. Und ich hab gedacht, klaaa, und dann bin ich mit denen in den Dschungel gefahren. Ich habe dort umsonst gewohnt, umsonst gegessen. Als Gegenleistung habe ich ihnen einen kleinen Film gemacht.
Abonnieren
Posts (Atom)

























