Er warf das tote Tier in eine chinesische Vase, die hinter seinem Sessel stand, und lehnte das Gewehr an die Wand.
"Nun seien Sie kein stummer Fisch, sprechen Sie zu mir! Klären Sie mich auf, befriedigen Sie meine Neugier, erzählen Sie von der seltsamen Welt, aus der Sie kommen! Besteht es noch, das gute, alte Menschengeschlecht? Oder haben die Gespenster des Unwirklichen es schon verschlungen? Die Geister jenes heraufdämmernden Reiches der Simulation und Künstlichkeit, in dem nur der farbige Abglanz einer aufgegebenen Wirklichkeit, eines vergessenen Ursprungs, die Reproduktion der Reproduktion besteht, und alles Echte, Große und Ursprüngliche im Mistkübel der Gier, der Beliebigkeit und Verblödung landet und der Mensch, ein armseliger Homunkulus, ausgeweidet und entbeint, sich nur mehr rasend und sinnlos im Kreise dreht?
Nebenbei bemerkt, haben Sie einen ganz miserablen Schneider, junger Freund, Sie sollten sich unbedingt einen neuen suchen!"
Der Schreck, der mir durch den Gewehrschuss in die Glieder gefahren war, hatte meine Aufmerksamkeit für einen Augenblick wiederhergestellt, aber erneut musste ich nach der schönen Marquise sehen, meine Augen tasteten ihr Gesicht ab, die schmale, wohlgeformte Nase, den schönen Mund, der an die ausgebreiteten Schwingen eines nächtlichen Vogels erinnerte, und plötzlich war mir, als blinzelte sie mit einem Auge ...
"Oh, ich sehe, Sie sind ganz versunken in das Bildnis unserer lieben Marie-Élisabeth!" sagte da Amadé, und seine Stimme hatte einen hämischen Unterton.
"Nun, sie war eine sehr anziehende Frau, und Sie sind gewiss nicht der erste, der dies bemerkt. Hören Sie auf mich, und lassen Sie ab von ihr, machen Sie sich nicht unglücklich!
Gehen Sie zurück in Ihr Zimmer!
Mit welcher Kraft wollen Sie, der Sie aus dieser fellachischen, dem Geld und Stumpfsinn wahnhaft verfallenen, auf alles Erhabene verzichtenden Welt stammen, mit welcher Kraft also wollen Sie der Macht wahrer Schönheit standhalten? ..."
Sie lächelte mich an!
Sie bewegte ihren Arm und nahm ihn von der Tastatur!
Sie schüttelte ihren Kopf, und ich war nahe daran, vom Stuhl zu sinken.
Tonlos sagte ich einen Satz, der gewiss nicht zum besten gehörte, was ich in meinem Leben von mir gegeben habe.
"Mit der Kraft der Liebe, Monsieur!"
Ulrich Tukur, Die Spieluhr, Berlin 2013, S. 68f
Der Schönheit standhalten
Wir stricken unsere Realität
Der alte Mann senkte langsam den Kopf, hielt kurz inne, sah ihn mit großer Zärtlichkeit an und antwortete mit großem Frieden: "Ich stricke".
Der Junge lächelte. "Wie strickt man ohne Wolle und Nadeln Großvater?" "Ich stricke Realitäten", sagte der alte Mann.
"Es mag so aussehen, als würde ich hier nichts tun", fuhr er fort, "aber indem ich ruhig bleibe, lasse ich mein Herz eine harmonische Umgebung schaffen. Ich segne auch alle, die an diesem Platz vorbei kommen, mit meinen Gedanken und Absichten, damit sie den besten Tag haben. So stricke ich. Ich grüße sie immer mit Liebe, ich lächle sie offen an, und wenn ich sie traurig sehe, hebe ich meinen Stock und sage: Komm schon, das wird schon wieder. Ich bitte auch die Vögel mir dabei zu helfen, ihnen Kraft durch ihren Gesang zu geben, weil ihre wunderbaren Klänge revitalisieren und heilen". Der Junge war absolut erstaunt. Er konnte nicht glauben, was er hörte.
"Bei dieser leuchtenden Aufgabe, der Erschaffung einer harmonischen Umgebungen beizutragen, bin ich nicht alleine", bemerkte der Alte. Er breitete seine Arme aus und rief:
„Sieh dir die Schönheit an, die die Bäume ausstrahlen. Rieche den wundervollen Duft, den die Blumen mit uns teilen, ohne etwas dafür zu verlangen. Schau dir die unermüdliche Arbeit dieser Bienen an und sieh, wie frei die Hunde spielen. Fühle, wie der Wind dich streichelt. Die Existenz strickt auch, auf ihre Art. In meinem Fall stricke ich gerne mit Lichtfäden, deshalb öffne ich jeden Nachmittag mein Herz, damit die Sonnenstrahlen eintreten, mich streicheln und sich zusammen mit meinen reinsten Gefühlen auf dem Boden verankern, damit Mutter Erde spürt, wie sehr ich sie liebe".
Schließlich betonte der alte Mann: „Egal wie alt wir sind, wir alle können dazu beitragen, den Stoff einer bewussteren, sensibleren, solidarischen und menschlicheren Welt zu weben, indem wir unsere besten Absichten über die Grenzen hinaus reisen lassen. Wir können auch viel Liebe ausstrahlen, damit sich Wunden schließen, Herzen öffnen und jeder sein maximales Potenzial erreicht, um die transformierende Kraft einfacher Dinge zu entdecken".
Die Augen des Jungen begannen zu leuchten. Und in diesem Moment flüsterte der Junge dankbar: „Ich gehe nach Hause Opa. Ich muss das alles meiner Mutter erzählen, denn sie, die zu den Menschen gehört, die ich am meisten liebe auf dieser Welt, strickt immer noch mit Wolle und Nadel.
Anonymus
Entfernt die Tische!
"Im Verlauf der drei Monate von The Artist Is Present machte ich die unterschiedlichsten Erfahrungen – jeder Tag we eine Art Wunder. Aber der letzte Monat war besonders intensiv, und das lag vor allem daran, dass ich den Tisch hatte entfernen lassen. Seitdem er weg war, verspürte ich eine unglaublich starke Verbindung zu jedem, der sich mit gegenübersetzte. Ich hatte das Gefühl, dass die Energie jedes einzelnen Besuchers vor mir aufgeschichtet blieb, auch noch lange, nachdem die Person gegangen war."
Marina Abramović, Durch Mauern gehen, Luchterhand Literaturverlag; Deutsche Erstausgabe, Auflage 14. November 2016, S. 404
Bild: Quelle
Bild: Quelle
Welche Energie fließt bei deinem Meeting?
"Am ersten Tag ohne Tisch passierte etwas sehr Merkwürdiges: Während ich
dort saß, schoss mir plötzlich ein heftiger Schmerz in die linke
Schulter. Als ich Dr. Linda Lancester am Abend fragte, was sie davon
hielt, fragte sie mich: "War irgendetwas an der Position der beiden
Stühle nicht richtig?"
Es stellte sich heraus, dass Marco, nachdem er
den Tisch entfernt worden war, einen seiner Scheinwerfer anders
ausgerichtet hatte, um eine Spiegelung zu vermeiden – und dies
Verschiebung hatte dazu geführt, dass die Schatten der Beine des mir
gegenüberstehenden Stuhls zusammenfielen und wie ein Pfeil direkt auf
meine linke Schulter zeigter. Nachdem wir den Stuhl ein wenig verrückt
hatten, war der Schmerz weg. Ich habe keine rationale Erklärung dafür
gefunden. Aber es passieren so viele wichtige Dinge, für die es keine
rationale Erklärung gibt."
Das Ich
"Sprechen wir vom Ich, vom echten. Versuchen wir es. Was ich das Ich nenne, das ist diese Bewegung, dieser Impuls, der mir erlaubt, mich der vier Elemente zu bedienen, dieser Erde, auf der ich lebe, auch meiner Intelligenz und meiner Gemütsbewegungen, sogar meiner Träume. Es ist eigentlich eine Kraft, die mir eine Macht verleiht, wie sie mir keine andere gibt: nämlich die Macht, dass ich, um zu leben, nicht warten muss, bis das äußere Leben zu mir kommt. Das Ego braucht die Dinge, die größtmögliche Zahl der Dinge (ob sie sich Geld, Geltung, Herrschaft, Beifall oder Belohnung nennen). Das Ich fragt nicht danach. Wenn es da ist, wenn es an der Arbeit ist, dann setzt es eine eigene Welt der anderen, dieser Welt der Dinge entgegen. Das Ich ist der Reichtum inmitten der Armut; es ist das Interesse, wenn alles um uns herum sich langweilt. Es ist die Hoffnung, auch wenn alle objektiven Chancen zu hoffen verschwunden sind. Aus ihm stammt die ganze Erfindungswelt der Menschen. Und schließlich ist es das, was uns übrigbleibt, wenn uns alles andere entzogen ist, wenn uns gar nichts mehr von außen zukommt und unsere Kräfte doch genügend groß sind, um diese Leere zu überwinden."
Jacques Lusseyran, Ein neues Sehen der Welt. Gegen die Verschmutzung des Ich. Verlag Freies Geistesleben, Stuttgart 1993, S. 65 ff.
Ergebenheitsgebet
Wir müssen mit der Wurzel
aus der Seele ausrotten
Furcht und Grauen vor
dem,
was aus der Zukunft herandrängt
an den Menschen.
Gelassenheit in
Bezug auf alle
Gefühle und Empfindungen
gegenüber der Zukunft
muß sich
der Mensch aneignen.
Mit absolutem Gleichmut
entgegensehen allem,
was da
kommen mag,
und nur denken, daß,
was auch kommen mag,
durch die
weisheitsvolle
Weltenführung uns zukommt.
Wir haben jeden Augenblick
das Rechte zu tun
und alles andere
der Zukunft zu überlassen.
Es gehört zu dem,
was wir in dieser Zeit
lernen müssen,
aus reinem
Vertrauen zu leben,
ohne jede Daseins-Sicherheit,
aus dem Vertrauen
in
die immer gegenwärtige Hilfe
aus der geistigen Welt.
Wahrhaftig,
anders
geht es heute nicht,
wenn der Mut nicht sinken soll.
Nehmen wir unseren
Willen
gehörig in Zucht
und suchen wir die Erweckung
von innen jeden Morgen und Abend:
Was auch immer kommt,
was mir die nächste Stunde,
der nächste Tag bringen mag:
ich kann es zunächst,
wenn es mir ganz unbekannt ist,
durch keine Furcht ändern.
Ich erwarte es mit vollkommenster innerer Seelenruhe,
mit vollkommener Meeresstille des Gemüts.
Durch Angst und Furcht
wird unsere Entwicklung gehemmt.
Wir weisen
durch Wellen
der Furcht und Angst zurück,
was in unsere Seele
aus der
Zukunft heran will.
Die Hingabe an das,
was man göttliche Weisheit
in
den Ereignissen nennt;
Die Gewissheit,
dass das,
was kommen wird,
sein
muss,
und dass es auch
nach irgendeiner Richtung
seine guten Wirkungen
haben müsste:
das Hervorrufen dieser Stimmung in Worte,
in Empfindungen,
in Ideen,
das ist die Stimmung
des Ergebenheitsgebetes.
Es
gehört zu dem,
was wir in dieser Zeit
lernen müssen:
Aus reinem
Vertrauen zu leben,
ohne Daseinssicherung,
aus dem Vertrauen
auf die
immer gegenwärtige Hilfe
der geistigen Welt.
Rudolf Steiner
Die Corona-Regeln
Im Prinzip dürfen Sie das Haus nicht verlassen, aber wenn Sie es möchten, dann dürfen Sie es schon.
2.
Masken sind nutzlos, aber Sie sollten unbedingt eine tragen, denn sie kann Leben retten.
3.
Alle Läden sind geschlossen, ausser die, die geöffnet sind.
4.
Dieses Virus ist tödlich, aber dennoch nicht allzu beängstigend, außer dass es eventuell zu einer globalen Katastrophe führt, bei der dann sehr viele sterben.
5.
Jeder muss ZUHAUSE bleiben, aber es ist wichtig auch RAUSZUGEHEN, besonders bei Sonnenschein, aber es ist besser, nicht rauszugehen, außer natürlich für Sport, aber eigentlich NEIN ...
6.
Es gibt keinen Mangel an Lebensmitteln im Supermarkt, aber es gibt viele Dinge, die fehlen und andere sind zur Zeit nicht da.
7.
Das Virus hat keine Auswirkungen auf Kinder, außer auf diejenigen, auf die es sich auswirkt..
8.
Tiere sind nicht betroffen, aber es gibt immer noch eine Katze, die im Februar in Belgien positiv getestet wurde, als sonst noch niemand getestet wurde, plus ein paar Tiger hier und da und selten Hunde, eigentlich keine Hunde, aber manchmal doch auch schon ...
Jegliche Oberflächen, ausser das Fell ihres Haustieres, können die Krankheit natürlich übertragen.
9.
Sie werden viele Symptome haben, wenn Sie krank sind, aber Sie können auch ohne Symptome krank werden, Symptome haben, ohne krank zu sein, oder ansteckend sein, ohne Symptome zu haben, sowie visa versa.
10.
Man kann nicht in Altersheime gehen oder seine Grosseltern besuchen, aber man muss sich um die Alten kümmern und am besten Lebensmittel und Medikamente mitbringen.
11.
Das Virus bleibt auf verschiedenen Oberflächen zwei Stunden lang aktiv, nein vier, nein sechs, nein, habe ich Stunden gesagt, vielleicht Tage? Aber es braucht eine feuchte Umgebung. Aber eigentlich nicht unbedingt.
Das Virus bleibt eigentlich nicht in der Luft, aber öfter mal schon. Vor allem in einem geschlossenen Raum..
Es handelt sich hier grundsätzlich nicht um Schmierviren aber eine Schmierinfektion wäre möglich.
12.
Wir sollten so lange eingesperrt bleiben, bis das Virus verschwindet, aber es wird nur verschwinden, wenn wir eine kollektive Immunität erreichen, also wenn es zirkuliert..
Dafür dürfen wir nicht zuviel eingesperrt sein, deswegen bleiben sie besser die meiste Zeit über Zuhause.
13.
Sollten Sie erkrankt gewesen sein, werden Sie möglicherweise später wieder erkranken, dazwischen sind Sie aber immun.
14.
Goldene Regel: Benutzen Sie ihr Gehirn und wenn nicht, halten sie einen enorm großen Vorrat an Mehl, Hefe, Nudel und Toilettenpapier bereit - das wird helfen.
In diesem Sinne ...
Nehmt euch das zu ♥️.
Das wird Euch retten.
Oder auch nicht.
Botschaft vom Weißen Adler
Der Augenblick, den die Menschheit jetzt durchlebt, kann als ein Portal und als ein Loch gesehen werden.
Die Entscheidung, in das Loch zu fallen oder durch das Portal zu schreiten, liegt bei dir.
Wenn du das Problem bedauerst und 24 Stunden täglich Nachrichten konsumierst, mit wenig Energie, ständig nervös, pessimistisch, wirst du ins Loch fallen. Aber wenn du diese Gelegenheit nutzt, um einen Blick auf dich selbst zu werfen, Leben und Tod neu zu bedenken, gut für dich und andere zu sorgen, wirst du das Portal durchschreiten.
Sorge gut für dein Zuhause, für deinen Körper. Verbinde dich mit deinem geistigen Zuhause.
Wenn du für dich selbst gut sorgst, sorgst du auch für alles andere. Verpasse nicht die spirituelle Dimension dieser Krise; schaue wie ein Adler, der von oben auf das Ganz schaut und mehr Weitblick hat.
Diese Krise ist eine gesellschaftliche Herausforderung, aber auch eine spirituelle. Beide gehen Hand in Hand. Ohne die gesellschaftliche Dimension stürzen wir ab in Fanatismus. Aber ohne die spirituelle Dimension stürzen wir ab in Pessimismus und Sinnlosigkeit.
Nimm deinen Werkzeugkasten. Nutze alle Werkzeuge, die du zur Verfügung hast. Für diese Krise wurden sie vorbereitet.
Lerne von den indianischen Ureinwohnern und den afrikanischen Völkern das Standhalten: Wir wurden immer und werden noch ausgerottet. Aber wir haben nicht aufgehört zu singen, zu tanzen, ein Feuer zu entzünden und Spaß zu haben. Fühle dich nicht schuldig, wenn du in dieser schwierigen Zeit glücklich bist.
Es hilft gar nichts, traurig und kraftlos zu sein. Hilfreich ist, wenn jetzt gute Dinge aus dem Universum kommen. Das Standhalten besteht in Freude. Und wenn der Sturm vorüberzieht, wird jeder einzelne von euch sehr wichtig sein, um diese neue Welt wieder aufzubauen.
Du musst wohlauf und stark sein. Und dafür gibt es keinen anderen Weg als eine schöne, freudige und lichte Schwingung aufrechtzuerhalten. Das hat nichts mit Verrücktheit zu tun.
Es ist eine Strategie des Standhaltens.
Darin liegt die Aufgabe:
Erlaube dir, diese Zeit zu nutzen, um deine Rituale der Visionssuche durchzuführen. Welche Welt möchtest du für dich selbst erbauen? Im Moment kannst du dies tun: Heitere Gelassenheit inmitten des Sturmes. Beruhige dich, bete jeden Tag. Schaffe eine Gewohnheit, jeden Tag dem Heiligen zu begegnen.
Gute Dinge kommen heraus; am wichtigsten ist, was aus dir herauskommt.
Singe, tanze, halte stand durch Kunst, Freude, Vertrauen und Liebe. Halte stand.
Wir brauchen endlich saubere Corona-Daten
- Professor Dr. Bhakdi, der meistzitierte Mikrobiologe Deutschlands (1)
- Professor Ionnidis, Lehrstuhl Gesundheitsforschung, Biomedizinische Datenwissenschaft und Statistik an der Universität Stanford (2)
- Frau Professor Dr. Mölling, ehemalige Direktorin des Instituts für medizinische Virologie an der Universität Zürich (3)
- Professor Dr. Stefan Hockertz, Immunologe und Toxikologe (4)
- Dr. Wodarg, Internist, Lungenspezialist und ehemaliger Amtsarzt (5)
- Der Präsident der Bundesärztekammer Dr. Montgomery (6)
- In seine Corona-Statistik nimmt das RKI alle corona-positiv Verstorbenen auf, unabhängig von der konkreten Todesursache.(7) Viele haben aber schwere Vorerkrankungen. Auf andere Viren wie z.B. Influenza wird nicht getestet.
- Es werden nur (noch) Personen mit Corona-Symptomen getestet, also infizierte ERKRANKTE. Die wahrscheinlich sehr hohe Dunkelziffer der bereits Immunisierten bleibt unberücksichtigt. Dies treibt die Sterbequote in die Höhe. Trotzdem ist die aktuell kursierende Sterberate mit 0,3-0,4 Prozent der ERKANKTEN Infizierten gering. Wahrscheinlich liegt die echte Gesamtsterblichkeit im Promillebereich. (8)
- Der immer noch nicht validierte Test produziert eine Vielzahl von falsch-positiven Ergebnissen. Nach einer chinesischen Studie liegt die Übertragungsrate wohl tatsächlich bei 19,6 % statt 80%. (9)
Begründung
Freies Friedensgebet
in diesen zeitlosen Tagen
trauer und bete ich,
um alle Toten des Coronavirus
und für alle Erkrankten
für alle, die jetzt einsam und abgeschottet in ihren Wohnungen sind,
und für alle kleinen Unternehmer, die vorm finanziellen Ruin stehen,
um alle Geflüchteten, die dieses Jahr auf der Flucht gestorben sind
und für alle Geflüchteten, die jetzt vor geschlossenen Grenzen stehen,
um alle, die durch Autounfälle durchs Leben gekommen sind
oder an der Luftverschmutzung durch den Verkehr starben
und für alle LKW-Fahrer, die jetzt Überstunden machen,
um alle Menschen, die sich dieses Jahr das Leben nahmen, weil sie leer und hoffnungslos geworden sind,
und für alle die gerade nicht mehr wissen, ob sie weiter leben wollen,
um alle Menschen, die dieses Jahr verhungert sind,
und für alle, die gerade hungern,
um alle, die in sinnlosen Kriegen gestorben sind
und für alle, die gerade um ihr Leben fürchten,
um jede Neugier und Lernfreude, die dieses Jahr schon in den Schulen gestorben sind
und für alle Schüler, die jetzt genauso in ihren Häusern gefangen sind, wie sonst in der Schule,
um jeden Quadratmeter Regenwald, der dieses Jahr abgeholzt wurde,
und für die Menschen, die zu dieser Arbeit genötigt sind,
um die Ozeane, die verschmutzen, um die Luft die vergiftet,
um die Arten, die aussterben.
Ich trauere um jede Lebendigkeit und Schönheit auf dieser Erde, die dieses Jahr unwiederbringlich vergangen ist.
Weil auch ich nicht weiß, was ist, bin ich bereit alle sinnvollen Maßnahmen zu tragen, die zum Schutz der älteren Generation jetzt nötig sind und ich werde mich bemühen mich so verantwortungsbewusst wie möglich zu verhalten.
Aber ich bin wachsam.
Was jetzt passiert.
Wenn Menschen zu potenziellen Überträgern von feindlichen Viren reduziert werden und vergessen wird, dass wir auch ein Immunsystem haben, dass sich stärken lässt und das Gründe hat, wenn es anfällig ist,
wenn die Demokratie und die Freiheitsrechte für die Jahrhunderte gekämpft wurde, kurzerhand aufgehoben werden,
wenn die Grenzen geschlossen werden,
wenn plötzlich unbegrenzt Gelder zu Verfügung gestellt werden,
wenn ein Teil der Wirtschaft ausgesetzt wird ohne das auch Zinsen, Mieten, Pacht und Finanzhandel ausgesetzt werden, was eine Umverteilung von unten nach oben bedeutet.
wenn alle Medien nur innerhalb eines einzigen Narrativs berichten und über nichts anderes mehr berichtet wird.
Mal bin ich erschrocken, mal aber auch hoffnungsfroh,
wenn nun überlegt wird, ein bedingungsloses Grundeinkommen für Selbstständige einzuführen,
wenn die Europäische Zentralbank überlegt den Leitzins auf unter Null zu senken und damit eine gesunde Schrumpfung der Wirtschaft möglich würde,
wenn tausende Menschen plötzlich Zeit und Ruhe haben.
Und ich werde wachsam sein,
dass die Grenzen wieder geöffnet werden,
dass die Freiheitsrechte uneingeschränkt wiederhergestellt werden und alle Kontrolle zurückgenommen wird,
dass die Finanzhilfen wirklich zu den kleinen Unternehmern fließen und nicht zu den großen Banken,
dass die journalistische Vielfalt wiederhergestellt wird,
dass in den Krankhäusern und im medizinischen System menschlichere Bedingungen hergestellt werden und auf ganzheitliche und schlichte Vorbeugung, statt auf einseitige und hochtechnisierte Bekämpfung von Krankheiten gesetzt wird,
dass dieses System, das die Schönheit und Lebendigkeit der Erde zerstört, nicht mit der gleichen Hektik weitergeführt wird.
Und
Ich warte
mit brennender Geduld,
dass diese Krise vorübergeht.
Und ich hoffe, ich wünsche, ich bete dafür,
dass dann wir alle,
mit der gleichen Fürsorge, mit der gleichen Entschlossenheit mit der gleichen Solidarität,
für alle Menschen, für alles Leben und für die Schönheit dieser Erde,
genauso wie jetzt,
das Unmögliche möglich machen.
von Emil.
Corona oh na na (eine Sammlung)
CORONA - Alles nur Panik?
André Hahn, DIE LINKE: André Hahn: Krisenvorsorge erfordert Umdenken in der Gesundheitspolitik
Lungenfacharzt und Ex-MdB Dr. Wolfgang Wodarg sagt: es gibt keine Corona-Virus-Pandemie!
Am Telefon zur Corona-Krise: Dr. Wolfgang Wodarg
RUBIKON: Im Gespräch: „Das Angst-Virus“ (Ruediger Dahlke und Jens Lehrich)
https://www.facebook.com/Frontal21/videos/183962906387681/
Die Macht um Acht (48)
Coronavirus - Grippe mit schönem Namen | Dr. med. Andres Bircher | Naturmedizin | QS24 16.03.2020
OM C. Parkin zum Corona-Virus und dem System Angst - aus der inneren Sicht der Weisheitslehre
50% der Kliniken schließen | Corona(Computer)Virus | Angst als Geschäft [sic!]
Corona & USA vs Iran | Chip gegen Pandemie? [sic!]
GOETHEANUM - Das Coronavirus | 12 März 2020 | Georg Soldner
STANDPUNKTE • Die Pseudo-Krise
Kritik am Corona-Umgang - Prof. Dr. Stefan Hockertz, Immuntoxikologe der UniKlinik Hamburg, 25.03.20
Corona 9
Corona-Diktatur? Machtergreifung im Deckmantel der Volksgesundheit?
Die Corona-Rückwärts-Prognose: Wie wir uns wundern werden, wenn die Krise "vorbei" ist
Vorhang auf! Von Kleinkünstlern, ganz groß
Last night Julian Assange called me. Here is what we talked about
Die Welt steht still. Nur Schweden nicht (DIE ZEIT ONLINE)
Coronavirus Caused By 5G?
Doctors call for delaying deployment of 5G Due to Health Risks
RF, EMF, WIFI, 3G, 4G, 5G DAMAGES BLOOD CELLS - LIVE BLOOD ANALYSIS
"The truth about mobile phone and wireless radiation" -- Dr Devra Davis
Etwas zum Mitdenken
"Die Corona-Hysterie eignet sich perfekt dafür, um Bürgerrechte einzuschränken oder ganz abzuschaffen.
• Corona macht es möglich, dass sich Menschen freiwillig unter Quarantäne, was nichts anderes als eine andere Form von Haft ist, stellen lassen.
• Corona macht möglich, dass wir uns an verstärkte Polizei – und Militärpräsenz auf unseren Straßen gewöhnen.
• Corona macht möglich, dass sich Menschen nicht mehr versammeln dürfen oder wollen! Einschränkung der Versammlungsfreiheit (Frankreichs Gelbwesten erlahmen!)
• Corona macht möglich, dass Menschen gegen ihren Willen geimpft und zugleich verchippt werden können. Die verfassungsrechtliche „körperliche Unversehrtheit eines Menschenlebens“ ist dann passé.
• Corona macht möglich, das Bargeld, unter dem Vorwand von Ansteckung, abzuschaffen.
• Corona macht, zwecks Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung, die totale Überwachung möglich.
• Corona ist das perfekte Alibi für den Zusammenbruch des Finanzsystems. Somit bleiben die wirklichen Gründe und wahren Verursacher im Hintergrund.
• Corona lenkt womöglich davon ab, dass die Menschen in Wuhan an der Strahlung von 5G erkrankt und gestorben sind, nicht aber am Virus. Denn in Wuhan ist 5G seit Herbst 2019 vollständig ausgerollt und in Betrieb! Wurde Corona erfunden, um von der Belastung durch 5G abzulenken?
• Der Corona-Virus erzeugt Angst. Diese Angst ist ansteckender als der Virus. Und das scheint gewollt! Denn hat der Mensch erst Angst, dann lässt er alles mit sich geschehen und sich alles einreden."
Ich finde es ist wichtig, sich zu erinnern, dass die Welt auch schon vor dieser Pandemie im Zustand der Katastrophe war. Nur, dass wir in unserer Sicherheitsblase in der „1. Welt“ davon noch nicht so viel mitbekommen haben. Das Klima der Erde verändert sich mit katastrophalen Folgen für Menschen, Tiere und Pflanzen. Es sterben seit Jahrzehnten zunehmend mehr Tierarten und Pflanzenarten aus. Es gibt Gegenden in der Welt, in der Menschen in extremer Armut, Unsicherheit, Terror, Krieg und Vertreibung leben. Diese Menschen haben das Sicherheitsgefühl, das unser Leben in den letzten Jahrzehnten bestimmt hat, niemals erfahren.
Und: Wir merken, dass wir es trotz dieses Wissens nicht schaffen, freiwillig den fundamentalen und radikalen Wandel herbeizuführen, den es bräuchte, um wieder mehr Balance in diese Welt zu bringen.
Beim Tod ist es so: Etwas, von dem wir gedacht haben wir bräuchten es unbedingt, hört auf, wird uns genommen, wir wissen nicht ob etwas bleibt und wir haben keine Chance den alten Zustand wieder herzustellen. Es gibt keinen Weg zurück.
Ich habe den Eindruck, wir rutschen jetzt kollektiv in einen solchen Zustand. Das alte Gewohnte wird uns zwangsweise und mit Schrecken genommen, und wir müssen in einem Zwischenzustand verharren, von dem wir nicht wissen wie lange er dauert, nicht wissen wohin er uns führt und wie wir wieder herauskommen. Deswegen besteht aus der Perspektive des tibetischen Totenbuchs die Herausforderung jetzt darin, diesen Zustand wirklich zu nutzen, um mit dem Wesentlichen in uns in Kontakt zu kommen. Dann kann die neue Inkarnation, also die neue Normalität eine bessere und menschlichere werden. Auch wenn es eine hohe Wahrscheinlichkeit hat, dass die Menschen, sobald es geht, alle „Wirtschaftsmaschinen“ so schnell wie möglich in gewohnter Weise wieder hochfahren werden; so besteht doch in genau dieser Situationen auch die Möglichkeit, aufzuwachen.
An dieser Möglichkeit möchte ich mich ausrichten.
Es ist dies somit eine absolut fundamentale (System-)Krise und gleichzeitig eine unfassbare Chance für jede(n) einzelne(n). Nicht nur Bedrohung. Bedrohung des Alten birgt ja immer und grundsätzlich die Chance auf Neues. Und STILLSTAND – ist es nicht das, was diese Welt total gut gebrauchen kann? Diese Welt mit all ihren Hamsterrädern (deswegen vielleicht auch Hamsterkäufe? Ein antrainierter Reflex?), ihrer Immer-was-zu-tun-haben-müssen-Neurose, ihren unzähligen sich permanent wandelnden Fakten und Fakenews, ihrer medialen Hysterie, ihrem Wir-haben-recht-und-Du-bist-schuld-Denken, ihrer zum Teil peinlich unreflektierten “Vernunfts”-Hörigkeit, ihrem Kontrollfimmel, ihrem penetranten Ausgrenzungsdenken: “Du bist/denkst/fühlst anders, geh weg!” – und da können z.B. Mitglieder der AfD ebenso ein Lied von singen, wie z.B. ethnische Minderheiten überall auf der Welt – , mit all ihren Artenzerstörungs- und Klimaveränderungsproblemen. Ist es nicht irgendwo auch fantastisch, dass einfach mal alles still steht? Vermutlich auch weniger CO2 rausgepustet wird und Menschen die Vögel in Großstädten viel lauter singen hören können als sonst – wie mir eine Kursteilnehmerin aus Köln heute per E-Mail schrieb?
Es ist unrealistisch anzunehmen, dass diese Transformation in einem großen Knall endet und wir alle in einem Post-Corona-Paradies aufwachen jenseits all der weiter oben beschriebenen Probleme des Menschseins. Da ist die “großer Knall und alles so richtig kaputt”-Variante leider realistischer. Aber es ist die große Chance eines jeden und einer jeden von uns, Herz und Geist weit zu öffnen und zu schauen, was sich da gerade alles abspielt gesellschaftlich, zwischenmenschlich und innerseelisch bei uns selbst. WIR – als soziales und kulturelles Kollektiv, aber auch als Individuen – also jeder und jede einzelne – haben die Möglichkeit mitzugestalten, wie genau diese Transformation und neue Andersartigkeit sich entwickelt. So sehr auch Angst und Unbehagen mitschwingen und gesellschaftlich sehr spürbar sind – ich freue mich darauf. Freue mich auf diese Chance, hier auch konstruktiv mitgestalten zu können. Vielen Dank, Leben.
- Dich erden, denn die aktuelle Atmosphäre ist sehr sehr luftig, zum Teil hysterisch, mit sich permanent überschlagenen Ereignissen (im Kontrast zum Stillstand) und Gedanken und Gefühle haben da ggf. die Tendenz sich zu verselbstständigen
- Spazierengehen, möglichst viel draußen sein in der Natur oder in einem Park (soweit wie noch möglich) hilft dabei dich zu erden und stärkt nebenbei dein Immunsystem
- Viel und bewusst atmen (wir haben es ja mit der Konfrontation einer potentiell tödlichen Atemwegserkrankung ähnlich wie der klassischen Grippe zu tun)
- im (realen oder medialen) Kreis von Menschen Austausch und Gemeinsamkeit erleben – Du bist nicht allein, (die Angst vor) Isolation braucht auch Begegnung und Kontakt!
- Respektvoll mit dem Wunsch nach Abstand vieler Menschen umgehen und Dich und andere somit auch selbst schützen!
- für andere beten, bitten und auch Dank sagen – solidarisches Verhalten ist Lebensfreude pur und stärkt somit wieder das Immunsystem – denn wir sind grundsätzlich emphatische Wesen!
- dich um deine eigenen seelischen, emotionalen und körperlichen Bedürfnisse kümmern: Sport treiben soweit das möglich ist (finde Wege!), inspirierende und nährende Bücher lesen oder Filme gucken, singen und tönen, dabei Emotionen wahrnehmen und zum Ausdruck bringen, dein Bewusstsein öffnen um persönliche Transformation zu ermöglichen (positive Ausrichtung: Ja, ich bin offen! – Erdung vorausgesetzt), Yoga/Meditation (etc.) üben
- viel frische Nahrung, vor allem wenig Zucker und Auszugsmehl
- ein Extra für dein Immunsystem: Firecider – ein natürliches Produkt, um dich von innen heraus zu stärken und zu schützen. Eine Anleitung findest Du hier.
Corona Oh Na Na
Rudolf Steiner über Bakterien und Seuchen
In unserer Zeit gibt es bekanntlich eine Furcht, die sich ganz sinngemäß vergleichen lässt mit der mittelalterlichen Furcht vor Gespenstern. Das ist die heutige Furcht vor den Bazillen. Die beiden Furchtzustände sind sachlich ganz dasselbe. Sie sind auch insofern ganz dasselbe, als ein jedes der beiden Zeitalter, das Mittelalter und die Neuzeit sich so verhalten, wie es sich für sie schickt. Das Mittelalter hat einen gewissen Glauben an die geistige Welt; es fürchtet sich selbstverständlich dann vor geistigen Wesenheiten. Die neuere Zeit hat diesen Glauben an die geistige Welt verloren, sie glaubt an das Materielle, sie fürchtet sich also vor materiellen Wesenheiten, wenn diese auch noch so klein sind.
Ein Unterschied könnte, nicht wahr, sachlich höchstens darin gefunden werden, dass die Gespenster doch wenigstens gewissermaßen anständige Wesen sind gegenüber den kleinwinzigen Bazillen, die keineswegs eigentlich, ich möchte sagen, wirklich Staat machen können mit ihrem Wesen, so dass man sich wirklich so ernsthaftig fürchten könnte vor ihnen wie vor einem anständigen Gespenst.
Nun soll ja damit selbstverständlich nicht gesagt werden, dass die Bazillen durchaus gepflegt werden sollen, und dass es etwas Gutes ist, recht viel sozusagen mit Bazillen zusammenzuleben. Das soll durchaus nicht gesagt werden. Aber es widerspricht auch nicht dem, was gesagt wurde, denn schließlich Bazillen sind gewiss da, aber Gespenster waren auch da. Für diejenigen, die an die geistige Welt wirklich glauben konnten, ist nicht einmal in Bezug auf Realität ein Unterschied in dieser Beziehung.
Nun handelt es sich darum, und das ist das Wesentliche, was heute hervorgehoben werden soll, dass Bazillen nur dann gefährlich werden können, wenn sie gepflegt werden. Pflegen soll man die Bazillen nicht. Gewiss, da werden uns auch die Materialisten recht geben, wenn wir die Forderung aufstellen, Bazillen soll man nicht pflegen. Aber wenn wir weitergehen und vom Standpunkt einer richtigen Geisteswissenschaft davon sprechen, wodurch sie am meisten gepflegt werden, dann werden sie nicht mehr mitgehen, die Materialisten.
Bazillen werden am intensivsten gepflegt, wenn der Mensch in den Schlafzustand hineinnimmt nichts anderes als materialistische Gesinnung. Es gibt kein besseres Mittel für diese Pflege, als mit nur materialistischen Vorstellungen in den Schlaf hineinzugehen und von da, von der geistigen Welt, von seinem Ich und Astralleib aus zurückzuwirken auf die Organe des physischen Leibes, die nicht Blut und Nervensystem sind. Es gibt kein besseres Mittel, Bazillen zu hegen, als mit nur materialistischer Gesinnung zu schlafen.
Das heißt, es gibt noch wenigstens ein Mittel, das ebenso gut ist wie dieses. Das ist, in einem Herd von epidemischen oder endemischen Krankheiten zu leben und nichts anderes aufzunehmen als die Krankheitsbilder um sich herum, indem man einzig und allein angefüllt ist mit der Empfindung der Furcht vor dieser Krankheit. Das ist allerdings ebenso gut. Wenn man nichts anderes vorbringen kann vor sich selber als Furcht vor den Krankheiten, die sich rundherum abspielen in einem epidemischen Krankheitsherd und mit dem Gedanken der Furcht hineinschläft in die Nacht, so erzeugen sich in der Seele die unbewussten Nachbilder, Imaginationen, die durchsetzt sind von Furcht. Und das ist ein gutes Mittel, um Bazillen zu hegen und zu pflegen. Kann man nur ein wenig mildern diese Furcht durch werktätige Liebe zum Beispiel, wo man unter den Verrichtungen der Pflege für die Kranken etwas vergessen kann, dass man auch angesteckt werden könnte, so mildert man auch durchaus die Pflegekräfte für die Bazillen.
Diese Dinge werden ja in der Geisteswissenschaft nicht bloß vorgebracht, um auf den Egoismus der Menschen zu spekulieren, sondern um Tatsachen der geistigen Welt zu schildern. So sehen wir, dass wir es eigentlich im Leben in diesem konkreten Fall sehr wohl mit der geistigen Welt zu tun haben, denn wir wirken tatsächlich selber aus der geistigen Welt heraus vom Einschlafen bis zum Aufwachen. Und wahrhaftig mehr als durch alle Mittel, die jetzt von der materialistischen Wissenschaft vorgebracht werden gegen all das, was Bazillen heißt, wahrhaftig mehr, unsäglich reicher für die Menschheitszukunft könnte man wirken, wenn man den Menschen Vorstellungen überlieferte, durch die sie vom Materialismus weggebracht werden und zu werktätiger Liebe vom Geiste aus angespornt werden konnten.
Immer mehr und mehr muss sich im Laufe dieses Jahrhunderts die Erkenntnis verbreiten, wie die geistige Welt auch für unser physisches Leben absolut nicht gleichgültig ist, wie sie für die physische Welt ihre durchdringende Bedeutung hat, weil wir in der Tat vom Einschlafen bis zum Aufwachen in der geistigen Welt drinnen sind und da von ihr aus wirksam bleiben für den physischen Leib. Wenn sich das auch nicht unmittelbar zeigt, so ist es doch der Fall.
Nun wird man sich an eines gewöhnen müssen, wenn man diese Dinge im richtigen Lichte betrachten will. Man wird sich daran gewöhnen müssen, dass dasjenige, was man direkt als Heilkraft der Geisteswissenschaft zu betrachten hat, wirken muss durch die menschliche Gemeinschaft. Denn man möchte sagen, was hätte es für eine Bedeutung, wenn irgendein einzelner Mensch da oder dort in die geistigen Welten beim Einschlafen hineingeht jedesmal mit denjenigen Gedanken, die der geistigen Welt zugeneigt sind, und ringsherum sind die anderen, die mit materialistischen Gedanken, materialistischen Empfindungen und Furchtempfindungen — die ja immer mit dem Materialismus zusammenhängen —, Heger und Pfleger der Bazillenwelt sind.
Was ist sie eigentlich, diese Bazillenwelt? Ja, da kommen wir auf ein Kapitel, über das etwas zu wissen, recht wesentlich ist für das menschliche Leben. Wenn wir draußen in der Natur die Luft erfüllt finden mit Vogelgattungen aller Art, das Wasser mit Fischen, wenn wir verfolgen dasjenige, was kriecht über die Erde, was sich auf ihr tummelt und so den äußeren Sinnen zeigt, was da lebt in der Natur, da haben wir es zu tun mit Wesenheiten, von denen wir eigentlich durchaus ganz richtig sprechen, wenn wir sagen: Sie sind doch in irgendeiner Form, selbst dann, wenn sie da oder dort schädlich eingreifen in die Naturwirkungen, sie sind doch Geschöpfe der sich fortentwickelnden Gottheit.
In dem Augenblick aber, wo wir auf diejenigen Wesen kommen, die den Wohnplatz ihres Wirkens in anderen lebenden Wesen haben, in Pflanzen, Tieren oder Menschen, da haben wir es zu tun, insbesondere wenn es sich handelt um bazillenähnliche Geschöpfe, die im tierischen oder menschlichen Leibe, namentlich die im menschlichen Leibe sind, da haben wir es allerdings auch zu tun mit Geschöpfen von geistigen Wesenheiten, aber mit Geschöpfen Ahrimans.
Und richtig betrachtet man die Anwesenheit solcher Geschöpfe innerhalb unserer Welt, wenn man sich klar darüber ist, dass alle diese Wesenheiten zusammenhängen mit geistigen Tatsachen, mit den Beziehungen des Menschen zu Ahriman. Und diese Beziehungen des Menschen zu Ahriman werden hergestellt, wie wir wissen, durch materialistische Gesinnung oder rein egoistische Furchtzustände. Und richtig betrachtet man das Verhältnis, in dem vorhanden sind solche parasitäre Wesenheiten in der Welt, wenn man sagt: Da wo sich diese parasitären Wesenheiten zeigen, sind sie ein Symptom für das Eingreifen Ahrimans in die Welt.
Und wenn wir an einem solchen Beispiel sehen, dass es tatsächlich nicht einerlei ist, ob der Mensch, wenn er des Abends einschläft, in die geistige Welt, in der er ist zwischen Einschlafen und Aufwachen, hinübernimmt reine materialistische Vorstellungen oder geistige Vorstellungen, wenn wir einsehen, dass das nicht einerlei ist, dann hören wir auch auf, davon zu sprechen, dass es etwa einerlei sein könnte, schon in dieser Welt etwas zu wissen vom Geiste oder nichts zu wissen vom Geiste.
So müssen wir allerdings an einem bestimmten Punkte einsetzen, wenn wir uns so recht vor Augen rücken wollen die große Bedeutung der geisteswissenschaftlichen Forschung schon für dieses menschliche Leben zwischen Geburt und Tod.
* Rudolf Steiner, Auszug aus den Gedenkworten für Oda Waller und Christian Morgenstern, am 9. Mai 1914 vor Mitgliedern der Anthroposophischen (damals Theosophischen) Gesellschaft gesprochen, enthalten in Band 261 der Gesamtausgabe:
Nicht wahr, in Bezug auf gewisse Dinge ändert sich das menschliche Leben, aber gewisse Grundnuancen dieses Lebens bleiben ja doch gleich durch lange Zeiten hindurch. So gab es im Mittelalter eine bestimmte Furcht, die Furcht, die heute ja gilt als der finstere Aberglaube des Mittelalters, die sogenannte Gespensterfurcht, die Furcht vor allen möglichen Elementarwesen, vor Gespenstern. Nun, das ist für die heutige Zeit ein mittelalterlicher Aberglaube.
Aber die heutige Zeit, sie hat sozusagen den Gegenstand geändert, aber nicht die Furcht, denn die heutige Zeit fürchtet sich ebenso wie das Mittelalter vor Gespenstern, sie fürchtet sich vor den sogenannten Bazillen und ähnlichen Wesenheiten. Nun könnte man sogar sagen, dass Gespenster verhältnismäßig anständigere Wesen noch waren, vor denen man sich eher fürchten konnte, als vor den Wesenheiten, die man heute als Bazillen und ähnliches bezeichnet. Und geändert hat sich eigentlich nur das an der Sache, dass man dazumal mehr geistig gesinnt war und sich vor geistigen Elementarwesen gefürchtet hat; jetzt ist man mehr materiell gesinnt, und die Gespenster müssen physisch sein. Das entspricht auch dem Zeitalter des Materialismus mehr.
Nicht das wollte ich aber hervorheben, sondern das, dass in der Tat die okkulte Wissenschaft uns zeigt, dass Bazillen zum Beispiel im menschlichen Leibe gepflegt werden müssen, wenn sie wirklich gedeihen sollen. Sie müssen von Menschen gepflegt werden. Nun wird selbstverständlich jeder Mensch in der Gegenwart sagen, es wäre töricht, Bazillen geradezu zu mästen, zu pflegen, sie zu veranlassen, möglichst zahlreich zu werden. Aber es handelt sich nicht darum, dass man Grundsätze hat, und welche Grundsätze man hat, sondern darum, dass man die Sache vom richtigen Gesichtspunkt aus anzusehen vermag.
Und nun kann vor der geisteswissenschaftlichen Erkenntnis nicht geleugnet werden, dass zum Beispiel ein Ich und ein Astralleib, die sich nur füttern mit materialistischen Vorstellungen, die abweisen alle spirituellen Vorstellungen, die abweisen allen Spiritualismus, davon nichts wissen wollen, wenn sie schlafend aus dem Leibe hinausgehen, aus der geistigen Welt Kräfte in die Organe hineinstrahlen, die geradezu förderlich sind für das Bazillenleben. Man kann, wenn man Bazillen recht mästen will, nichts Besseres tun, als rohe materialistische Vorstellungen in den Schlaf mit hineinnehmen und dadurch ahrimanische Kräfte aufrufen, welche einstrahlen in den Organismus und zu Bazillenpflegern werden.
Nun müssen wir, wenn wir eine solche Sachlage in der richtigen Weise beurteilen wollen, uns klar machen, dass in dem Augenblick, wo wir die Betrachtung auf das geistige Leben erstrecken, wir sogleich ins Auge zu fassen haben, was menschliche Gemeinschaft heißt. Denn das Zusammenwirken in der menschlichen Gemeinschaft erweist sich sogleich in ungeheurem Maße größer, wenn es sich handelt um geistige Wirkungen, als um diejenigen, die sich bloß vollziehen auf dem physischen Plan.
Man könnte nämlich sagen, nun könnte also jemand am besten tun, um ja keine Bazillen in seinem Leibe schädlich werden zu lassen, als Heilmittel anzuwenden, sich mit spirituellen Vorstellungen schlafen zu legen. Vielleicht wäre das sogar ein Mittel, wenn man es äußerlich klinisch beweisen würde, dass die hartgesottensten Materialisten der Zukunft sich verschreiben ließen geradezu spirituelle Vorstellungen, und auf diese Weise einiges erhofft werden könnte für das spirituelle Leben.
Nun aber, so einfach liegt die Sache nicht, denn es beginnt gleich die Bedeutung des gemeinschaftlichen Lebens, wenn es sich um Geistiges handelt, und da können wir sagen: Es nützt vielleicht gar nichts dem einzelnen, wenn er solche spirituellen Vorstellungen hegt, wenn die anderen ringsherum mit materialistischen Vorstellungen zu Bazillenpflegern werden, denn da pflegt einer für den anderen. Das ist das Wichtige, was wir ins Auge fassen müssen. Deshalb muss immer wiederum betont werden, was ich auch hier schon besprochen habe: Geisteswissenschaft als solche kann das eigentlich Fruchtbare, das sie zu leisten hat für die Menschheit, sozusagen nicht bloß individuell leisten; es genügt nicht, dass der Einzelne die geisteswissenschaftlichen Dinge aufnimmt, sondern Geisteswissenschaft muss in Geduld warten, bis sie ein Kulturfaktor wird, bis sie die Herzen und Seelen vieler durchzieht; dann erst wird sich zeigen, was sie den Menschen sein kann.
Es gibt allerdings etwas, was ebenso stark auf die ahrimanischen Wesenheiten wirkt, die wir in den Bazillen zu beobachten haben. Ich sage: ahrimanische Wesenheiten. Ich kann Ihnen leicht einen Unterschied sagen zwischen ahrimanischen Wesenheiten und anderen Wesenheiten, es geht leicht, das zu unterscheiden, auch äußerlich.
Wir sehen gewissermaßen rund um uns herum die Natur mit ihren Geschöpfen erfüllt. Alles, was unmittelbar draußen lebt in der Natur, hat gewissermaßen sein Leben von den fortschreitenden guten weisen Schöpfern. Alles das, was sein Dasein aufschlägt in anderen Organismen und da vorzugsweise gedeiht, ist unter den Geschöpfen luziferischer oder ahrimanischer Art. Alles Parasitäre ist auf luziferischen oder ahrimanischen Ursprung zurückzuführen; das muss festgehalten werden, denn dadurch können wir im Reiche der Natur sehr leicht unterscheiden.
Eines, sagte ich, gibt es noch, was außerordentlich förderlich ist diesen ahrimanischen Geschöpfen, die als Parasiten im menschlichen Leibe leben, das ist das Folgende. Nehmen wir an, wir leben in einer Epidemie drinnen oder in einer Seuche. Selbstverständlich muss da einer für den anderen stehen, und da tritt das menschliche Gemeinschaftswesen und all das, was damit zusammenhängt, in ungeheurer Stärke auf, weil tatsächlich die karmischen Zusammenhänge so sein können, dass der, der durch individuelle Betätigung am wenigsten geeignet scheint, der Epidemie zu verfallen, doch ihr verfällt. Aber im allgemeinen gilt trotzdem — wir dürfen uns durch den Schein nicht täuschen lassen —, was ich jetzt sagen werde:
Wenn man umgeben ist von den der Krankheit verfallenen oder sterbenden Menschen und diese Bilder zunächst aufzunehmen hat und dann mit diesen Bildern in den Schlaf zieht und nichts hineindringt als die egoistische Furcht, dann durchtränkt sich die Imagination, die aus diesen Bildern entsteht und während des Schlafes in der Seele lebt, mit der egoistischen Furcht, und das bewirkt, dass da schädliche Kräfte einschlagen werden in den menschlichen Leib. Furcht-Imaginationen sind dasjenige, was tatsächlich pflegende Kräfte für des Menschen ahrimanische Feinde abgibt.
Wenn sich ausbreitet eine edle Gesinnung, so dass die egoistische Furcht zurücktritt, und das liebende Helfen unter den Menschen wirkt und in den menschlichen Schlaf nun hineingeht, nicht mit Furcht-Imaginationen, sondern mit dem, was das liebende Helfen bewirkt, dann bedeutet das Schaden für die ahrimanischen Feinde des Menschen. Und es ist tatsächlich wahr, dass man erfahren würde, was die Ausbreitung einer solchen Gesinnung auf das Beendigen von Epidemien wirken könnte, wenn man sich danach benehmen würde.
Ich deute Ihnen damit an, wie einmal, was heute noch nicht sein kann, von der Erkenntnis des geistigen Lebens heraus im sozialen Menschenleben gewirkt werden wird, wie die menschlichen Seelen in geistiger Erkenntnis erstarken werden und wie die in die Gesinnung übergehenden geistigen Erkenntnisse vom Geiste heraus gesundend auch auf das materielle Erdenleben wirken werden.
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Das Konzept "Bildung" in einer kurzen Geschichte
Der Mahatma besann sich und sagte: „Gute Frau, komm in zwei Wochen wieder mit deinem Sohn.“
Verwirrt bedankte sich die Frau und sagte, sie würde tun, wie ihr genießen.
Nach zwei Wochen kam sie wieder mit ihrem Sohn. Gandhi schaute dem Kleinen fest in die Augen und sagte: „Hör auf, Zucker zu essen.“
Dankbar, aber ziemlich verwundert, fragte die Frau den Mahatma: „Warum sollte ich zwei Wochen warten? Damals hättest du ihm das selbe sagen können.“
„Vor zwei Wochen“, antwortete Ghandi, „habe ich selbst noch Zucker gegessen.“
Ich suche nicht – ich finde.
Suchen – das ist Ausgehen von alten Beständen und ein Finden-Wollen von bereits Bekanntem im Neuem.
Finden – das ist das völlig Neue!
Das Neue auch in der Bewegung.
Alle Wege sind offen und was gefunden wird, ist unbekannt.
Es ist ein Wagnis, ein heiliges Abenteuer!
Die Ungewißheit solcher Wagnisse können eigentlich nur jene auf sich nehmen, die sich im Ungeborgenen geborgen wissen, die in die Ungewißheit, in die Führerlosigkeit geführt werden, die sich im Dunkeln einem unsichtbaren Stern überlassen, die sich vom Ziele ziehen lassen und nicht – menschlich beschränkt und eingeengt – das Ziel bestimmen.
Dieses Offensein für jede neue Erkenntnis im Außen und Innen:
Das ist das Wesenhafte des modernen Menschen, der in aller Angst des Loslassens doch die Gnade des Gehaltenseins im Offenwerden neuer Möglichkeiten erfährt.
Pablo Picasso
Leben aus der Mitte
aus Erich Fromm, Die Kunst des Liebens, 1956
Anleitung zum guten Leben
Pflanze unmögliche Gärten.
Lade jemanden Gefährlichen zum Tee ein.
Mache kleine Zeichen, die "ja" sagen
und verteile sie überall in deinem Haus.
Werde ein Freund von Freiheit und Unsicherheit.
Freue dich auf Träume.
Weine bei Kinofilmen.
Schaukle so hoch du kannst mit einer Schaukel bei Mondlicht.
Pflege verschiedene Stimmungen.
Verweigere dich, 'verantwortlich zu sein' - tu es aus Liebe!
Mache eine Menge Nickerchen.
Gib Geld weiter. Mach es jetzt. Es wird folgen.
Glaube an Zauberei, lache eine Menge.
Bade im Mondschein.
Träume wilde, fantasievolle Träume.
Zeichne auf Wände.
Lies jeden Tag.
Stell dir vor, du wärst verzaubert.
Kichere mit Kindern, höre alten Leuten zu.
Öffne dich, tauche ein. Sei frei. Preise dich selbst.
Lass die Angst fallen, spiele mit allem.
Unterhalte das Kind in dir. Du bist unschuldig.
Baue eine Burg aus Decken. Werde nass. Umarme Bäume.
Schreibe Liebesbriefe ...
von Joseph Beuys
Der Klimawandel aus anthroposophischer Sicht
Dann aber kommt die sechste nachatlantische Periode. Würde die Menschheit nicht bis dahin bekehrt sein vom Intellektualismus zur Imagination, dann würde die Verderbnis nicht nur der Wärmeatmosphäre, sondern der Luftatmosphäre beginnen, und die Menschen würden mit den bloß intellektualistischen Gedanken die Luft vergiften. Und die vergiftete Luft würde auf die Erde zurückwirken, das heißt, zunächst das Vegetabilische verderben.
Und im siebenten nachatlantischen Zeitraum hat der Mensch schon Gelegenheit, das Wasser zu verderben, und seine Ausdünstungen würden übergehen, wenn sie die Ergebnisse bloß intellektualistischer Gedanken wären, in das allgemeine Flüssigkeitselement der Erde. Aus dem allgemeinen Flüssigkeitselement der Erde heraus würde zunächst das mineralische Element der Erde entformt werden. Und der Mensch hat durchaus Gelegenheit, wenn er seine Gedanken nicht belebt und damit dem Kosmos dasjenige zurückgibt, was er vom Kosmos empfangen hat, die Erde zu zersplittern.
So hängt das, was im Menschen seelisch ist, mit dem natürlichen Dasein zusammen. Und das bloß intellektualistische Wissen heute ist lediglich ein ahrimanisches Produkt, um den Menschen hinwegzutäuschen über diese Dinge. Indem man dem Menschen weismacht, daß seine Gedanken bloße Gedanken sind, die mit dem Weltgeschehen nichts zu tun haben, macht man ihm einen Nebel vor, als ob er keinen Einfluß haben könnte auf die Erdenentwickelung, und als ob ohne oder mit seinem Zutun einmal das Erdenende so oder so kommen wird, wie es eben die bloße Physik vorschreibt. Aber es wird nicht ein bloß physikalisches Erdenende kommen, sondern dasjenige Erdenende, das die Menschheit selber wird herbeigeführt haben.
Hier ist wieder einer der Punkte, wo sich uns zeigt, wie Anthroposophie die moralischseelische Welt zusammenführt mit der physisch-sinnlichen Welt, während heute gar kein solcher Zusammenhang vorhanden ist und die neuere Theologie sogar etwas Vorzügliches darinnen sieht, das Moralische ganz unabhängig zu machen von dem Physischen.
Und Philosophen, die da heute keuchend, gebückt, mit krummen Rücken unter der Bürde der naturwissenschaftlichen Ergebnisse sich dahinschleppen, die sind froh, wenn sie sagen können: Ja, in der Natur, da gibt es Wissenschaft; aber die Philosophie, die muß sich auf den kategorischen Imperativ, auf dasjenige, worüber man nichts wissen kann, erstrecken.
Diese Dinge sind heute oftmals nur innerhalb der Schulen spielend. Sie werden aber das Leben ergreifen, wenn die Menschheit sich nicht dessen bewußt wird, wie das SeelischGeistige mitschöpferisch ist im Physisch-Sinnlichen, und wie die Zukunft des Physisch-Sinnlichen davon abhängen wird, wasder Mensch im Seelisch-Geistigen auszubilden sich entschließt.
Aus solchen Untergründen heraus kann man schon auf der einen Seite das Bewußtsein bekommen von der unendlichen Wichtigkeit des seelischen Lebens der Menschheit, auf der andern Seite kann man allerdings auch wiederum ein Bewußtsein davon bekommen, daß der Mensch nicht nur ein auf der Erde beliebig herumwandelndes Geschöpf ist, sondern dem ganzen Weltenall angehört.
RUDOLF STEINERDie Impulsierungdes weltgeschichtlichen Ge-schehens durch geistige MächteSieben VorträgeDornach,11. bis 23. März 1923 S. 112
Goldene Regeln der Erziehungskunst
"Denn, meine lieben Freunde, Sie glauben gar nicht, wie gleichgültig es im Grunde genommen ist, was man als Erzieher oberflächlich redet oder nicht redet, und wie stark es von Belang ist, wie man als Erzieher selbst ist."
"Der Intellekt hilft bei der (Selbst-)Erziehung wenig. Viel wichtiger ist die Schulung des Gefühls und Willens im praktischen Tun."
"Einen Menschen erziehen heisst: ihm Gelegenheit geben, sich zum vollkommenen Meister und Selbstherrscher seiner gesammten Kraft zu machen."
"Religiöse Dankbarkeit gegenüber der Welt, die sich in dem Kinde offenbart, vereinigt mit dem Bewußtsein, daß das Kind ein göttliches Rätsel darstellt, das man mit seiner Erziehungskunst lösen soll. In Liebe geübte Erziehungsmethode, durch die das Kind sich instinktiv an uns selbst erzieht, so daß man dem Kinde die Freiheit nicht gefährdet, die auch da geachtet werden soll, wo sie das unbewußte Element der organischen Wachstumskraft ist."
Das Kind in Ehrfurcht aufnehmen
In Liebe erziehen
In Freiheit entlassen
Großartige Sammlung bei https://anthrowiki.at/Erziehung
Den Unterschied im Herzen tragen
Robert Louis Stevenson, Das Licht der Flüsse - Eine Sommererzählung, Aufbau Verlag, Berlin 2011, (Original: An Inland Voyage. 1878.)
Lehrer und Erzieher
Gemeinsam lernt ihr und werdet erzogen, in einem dafür geschaffenen Feld. Welches auch immer die Inhalte sind, die ihr vermittelt: in Wahrheit dient ihr weder den Kindern noch den Behörden noch euch selbst, ihr dient dem Leben. Fühlt, was das Leben von euch will, wenn ihr mit eurem Unterrichtsmaterial vor der Klasse steht, und werdet dem gerecht, so gut es irgend geht in dem Rahmen, der euch vorgegeben ist.
Ihr könnt mit dem Leben fließen und dennoch Strukturen vermitteln; solange die Strukturen im Vordergrund stehen und dahinter der mächtige Strom des Lebens zu spüren ist. Ihr könnt der Intuition gehorchen und dennoch Logik und Vernunft lehrern; solange Logik und Vernunft im Vordergrund stehen und der mächtige Strom der Intuition dahinter zu spüren ist. Ihr könnt Abgrenzung, Behauptung und Auseinandersetzung lehren, solange diese im Vordergrund stehen und dahinter der mächtige Strom der Liebe zu spüren ist.
Das Wahre müsst ihr nicht lehren, sondern sein. Was ihr seid, ist ansteckend, auch wenn ihr es nicht in Worten erklärt.
Safi Nidiaye, Die Stimme des Herzens, Der Weg zum größten aller Geheimnisse, Köln, 2000, S. 165
Eigener Bericht ... und nach der Demo?
Zu lesen auf den Seiten 6 und 7 im pdf:
https://www.landesjugendring-saar.de/fileadmin/user_upload/Landesjugendring/Info-aktuell/19-3_info_aktuell.pdf

Nach Rücksprache mit Susanne Speicher, die eine der öffentlichen Personen von fff Saarland ist, entschieden wir uns für die Aspekte: Basiswissen Nachhaltigkeit, Antimanipulationstrainung, Sozialverhalten und Kommunikation. Ob das Seminar den Begriffen Inhalt geben konnte, müssen im Nachhinein die Teilnehmenden selbst beantworten, denn das Seminar war ein Tanz mit dem, was sich zeigen wollte. Meinen roten Faden konnte ich führen. Aber die Schleifen, die er zog, ergaben sich im Arbeitsprozess der Gruppendynamik. Es war ein Experiment. Mit besonderer Kultur. Aber dazu später mehr.
Glücklicherweise fand kurze Zeit vor dem Seminar eine Klausur meiner Arbeitsgruppe t.time.trainings in Freiburg statt. Mit den vier Menschen von t.time arbeite ich seit zwei Jahren an der Entwicklung theaterbasierter Bildungsprozesse für eine nachhaltige Zukunft. Dabei lernen Teilnehmende intellektuell, körperlich und emotional. Wir fanden zusammen, weil wir wissen, dass Menschen, um Wissen und Handeln in Einklang zu bringen, auch ihre Körper in Bewegung bringen müssen. In t.time.trainings fließen darum Elemente der Gewaltfreien Kommunikation, des Circles, und der Theaterpädagogik rund um das Theater der Unterdrückten von Augusto Boal zusammen und erschaffen transformative Bildungserlebnisse, die vielen Menschen sehr gut tun. Meine Kollegen halfen mir dabei, das herauszuarbeiten, was ich als roten Faden für das Seminar durchscheinen lassen wollte.
Mir war klar, dass der Begriff *Theater* viele Menschen abschrecken würde, also erwähnte ich ihn nicht. Die Rückmeldungen zeigten, dass dies eine gute Entscheidung war. "Bei den spielerischen Übungen dachte ich am Anfang oft, was das denn nun solle. Aber dann kam die nächste, darauf aufbauende, und noch eine weitere. In den ausführlichen Reflexionsgesprächen wurde mir klar, wie viel Erkenntnis aus solchen Spielen gewonnen werden kann", gab ein Teilnehmer am Sonntag als Rückmeldung. Mehrere stimmten zu. Ha, dachte ich mir still. Theater ist einfach ein magisches Mittel.
Der Beginn war am Freitag Abend 18 Uhr, mit dem Abendessen. Ein befriedeter Hunger ist die Grundlage für Wohlempfinden. Begleitet wurde das Ankommen von freundlichen Begrüßungsworten: Der neue Bürgermeister von Gersheim Michael Clivot, der Geschäftsführer des Landesjungendrings Georg Vogel und die im Spohnshaus für Bildung zuständige Sylvia Lerchner freuten sich, dem Start dieses besonderen Seminars ihren Segen zu geben.
Dann ging es los. Unerwartet im Stuhlkreis, mit sorgfältig gestalteter Kreismitte und einer Minute Stille. Für einige, erklärten sie hinterher, war das sehr überraschend. Aber sie gestanden auch: Überraschend wohltuend. Anschließend begaben wir uns spielerisch auf die Reise ins gegenseitige Kennenlernen. Dann widmeten wir uns dem Thema *Folgen & Führen*. Bereits die Begriffe führten zu kontroversen Reaktionen. Mit spielerischen Erlebnissen konnten jedoch neue Erkenntnisse wachsen. Gegen 22 Uhr endete das offizielle Programm. Wieder im achtsamen Gesprächskreis und mit einem gemeinsamen Schweigen. Trotz meiner Ankündigung, dass der Samstag ganz schon anstrengend werden würde, wurde der erste Abend erwartungsgemäß recht lang und die neu Gruppe genoss ihr Beisammensein.
Der nächste Tag begann mit dem neu gefunden Ritual. Darauf folgten einige Belebungsspiele für noch müde Geister. Mit der dadurch geschaffenen konzentrierten Atmosphäre erlebte die Gruppe bei einer einfachen Übung, wie herausfordernd achtsame, respektvolle und konstruktive Kommunikation sein kann. Geduld und Langsamkeit offenbarten ihre Kraft und wir brachten neue Qualitäten in menschliche Begegnungen. Eine darauf folgende Tafel-Nummer führte zum Verständnis von Zusammenhängen rund um unsere Produktion von Fleisch und Milchprodukten.
Für die um 11 Uhr geplante Pause hatte sich die saarländische Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot angekündigt. Moderiert von Georg Vogel kam ein differenziertes Gespräch zustande. Zentrales Thema waren die demokratische Herausforderung Politiker, Schulleitungen und andere Menschen dazuzubewegen, sich für eine lebensbejahende Zukunft und die Ziele von fff einzusetzen, oder zumindest nicht im Wege zu stehen. Das Thema *Folgen & Führen* durchwebte das ganze Gespräch. Ein gemeinsames Foto bei Sonnenschein schloss den erfreulichen Besuch ab.
Am Samstag Nachmittag erforschte die Gruppe Formen der Zusammenarbeit und Motivation. Finale Aufgabe war es, die Ziele von fff mit positiven Emotionen in einem kurzen Auftritt darzustellen. In wieweit dies gelang und Schwierigkeiten dabei deutlich wurden, erlebten die Teilnehmenden in vertrauensvoller Atmosphäre.
Nach dem Abendessen schlossen wir uns an eine der ältesten Traditionen der Menschheit an. Wir kamen zu einem Geschichtenabend zusammen. Wir löschten das Licht und zündeten eine Kerze an. Sie wanderte von Gesicht zu Gesicht, von Geschichte zu Geschichte. Es wurde vorgelesen, erzählt und vorgetragen. Die Offenheit und Rücksicht dieser Runde entwickelte eine Kraft, die alle tief berührte.
Den Sonntag widmete die Gruppe der Frage, wie die Werte dieses besonderen Wochenendes in die Arbeit bei fff einfließen könnten, um dort ihre transformative Kraft zu entfalten.
Die Abschlussrunde war für alle sehr berührend. Dann kam unser letzter Besuch. Journalistin Petra Pabst sammelte Eindrücke und Informationen, um einen Artikel über das Seminar in der Saarbrücker Zeitung zu veröffentlichen.
Allen viel die Verabschiedung schwer. "Wann machen wir das nächste Seminar?" sprachen einige aus. "Die anderen müssen auch so ein Wochenende erleben", meinten die nächsten.
Ein besonderer Dank geht an dieser Stelle an das ökologische Schullandheim Spohnshaus. Die nachhaltig veganen Mahlzeiten waren wohlschmeckend und nährend. Und die Räume waren optimal.
Georg Vogel sprach mich zwei Tage später auf das Seminar an und meinte, das Seminar sei den Rückmeldungen nach ein ganz besonderes gewesen. Er habe das bei seinen kurzen Besuchen auch gespürt. Er bat mich um eine Erklärung, was ich denn getan hätte.
Es ging mir um die Atmosphäre. Um die Kultur. Denn aktuell leben wir weltweit in einer Kultur der Hetze, der Konkurrenz, umgeben von Ausbeutung und Zerstörung. Ich und viele andere wollen das nicht. Wir wollen zu einer Kultur, die das Leben wertschätzt, liebt und gemeinsam Frieden gestaltet. Doch wie kommen wir dorthin? Ich halte solche Seminare für eine Traingsmöglichkeit. Eine achtsame Kultur kann jeder einzelne Mensch mitgestalten. Nur müssen wir herausfinden, *dass* wir das können und dann lernen *wie* das geht. Diese offene Haltung trug ich in den Workshop hinein. Mit dieser inneren Haltung wählte ich die Methoden. Ich wollte den Teilnehmenden eine Erfahrung ermöglichen, die jenseits von Konkurrenzkampf, von Überzeugungskampf oder Mitläufertum liegt. Es ging mir darum, eine achtsame Kultur lebendig werden zu lassen, in der alte Themen neue Perspektiven erhalten können, allein weil wir uns beispielsweise einfach mal die Zeit nehmen, tief zuzuhören. Sylvia Lerchner fand hinterher die wohl prägnanteste Beschreibung für das, was stattgefunden hatte: "Herzbewegend statt kopffüllend trifft es wohl am besten."

























