Die holistische Schule

Der russische Musikprofessor Mikail Schetinin hat in einem abgelegenen Dorf im Kaukasus mit vielen Schülergenerationen völlig neue holistische Lernmethoden entwickelt. Sie beruhen auf einer Haltung bedingungsloser Achtung vor jedem Einzelnen und dem Wert der Gemeinschaft. In einem freien Miteinander entfalten die Kinder in kleinen, altersgemischten Gruppen alle ihre Fähigkeiten und Talente und entwickeln eben dadurch ein Bewusstsein der Verantwortung für die gesamte Schöpfung.

Eine leuchtende Botschaft. Tekos - eine Schule der Zukunft

Schetinin Schule TEKOS Russisches Lyzeum am Schwarzen Meer 1

Lernmethoden der Schetinin Schule von Richard Kandlin. Teil 1 Vortrag

Vera M. Weld über Dolmen, Waldschule von M. Schetinin und reinigende Quellwasserbecken bei Pschada

und zum Thema Sprachen lernen

Sprachen lernen für SchülerInnen mit Vera F. Birkenbihl - Sprachen lernen

Sprachen lernen - Guided Tour (nach der Birkenbihl-Methode)

Kostenfrei Sprachen lernen - Die Vera F. Birkenbihl Methode

Eine leuchtende Botschaft. Tekos - eine Schule der Zukunft

Man sollte dem eigentlich mal nachgehen.

Was wäre noch zu sagen? Es entstanden nach den bereits erwähnten noch etwas drei oder vier weitere Bücher. Das jüngste ist eine ziemlich ausführliche Studie der Philosophie von S.T. Coleridge, den ich bisher noch nicht erwähnt habe (man kann ja nicht alles in einen Vortrag hineinbringen), dem Owen Barfield aber viel zu verdanken hat. Aber ich möchte Ihnen ja nicht eine ganze Bibliographie zumuten! Viel lieber möchte ich, wenn ich schon in diesem Gebäude spreche, noch ein paar Worte über das Verhältnis von Owen Barfields Büchern und Aufsätzen zur Geisteswissenschaft Rudolf Steiners sagen. Ich muss mich aber darauf beschränken, dies in einer mehr äußerlichen Art zu tun. Die Erfahrung scheint zu zeigen, dass meine Leser jeweils auf eine von drei grundsätzlich verschiedenen Arten reagieren. Die eine Kategorie von Lesern (und ich habe jetzt natürlich nur wohlwollend eingestellte Leser im Auge) sagt: „Dieser Barfield ist eine wahre Fundgrube, erzählt eine Menge interessanter Dinge, hat ‚bedeutende Einsichten’, wie schade dass er alles verpatzt, in dem er immer wieder diesen Steiner reinbringt!“ Die zweite (und ich denke etwas rationalere) Kategorie von Lesern sagt etwa folgendes: „Wenn ein so besonnener und einsichtiger Mensch, wie dieser Barfield einer zu sein scheint, immer wieder ein so auffälliges Gewicht auf diesen Steiner legt, dass wird an der Sache wohl was dran sein. Man sollte dem eigentlich mal nachgehen.“ Sie tun es aber nicht nicht. Alles, was sie brauchen oder alles, was sie aufzunehmen bereit sind, bekommen sie bereits von Barfield. Und dann gibt es noch eine dritte Kategorie von Lesern: Sie argumentieren in derselben Weise wie die zweite Kategorie - aber sie machen tatsächlich weiter und nehmen sich die Mühe, sich mit Steiner selbst auseinanderzusetzen. Ich würde sagen, diese Kategorie ist zahlenmäßig kleiner als die beiden andern, aber doch nicht ganz zu vernachlässigen. Aus ihr sind schon manche Menschen hervorgegangen, die sich die Anthroposophie in einem ernsthaften Privatstudium erarbeiten.

Aus dem ersten Vortrag des Buches Owen Barfield: Der Sprecher und sein Wort - mit einer autobiographischen Betrachtung, Verlag am Goetheanum, 1976, S. 27,28. Der Text dokumentiert den Vortrage Owen Barfield und der Ursprung der Sprache, gehalten im Rudolf Steiner House London im Jahre 1976. Von wem, steht leider nicht dabei. 

Gefordert: Allgemeines Verständnis

[...] Sie sehen daraus, daß es sich bei Anthroposophie wirklich nicht darum handelt, für sektiererische Tanten- oder Onkelversammlungen Schematas zu liefern, nach denen sie auseinandersetzen können: der Mensch besteht aus physischem Leib, Ätherleib, astralischem Leib und Ich, sondern daß es sich hier handelt um ein ganz ernsthaftes Erfassen des Menschen und seines Verhältnisses zur Welt, um ein Hineintragen des Geistigen in alles Materielle.

Und daß Anthroposophie das Geistige in dem Materiellen verfolgen kann, das ist etwas, was eingesehen werden muß, wenn Anthroposophie wirklich sich ihre Stellung in der Welt erobern will. Denn solange man bloß für die Tanten- und Onkelver­sarinnlungen in sektiererischen Zirkeln arbeitet, die da tradieren ihre Einteilungen des Menschen, so lange hat man es nur zu tun mit etwas, was in Streit kommt mit allen möglichen anderen sektiererischen Din­gen.

In dem Augenblicke aber, wo man tatsächlich zeigt, wie dasjenige, was man begreift in der Anthroposophie, eingreift in alles übrige Wis­sen, wie es, nach dem Ausspruche, den ich gestern getan habe, alles übrige Erdenwissen beleuchtet, sowie früher die Astrologie alle Erdenvorgänge beleuchtet hat, dann hat man an der Anthroposophie eben etwas, was in den modernen Zivilisationsprozeß eingreifen muß, damit ein wirklicher Aufbau auch gegenüber den von älteren Zeiten her kom­menden Abbauprozessen in dem menschlichen Zivilisationsprozeß Platz greifen kann. Solcher Ernst ist zu verbinden mit demjemgen, was man sein Bekennt­nis zur Anthroposophie nennen kann.

Gewiß kann der einzelne ja nicht immer in der Weise mitwirken, daß er zum Beispiel selber darauf kommt, wie Belladonna auf der einen Seite, Chlor auf der anderen Seite auf den menschlichen Organismus wirkt. Aber darum handelt es sich nicht, daß der einzelne das findet, sondern darum, daß in weiteren Kreisen ein Ver­ständnis, ein allgemeines Gefühls- und Empfindungsverständnis da ist, wie das dem Menschen Heilsame gerade aus anthroposophischer Welt- und Menschenerkenntnis heraus gewonnen werden kann.

Man verlangt ja auch nicht in der Waldorfschul-Pädagogik, daß jeder einzelne Mensch erziehen oder wenigstens die Kinder vom volksschul­pffichtigen Alter an erziehen kann. Man verlangt aber, daß im allge­meinen ein Verständnis dafür vorhanden ist, wie da aus Menschen- und Welterkenntnis heraus eine Pädagogik aufgebaut ist. Was Anthroposo­phie braucht, ist ein ihr entgegenkommendes Verständnis.

Es wäre ganz falsch, wenn man glauben würde, jeder einzelne sollte alles wissen. Aber es sollte die Wirksamkeit anthroposophlscher Gemeinschaft darin bestehen, daß sich ein allgemeines, auf den gesunden Menschenver­stand sich bauendes Verständnis findet für dasjenige, was im Sinne von Menschenheil und Menschenzukunft gerade durch die Anthroposo­phie angestrebt und zu verwirklichen versucht wird.

Quelle: DER UNSICHTBARE MENSCH IN UNS DAS DER THERAPIE ZUGRUNDE LIEGENDE PATHOLOGISCHE Dornach, 11. Februar 1923 Vor Mitgliedern - GA 221 Erdenwissen und Himmelserkenntnis 

Die gelebte Spiritualität

Fördern Religion und Spiritualität nicht die Passivität, oder wirken sie nicht wie "Opium fürs Volk"? 
Ich bin sehr besorgt über jede Spiritualität, die erlaubt, dass wir es uns auf der Welt bequem einrichten und sagen: "Aber ich helfe doch der Welt. Die Energie, die allein von mir ausgeht, wird eine gesellschaftliche Änderung bewirken." Eher vertraue ich einer Spiritualität, die die Menschen dazu führt, vorwärts zu gehen und die Welt zu verändern, statt nur dazusitzen im Bewusstsein dieser wunderbaren Vorstellung, dass sie ihre Energie ausstrahlen. Ich will sehen, dass sich Energie in den Handlungen der Personen widerspiegelt, wenn sie hinausgehen und Veränderungen bewirken. Es ist also etwas, was Sie tun, es ist praktizierte, gelebte Spiritualität.

MARSHALL B. ROSENBERG - Lebendige Spiritualität S. 11

http://www.junfermann.de/titel-1-1/lebendige_spiritualitaet-10286/

Die wohlwollende Diktatur

"Die grausame Diktatur hat aber noch einen anderen Nachteil. Sie verursacht Leiden. Und leidende Untertanen sind eher geneigt, sich aufzulehnen als zufriedene. Man sagt mit Recht: Selbst der Wurm krümmt sich, wenn er getreten wird. Darum ist es geschickter, die Würmer zu streicheln und zu füttern. Auf diese Weise kann man sie daran gewöhnen, sogar mit ihrem Dasein als Würmer zufrieden zu sein.

Darum glaubt Aldous Huxley, dass die modernen, die Diktatoren der Zukunft, mehr wohlwollende Diktatoren sein werden; nicht aus Menschenliebe, sondern aus Berechnung. Aus Berechnung, weil sie sich die Erfahrungen ihrer Vorgänger zunutze machen werden. Und auch darum, weil die Wissenschaft ihnen Mittel in die Hand gegeben hat, Mittel um die Untertanenwürmer zufrieden zu stellen, die ihre Vorgänger gar nicht hatten. Es sind dies vor allem die Mittel der Psychopharmakologie, also chemische Mittel, Erzeugnisse der modernen chemischen Industrie."
Das sagte ein deutscher Fernsehmoderator in einer Sendung über Aldous Huxley (1894-1963), englischer Schriftsteller und Autor des Kultromans "Schöne Neue Welt" ("Brave New World", 1932. Hier übersetzt als "Wackere Neue Welt"). Der Film von Heinz Haber greift auch von Huxley in seinem Werk thematisierte Probleme wie die Überbevölkerung und die Beherrschung der Menschen auf (Erstausstrahlung: genaues Datum liess sich bisher nicht herausfinden. Zw. 1958 und 1963).

https://www.youtube.com/watch?v=TpMYb9rUx30&feature=youtu.be&t=32m23s

Wittgensteins Prophetie

Ist es mir so klar, dass das Verschwinden einer Kultur, nicht das Verschwinden menschlichen Wertes bedeutet, sondern bloß bestimmter Ausdrucksmittel dieses Wertes, so bleibt dennoch die Tatsache bestehen, dass ich dem Strom der europäischen Zivilisation ohne Sympathie zusehe, ohne Verständnis für die Ziele - wenn sie welche hat. Ich schreibe also eigentlich für Freunde, welche in Winkeln der Welt verstreut sind. Ich habe einmal, und vielleicht mit Recht, gesagt: Aus der früheren Kultur wird ein Trümmerhaufen und am Schluß ein Aschenhaufen werden, aber es werden Geister über der Asche schweben.

Deutliche Worte entdeckt

Der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) schreibt 2011 im Hauptgutachten Welt im Wandel - Gesellschaftsvertrag für eine - Große Transformation:

4.3.4.2 Ernährungsgewohnheiten und THG-Emissionen

Die technischen Emissionsminderungspotenziale durch klimafreundliches Management in der Landwirtschaft sind allerdings nicht so groß wie die Minderungen, die durch veränderte Ernährungsgewohnheiten erzielt werden können (Popp et al., 2010). Der Grund ist, dass die Lebenszyklusemissionen tierischer Lebensmittel (wie Fleisch, Milchprodukte, Eier) bei gleichem Gewicht bis zu zehnmal höher sind als die pflanzlicher Lebensmittel. Diese Werte sind allerdings je nach Produkt und in verschiedenen Ländern sehr unterschiedlich. So verursacht z. B. Die Rinderproduktion im Sahel nur rund halb so viel THG-Emissionen wie in den USA (Subak, 1999).

Die Viehwirtschaft ist der größte Einflussfaktor der weltweiten anthropogenen Landnutzung. Insgesamt werden global etwa 70 % der landwirtschaftlichen Flächen für die Viehwirtschaft genutzt (als Weideland oder zur Futterproduktion), die nur 15 % der globalen Kalorienversorgung bereitstellen (Steinfeld et al., 2006; PBL, 2009b). Entsprechend groß ist mit 18 % der gesamte, also direkte wie indirekte, Beitrag der Viehwirtschaft zu anthropogenen Treibhausgasemissionen (Steinfeld et al., 2006). Zusätzlich zu den Klimawirkungen ist die Viehwirtschaft ein großer Treiber des Biodiversitätsverlusts, der Übernutzung und Verschmutzung von Wasserressourcen, des Nährstoffeintrags in die Umwelt sowie nicht zuletzt auch der Verbreitung infektiöser Krankheiten (z. B. Vogelgrippe, BSE). Wegen der deutlich geringeren Flächenintensität hätte der Wandel hin zu gesünderer Ernährung mit weniger tierischen Produkten daher eine sehr große Hebelwirkung nicht nur für die Emissionen, sondern auch für die Erhaltung biologischer Vielfalt (PBL, 2010). Ein besonders großen Unterschied für die Umweltverträglichkeit von Ernährungsgewohnheiten macht der Konsum von Rindfleisch (Marlow et al., 2009).

Andererseits verschafft dieser Sektor ca. 1,3 Mrd. Menschen Beschäftigung und Einkommen und ist gerade in Entwicklungsländern häufig die einzig praktikable Option, um durch Beweidung aus marginalem Land Erträge zu erwirtschaften. Gemäß des Anteils tierischer Produkte in der Ernährung ist der ökologische Fußabdruck der Ernährungsweise in Nordamerika und Europa heute etwa doppelt so groß wie in Afrika oder Asien (White, 2000). Dieses Verhältnis ändert sich derzeit rapide, z. B. Hat sich in den letzten 50 Jahren der Pro-Kopf-Verbrauch von Fleisch in den Entwicklungsländern mehr als verdreifacht (FAO, 2010b). Es wird mit einer Fortsetzung dieses Trends gerechnet, so dass sich die Fleischproduktion bis 2050 verdoppeln könnte (Steinfeld et al., 2006).

Dies hängt nicht nur mit dem Bevölkerungswachstum, sondern vor allem mit den veränderten Ernährungsgewohnheiten zusammen, die weltweit mit zunehmendem Wohlstand zu beobachten sind. In Entwicklungsund Schwellenländern verbreitet sich eine fettund proteinreichere Ernährung mit mehr tierischen Lebensmitteln, vor allem in Lateinamerika und Ostasien (von Koerber et al., 2008). So hat sich in China in den letzten drei Jahrzehnten der Fleischkonsum verfünffacht (FAO, 2006). Der Milchsektor trägt etwa 4 % zu den anthropogenen THG-Emissionen bei, wobei CH4 etwa die Hälfte ausmacht (FAO, 2010c). Diese Trends können je nach Ausprägung zu erheblichen zusätzlichen THG-Emissionen führen (Keyzer et al., 2005; Popp et al., 2010).

Umgekehrt könnten globale THG-Emissionen aus der Landwirtschaft im Jahr 2055 sogar niedriger sein als 1995, wenn eine Umstellung auf geringere Anteile tierischer Produkte in der Ernährung erfolgte. In Kombination mit den technischen Minderungspotenzialen ergäbe sich im Jahr 2055 sogar eine Minderung der landwirtschaftlichen Emissionen auf etwa 2,5 Gt CO2 eq pro Jahr, was in etwa einer Halbierung der heutigen landwirtschaftlichen THG-Emissionen entspräche (Popp et al., 2010).

Das Potenzial für die Klimaschutzwirkung eines verringerten Fleischkonsums ist also erheblich. Auch aus gesundheitlicher Sicht enthält die in Industrieländern vorherrschende Ernährungsweise zu viele tierische Produkte. (Stehfest et al., 2009) kommen zu dem Schluss, dass eine Verringerung des Fleischkonsums auf ein Maß, das aus gesundheitlicher Sicht empfehlenswert ist, die Minderungskosten für das Erreichen der Stabilisierung bei 450 ppm um die Hälfte senken würde.
Es würden erhebliche Landflächen frei, die für andere Zwecke zur Verfügung stünden. Eine entsprechende Änderung der Ernährungsgewohnheiten hätte demnach einen doppelten Nutzen: für die menschliche Gesundheit und für die Umwelt (McMichael et al., 2007; Tukker et al., 2009). Ein weiterer wichtiger Faktor sind die Verluste im Haushalt durch Verderben und Wegwerfen von Lebensmitteln, von denen fast zwei Drittel vermeidbar wären. So könnten nicht nur Emissionen, sondern auch Kosten gespart werden (WRAP, 2009).

Die Botschaft lautet also: Eine gesunde Ernährungsweise ist auch klimafreundlich. Der heutige durchschnittliche Anteil tierischer Produkte an der Ernährung in Industrieländern und den wachsenden einkommensstarken Schichten in Entwicklungsund Schwellenländern ist größer, als es für eine gesunde Ernährung angemessen wäre. Dabei ist eine Umstellung auf eine vollständig vegetarische oder sogar vegane Lebensweise keineswegs notwendig. Schon die vorgeschlagene Umstellung auf generell weniger Fleisch und insbesondere weniger Rindfleisch hätte einen erheblichen Klimaschutzeffekt (PBL, 2009a). Als Handlungsansätze bieten sich u. a. Verbesserte Kommunikation und staatliche Rahmensetzung an (Brand et al., 2007; Kap. 7.3.7.4).

http://www.wbgu.de/fileadmin/user_upload/wbgu.de/templates/dateien/veroeffentlichungen/hauptgutachten/jg2011/wbgu_jg2011.pdf - S.154,155 

welthunger-entwicklungspolitik-fleischfrage

umweltbundesamt-zum-zusammenhang-von-fleischkonsum-und-welthunger 

http://www.freiheit-fuer-tiere.de/artikel/welthunger-klimakatastrophe-eine-fleischfrage.html 

http://www.freiheit-fuer-tiere.de/artikel/welthunger-klimakatastrophe-eine-fleischfrage.html

https://vebu.de/tiere-umwelt/umweltbelastung-durch-fleischkonsum/welthunger/

http://www.fao.org/fileadmin/user_upload/animalwelfare/HSI--The%20Impact%20of%20Industrialized%20Animal%20Agriculture%20on%20World%20Hunger.pdf

Wollen die Jungen Journalisten Krieg?



Liebe Junge Journalisten,

als ich eure 2/17 Ausgabe in die Hände bekam stockte mir der Atem. Schockartig explodierte der Gedanke: Ist das euer Ernst? Lasst ihr wirklich die Bundeswehr auf der Rückseite von 20.000 Heftchen für Jugendliche Werbung machen? Entsetzt fragte ich mich: Haben die den Verstand verloren? Nein, schloss sich mein besonnenes Ich an: Nein, haben Sie nicht. Der kalte Verstand durfte walten. Doch das Herz musste schweigen, oder wurde überhört.

Die Bezahlung war wahrscheinlich überzeugend. Oder seid ihr für Krieg? Das kann ich mir nicht vorstellen. Also zur Erinnerung: Die Bundeswehr ist eine Armee. Sie hat Soldaten und Waffen. Mit Waffen tötet man andere Menschen, zerstört Geschäfte und Wohnräume, vergiftet Landschaften, tötet Tiere, Hoffnungen, Träume, Kinder, Frauen, junge Männer. Bomben zerfetzen Leiber, löschen Leben aus. Aleppo sieht HEUTE so aus wie deutsche Städte 1945.

Habt ihr vergessen, was Krieg ist? Ich habe auch keinen erlebt. Ich bin 35 Jahre alt. Aber ich habe die Warnungen der Überlebenden, die Bilder in den Museen und Dokumentationen nicht vergessen. Ja, ich weiß, heute heißen Kriegseinsätze humanitäre Friedenseinsätze zur Demokratisierung oder Befreiung diktatorischer Regime. Die Kriegsministerien im Westen heißen Verteidigungsministerien. Das U.S.-Kriegsministerium verteidigte also mit einem Budget von 600 Milliarden Dollar den Frieden mit 26.000 Bomben im Jahr 2016. Ein grässlicher Frieden!

Ursula von der Leyen hätte gerne, dass die Bundeswehr wieder in der Mitte der Gesellschaft ankommt. So wie in der Kriegsromantik nach 1918? Gerade waren Million in sinnlosen Stellungskriegen gestorben. Darunter viele junge Männer mit gerade einmal zwanzig Jahren. Die Kriegshelden dieses sinnlosen Gemetzels wurden geehrt, der Krieg völlig verklärt und 1939 zog man erneut in den Krieg. Zeugt das von geistiger Gesundheit? Für mich ist das geisteskranker Wahn, kollektiver, gesellschaftlicher Irrsinn. Gesundheit will und braucht Frieden.

Soll unsere Bundeswehr wieder mehr jungen Menschen die Möglichkeit geben, an unseren Grenzen zu sterben, damit sich afrikanische Menschen, deren Kontinent der Westen, also wir, seit 500 Jahren plündern, nicht dorthin gelangen, wo „ihre“ Rohstoffe in Reichtum verwandelt werden? Sollen junge Männer in „ruhmreichen Kämpfen“ unbewaffnete Flüchtlinge auf Schlepperbooten „zur Not“ auch erschießen? Warum heißen die eigentlich Schlepper und nicht Fluchthelfer - so wie die Fluchthelfer der DDR? Ja, wir müssen achtsam sein. Die Sprache ist ein Mittel der Manipulation. Sie manipuliert unser Denken.

Wie wäre es wenn die Krankenhäuser werben würden mit: Wir brauchen nicht nur Ärzte. Wir brauchen auch Verletzte. Na, das wäre doch mal ehrlich, oder? Die Bundeswehr aber wirbt mit: „Mach was wirklich zählt“. Ich entgegne: Krieg? Nein! Setz dich gegen Waffenexporte ein, damit Deutschland nicht am Krieg verdient, bei dem Menschen sterben. Sei gegen jede Form von Gewalt – gegen Gewalt gegen Frauen, Kinder und junge Menschen, die verführt werden sollen, Krieg gut zu finden. Sei für Frieden. Sei für Diplomatie. Sei für Dialog. Sei für gerechten Handel. Sei für Umweltschutz. Sei für Respekt. Sei für Frieden.

Liebe Junge Menschen,
Ich habe großen Respekt für euer Engagement, Journalisten zu werden - oder es bereits zu sein. Doch auch Journalisten und der Bereich der Medien stehen unter dem Wahn der Ökonomisierung. Nur noch Zahlen zählen. Nur noch Geld entscheidet. Wo bleibt die Menschlichkeit? Denn auch ihr als Journalisten, sei es euer Job oder eure Berufung, seid zu allererst auch Menschen. Und damit wir Menschen frei unseren Berufen, Jobs, Hobbys und Sinnlosigkeiten nachgehen können, braucht es Frieden. Armeen machen keinen Frieden. Armeen, auch wenn sie Bundeswehr heißen, und so tun, als wären sie ein Club wilder Abenteurer, gibt es nur, um Krieg zu führen. Ich bitte euch. Schaut genau hin: Wichtige Themen sind: „Krieg und Frieden“, „Käuflich durch Werbeeinnahmen“, „Propaganda und PR“ und „Die menschliche Haltung eines jeden Menschen“. Sprecht bitte darüber.

Wenn Ihr Interesse an diesen Themen habt, unterstütze ich euch gerne mit Informationen, Büchern, Kontakten, Filmen und Gesprächspartnern. Es ist mir wichtig, weil: Die Zukunft einer Gesellschaft hängt von den Menschen unter 25 Jahren ab. Und ich freue mich auf eine Welt in Frieden - für mich und für euch!

Liebe und friedliche Grüße


Der beste Weg, die Welt zu retten.


Bei seinen Recherchen zur Umweltthematik fand Kip Andersen heraus, dass die industrielle Tierhaltung der Erde mehr Schaden zufügt als jede andere Industrie. Aber er musste auch etwas sehr sonderbares bemerken:

Viele Umweltschutzorganisationen lassen diese Tatsache völlig außer Betracht. Dabei ist die industrielle Tierhaltung in extrem hohem Maße für den Klimawandel, die Waldzerstörung, die zunehmende Wasserverknappung und weitere Umweltprobleme verantwortlich.

Dem Worldwatch Institutes zufolge entfallen mindestens 51 Prozent aller in die Erdatmosphäre freigesetzten Treibhausgase auf die Tierwirtschaft. 51 Prozent!

Kip Andersen wollte herausfinden, woran es liegt, dass renommierte Umweltschutz­organisationen diese Tatsachen ausklammern - die Fleisch- und Milchindustrien faktisch ignorieren, anstatt diesem Irrsinn effektiv entgegenzuwirken.

In seinem Filmprojekt mit dem Produzenten Keegan Kuhn konfrontierte er Vertreter von Organisationen wie Greenpeace, Sierra Club, Natural Resources Defense Council (NRDC) und andere bekannten Umweltschutzorganisationen mit diesen Fakten und stellte ihnen genau diese prekäre Frage: Warum thematisieren Sie die Nutztierhaltung nicht?

Wenn du wissen willst, was die Umweltschützer zu sagen hatten, schau dir den Dokumentarfilm Cowspiracy an.

Deutsch:

Cowspiracy - Ausschnitt - Deutsch

www.erkenne-den-zusammenhang.de

www.veganstart.de


Englisch:

www.cowspiracy.com - facts

www.cowspiracy.com - infographic

Vegan - Stories

Blog-Archiv

Freiheit in Gemeinschaft

In der Gemeinschaft ist es leicht, nach fremden Vorstellungen zu leben. In der Einsamkeit ist es leicht, nach eigenen Vorstellungen zu leben. Aber bemerkenswert ist nur der, der sich in der Gemeinschaft die Unabhängigkeit bewahrt.

Ralph Waldo Emerson

Wikipedia:
Ralph Waldo Emerson kam am 25. Mai 1803 in Boston, Massachusetts in die Welt. Er starb am 27. April 1882 in Concord, Massachusetts. Er gilt als ein US-amerikanischer Philosoph, Schriftsteller und Führer der Transzendentalisten in Neuengland.

Sein erstes Buch, Nature, veröffentlichte Ralph Waldo Emerson 1836 im Alter von 33 Jahren. In dieser Sammlung von Essays vertrat er seine Bekenntnis: Menschen sollten in einfacher Art und Weise und im Einklang mit der Natur leben. In der Natur sah er die wahre Quelle der göttlichen Offenbarung.

Zugleich stellte er die Bedeutung der schöpferischen Tätigkeit des Menschen als Anschubkraft für eine grundlegende Erneuerung und Quelle der Freiheit und Selbstbestimmung des Individuums heraus. So endete Nature mit dem berühmten Appell Emersons: Build, therefore, your own world.

Das Göttliche begriff Emerson nicht länger als äußere oder höhere Macht, sondern sah es als in den Menschen selbst hineinverlegt. Dabei entwickelte er in Nature eine der Grundfiguren seines Denkens, die transzendentalistische Triade, die Selbst, Natur und Überseele (self, nature, Oversoul) umfasst.

Emerson zufolge ist die Überseele keine autonome, von der Welt der Erscheinungen abgelöste Instanz, sondern hierin ebenso wirksam wie im menschlichen Geist. Der Mensch kann nach Emerson daher sowohl durch Naturbeobachtung wie auch durch Introspektion unmittelbar am Göttlichen teilhaben.

Der ungesunde Kant-Glauben

Die Philosophie der Gegenwart leidet an einem ungesunden Kant-Glauben. Die vorliegende Schrift soll ein Beitrag zu seiner Überwindung sein. Frevelhaft wäre es, die unsterblichen Verdienste dieses Mannes um die Entwicklung der deutschen Wissenschaft herabwürdigen zu wollen. Aber wir müssen endlich einsehen, dass wir nur dann den Grund zu einer wahrhaft befriedigenden Welt- und Lebensanschauung legen können, wenn wir uns in entschiedenen Gegensatz zu diesem Geiste stellen.

Was hat Kant geleistet? Er hat gezeigt, dass der jenseits unserer Sinnen- und Vernunftwelt liegende Urgrund der Dinge, den seine Vorgänger mit Hilfe falsch verstandener Begriffsschablonen suchten, für unser Erkenntnisvermögen unzugänglich ist. Daraus hat er gefolgert, dass unser wissenschaftliches Bestreben sich innerhalb des erfahrungsmäßig Erreichbaren halten müsse und an die Erkenntnis des übersinnlichen Urgrundes, des «Dinges an sich», nicht herankommen könne. Wie aber, wenn dieses «Ding an sich» samt dem jenseitigen Urgrund der Dinge nur ein Phantom wäre!

Die Methode Goethe

Ich erinnere an Goethe. Was er die lebendige Natur genannt hat, ist genau das, was hier Weltgeschichte im weitesten Umfange, Welt als Geschichte genannt wird. Goethe, der als Künstler wieder und immer wieder das Leben, die Entwicklung seiner Gestalten, das Werden, nicht das Gewordene, herausbildet, wie es der Wilhelm Meister und Wahrheit und Dichtung zeigen, haßte die Mathematik. Hier stand die Welt als Mechanismus der Welt als Organismus, die tote der lebendigen Natur, das Gesetz der Gestalt gegenüber. Jede Zeile, die er als Naturforscher schrieb, sollte die Gestalt des Werdenden, geprägte Form, die lebend sich entwickelt, vor Augen stellen.

Nachfühlen, Anschauen, Vergleichen, die unmittelbare innere Gewißheit, die exakte sinnliche Phantasie – das waren seine Mittel, den Geheimnissen der bewegten Erscheinung nahe zu kommen. Und das sind die Mittel der Geschichtsforschung überhaupt. Es gibt keine anderen. Dieser göttliche Blick ließ ihn am Abend der Schlacht von Valmy am Lagerfeuer jenes Wort aussprechen: Von hier und heute geht eine neue Epoche der Weltgeschichte aus, und ihr könnt sagen, ihr seid dabei gewesen. – Kein Heerführer, kein Diplomat, von Philosophen zu schweigen, hat Geschichte so unmittelbar werden gefühlt. Es ist das tiefste Urteil, das je über einen großen Akt der Geschichte in dem Augenblick ausgesprochen wurde, wo er sich vollzog.

Und so wie er die Entwicklung der Pflanzenform aus dem Blatt, die Entstehung des Wirbeltiertypus, das Werden der geologischen Schichten verfolgte – das Schicksal der Natur, nicht ihre Kausalität – soll hier die Formensprache der menschlichen Historie, ihre periodische Struktur, der Atem der Geschichte aus der Fülle aller sinnfälligen Einzelheiten entwickelt werden.

Man hat sonst den Menschen den Organismen der Erdoberfläche zugerechnet und mit Grund. Sein Körperbau, seine natürlichen Funktionen, seine ganze sinnliche Erscheinung, alles gehört einer umfassenderen Einheit an. Nur hier macht man eine Ausnahme, trotz der tiefgefühlten Verwandtschaft des Pflanzenschicksals mit dem Menschenschicksal – einem ewigen Thema aller Lyrik – trotz der Ähnlichkeit aller menschlichen Geschichte mit der jeder andern Gruppe höherer Lebewesen – einem Thema unzähliger Märchen, Sagen und Fabeln.

Hier vergleiche man, indem man die Welt menschlicher Kulturen rein und tief auf die Einbildungskraft wirken läßt, nicht indem man sie in ein vorgefaßtes Schema zwängt; man sehe in den Worten Jugend, Aufstieg, Blütezeit, Verfall, die bis jetzt regelmäßig und heute mehr denn je der Ausdruck subjektiver Wertschätzungen und aller persönlichster Interessen sozialer, moralischer, ästhetischer Art waren, endlich objektive Bezeichnungen organischer Zustände; man stelle die antike Kultur als in sich abgeschlossenes Phänomen, als Körper und Ausdruck der antiken Seele, neben die ägyptische, indische, babylonische, chinesische, abendländische und suche das Typische in den wechselnden Geschicken dieser großen Individuen, das Notwendige in der unbändigen Fülle des Zufälligen und man wird endlich das Bild der Weltgeschichte sich entfalten sehen, das uns, den Menschen des Abendlandes, und uns allein natürlich ist.

Aus Oswald Spengler - Der Untergang des Abendlandes, 1923

Kultur vs. Zivilisation

Der Untergang des Abendlandes, so betrachtet, bedeutet nichts Geringeres als das Problem der Zivilisation. Eine der Grundfragen aller Historie liegt hier vor. Was ist Zivilisation, als logische Folge, als Vollendung und Ausgang einer Kultur begriffen?

Denn jede Kultur hat ihre eigne Zivilisation. Zum ersten Male werden hier die beiden Worte, die bisher einen vagen ethischen Unterschied persönlicher Art zu bezeichnen hatten, in periodischem Sinne, als Ausdrücke für ein strenges und notwendiges organisches Nacheinander gefaßt. Die Zivilisation ist das unausweichliche Schicksal einer Kultur. Hier ist der Gipfel erreicht, von dem aus die letzten und schwersten Fragen der historischen Morphologie lösbar werden.

Zivilisation sind die äußersten und künstlichsten Zustände, deren eine höhere Art Menschen fähig ist. Sie sind ein Abschluß; sie folgen dem Werden als das Gewordene, dem Leben als der Tod, der Entwicklung als die Starrheit, dem Lande und der seelischen Kindheit, wie sie Dorik und Gotik zeigen, als das geistige Greisentum und die steinerne, versteinernde Weltstadt, Sie sind ein Ende, unwiderruflich, aber sie sind mit innerster Notwendigkeit immer wieder erreicht worden.

Damit erst wird man den Römer als den Nachfolger des Hellenen verstehen. Erst so rückt die späte Antike in das Licht, das ihre tiefsten Geheimnisse preisgibt. Denn was hat es zu bedeuten - was man nur mit leeren Worten bestreiten kann, daß die Römer Barbaren gewesen sind, Barbaren, die einem großen Aufschwung nicht vorangehen, sondern ihn beschließen? Seelenlos, unphilosophisch, ohne Kunst, animalisch bis zum Brutalen, rücksichtslos auf materielle Erfolge haltend, stehen sie zwischen der hellenischen Kultur und dem Nichts. Ihre nur auf das Praktische gerichtete Einbildungskraft - sie besaßen ein sakrales Recht, das die Beziehungen zwischen Göttern und Menschen wie zwischen Privatpersonen regelte, aber keine Spur eines Mythos, ist eine Anlage, die man in Athen überhaupt nicht antrifft. Griechische Seele und römischer Intellekt - das ist es. So unterscheiden sich Kultur und Zivilisation.

Das gilt nicht nur von der Antike. Immer wieder taucht dieser Typus starkgeistiger, vollkommen unmetaphysischer Menschen auf. In ihren Händen liegt das geistige und materielle Geschick einer jeden Spätzeit. Sie haben den babylonischen, ägyptischen, indischen, chinesischen, römischen Imperialismus durchgeführt. In solchen Perioden sind der Buddhismus, Stoizismus und Sozialismus zu endgültigen Weltstimmungen herangereift, die ein erlöschendes Menschentum in seiner ganzen Substanz noch einmal zu ergreifen und umzugestalten vermögen. Die reine Zivilisation als historischer Prozeß besteht in einem stufenweisen Abbau anorganisch gewordener, erstorbener Formen.

Der Übergang von der Kultur zur Zivilisation vollzieht sich in der Antike im 4., im Abendlande im 19. Jahrhundert. Von da an fallen die großen geistigen Entscheidungen nicht mehr wie zur Zeit der orphischen Bewegung und der Reformation in der ganzen Welt, in der schließlich kein Dorf ganz unwichtig ist, sondern in drei oder vier Weltstädten, die allen Gehalt der Historie in sich aufgesogen haben und denen gegenüber die gesamte Landschaft der Kultur zum Range der Provinz herabsinkt, die ihrerseits nur noch die Weltstädte mit den Resten ihres höheren Menschentums zu nähren hat. Weltstadt und Provinz - mit diesen Grundbegriffen aller Zivilisation tritt ein ganz neues Formproblem der Geschichte hervor, das wir Heutigen gerade durchleben, ohne es in seiner ganzen Tragweite auch nur entfernt begriffen zu haben.

Statt einer Welt eine Stadt, ein Punkt, in dem sich das ganze Leben weiter Länder sammelt, während der Rest verdorrt; statt eines formvollen, mit der Erde verwachsenen Volkes ein neuer Nomade, ein Parasit, der Großstadtbewohner, der reine, traditipnslose, in formlos fluktuierender Masse auftretende Tatsachenmensch, irreligiös, intelligent, unfruchtbar, mit einer tiefen Abneigung gegen das Bauerntum (und dessen höchste Form, den Landadel), also ein ungeheurer Schritt zum Anorganischen, zum Ende - was bedeutet das? Frankreich und England haben diesen Schritt vollzogen und Deutschland ist im Begriff, ihn zu tun.

Aus Oswald Spengler - Der Untergang des Abendlandes, 1923

Mut zum Risiko

Jede Widerstandsgeste,
die kein Risiko in sich birgt,
ist nichts als geltungssüchtig.

Stefan Zweig

Nein, niemand regiert die Welt!


Ach - und sogar bei der Wikipedia steht:

Die BlackRock, Inc. ist der weltgrößte Vermögensverwalter.
Das international tätige US-amerikanische Finanzunternehmen hat seinen Hauptsitz in New York City und ist neben der Vermögens- auch in der Risikoverwaltung tätig.

BlackRock gilt als größte Schattenbank der Welt.
Die Aktien sind an der New York Stock Exchange gelistet.

Im Juni 2009 übernahm das Unternehmen von Barclays die gesamte Vermögensverwaltung Barclays Global Investors (BGI) einschließlich iShares für 13,5 Mrd. US-Dollar und stieg damit zum weltgrößten Vermögensverwalter vor der UBS (2 Billionen US-Dollar) auf. Mit BGI wechselte einer der bedeutendsten Anbieter von ETF den Besitzer.

BlackRock ist weltweit in 30 Ländern mit 70 Außenstellen vertreten. Die Kunden des Unternehmens verteilen sich auf 100 verschiedene Länder. In Europa betreut BlackRock die meisten Klienten, darunter UBS, die Europäische Zentralbank und das britische Finanzministerium.

BlackRock ist größter Einzelaktionär der Deutschen Börse.

Als einzige ausländische Anlagefirma hält BlackRock an allen 30 Dax-Unternehmen umfangreiche Beteiligungen, bei einem Drittel ist man größter Einzelaktionär.

So hält BlackRock z. B. an der Deutschen Bank 6,1 % (Stand: 8. August 2016).



BlackRock vertreibt im deutschsprachigen Raum an Privatanleger die Investmentfonds ihrer Kapitalanlagegesellschaft BlackRock Global Funds (ehemals MLIIF – Merrill Lynch International Investment Funds), von denen in Deutschland und Österreich mehr als 200 verschiedene angeboten werden, in der Schweiz rund 50.

Die deutsche Geschäftsstelle von BlackRock befindet sich in der 23. Etage des Opernturms in Frankfurt am Main. Die ETF-Sparte iShares vertreibt ihre börsengehandelten Fonds auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Als wesentliches Erfolgselement gilt das Datenanalyse-System Aladdin, das die Risikomanagement-Plattform des Unternehmens bildet. Hier geht es um Aladdin LINK

BUCH:
Heike Buchter: BlackRock. Eine heimliche Weltmacht greift nach unserem Geld. Campus, Frankfurt 2015

Folge dem Geld: www.youtube.com - Thrive Movement

Lasst uns üben: die Dreigliederung des sozialen Organismus

Text von Pietro Archiati

Nach dem Gedanken der «Dreigliederung» des sozialen Organismus besteht das öffentliche Leben aus drei Bereichen, die sich voneinander sehr unterscheiden. In jedem Bereich kann der Mensch jeweils ganz andere Erfahrungen machen. Rudolf Steiner nennt den ersten Bereich das «Geistesleben» (Freiheit), heute würden wir Kulturleben sagen. In diesem Bereich geht es um die Entfaltung der individuellen Begabungen der Menschen, um das erfinderische Schaffen in Freiheit. Der Gegenpol dazu ist das «Wirtschaftsleben» (Brüderlichkeit), wo die Menschen nach Befriedigung ihrer Bedürfnisse streben. Da sind sie in der Produktion von Waren und im Erbringen von Dienstleistungen auf gegenseitige Hilfe, auf Solidarität miteinander angewiesen. Ein dritter Bereich des sozialen Lebens, das «Rechtsleben» (Gleicheit), hat die Aufgabe, ein Gleichgewicht zwischen individueller Freiheit und gemeinschaftlicher Solidarität herzustellen. Dies geschieht im Erleben der Gleichheit der Würde, wo jeder Mensch jedem anderen Menschen gegenüber die gleichen Rechte und die gleichen Pflichten geltend machen kann.

Von Parzifal lernen

Text von Pietro Archiati.

In der Jugend beschenkt die Natur den Menschen mit einer Fülle von Kräften, mit einem unbändigen Tatendrang. Beim Älterwerden, beim allmählichen Schwinden der Jugendkraft darf sich der Mensch eine Reife erringen, die wie eine zweite Jugend erlebt werden kann. Warum ist es nicht möglich, Jugendkraft und Altersweisheit zusammen zu erleben?

Wenn der junge Mensch zugleich weise wäre, könnte die Weisheit seine Jugend verderben. Vor jeder Handlung würde er tiefgründig über das Gute und das Böse nachdenken und sicherheitshalber vielleicht gar nichts tun. Und wenn der Weisegewordene alles in die Tat umsetzen könnte, was er sich zum Wohl der Menschheit ausdenkt, blieben alle jungen Menschen ohne Beschäftigung. Sie könnten gar nicht mit dem mithalten, was nicht weniger kraftvoll, aber bei weitem weiser wäre als sie.

Parzival ist der Mensch, für den die Welt des Geistes die wahre Wirklichkeit ist. Er fühlt sich einsam mit Menschen, die nur die sinnliche Welt kennen und sich in ihr jugendlich austoben. So muss er lernen: Was für den Lebenslauf des Menschen gilt, das gilt auch für den Lebenslauf der Menschheit, für die Kulturepochen, die einander ablösen.

Eine materialistisch ausgerichtete Kultur kann nicht zugleich eine tief spirituelle Kultur sein. Wer heute, im Zeitalter des Materialismus, den Geist sucht, der wird sich einsam und heimatlos fühlen. Er wird viel vom Schicksal Parzivals lernen können, wie es in diesen Vorträgen geschildert wird. Er wird daraus Mut und Kraft schöpfen, um seine Lebensaufgabe zu erfüllen.

Parzivals Heimatlosigkeit ergibt sich aus der Tatsache, dass er ohne jede Berührung mit der äußeren Welt, ohne jede Erfahrung des um ihn lebenden Christentums aufgewachsen ist. Nach dem ersten Besuch auf der Gralsburg erfährt er, dass er versäumt hat, nach dem Gralsgeheimnis zu fragen. Der Heimatlose muss zum Fragenden, zum Suchenden werden.

Gerade weil Parzival so gut wie nichts von der äußeren Welt empfangen hat, kann er aus dem eigenen Inneren, aus der eigenen Freiheit heraus alle Anregungen zum Handeln holen. Er kann innerlich immer freier werden, weil er nur zu dem eine Antwort bekommt, wonach er aus innerstem Drang heraus fragt, weil er nur das findet, was er mit allen Fasern seiner Seele sucht.

Die Parzival-Sage erzählt weiter: Der zum Fragenden gewordene Heimatlose muss das große Mitleid lernen, um Gralskönig zu werden. Die Buddha-Frage nach dem Leiden der ganzen Menschheit muss in ihm brennen. Er muss lernen, nicht nur das eigene Leiden zu erleben, sondern das Leiden aller Menschen. Die Menschheit als unteilbare Einheit soll immer inniger zur großen Liebe seines Herzens werden, bis er sich nur glücklich fühlen kann, wenn wirklich alle Menschen auf der Erde glücklich sind.

Für den heutigen Leser stellt sich die Frage: Ist Parzival nicht eine Gestalt der Vergangenheit, die heute nur unzeitgemäß anmuten kann?

Wer uns in die Falle manövrierte

The Trap: What Happened to Our Dream of Freedom: Fuck You Buddy

Explores the modern concept of freedom specifically,
"how a simplistic model of human beings as self-seeking,
 almost robotic creatures led to today's idea of freedom".

https://www.youtube.com/watch?v=zuPz97bjuLM&list=PLhzJUsF_8dE-uHosgi5OJ6cdLk2nbpJcA&index=1
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The century of the self

How Freud's theories on the unconscious led to the development of public relations
by his nephew Edward Bernays; the use of desire over need;
and self-actualisation as a means of achieving economic growth
and the political control of populations.

https://www.youtube.com/watch?v=eJ3RzGoQC4s
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Hypernormalisation

How we got to this strange time of great uncertainty and confusion
 where those who are supposed to be in power are paralysed
and have no idea what to do.

https://www.youtube.com/watch?v=afBmN7icFRw&spfreload=5
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Oh Dear-ism

Short film about how mainstream media simplify complex events
and present them as "scattered terrible things happening everywhere,
Oh Dear", leaving the public feeling powerless to do anything about them.

https://www.youtube.com/watch?v=YCBG4bvIueA&index=12&list=PLFtAYRnBH5fLmT0KJi5bu-V_pEHEYgopI 
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Der Macher der Dokus 

Kevin Adam Curtis (born 1955) is an English documentary film-maker. Curtis says that his favourite theme is "power and how it works in society", and his works explore areas of sociology, psychology, philosophy and political history. Curtis describes his work as journalism that happens to be expounded via the medium of film. His films have won four BAFTAs. He has been closely associated with the BBC throughout his career. (Wikipedia)

https://en.wikipedia.org/wiki/Adam_Curtis
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Was wir tun müssen

Die Herausforderung, ein freier Mensch zu sein, war noch nie so zwingend wie heute.

http://stirnwelt.blogspot.de/2016/08/wir-gegen-den-neoliberalismus.html
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Wer hat Lösungen? 

Vielleicht die Patrioten?
Dieser Herr zeigt nochmal eine ganz andere Sicht auf die Geschehnisse in der Welt:

https://www.youtube.com/watch?v=Q2rVVFRpQ2k

Ein kleiner Text von dem,
den ich für den besten Autor
eines „Lösungsweges“ halte:

http://stirnwelt.blogspot.de/2016/07/willentliches-denken-und.html

Habt Mut!

Was keiner wagt, das sollt ihr wagen.
Was keiner sagt, das sagt heraus.
Was keiner denkt, das wagt zu denken.
Was keiner anfängt, das führt aus.

Wenn keiner ja sagt, sollt ihr's sagen.
Wenn keiner nein sagt, sagt doch nein.
Wenn alle zweifeln, wagt zu glauben.
Wenn alle mittun, steht allein.

Wo alle loben, habt Bedenken.
Wo alle spotten, spottet nicht.
Wo alle geizen, wagt zu schenken.
Wo alles dunkel ist, macht Licht.

Wo alle lügen, dient der Wahrheit.
Wo alle heucheln, macht nicht mit.
Verscheucht den Nebel, strebt zur Klarheit.
Wo alle weichen, keinen Schritt.

Wo alle beten, laßt sie flehen.
Wo alle klatschen, kein Applaus.
Wo alle knien, bleibet stehen.
Wo alle jammern, lacht sie aus!

Der Autor Lothar Zenetti (geboren 1926 in Frankfurt) ist laut Wikipedia ein deutscher katholischer Theologe und Schriftsteller. Gelegentlich werden als Verfasser auch Walter Flex (1887-1917) oder Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832) oder Franz von Assisi (1181-1226) genannt.

Aspekte einer integralen Psychologie - Die Rehabilitation der Innerlichkeit

Die materialistisch orientierten Wissenschaften der vergangenen Jahrhunderte haben im Rausch ihrer grandiosen Ergebnisse die diversen Arten der Innerlichkeit und Innenweltbetrachtung des Menschen in die Selbstrechtfertigung getrieben. Naturwissenschaft, Technik und Wirtschaft dominieren noch immer das heutige Weltbild und halten sich in einer Weise für einzig real, die der Kunst und Literatur, dem Seelischen, Geistigen und Spirituellen die Rolle der Aufhübschung von Feierabend und Freizeit zuweist. Auch die Psychologie – eigentlich Wissenschaft der Seele – hat die Einseitigkeit solcher Überbewertung der Außenwelt zu spüren bekommen. Dem setzt seit der Jahrtausendwende die neue Bewegung der Integralen Psychologie, die sich stark auf Ken Wilber bezieht, ein Menschenbild entgegen, in dem Innen- wie Außenwelten gleichermaßen zur Geltung kommen

Ein Text von Michael Habecker

Irgendwann vor sehr langer Zeit muss es passiert sein. Ein Mensch oder ein früher Vorfahre des Menschen ist sich zum ersten Mal, wenn auch vielleicht nur ganz vage und unbestimmt, seiner eigenen Innerlichkeit bewusst geworden. Möglicherweise hat dieser Mensch etwas Ähnliches gespürt wie »Da ist etwas in mir«, ohne dies jedoch schon so formulieren zu können. Innerlichkeit existiert natürlich schon viel früher. Wenn man Ken Wilber glauben möchte, dann ist ein Innen (oder Bewusstsein) im Universum von Anfang an angelegt. Wilber vertritt einen Pan- Inner-ismus (oh je!). Für ihn beginnt Innerlichkeit schon ganz unten auf der Entwicklungslinie: Sie fängt bei subatomaren Teilchen an und reicht bis ganz nach oben, in etwa nach dem Motto: »Wo ein Außen ist, da ist auch ein Innen«.

Die Bewusstseins-Industrie – Ein Interview

Edward L. Bernays formulierte vor fast einem Jahrhundert: „Die bewusste und zielgerichtete Manipulation der Verhaltensweisen und Einstellungen der Massen ist ein wesentlicher Bestandteil demokratischer Gesellschaften. Organisationen, die im Verborgenen arbeiten, lenken die gesellschaftlichen Abläufe. Sie sind die eigentlichen Regierungen in unserem Land. Wir werden von Personen regiert, deren Namen wir noch nie gehört haben. Sie beeinflussen unsere Meinungen, unseren Geschmack, unsere Gedanken. Doch das ist nicht überraschend, dieser Zustand ist nur eine logische Folge der Struktur unserer Demokratie.“ Und Hans Magnus Enzensberger sekundierte vor nicht gar so langer Zeit, indem er feststellte, der gesellschaftliche Auftrag der Bewusstseins-Industrie sei „heute überall derselbe: die existierenden Herrschaftsverhältnisse, gleich welcher Art sie sind, zu verewigen. (…) Materielle Ausbeutung muss hinter der immateriellen Deckung suchen und die Zustimmung der Beherrschten mit neuen Mitteln erwirken. (…) Gepfändet wird nicht bloß Arbeitskraft, sondern die Fähigkeit, zu urteilen und sich zu entscheiden.“ Wie aber dürfen wir uns das vorstellen: die tägliche Manipulation, die unser Denken in vorgefertigte Muster zu zwingen versucht? Hierzu sprach Jens Wernicke mit dem Politikwissenschaftler und Propagandaforscher Jörg Becker.

Das Credo eines Humanisten

Der folgende Text ist der eines Manuskripts aus dem Jahr 1965 mit dem Titel „Some Beliefs on Man, in Man, for Man“ von Erich Fromm, das er selbst nicht veröffentlicht hat.
Veröffentlicht in: Erich Fromm Gesamtausgabe in zwölf Bänden, München (Deutsche VerlagsAnstalt und Deutscher Taschenbuch Verlag) 1999, GA XI, S. 593596

Ich glaube, dass sich die Einheit des Menschen aus der Tatsache ergibt, dass der Mensch ein sich seiner selbst bewusstes Leben ist. Darin unterscheidet er sich von anderen Lebewesen. Der Mensch ist sich seiner selbst bewusst: seiner Zukunft (das heißt der Tatsache, dass er sterben muss), seiner Kleinheit und seiner Ohnmacht; er nimmt die anderen als andere wahr; er lebt in der Natur und ist ihren Gesetzen unterworfen, auch wenn er sie mit seinem Denken übersteigt.

Ich glaube, dass der Mensch das Ergebnis einer natürlichen Evolution ist, die aus dem Konflikt entspringt, dass er in der Natur gefangen und gleichzeitig von ihr getrennt ist, und aus dem Bedürfnis, Einheit und Harmonie mit der Natur zu finden.

Ich glaube, dass die Natur des Menschen in einem Widerspruch zu fassen ist, der in den Bedingungen der menschlichen Existenz wurzelt und eine Suche nach Lösungen notwendig macht, die ihrerseits neue Widersprüche und das Bedürfnis nach neuen Antworten erzeugen.

Ich glaube, dass jede Antwort, die auf diese Widersprüche gegeben wird, die Voraussetzung erfüllt und dem Menschen hilft, sein Gefühl des Abgetrenntseins zu überwinden und ein Gespür der Zustimmung, der Einheit und der Zugehörigkeit zu erlangen.

Die direkte Verbindung - Transformation des Bewusstseins

"Heutzutage gibt es Millionen Menschen, die ihre tiefgründigen Seiten verbergen. Die Mainstream-Psychatrie, die Religionen und die Akademiker erzählen ihnen, dass dieser tiefste Kern ihrer Natur irreal und verrückt ist. Ich glaube, dass diese Experten die Menschen in die Irre geführt haben. Trotz aller gesellschaftlicher Begrenzungen sehe ich eine Zeit kommen, in der spirituelles Bewusstsein eher die Norm als die Ausnahmen sein wird. Die Menschen können sich nicht fortgesetzt von Autoritäten unterdrücken lassen, die ihr ursprüngliches menschliches Potenzial für krank erklären."

Aus Judith Miller, Die direkte Verbindung - Transformation des Bewusstseins Offenburg, 2008, Holotropos Verlag, S.16. Englische Originalausgabe: DIRECT CONNECTION, 2000

Judith Miller zitiert auf Seite 151 aus Ken Carey „The Starseed Transmission“ und ergänzt eigene Gedanken:

„Jenseits von Raum und Zeit sind wir eins mit dem Schöpfer, mit allem was ist, eins mit der Quelle. Aber wenn sich unser Bewusstsein in den Kontext eines manifesten Universums hineinbewegt, werden wir zum Sohn (zur Tochter), zum Christus. Im Grunde sind wir die Beziehung zwischen Geist und Materie, die Vermittler, die Brücke, das Mittel zum Zweck, durch welches sich der Schöpfer auf sein Werk bezieht. Wir sind Leben in Beziehung zur Erde, zur Ewigkeit, in Beziehung zur Zeit. Unendlichkeit in Beziehung zur Endlichkeit. Obgleich wir uns gegenwärtig verschieden und als getrennte Rassen erfahren, sind wir in Wirklichkeit ein einziges Wesen, das den Geist des Schöpfers gemeinsam teilt. (Seite 15)“

Carey erhielt diese Informationen 1978. Es ist an der Zeit für Carey’s Vorhersagen, wahr zu werden. 33 n. Chr. versuchte ein Mann namens Jesus der Welt zu zeigen, wer wir wirklich sind. Unglücklicherweise waren wir damals nicht in der Lage, es zu verstehen. Jetzt bekommen wir eine weitere Gelegenheit. Beim zweiten Kommen geht es für uns alle darum, uns unserer eigenen Christus-Natur gewahr zu werden.
Auf der ganzen Welt haben sich spirituelle Traditionen aus ihren ureigenen mystischen Wurzeln entwickelt. Diese mystischen Wurzeln sind überall die gleichen. Wir können kulturelle Differenzen als verschiedenartig an der Oberfläche betrachten. Über diese Tradition erfahren wir etwas von einer größeren Realität und über unsere wahre Natur. Ob wir diese Realität den Großen Geist, Gott, die Gottheit, Christus-Bewusstsein, Buddha-Natur, Allah oder Brahman nennen, spielt keine Rolle. Einzig wichtig ist, das uns mit ihr identifizieren. Das ist die einzige Möglichkeit, an uns und unsere Mitmenschen zu glauben und unsere wahre göttliche Natur zu verstehen und auf unserer leidgeprüften Welt zu überleben.
Meister Eckhart sprach die folgenden Worte für über 600 Jahren aus:

„Obgleich wir Söhne und Töchter Gottes sind, werden wir uns dessen nicht gewahr.“


Die Zeit ist reif, es zu merken. Schieben wir es nicht länger vor uns her.“

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Holotropes Atmen:
www.holotropes-atmen.de - was-ist-holotropes-atmen

www.holotropes-atmen.com -  Das_Holotrope_Atmen - PDF

www.holotropes-atmen.ch - Wer_wir_sind

Mehr:
Bewusstseinserforschung in Freiburg

Unsere Demokratie ist am Ende

Bild vom Spiegel der noch mehr schreibt - hier.

fefe schreibt:

Was stand eigentlich in diesem Armutsbericht drin, dessen Bekanntwerten unbedingt verhindert werden musste?

Ein indirekter Revolutionsaufruf, wie sich rausstellt. Und zwar geht es da um eine Studie der Uni Osnabrück zur Frage, ob eigentlich die Interessen der Armen und der Reichen gleich berücksichtigt werden in unserem System, ob eine Stimme von einem Hartz-IV-Opfer gleich viel wert ist wie die eines Zahnarztes.

Das Ergebnis: Die Wahrscheinlichkeit, dass das Parlament etwas beschließt, was die Besserverdienenden wollen, ist hoch - während der in Umfragen geäußert Willen der Geringverdiener eine besonders niedrige Wahrscheinlichkeit hat, vom Bundestag umgesetzt zu werden.

Das haben sie aber nicht komplett rauszensiert. Vielmehr haben sie die daraus folgenden Überlegungen rauszensiert, und die gingen in diese Richtung:

Gestrichen wurden aber die ausführlichen Überlegungen darüber,
  • wo die Gründe für dieses politische Ungleichgewicht liegen könnten,
  • wie es wieder ausgeglichen werden könnte,
  • und weshalb die Dominanz der Besserverdienenden die Legitimation des gesamten politischen Systems in Frage stellt.
A-Ha! Und da wird plötzlich sonnenklar, wieso die Regierung das keinesfalls veröffentlichen wollte. Die sägen sich doch nicht ihr eigenes illegitimes Machtsystem weg! (Danke, James)

www.armuts-und-reichtumsbericht.de - PDF

Wir brauchen bessere Menschen

Eine bessere Welt ist möglich.
Bessere Menschen sind möglich.
Ich kann ein besserer Mensch werden.
Durch mich.
Du kannst ein besserer Mensch werden.
Durch dich!

Zusammen machen wir dann:

www.transform-magazin.de - nudging

www.transform-magazin.de - design-thinking

Das Versagen der Älteren

Wir waren jene,
die wussten,
aber nicht verstanden,
voller Informationen,
aber ohne Erkenntnis,
randvoll mit Wissen,
aber mager an Erfahrung.
So gingen wir,
von uns selbst
nicht aufgehalten.

Roger Willemsen
(1955 – 2016)

Das meinte Aleister Crowley

Mit der Verkündung des Liber Al vel Legis im Jahre 1904 begann nach thelemischer Lehre für die Menschheit ein neues Zeitalter, ein neuer Äon. Der Schlüssel dieses Zeitalters, des Äons des Horus, ist das Wort THELEMA = Wille.

"Das Wort des Gesetzes ist Thelema." (Al I:39)

 

Im Mittelpunkt des Neuen Äons steht für die Menschen die Entwicklung seines wahren Willens. In diesem Zeitalter kommt es zur Befreiung des Menschen von seiner dualistischen Struktur. Der Mensch erlebt die Bewußtwerdung des Gottes in seiner menschlichen Natur, er wird zu Gott. Im Liber Al (I:40) wird das Prinzip des Willens zum Gesetz erhoben:

"Tue, was Du willst, soll sein das ganze Gesetz!" 

 

In diesem Gesetz drückt sich die totale Freiheit des Menschen, aber auch die stärkste Bindung an seinen Willen aus. Es geht nicht primär um das Ausleben unserer Wunschbilder und Illusionen, sondern um die Suche nach unserem wahren Willen, die Findung Gottes in unserer individuellen Natur und deren Umsetzung in die Tat. Der universelle Wille eines jeden Gottes ist seiner Natur nach Liebe. THELEMA = WILLE = 93 besitzt den gleichen kabbalistisch-numerischen Wert wie das griechische Wort AGAPE = LIEBE. Diese Beziehung wird auch im Liber Al (I:57) durch die Ergänzung der Formel des Willens deutlich:

"Liebe ist das Gesetz, Liebe unter Willen!"

Weihnachten - das Folterfest

Du weißt davon!
Hast du nicht den Mut
den Mund aufzumachen?
Wovor hast du Angst?
Magst du dich so?
Was bist du für ein Mensch?
Ein Konsument?
Ein Verbraucher?
Ein Gärtner?
Ein Entscheider?
Gestaltest du mit am Paradies?
Was ist Liebe?

Habe Mut!
Sprich es an.
Es muss sich etwas ändern
in der Welt.
Mach mit
beim Wandel.
Sei kein Mitläufer.
Du bist entscheidend.
Du zählst.
Du bist wertvoll.
Für dich
machst du den Unterschied.
Niemand anderes.
Nur du!

Gans und Weihnachtsbaum

Fleisch allgemeiner UnNatur

Erdlinge in Folterkammern

Umweltkatastrophe

Die Industrie-Verschwörung 

Keine Alternative: Supergiftiger Fisch

Über die Dörfer

Spiele das Spiel.
Gefährde die Arbeit noch mehr.
Sei nicht die Hauptperson.
Such die Gegenüberstellung.
Aber sei absichtslos.
Vermeide die Hintergedanken.
Verschweige nichts.
Sei wach und stark.
Sei schlau.
Lass dich ein und verachte den Sieg.
Beobachte nicht, prüfe nicht,
sondern bleibe geistesgegenwärtig
bereit für die Zeichen.
Sei erschütterbar.
Zeig deine Augen,
wink die anderen in die Tiefe,
sorge für den Raum
und betrachte einen jeden in seinem Bild.
Entscheide nur begeistert.
Scheitere ruhig.
Vor allem hab Zeit und nimm Umwege.
Lass dich ablenken.
Mach sozusagen Urlaub.
Überhör keinen Baum und kein Wasser.
Vergiss die Angehörigen.
Bestärke die Unbekannten,
bück dich nach Nebensachen,
weich aus in die Menschenleere,
pfeif auf das Schicksalsdrama,
missachte das Unglück,
zerlach den Konflikt.
Bewege dich in deinem Eigenfarben,
bis du im Recht bist
und das Rauschen der Blätter süß wird.
Geh über Dörfer.
Ich komme dir nach.

Peter Handke

Damit das Herz sprechen könne

"Es ist von großer Wichtigkeit, dass jeder Mann und jede Frau, die mit einem wissensdurstigen Intellekt gesegnet sind, alle Belehrungen erhalten, nach denen sie sich sehnen, damit das Herz sprechen könne, wenn der Kopf beruhigt ist. Intellektuelle Erkenntnis ist nur ein Mittel zur Erreichung des Zieles, nicht das Ziel selbst. Daher sucht der Lehrer zuerst den nach Wissen Dürstenden davon zu überzeugen, dass alles in der Welt vernunftgemäß ist. So gewinnt er über den rebellischen Intellekt die Oberhand.

Hat er aufgehört zu kritisieren, und ist er bereit, einstweilig zu akzeptieren, dass die Feststellungen wahrscheinlich der Wahrheit entsprechen, die im Moment noch nicht unmittelbar bewiesen werden können, dann und erst dann wird das esoterische Training erfolgreich die höheren Fähigkeiten entwickeln, durch die der Mensch vom Glauben zum Wissen aus erster Hand übergeht.

Doch selbst dann wird sich zeigen, dass er trotz seiner Fortschritte in der Erlangung von Wissen aus erster Hand und trotz seiner erworbenen Fähigkeit selbst zu forschen, immer wieder Wahrheiten begegnen wird, die über seinem Fassungsvermögen stehen denen er sich gläubig zuwenden muss, weil er noch nicht fortgeschritten genug ist, um sie selbst zu erforschen."
[...]
"Der okkulte Gelehrte zieht dem Gebet die Konzentration vor, weil sie mit Hilfe des Intellekts vollzogen wird, der kalt und ohne Gefühl ist, während das Gebet gewöhnlich der Gefühlswallung entspringt. Wo es aber von reiner selbstloser Hingabe an hohe Ideale geleitet wird, steht es viel höher als die kalte Konzentration. Es kann niemals kalt sein, denn es trägt die Ausströmung des Mystikers und wird auf den Flügeln der Liebe zum Thron der Gottheit empor getragen."

Die vier Leitmotive der menschlichen Handlungen

Liebe, Reichtum, Macht und Ruhm! - Das sind die vier Leitmotive der menschlichen Handlungen. Wir haben diese, um mit ihnen zu lernen und Erfahrungen sammeln zu können. Allerdings sollen wir sie nicht unbewusst benutzen, sondern sie in etwas Höheres verwandeln.

Wir sollen die selbstsüchtige Liebe, die nach dem Besitz eines anderen Körpers strebt, mit edleren Bestrebungen zurückdrängen; das gleich gilt es zu tun mit all den Begehren nach Vermögen, Macht und Ruhm aus engen und persönlichen Gründen.
Die Liebe, nach der wir uns sehnen sollen, ist nur die der Seele. Die reine Liebe umfasst alle Wesen, ob hoch oder niedrig, und im Verhältnis zur Bedürftigkeit des Empfängers nimmt sie zu.

Reichtum ist das Erkennen des Überfluss an Gelegenheiten, den Mitmenschen zu dienen.

Die rechte Macht strebt nach Hebung der gesamten Menschheit.

Edler Ruhm ist nur der, der uns fähiger macht, die gute Botschaft zu verbreiten. Diese lautet: Alle, die da leiden finden schneller Trost für die Kümmernisse ihrer Herzen, als die, welche als verhätschelte und verzogene Schoßhunde ihre Zeit in schrecklicher Eintönigkeit vertrödeln.

Tu das bitte nicht.

Wenn du sichtlich aufgeregt bist - wegen einem Gefühl oder einer Idee oder einer Hoffnung und dann davon erzählst..mit leuchtenden Augen und einem Lächeln im Gesicht, doch mit dem Satz beginnst: "Entschuldige, ich weiß, es ist dumm, aber..."

Tu das bitte nicht.

Ich weiß nicht, wer vor mir hier war.
Ich weiß nicht, wer dich so konditioniert hat, dass Du dich dafür entschuldigst oder dich klein und unliebsam fühlst.

Tu dir das bitte nicht an.

Träume so groß, dass sie dich für verrückt erklären.
Lach so laut, dass deine Stimme sich überschlägt.
Liebe so sehr, dass dir schwindelig wird vor Glück.
Fühl dich niemals ungebildet.
Behalt dein Interesse an dir selbst.

Sei ohne Maske, sei Du. Mit all deinen Farben und all deinen Schatten bist du gut.
Mach dich nicht klein, nur damit andere neben dir größer wirken.

Sei die Macht der Natur.
Wachse. Es ist eine große Welt. Mit viel Raum. Du passt. Versprochen."